Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Rettet Pardo vor dem Tod!


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Unter dem Motto ?Auf den Spuren der Braunbären? bietet der Alternative Bärenpark Worbis nun schon im 6. Jahr naturkundliche Wanderungen unter der Leitung des Biologen Arne Willenberg in die Natur- und Kulturlandschaft des nördlichen Eichsfeldes an. Während der Besucher im Bärenpark umfassende Informationen zur Lebensweise von Bären und Wölfen...

Unter dem Motto ?Auf den Spuren der Braunbären? bietet der Alternative Bärenpark Worbis nun schon im 6. Jahr naturkundliche Wanderungen unter der Leitung des Biologen Arne Willenberg in die Natur- und Kulturlandschaft des nördlichen Eichsfeldes an. Während der Besucher im Bärenpark umfassende Informationen zur Lebensweise von Bären und Wölfen sowie zu dem Verhältnis zwischen uns Menschen und diesen Tieren bekommt und darüber hinaus Bären und Wölfe unter fast freiheitlichen Bedingungen erleben kann, soll die Exkursionsreihe dem Naturfreund die Lebensräume dieser Tiere in all ihren Fassetten erschließen. Auf echte Spuren der Braunbären werden wir dabei wohl kaum stoßen, das Auffinden von Wolfsspuren rückt dagegen immer mehr in den Bereich des Möglichen und wird mit Spannung und Vorfreude (von uns!) erwartet. Vor allem aber wollen wir die Tier- und Pflanzenwelt der Bären- und Wolfslebensräume beobachten und kennen lernen sowie etwas über ihre Wechselbeziehungen untereinander und auch ihre Bedeutung für uns Menschen erfahren.

Dass Wölfe sehr anpassungsfähige Tiere sind und auch in den von Menschen stark veränderten Landschaften sehr gut zurechtkommen, wissen wir spätestens seit der Wiedereinwanderung der Wölfe in die sächsische Lausitz. Auch Braunbären brauchen nicht unbedingt dichte Wälder zum Überleben, sondern bewohnen in ihrem Vorkommensgebiet gleichfalls weitestgehend waldfreie Landschaften wie Tundren, Feuchtgebiete, Steppen und sogar Halbwüsten. Deshalb führen wir unsere ?Spurensuche? nicht nur in den Wäldern durch, sondern auch in Wiesen- und Feldfluren, auf Trocken- und Magerrasen sowie in Feuchtbiotopen und an den Staugewässern. Hier erlebten die Teilnehmer der vergangenen Exkursionen so manche botanische Kostbarkeit, fanden farb- und formschöne und seltene Pilze, die auch ohne Speisewert beglücken konnten, begegneten exotisch anmutenden Spinnen oder Schmetterlingen, Eidechsen oder auch größeren Wildtieren wie Dachs, Fuchs, Wildkatze und wurden Zeugen der Geburt eines Feuersalamanders.

Leider sind viele der angetroffenen Tier- und Pflanzenarten in ihrem Bestand gefährdet,so dass nicht nur das Fehlen von echten Bärenspuren in unserer Landschaft daran erinnert, dass die Natur aus dem Gleichgewicht geraten ist. Deshalb hoffen wir, dass unsere Exkursionen auch Aufklärung über Möglichkeiten und Grenzen des Naturschutzes bieten. Gegebenenfalls wollen wir uns auch ganz konkreten Konflikten zuwenden. So wird beispielsweise unsere erste Exkursion in diesem Jahr, am 20.03.10, in das Gebiet des Lindenbergs nördlich von Teistungen führen. Im dortigen Vogelschutzgebiet sollen neben anderen wertvollen Biotopen fast 20 Hektar Laubmischwald in einen Golfplatz umgewandelt werden.

Ca. eine Woche vor dem unter Termine bekannt gegebenen Exkursionsdaten informieren wir auf NEWS und in der Tagespresse über Treffpunkt, Uhrzeit und Ziel der Wanderung. AW