Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Rettet Pardo vor dem Tod!


spenden


search

Um 6 Uhr setzt sich das "Katjamobil" von Worbis in Richtung Rheinböllen in Bewegung. An Bord sind Uwe Lagemann, Leiter Bärenpark und Kraftfahrer, Tierpflegerin Dr. Ulrike Richter und der Tierarzt Ulrich Genzel. Ulrich Genzel hat wieder den länglichen Koffer dabei, das von allen Tieren gehasste Blasrohr.

In Worbis haben die zu Hause gebliebenen...

Um 6 Uhr setzt sich das "Katjamobil" von Worbis in Richtung Rheinböllen in Bewegung. An Bord sind Uwe Lagemann, Leiter Bärenpark und Kraftfahrer, Tierpflegerin Dr. Ulrike Richter und der Tierarzt Ulrich Genzel. Ulrich Genzel hat wieder den länglichen Koffer dabei, das von allen Tieren gehasste Blasrohr.

In Worbis haben die zu Hause gebliebenen Tierpfleger und unsere "Gasttierpflegerin" aus dem Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, Julia Kerber, die Eingewöhnungsstation vorbereitet. Wie immer nach Art des Hauses: Scheuern und Putzen der Station, Einbringen eines frischen Strohlagers, Vorbereitung des "Büfetts" mit Obst, noch mehr Obst und Gemüse.

12:25 Uhr: Wir warten auf den Anruf, dass der Transport nach Sedierung, Einpacken und Aufwachen der Bärin gen Heimat rollt.

13:00Uhr: Bis vor wenigen Minuten hat sich Katja gegen die Narkose gewehrt. Sie wollte einfach nicht ins Traumland. Doch der Tierarzt und das Blasrohr waren letztendlich stärker. Die Narkose wird nun für Untersuchungen genutzt. Besonders interessiert der Zustand der Zähne. So wissen wir gleich, ob demnächst eine Zahnsanierung notwendig ist oder Katja noch lange kraftvoll zubeißen kann. Der Transport ist also um 13:30 Uhr immer noch nicht zum Rollen gekommen.

14:00 Uhr: Katja ist mobil mit dem Katjamobil. Es rollt. Mit 4 1/2 Stunden Fahrtzeit muss gerechnet werden.

16:24 Uhr: Katja und Katjamobil wurden betankt. Katja mit Äpfeln, das Auto mit Gas. Die Reise geht jetzt ab Alsfeld (Hessen) weiter und dürfte noch ca. 2 Stunden dauern.

18:00 Uhr: Stau vor dem Heidkopftunnel, also 30 Minuten vor "zu Hause".

18:20 Uhr: Der Stau hat sich aufgelöst. Katja und Team befinden sich auf Höhe Heiligenstadt und sind in ca. 20 bis 30 Minuten hier. Ich muss mit dem Fotoapparat zur Eingewöhnungsstation. Bis später.

Nach gut 4 1/2 ist das Katjamobil da. Vier Männer, vier Ecken - die Transporkiste muss auf dem Katjamobil, welches mit Abladen gleich wieder nur schnöde Transporter heißt, gabelgerecht für den Gabelstapler gerückt werden. Den Gabelstapler samt Gabelstaplerfahrer Blume stellt wieder einmal die Brauerei Neuspringe aus Worbis zur Verfügung. Herzlichen Dank dafür. Herr Blume musste seinen Feierabend arg nach hinten schieben, weil er sich für die gabelige Arbeit bereit erklärt hat. Auch hier, DANKE, Blümchen.

In Nullkommanichts ist Katja, die alles in Ruhe aus der Kiste beobachtet, in die Eingewöhungsstation entlassen. Dort erwartet sie das oben bereits erwähnte Büfett und ein nettes leicht waldiges Ambiente: Äste von Kiefer und Tanne. Sogar mit Zapfen dran. Katja ist mit Schnuppern und Fressen beschäftigt. Draußen drücken sich bereits Pedro, Emma und Max die Nasen platt. Bei Pedro scheint es, als sei er sogar mit der Nasenhaut an der Außenwand der Station festgeklebt, so lange verharrt er still und zieht den Duft von Katja ein.
Wir wünschen Katja eine gute Nacht und trollen uns. Sie braucht jetzt Ruhe, die nächsten Tage werden anstrengend. Neue Düfte, neue Umgebung, neue Tierpfleger und hoffentlich neue Paten. Was heißt neue Paten? Katja hat ja nie welche gehabt. Einige wenige Tierfreunde haben allerdings bereits vor ihrer Ankunft eine Patenschaft übernommen. Weitere werden bestimmt dazu kommen, um das neue Leben der netten, nicht sehr großen Bärin zu unterstützen. Dafür danken wir jetzt schon recht herzlich. Ach ja, die Bilder sind nicht doll geworden und werden morgen eingestellt. ML
Katja Porträt von TA/ E. Jüngel