Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

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War es nicht schon immer so? Wenn Omi in aller Frühe in der Küche poltert und Opi das Holz hackt, befinden sich die von den nächtlichen Ausflügen gebeutelten jungen Leute noch im Tierfschlaf. Bis mindestens 11 Uhr. Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, aber Omis stehen nun mal nicht erst gegen 11 Uhr auf, Senioren kommen angeblich mit...

War es nicht schon immer so? Wenn Omi in aller Frühe in der Küche poltert und Opi das Holz hackt, befinden sich die von den nächtlichen Ausflügen gebeutelten jungen Leute noch im Tierfschlaf. Bis mindestens 11 Uhr. Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, aber Omis stehen nun mal nicht erst gegen 11 Uhr auf, Senioren kommen angeblich mit weniger Schlaf aus. Und genau diesen Eindruck hat man derzeit im Bärenpark. Nicht "Lola rennt", sondern Oma rennt. Wenn auch nicht ganz so zackig.

Die Seniorenresidenz lebt! Mario, Mischka und Tina tippeln hier, knabbern da, schmatzen dort. Sie sind allesamt noch munter und stehen so (endlich) im Mittelpunkt des Besucherinteresses.
Im Bereich des noch größeren "Mittelalterbereiches" herrscht schnarchende Stille. Das Schnarchen hört man nicht wirklich, ich bin mir aber sicher, dass es in mehreren Höhlen schnarcht. Bären schnarchen durchaus, wie es viele Besucher schon selbst hören konnten. Im Sommer, während der Bärensiesta. Außerdem kennt man das ja auch von Hund und Katz, die mit manchem Herrchen durchaus konkurieren könnten.

Kathi, Jimmy und Gonzo waren bereits Mitte Oktober verschwunden. Das ungeschriebenen Gesetz, dass Senioren weniger Schlaf brauchen, wurde hier mal außer Kraft gesetzt. Kathi als ältester Worbiser Bär durfte doch schon eher verschwinden.
Emma und Laura zogen gegen Ende Oktober nach. Goli bezog die Eingewöhnungsstation, die ihm jetzt als privates Antiathrosekuschelwinterruhequartier zu Verfügung gestellt wurde. Lesen Sie ruhig dreimal, wenn Ihnen das Wort unheimlich lang vorkommt. Aber genau da ist er drin.
Kälte, eventuell feuchte Höhlen tun unserem puscheligen Riesen nicht gut. Maika, die immer etwas länger braucht, weil manchmal so nörgelig, ist in diesem Monat verschwunden.
Macht summa summarum sieben Bären unsichtbar. Einziger Herrscher des "Mittelalterbereiches" ist nun Max mit seiner kaltgepressten Rapsölkur.
Rapsölkur? Lesen Sie doch hier.

Ja klar, die Wölfe sind noch bei ihm. Die sind im Winter in ihrem Element und haben sich alle schicke und kostenlose Pelzmäntel wachsen lassen. Für sie kostenlos. Für uns nicht. Wir haben sie dafür gut genährt.

Jetzt beginnt also durchaus die Zeit der Wolfsfans, die ihre Lieblingstiere blattlos beobachten können. Jetzt bekommt die "Nacht der Wölfe" eine besondere Note. Bei Kälte, zeitiger Dunkelheit ist das Lagerfeuer noch wirkungsvoller, beim Beobachten der Wölfe gibt es jetzt Glühwein oder heißen Kakao. Und die Wölfe haben noch mehr Appetit als zur warmen Jahreszeit. Sie brauchen viel Energie.

Dass sich nun ein Besuch des Bärenparks für ausschließliche Bärenfans gar nicht mehr lohnt, kann man so nicht sagen. Immerhin sieht man derzeit drei Bären im Wald - einfach so beim Herbstspaziergang. Es gibt Leute, die gehen in einen (schlechten) Tierpark, um einen Bären im Käfig zu sehen.

Im Fotoalbum sehen Sie das, was die Fotografin Vera Faupel bei ihrem letzten Herbstspaziergang durch den Bärenpark - im November - gesehen hat. Das war nicht wenig. ML

Einen etwas herbstigen (müden) Blick hat Mario hier schon, oder? Foto: Vera Faupel

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Auszeichnung

Auszeichnung Land der Ideen, Ausgewählter Ort 2010

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