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Ein schlechtes Jahr für Bären? Nach Gonzo und Kathi ist nun auch Maika tot. Sie war erst 18. Sie hätte noch viel Zeit gehabt. Mit ihrem Tod macht sie nicht nur viele Bärenfreunde, ihre Paten und das gesamte Bärenparkteam unendlich traurig. Mit Maika fehlt ein Medium, eine Bärensprecherin - "mein" Sprachrohr.

Als wir 1996 den ehemaligen Tierpark...

Ein schlechtes Jahr für Bären? Nach Gonzo und Kathi ist nun auch Maika tot. Sie war erst 18. Sie hätte noch viel Zeit gehabt. Mit ihrem Tod macht sie nicht nur viele Bärenfreunde, ihre Paten und das gesamte Bärenparkteam unendlich traurig. Mit Maika fehlt ein Medium, eine Bärensprecherin - "mein" Sprachrohr.

Als wir 1996 den ehemaligen Tierpark Worbis übernahmen, um hier das deutschlandweite erste Tierschutzprojekt für Bären zu errichten, war Maika schon da. Sie vegetierte in einem Käfig und war die letzte Überlebende einer jahrelangen Zucht. Sie sollte demnach auch die erste Bewohnerin der neuen Freianlage sein. Im Mai 1997 bezog sie diese.
Doch zu jener Zeit war es nicht leicht, ein Tierschutzprojekt zu errichten, ohne argwöhnisch beäugt zu werden, ohne dass immer wieder die Notwendigkeit hinterfragt wurde, ohne Unkenrufe und teils mit Beschimpfungen. Presseberichte, Informationen, Aufklärungen, die ich als Presseverantwortliche immer wieder veröffentlichte, wurden eher als Rechtfertigungen der verrückten Tierschützer gesehen. Die Mutmaßungen um die Fremden, die hier ein "Heim für alte und bekloppte Bären" errichteten, gingen weiter. Der Anfang war ungeheuer schwer. Und dann half Maika.

Der Leiter des Bärenparks, Uwe Lagemann, hatte die geniale Idee, die waschechte Worbiserin Maika sprechen zu lassen. In Zeitungen, auf Schildern, in Prospekten. Albern? Nein, sehr wirkungsvoll. Als die Worbiser Bärin in allen möglichen Medien "ihr" Projekt vorstellte, die Meckerer und Meuterer maßregelte (oh, sie war hart, sie nannte auch Menschen beim Namen!) und jeden neuen Bären willkommen hieß, nahmen Beschimpfungen, Unterstellungen und Argwohn ab. "Na, wenn unsere Maika das sagt..."

Maika hatte sich als Sprecherin bewährt und sie wurde als solche überregional bekannt. Als Bärenmädchen Maika plauderte sie in unserer Zeitung "Bärenspur", in zahlreichen Illustrierten und Zeitungen. Maika nannte sich selbst "die einzigartige Bärensprecherin" und war außerdem Maskottchen des Bärenparks und Namensgeberin des jährlichen Bärin-Maika-Tages, der aus Anlass des Welttierschutztages durchgeführt wird. In diesem Jahr übrigens am 10. Oktober und selbstverständlich und in Erinnerung an die Bärin nach wie vor als "Bärin-Maika-Tag".

Mit Maikas Tod fehlt nicht nur das Maskottchen, nicht nur eine sympathische Bärin und Zicke (doch, das war sie auch, ich kenne sie seit 1996), sondern meine "Stimme". Sie hat mir das Leben als Presse"tante" leichter gemacht. Wir waren eins - sie die offizielle Sprecherin und ich legte ihr als solche die Worte ins Bärenmaul. Deshalb nehme ich mir an dieser Stelle auch das Recht heraus, nicht nur über Maikas Tod zu informieren, sondern mich persönlich mit einem "Danke, Maika-Maus!" für ihre Hilfe zu bedanken.

Martina Lagemann (ML)

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