Veröffentlicht: Donnerstag, 20. Dezember 2018 10:18
Zauberhaftes Farbspiel im Winter
Bärenpark erstrahlte in zauberhaftem Farbenspiel. Mit über 400 Besuchern war die Bärenweihnacht erfolgreicher als im Vorjahr. Highlight war die Fackelwanderung am Samstag.
„Wir sind froh, dass sich aus der Bärenweihnacht eine feste Tradition entwickelt hat, auf die sich Team und Aussteller jedes Jahr freuen. Weihnachten ist ein Fest für Familie, Freunde und Zusammenhalt – davon können wir von den Tieren noch jede Menge lernen.“
Bernd Nonnenmacher, Parkleiter ALTERNATIVER WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD
Veröffentlicht: Donnerstag, 27. September 2018 17:20
LIFE WITH BEARS – 26th INTERNATIONAL CONFERENCE ON BEAR REASEARCH AND MANAGEMENT
Ein Wildtiermanagement zulassen, das auch umsetzbar und praktikabel ist Über 250 Bärenexperten trafen sich eine Woche lang in Ljubljana. Aktuelle Forschungsberichte und technische Fortschritte wurden präsentiert. Ergebnisse liefern praxisorientierte Ansätze auch im Umgang mit Wolf und Luchs.
LEINEFELDE-WORBIS/BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH. Die STIFTUNG für BÄREN war Teilnehmer einer internationalen Konferenz in Ljubljana, Slowenien, ausgerichtet von der International Association for Bear Research and Management (IBA). Weit mehr als 250 der führenden Wissenschftler_Innen und Manager_Innen im Bereich Bär-Mensch-Interaktionen kamen zusammen. Die vorgestellten Ergebnisse mit dem Schwerpunkt Zusammenleben von Mensch und Bär in von Menschen dominierten und politisch fragmentierten Landschaften zeigten wichtige praktische Hinweise für das Bärenerwartungsland Deutschland. Doch zahlreiche Fallstudien geben ebenso wichtige Aufschlüsse im Umgang mit Wolf und Luchs, also den bereits heimischen Beutegreifern.
Bernd Nonnenmacher, Parkleiter im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD: „Bei genauerer Auswertung der Risse durch Prädatoren stellt sich heraus, dass das Errichten von Elektrozäunen allein nicht für ausreichend Schutz sorgt. Zum einen bilden Herdenschutzhunde einen wichtigen Faktor zum Schutz der Nutztiere, zum anderen ist es elementar mit den Betroffenen direkt zusammen zu arbeiten. Intelligente Wildtiere wie der Wolf sind nicht mit geeichten Richtlinien zu überlisten, sondern es gilt, jeden Fall individuell zu betreuen.“
WIE SOLL DAS GEHEN? Die STIFTUNG für BÄREN organisiert selbst eine Internationale Wildtierkonferenz im Oktober dieses Jahres, unter der Schirmherrschaft vom Thüringer Umweltministerium. Ziel dabei ist, Wege zu finden, um Nutztiere ausreichenden schützen zu können und gleichzeitig dem Artenschutz tolerant gegenüberzustehen. Dazu ist auch eine praktische Zusammenarbeit auf internationaler Ebene unumgänglich.
Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN: „Im Gegensatz zu Kontinenten wie Asien beispielsweise, hat Europa keine geographischen Grenzen, sondern gesellschaftliche. Heimisch bedeutet für Wolf, Luchs und Bär nicht Deutschland oder Schweiz, sondern Europa. Und auf dieser Ebene muss auch agiert werden. Ein wirkungsvolles Wildtiermanagement kann nur mit internationalen Praktikern und einheitlichen Managementplänen umgesetzt werden.“
Nach dem tragischen Zwischenfall 2006 in Bayern, als der Braunbär Bruno abgeschossen wurde, war es Anliegen der STIFTUNG, ein internationales Netzwerk nicht nur aufzubauen, sondern auch einsatzfähig zu machen. Die Wildtierkonferenz im Oktober 2018 soll an dieses Vorhaben nicht nur anknüpfen, sondern auch gleichzeitig den Beginn einer Weiterentwicklung der Projekte der STIFTUNG einleiten. Fokus liegt dabei auf dem Ausbau von Kompetenzzentren und Einsatzteams.
