Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Rettet Pardo vor dem Tod!


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Die Wölfe haben ihre Testläufe ?Wie reagiert die Neue auf uns?? weitestgehend abgeschlossen. Der Bärenpopo ist also wieder wolfsfrei. Nee, die hingen der Katja nicht ständig am Hinterteil. Aber raffiniert sind die Wölfe schon. Wenn getestet wird, dann von allen Seiten.
Wölfe arbeiten, kämpfen und ärgern strategisch. Also, Katja ist auf dem...

Die Wölfe haben ihre Testläufe ?Wie reagiert die Neue auf uns?? weitestgehend abgeschlossen. Der Bärenpopo ist also wieder wolfsfrei. Nee, die hingen der Katja nicht ständig am Hinterteil. Aber raffiniert sind die Wölfe schon. Wenn getestet wird, dann von allen Seiten.
Wölfe arbeiten, kämpfen und ärgern strategisch. Also, Katja ist auf dem besten Weg, ein Waldbär zu werden. Aber alles braucht seine Zeit und ein von Menschen missbrauchter Bär, ein Bär mit sehr ausgeprägten Verhaltsstörungen braucht davon das Doppelte und Dreifache.

Pedro mault, motzt und hofft. Er sucht immer wieder die Nähe von Laura, mit er doch im Frühling wochenlang ein T?te-?-t?te hatte. Wir berichteten darüber. Auch über Lauras kurzes und entschlossenes AUS. Noch Wochen später hat Pedro die erste Liebe seines Lebens nicht vergessen und stiefelt dieser permanent hinterher. Laura reagiert entsprechend missgelaunt. Dann mault Pedro. Doch oft genug motzt Pedro von sich aus die Verflossene an. Männer können es eben nicht ertragen, wenn sie abgeblitzt sind. Trotz alledem: Pedros Motzen und Maulen spricht für wesentlich mehr Selbstbewusstsein, als Katja es hat.

Jimmy hält sich nach wie vor bedeckt ? im Wald. Brubbelkopp! Emma und Mario sind einfach gut drauf. Goli genießt die wärmende Sonne auf seiner kaputten Hüfte. Max trägt seine Hautwunden wie ein Mahnmal rum: Seht her! Falsche Ernährung, falsche Haltung, Stress in kleinen Käfigen hinterlassen Spuren. Allerdings auf meiner Haut.`

Die Omis Tina und Mischka ziehen zufrieden ihre Runden. Laura hat da schon ein bisschen mehr zu tun. Mal muss sie sich Pedro vom Pelz halten, mal muss sie Katja maßregeln. Ja nun, alles ist allemal besser als ein langweiliger kleiner Käfig oder ein erzwungener Auftritt in der Manege.

Bei Familie Wolf sind die Chef-Würfel noch nicht gefallen. Seit dem Tod des Oberhauptes, ?Der Lahme?, am 1. Juni 2011, ist vage zu erkennen, dass sich ?Ais? wieder mehr in der Gruppe aufhält. Er ging zuvor oft seiner eigenen (Wald)Wege. Es ist aber immer noch zu früh, schon eine neue Rudelstruktur auszumachen.
Inzwischen haben wir auch den Untersuchungsbericht zum ?Der Lahme? bekommen. Lähmungserscheinungen schwere HD, Körperumfangsvermehrung ? alles das wussten wir schon vor seinem Tod. Nun wissen wir, dass beide Augen vom Grauen Star und sein gesamter Körper von bösartigem Krebs befallen waren. Dann erst recht noch einmal HUT AB dafür, dass er bis zu seinem Tod anerkanntes Familienoberhaupt war.

Am Anfang dieser News zeigt sich ein Waschbär bei der Päppelmutter Dr. Richter, fotografiert von Hermann Jakobs. Das hat seinen guten Grund. Wir haben neben dem großzügigen Bärenwald eine wunderbare Waschbärenanlage und die ist mit zehn Maskengesichtern auch ganz gut gefüllt. Und in jedem Jahr bekommen wir weitere Waschbären angeboten. Mal sind es Notfälle, mal sind es bewusst angeschaffte Waschbärenbabys. Aber wehe, wenn sie erwachsen sind. Dann demonstrieren sie eindeutig, dass sie Wilditere sind. Das sagen die Züchter, die diese Wildtiere verkaufen - ja, Waschbären werden offiziell angeboten! - dem Kunden nicht. Der steht aber wenige Monate später geschlaucht, entnervt und um einige Möbelstücke ärmer vor unserer Tür. Tierschutz hilf! Nein, wir können nicht mehr. Jeder mache sich vorher schlau, wen er sich ins Haus holt. Und wofür überhaupt? Um zu helfen oder nur um "zu haben"?
Allein in diesem Jahr hat man uns mit Notfällen regelrecht überschwemmt. Einige konnten wir in andere helfende Hände geben, sechs Waschbärenkinder werder derzeit zusätzlich zu den vorhandenen fernab von den Besuchern gepäppelt und sollen später wieder ausgewildert werden.
Aber da sind dann noch drei Flaschenkinder, die nicht in die Auswilderungsgruppe gesetzt werden können. Die benötigen aller paar Stunden ein Fläschchen, ein frisches Körbchen, eine Menge Kümmernis. Ja, das klingt niedlich, aber es ist viel Arbeit, die gar nicht im Rahmen eines normalen Arbeitstages zu schaffen ist. So gibt es dann nach Feierabend eine Wanda Richter, eine Gisela Lindemann und einen Otto Lagemann. Das heißt, diese Babys ziehen dann mit in den Feierabend. Zudem werden uns derzeit auch wieder die so genannten "Ich-fahre-in-den-Urlaub-und brauche-es-nicht-mehr-TIERE" angeboten.
Und der Urlaub geht jetzt überall los.

Falls Sie also überlegen, liebe Tierfeunde, ob Sie für Goliaths Medikamente oder für Mäxchens Mittelchen etwas spenden, Sie können es auch für die Waschbären tun. Die fressen uns die Haare vom Kopf und die drei Kleinen ziehen eine Flasche nach der anderen rein. ML