Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

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Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, und wir brachten gute Laune sowie eine große Portion Vorfreude mit, als wir den Bärenpark betraten.

Mario, nach dem Umzug von Tina und Mischka in den Bärenhimmel nunmehr allein zu Haus, schien die fehlende Gesellschaft nicht sonderlich zu vermissen. Gemächlich schritt er sein großes Reich ab; von der...

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, und wir brachten gute Laune sowie eine große Portion Vorfreude mit, als wir den Bärenpark betraten.

Mario, nach dem Umzug von Tina und Mischka in den Bärenhimmel nunmehr allein zu Haus, schien die fehlende Gesellschaft nicht sonderlich zu vermissen. Gemächlich schritt er sein großes Reich ab; von der Rochuskapelle aus lief er am Zaun längs zum Infocenter, weiter zum Teich und in der Nähe des Waschbär-Geheges ging es wieder steil bergauf. Des Öfteren reckte er den Hals, um auch Geschehnisse jenseits des Zaunes nicht zu verpassen; als aber das Futtermobil nahte, baute er sich in seiner ganzen Größe und Schönheit auf; nicht auszudenken, wenn ihn der Service übersehen und die ganzen Leckereien wieder mitgenommen hätte...

Emma, nicht minder attraktiv, hatte ganz andere Gedanken im Kopf, denn sie überlegte, wer denn nun ihr Herzbube sein sollte: Ihr langjähriger lieber Freund Max oder Pedro, der junge Spanier. Da sie sich nicht entscheiden konnte - oder wollte - entschloss sie sich kurzerhand mit beiden zu flirten. Mal tänzelte sie vor Max, mal vor Pedro umher, posierte hier, posierte da, was den zwei Jungs verständlicherweise nicht wirklich gefiel. Die sahen sich die Vorstellung eine gewisse Zeit an, standen sich dann aber plötzlich, wie zum Duell, Nase an Nase gegenüber, Max brummte, Pedro schaute stumm, in dieser Haltung verharrten sie eine Weile, bis der Ältere nachgab und sich zurückzog. Sturmfreie Bude also für Emma und Pedro.

Jimmy sah dem Ganzen aus der Ferne zu, offenbar froh, mit alldem nichts am Pelz zu haben, schätzt er doch weder Damen- noch Herrenbesuch, noch mag er flirten, spielen oder diskutieren, dieser Einsiedlerpetz möchte einfach nur für sich sein. Dass aber auch der Ruhigste nicht in Frieden leben kann, musste auch er erfahren, als Familie Wolf ihn heimsuchte, und er sich vor deren Aufdringlichkeit nur noch in seine Winterhöhle retten konnte. Das Rudel versammelte sich davor, verlor aber im Laufe der Zeit das Interesse, da der schwarze Petz nicht mit sich zanken ließ und zog von dannen. Als die Luft rein war, kam Jimmy wieder zum Vorschein, lief zu seinem Teich, nahm einen kräftigen Schluck, erfreute sich an Äpfeln und Möhren und legte sich danach gemütlich zu einem Nickerchen nieder.

Bis der nächste Störenfried kam. Diesmal war es Laura, die den Berg hoch gelaufen kam, und sie sah keinesfalls so aus, als sei mir ihr gut Kirschen essen. Obwohl sie den Schwarzen kaum beachtete, fühlte dieser sich sichtlich unwohl und legte sich dann wieder hin, als das verärgerte Mädel endgültig verschwunden war.

Der Grund für Lauras schlechte Laune waren Probleme mit ihrem "Ex": In der Paarungszeit hatte sie sich einen jungen hübschen Liebhaber, nämlich Pedro, zugelegt, und der wollte partout nicht begreifen, dass für sie alles nur ein Frühlingsabenteuer war, und sie keineswegs an einer länger andauernden Beziehung interessiert ist. Die zurückgewiesenen Annäherungsversuche machten Pedro schwer zu schaffen; zwar versuchte er seinem Ärger Luft zu machen, indem er Badeteich und Forst unsicher machte, aber es gab auch lautstarke Wortgefechte (das Brüllen der Beiden war durch den ganzen Wald zu hören), Rangeleien, und wir haben erzählt bekommen, dass er Laura sogar mal in den Teich geschubst hat.

Katja hielt sich klug von den "Krisenherden" fern und machte es sich in der Nähe der Treppe bequem. Im Gegensatz zu den anderen Bären hatte sie den Fellwechsel noch nicht überstanden, Reste des Winterpelzes hingen an ihr herab, doch das schien sie nicht groß zu beeinträchtigen, denn Attacken der Isegrims wehrte sie ebenso locker wie erfolgreich ab.

Seinen Juckreiz in die Flucht zu schlagen, ist Max bis jetzt leider noch nicht geglückt. Wir wünschen ihm so sehr, dass die Ursache so rasch, wie eben möglich, gefunden wird, damit das lästige Übel bald ein Ende findet.

Wir haben den Aufenthalt bei den Petzen rundherum genossen und wünschen Ihnen/Euch eine ebenso tolle Zeit im wunderbaren Bärenpark Worbis.

Hermann Jakobs & Eva Steinbeck-Jakobs

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Auszeichnung

Auszeichnung Land der Ideen, Ausgewählter Ort 2010

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