Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
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Ach, Rexi, wenn Sie wüssten!Es gibt natürlich nicht an 365 Tagen pro Bär einen Salatkopf, denn die meisten unserer Petze halten zwischen Oktober/ November bis Februar/März eine Winterruhe. Da fallen schon mal ein paar Köpfe aus dem Salat-Einmaleins raus. Die Nichtschläfer-Bären werden selbstverständlich das ganze Jahr über gefüttert, allerdings...

Ach, Rexi, wenn Sie wüssten!Es gibt natürlich nicht an 365 Tagen pro Bär einen Salatkopf, denn die meisten unserer Petze halten zwischen Oktober/ November bis Februar/März eine Winterruhe. Da fallen schon mal ein paar Köpfe aus dem Salat-Einmaleins raus. Die Nichtschläfer-Bären werden selbstverständlich das ganze Jahr über gefüttert, allerdings fressen sie weniger. Winterdiät.

Aber mit einem Salatkopf pro Bär und Tag ist es auch zu Wachzeiten nicht getan. Klar, das wissen Sie auch. Deshalb schreiben Sie ja, dass Sie keine Vorstellung von der Futtermenge haben.
Abgesehen davon, dass wir derzeit ?nur? neun Bären haben (wären lt. Ihrer Rechnung pro Jahr 365 Salatköpfe weniger), futtern die Bären jede Menge anderes Gemüse und Obst und Fleisch.
Und leider kostet ja die gesunde Ernährung heute mehr als die vom Lebensmitteldiscounter. Das heißt, wer sich reichlich mit Obst und Gemüse ernähren will, zahlt ordentlich drauf. Wer sich kiloweise Fleisch aus der Massentierhaltung oder Fast Food ?reinzieht? kommt billiger. Das interessiert unsere Bären herzlich wenig. Sie fressen zu 80 % das Gesunde. Hat Rexbär richtig erkannt. Und wir werden trotz Sparzwänge nichts daran ändern.

Wir haben im Jahr 2010 allein für Obst und Gemüse 25.004,25 Euro berappt. Natürlich sind die Äpfel und Trauben und dieses und jenes Gemüse für Waschbären, Meerschweinchen, Schildkröten, Ziervögel, Meerkatzen und Hühner (verschwindend wenig) da mit rein gerechnet. Die Gesamtkosten für alle Futtermittel im Jahr 2010 belaufen sich auf 34.314,76 Euro. Hier sind Vogelfutter, Trockenfutter, Fleisch, Eier für alle tierischen Parkbewohner einschließlich der Parkkatzen mit Migrationshintergrund eingerechnet. Die Rechnung würde noch höher ausfallen, wenn wir nicht regelmäßig tot geborene Kälber von landwirtschaftlichen Betrieben kostenlos bekämen. Die lassen sich die Wölfe und Bären schmecken. Dennoch müssen wir noch Futterfleisch kaufen. Zudem bekommen wir im Spätsommer von einigen Hobbygärtnern Obst gespendet. Das ist natürlich immer von einer guten Ernte abhängig. Einige Paten bringen bei ihren Besuchen Obst, Gemüse, Honig oder Nüsse mit. Das kann man aber zum tatsächlichen Bedarf nicht gegenrechnen. Nein, liebe Paten, nicht sauer sein. Natürlich sollen Sie weiterhin Ihre ?Fresspakete? mitbringen. Doch im Vergleich zu dem, was ein Futter-LKW anliefern muss, (z. B. vom Fruchthof), um alle Mäuler zu stopfen, ist es eben ein kleines Leckerli.

So, lieber Rexbär, liebe Tierfreunde, das war in aller Ausführlichkeit das Salat-Einmaleins. Noch nicht berücksichtigt wurden Benzin-, Energie-, Abwasser-, Abfall-, Tierarzt- und Personalkosten. Jawohl, letztere fallen auch an, denn die Futterbestellung, -aufbereitung, -verabreichung, die Betreuung der Besucher, die Planung der Veranstaltungen, die Öffentlichkeitsarbeit, Reparaturarbeiten, das liebevolle Einkassieren des Eintrittsgeldes und ganz viel mehr kann nicht nach Feierabend, also nur ehrenamtlich erledigt werden. Dann müssten wir die Nacht zum Tag machen ? für die Tiere, für die Besucher, für die Salatkopflieferanten, für uns.

Danke, Rexbär, für die interessante Frage im Forum. Das erforderte eine ausführliche Antwort. Übrigens, die ?Salatzeit? rückt immer näher, denn die Winterruhe ist so gut wie vorbei. Der letzte Schläfer, Goliath, fordert seit zwei Tagen Salat. Und noch mehr. ML

Nur ein satter Bär ist ein zufriedener Bär. Wie Bärin Mischka auf dem Foto von Vera Faupel.

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Auszeichnung Land der Ideen, Ausgewählter Ort 2010

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