Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Pardo ist gerettet!


Pate werden


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Beim Spazieren durch den Bärenpark stellten wir fest, dass diesmal die Sektion C für alle Vierbeiner geschlossen war, da die Tierpflegerinnen Säuberungsarbeiten im Gehege vornahmen. Sonderbarerweise hatten sie auf Pedros wertvolle Hilfe verzichtet - wäre er doch als begeisterter Waldaufräumer sicherlich eine große Stütze gewesen... Stattdessen...

Beim Spazieren durch den Bärenpark stellten wir fest, dass diesmal die Sektion C für alle Vierbeiner geschlossen war, da die Tierpflegerinnen Säuberungsarbeiten im Gehege vornahmen. Sonderbarerweise hatten sie auf Pedros wertvolle Hilfe verzichtet - wäre er doch als begeisterter Waldaufräumer sicherlich eine große Stütze gewesen... Stattdessen hatte man ihn aus dem Verkehr gezogen und in die Eingewöhnungsstation gelockt, wo etwas auf ihn wartete, was er noch nicht kannte: Eine Kokosnuss. Wie wir erzählt bekamen, erregte das kullernde Etwas sofort sein Interesse; einerseits war es als Spielzeug gut zu gebrauchen, andererseits stieg ein angenehmer süßlicher Duft in seine Nase, denn die drei Augen der harten Schale waren vorher geöffnet worden. Kurz entschlossen trat er mit einer Tatze auf die Nuss, die sofort zersprang, und schleckte voller Freude den heraus fließenden Saft. Den Rest ließ er unbeachtet liegen, der war wohl nicht nach seinem Geschmack.
Die zweite Nuss landete in hohem Bogen in Jimmys Teich. Sie dümpelte eine Weile am Ufer umher, bis sie von Laura entdeckt wurde. Mit einer Pfote fischte sie das Teil elegant aus dem Wasser heraus, beschnupperte es von allen Seiten, und versuchte, ebenso wie Pedro, es mit Tatzenpower zu öffnen. Was jedoch misslang; die im wahren Sinne des Wortes harte Nuss ließ sich auch mit Bärenkraft nicht knacken. Mit einem Blick à la "blödes Ding" zog sie von dannen.
Dann erschien Jimmy, und der schien tatsächlich Gefallen an dem Teil zu finden. Immer wieder roch er daran, bis er es endlich in die Schnauze nahm und seine Beute zu dem Gebüsch, in dem er gerne sein Nickerchen hält, trug. Anders als sein(e) Vorgänger(in) entschloss er sich zu einer anderen Taktik, um an das Innere heranzukommen. Anstelle von Beinarbeit setzte er auf die Kraft seines Kiefers, wir hörten es knirschen, knistern und knacken, Jimmy war schwer beschäftigt, bis es auf einmal einen lauten Rums gab. Der Bär hatte es geschafft, er hob den Kopf, und wir konnten ihn kauen sehen. Zufrieden sah er aus. Ansonsten gab es mehr zu lauschen als zu beobachten, denn er platzierte sich geschickt zwischen Blattwerk und einem Baumstamm und drehte uns oft die Kehrseite zu. Aber vielleicht wusste er auch nicht, wie man dieses neue Essen manierlich verspeist und wollte erst mal unbeobachtet im stillen Kämmerlein üben, anstatt sich vor den Zuschauern zu blamieren.
Emma und Max waren ausnahmslos im Doppelpack unterwegs, da wurde zusammen gewandert, gedöst, geschmust und sogar beim Trinken im Wasserlauf standen sie Kopf gegen Kopf gelehnt, eigentlich eher unpraktisch behinderten sie sich gegenseitig, aber dies schien keinem der beiden etwas auszumachen, Hauptsache Schatzibär war dabei.
Katja befand sich in der Eingewöhnungsstation, denn sie hatte sich eine Wunde am Fuß zugezogen. Wie uns berichtet wurde, sah diese nicht so aus, als wäre ihr einer der Petze oder Wölfe zu nahe getreten; vermutlich hatte sie sich bei einer ihrer Runden verletzt. Die Blessur wurde mit Antibiotika versorgt und die Bärin mit einem Spielzeug, bestehend aus einem zugebundenen Jutesack, gefüllt mit Stroh und Hundepellets, erfolgreich beschäftigt. Derzeit laufen Überlegungen, Katja in die Seniorenresidenz zu Mario überzusiedeln.
Der große Petz wusste noch nichts von seinem Glück, sondern wanderte in altbekannter Manier durch sein Revier: Tadellos frisiert inspizierte er seine Futterstellen, genoss das kühlende Nass in seinem Pool, aber er verschlief, wer hätte das jemals gedacht, einmal das Vorbeifahren des Servicemobils. Ob er vielleicht doch etwas mitbekommen hatte und schon von Katja träumte?

Einen schönen Aufenthalt bei Bär & Co. wünschen

Hermann Jakobs & Eva Steinbeck-Jakobs

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Auszeichnung

Auszeichnung Land der Ideen, Ausgewählter Ort 2010

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