Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Rettet Pardo vor dem Tod!


spenden


search

Bei unserem Besuch zeigte sich der Bärenpark in winterlichem Weiß, die Sonne lugte aus den Wolken hervor, und wir waren neugierig auf die Tiere. Genau die Hälfte der Petze war draußen und deren dargebotene Palette konnte sich sehen lassen, denn sie reichte von heißen Flirts über Ringkämpfe bis hin zu Rutschpartien.

Laura, Katja, Jimmy und Pedro...

Bei unserem Besuch zeigte sich der Bärenpark in winterlichem Weiß, die Sonne lugte aus den Wolken hervor, und wir waren neugierig auf die Tiere. Genau die Hälfte der Petze war draußen und deren dargebotene Palette konnte sich sehen lassen, denn sie reichte von heißen Flirts über Ringkämpfe bis hin zu Rutschpartien.

Laura, Katja, Jimmy und Pedro befanden sich noch in Winterruhe; wir freuten uns aber über die Nachricht, dass Jimmy schon kurzzeitig von den Tierpflegerinnen gesichtet worden war nach der Devise: Nase raus, noch zu kalt, Nase rein.

Auch Pedro hatte sich, wie wir erzählt bekamen, bei wärmerem Wetter schon nach draußen begeben; dünn geworden und hochbeinig sah der junge Bursche aus. Nach der sich selbst verordneten winterlichen Fastenzeit war der Bärenhunger gewaltig, er fraß nicht, nein er schlang das dargebotene Futter geradezu in sich hinein und war immer auf der Suche nach Nachschub. Pedro ist ja bekanntermaßen ein großer Freund des Wassersports in Form von schwimmen und tauchen, dem Winter hingegen schien er nicht viel abzugewinnen, denn als die weißen Flocken wieder fielen, war der gebürtige Spanier ruck zuck wieder in seiner Höhle verschwunden. Ob ihm das ganz Schauspiel unangenehm oder vielleicht sogar unheimlich war, verriet er nicht.

Ein ?Wintertyp? der ganz anderen Art hingegen ist Bärin Emma. Sie schien die weiße Pracht rundherum zu lieben, sie nahm ein Schneebad, lag auf dem Rücken und streckte alle Viere gen Himmel, sie rollte sich im Schnee und es gelang ihr sogar, mit ihrer Ausgelassenheit Max anzustecken. Selten haben wir diesen Bären so entspannt erlebt, so gelöst und verspielt, er jonglierte ein Stöckchen mit seinen Vordertatzen (eigentlich Marios Disziplin?), buddelte im Schnee, reckte und streckte sich ? es war eine reine Freude den beiden zuzusehen.

Auch ein heißer Flirt an kühlem Tage kam nicht zu kurz. Max war den durchaus nicht schüchternen Annäherungsversuchen seiner hübschen Freundin keineswegs abgeneigt, und die beiden zeigten sich, jedenfalls diesmal, von der dezenten Seite. Sie verschwanden ? Blackie vorneweg, Blondie ihm dicht auf den Fersen ? hinter dem Berg und überließen den Fortgang des Geschehens der Phantasie der Besucher.

Einen Tag später boten die Zwei eine gelungene Vorstellung zum Thema Ringen, vielleicht als Denkanstoß gedacht, diese Sportart doch nicht aus dem Olympiaprogramm zu streichen. Obwohl in unterschiedlichen Gewichtsklassen angetreten, lieferten sie sich spannende Wettkämpfe, bei denen Emma zwar keinen ko-Sieg, aber dennoch mehrfach Erfolge nach Punkten für sich verbuchen konnte. Na ja, zugegeben, Max war Gentleman, aber was tut ein Bär nicht alles für seine Herzdame. Was sich dann allerdings sichtbar für alle abspielte, war dann aber weder dezent noch jugendfrei?.

In der Seniorenresidenz war auch Mischka im Schnee unterwegs, nach einem Schläfchen in weißer Pracht hatte sie sich ein Stück den Berg hinauf begeben, aber der Rückweg hinunter gestaltete sich dann doch, trotz der angeborenen ?Bärenspikes?, rutschiger als gedacht. Das Ganze schien ihr nicht sonderlich zu behagen, endlich unten angekommen machte sie sich schnurstracks auf den Weg in die Notstation zu ihrem kuscheligen Lager ? ihr Bedarf an Abenteuer war für diesen Tag wohl gedeckt.
Mario, bekennender Fan des Futterservices, kam diesem sehr entgegen, indem er sich ganz nah am Zaun platzierte. So konnte ihn zum einen niemand übersehen und zum anderen mussten sich die Mädels wegen ihm nicht mit unnötigem Weitwurf plagen. Besonders die Möhren hatten es ihm angetan, erfreulich groß geratene Exemplare flogen da durch die Luft, und auch die grünen Birnen waren ihm sehr genehm, während die Äpfel erst zum Schluss verspeist wurden. Die Marke Boskoop war für seinen Geschmack wohl doch einen Tick zu sauer.

Neben dem Bärenbericht möchten wir es nicht versäumen, auf einen neuen vierbeinigen Begleitservice im Park aufmerksam zu machen. Seit einiger Zeit lebt dort ein Tier, welches die Besucher aufgeschlossen willkommen heißt, sie begleitet, umgarnt, bespielt, ihre Aufmerksamkeit erregt und voller Charme ihr Herz im Nu erobert ? es handelt sich um einen jungen anhänglichen Kater mit rötlichem Fell, weißer Brust und weißen Söckchen, der gerne den Job des Parkbegleiters übernimmt. Sein Name ist Holger (in Insiderkreisen ?Holger, der Verfolger? genannt?)

Viel Freude bei Ihrem/Eurem nächsten Besuch im schönen Bärenpark Worbis wünschen

Hermann Jakobs
Eva Steinbeck-Jakobs