HINTERGRÜNDE
IBA: Die International Association for Bear Research and Management ist eine gemeinnützige Organisation für Biologen, Wildtiermanager und andere, die zum Schutz der verschiedenen Bärenarten in der ganzen Welt arbeiten. Die Organisation hat über 550 Mitglieder aus über 50 Ländern, die STIFTUNG für BÄREN ist Mitglied dieser Organisation.
LIFE WITH BEARS – 26th INTERNATIONAL CONFERENCE ON BEAR REASEARCH AND MANAGEMENT Im Rahmen des LIFE DINALP BEAR Projekts fand eine internationale Bärenkonferenz in Ljubljana Ende September statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Universität Ljubljana, der slowenischen Forstverwaltung und der IBA.
Man vermutet eine aktuelle Population der großen Beutegreifer in Europa von: Wolf – 17.000, Luchs – 9.000, Bär – 16.000.
„Es ist traurig mitzuerleben, dass gerade eine Organisation wie die UNESCO, die sich für Nachhaltigkeit und Kulturgut stark macht, den zeitgemäßen Tierschutz ignoriert. Wir können es nicht akzeptieren, wenn die Ausbeutung von Tieren als Erbe kommender Generationen deklariert wird.“
Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer STIFTUNG für BÄREN
Kaum zu glauben: Im zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Schloss Český Krumlov muss auch heute noch eine Braunbärin im kargen Schlossgraben leben. Mehrfach hat die STIFTUNG für BÄREN sowohl UNESCO als auch Betreiber auf die Missstände aufmerksam gemacht und Hilfsangebote unterbreitet. Doch bis heute gibt es keine Reaktion der Verantwortlichen.
LEINEFELDE-WORBIS/BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH Vor einigen Wochen unternahm ein Team der STIFTUNG für BÄREN eine Beratungs- und Bildungsreise nach Osteuropa. Eine der zahlreichen Einrichtungen die besucht wurden, war das Schloss Český Krumlov in der Tschechischen Republik, wo die 1994 geborene Bärin Maria Theresia im Bärengraben dahinvegetiert. Bereits seit Jahren befasst sich die STIFTUNG mit dieser tierquälerischen Bärenhaltung: es wurden die Betreiber kontaktiert, die UNESCO selbst angeschrieben, einige Artikel veröffentlicht, vor Ort nachgefragt und nicht zuletzt eine Petition gestartet, um das Bärenleid endlich zu beenden. Es wurde sogar Hilfe angeboten, bei einer zeitgemäßen, tierfreien Darstellung der Bären-Geschichte im Schlossgraben mitzuwirken. Nach wie vor lässt eine Reaktion seitens der Verantwortlichen auf sich warten. Doch die STIFTUNG für BÄREN gibt nicht auf. Sie wird sich weiterhin für ein Ende des Tierleids im UNESCO-Weltkulturerbe einsetzen.
HINTERGRUND Das Schloss Český Krumlov aus dem 13. Jahrhundert wurde 1992 zusammen mit dem mittelalterlichen historischen Stadtzentrum von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Es ist ein beliebter Touristenmagnet und somit hochfrequentiert. Allerdings lebt, wie im Mittelalter, immer noch eine echte Bärin in dem viel zu kleinen Schlossgraben, die dort für Besucher zur Schau gestellt wird.
Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung
gratis
Ab jetzt im Online-Shop und überall wo es gute Podcasts gibt: 2. Staffel WissBärGier! Dein Podcast zu den Großbären der Welt. Jetzt reinhören mit Aha-Effekt