Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Pardo ist gerettet!


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Der Herbst zeigte sich von seiner allerschönsten Seite: Die Blätter an den Bäumen begannen sich langsam zu verfärben, der Himmel war tiefblau und nach einem kühlen Morgen kam die Sonne zum Vorschein. Die Tiere schienen sich an den angenehmen Temperaturen zu erfreuen; Max lag, alle Viere von sich gestreckt, auf dem Rücken und ließ sich die Sonne...

Der Herbst zeigte sich von seiner allerschönsten Seite: Die Blätter an den Bäumen begannen sich langsam zu verfärben, der Himmel war tiefblau und nach einem kühlen Morgen kam die Sonne zum Vorschein. Die Tiere schienen sich an den angenehmen Temperaturen zu erfreuen; Max lag, alle Viere von sich gestreckt, auf dem Rücken und ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen, Laura nutzte sie zum Felltrocknen nach einem ausgiebigen Bade und auch Emma genoss, an einen Baum gelehnt, die angenehme Wärme. Aber trotzdem waren die Vorboten für die kalte Jahreszeit nicht zu übersehen: Die beiden Damen hatten, wie auch die im Seniorenbereich lebende Katja, mächtig an Gewicht zugelegt und sahen wohl vorbereitet für die Winterruhe aus. Nicht, dass die Bärenmänner, von Max mal abgesehen, rank und schlank waren, aber bei deren Größe verteilte sich das angefutterte Hüftgold ungerechterweise weniger auffällig.

Zur Fütterung kamen alle sieben Petze zum Vorschein. Auch Jimmy, der sich nach Aussage der Tierpflegerin nicht mehr regelmäßig zum Essen einfand, kam langsam von seiner Anhöhe herab gestiegen, zeigte sich aber wenig begeistert von der Tatsache, dass er sein Mahl mit Emma und Max teilen musste, später kamen auch noch Laura und Pedro hinzu; solch eine Bärenansammlung war nun gar nicht in seinem Sinne, er fraß noch ein paar Happen und zog sich schleunigst wieder in seine Gefilde zurück. Endlich Ruhe!

Pedro, normalerweise immer frisch gebadet, erschien diesmal in ungewohntem Outfit mit staubigem, schmutzigem Fell, an dem sich jede Menge Kletten und Blätter befanden. Die Schnauze war noch mit Erdresten bedeckt, offensichtlich hatte er seine Grabekünste ausprobiert; ob es allerdings um ein Versetzen der heimischen Baum- und Pflanzenwelt oder schon um den Bau eines Winter-Eigenheimes ging, blieb sein Geheimnis, denn er buddelte auf der Rückseite des Berges, für Besucher uneinsehbar.

Mario ließ sich da - wenn auch ungern - eher in die Karten gucken. Wir entdeckten ihn in der Nähe der alten Mischka-Höhle; emsig zog er mit beiden Tatzen Laub an sich heran, bildete kleine Häufchen und schaufelte diese dann als gesammelte Werke in Richtung Eingang. Doch plötzlich hielt der Bär inne und sah die Zuschauer jenseits des Zaunes groß an. Wieso schauten ihm diese Zweibeiner so genau über die Schulter? Wollten die ihm etwa sein schönes Quartier streitig machen? Da war Vorsicht angesagt! So, als hätte er sich niemals für diese Höhle interessiert, schob er von dannen, eifrig beobachtend, ob ihm die Besucher folgten. Ja, die taten ihm den Gefallen, und der Bär wie auch die ungebetenen Wohnungsinteressenten fanden sich am Futterplatz in der Nähe des Servicecenters wieder, an einem für Mario auch nicht gerade uninteressanten Platz. Walnüsse und Hundepellets waren bei ihm, wie auch bei den anderen Petzen, die Favoriten, da rangierten Obst, gekochte Eier und sogar Fisch auf den weiteren Plätzen.

Katja ließ es die ganze Zeit über gemütlich angehen, sie war oft bei einem Schläfchen in der Nähe der Notstation zu sehen; mal erschien sie zur Fütterung, mal nicht, und wir sind gespannt, ob sie im ersten Winter in der Seniorenresidenz ein angenehmes Plätzchen für ihre Ruhezeit finden wird. Wir wünschen es ihr und den anderen Bären von ganzem Herzen.

Und den Besuchern des Bärenparks wünschen wir natürlich viel Freude und eine schöne Zeit.

Hermann Jakobs & Eva Steinbeck-Jakobs

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Auszeichnung

Auszeichnung Land der Ideen, Ausgewählter Ort 2010

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