Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

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Gar nicht weit von hier entfernt, in einem winzigen Dorf, wohnt die kleine Greta.
Greta lebt zusammen mit Mama, Papa und Emil, ihrem Bruder in einem alten, gemütlichen Häuschen. In dem kleinen Garten hinter dem Haus wachsen im Sommer Erdbeeren, Erbsen und herrlich bunte Blumen. Mitten auf der Wiese steht ein knorriger Apfelbaum. Hier hat Papa...

Gar nicht weit von hier entfernt, in einem winzigen Dorf, wohnt die kleine Greta.
Greta lebt zusammen mit Mama, Papa und Emil, ihrem Bruder in einem alten, gemütlichen Häuschen. In dem kleinen Garten hinter dem Haus wachsen im Sommer Erdbeeren, Erbsen und herrlich bunte Blumen. Mitten auf der Wiese steht ein knorriger Apfelbaum. Hier hat Papa ein Kaninchenstall aufgebaut. Freddy und Karlchen, die beiden Zwergkaninchen toben gern dort herum. Greta mag die beiden sehr gern. Manchmal setzt sie sich einfach direkt ins Gras und ist mucksmäuschenstill. Meistens dauert es nicht lange, bis Freddy und Karlchen neugierig herbei hoppeln und Greta mit ihren zuckenden Näschen beschnuppern. Dabei kitzeln ihre langen Barthaare so sehr, dass Greta sich richtig anstrengen muss mucksmäuschenstill zu bleiben.
Greta mag sogar noch viel mehr Tiere. Im letzen Sommer, an dem Tag, als Oma und Opa in den Urlaub wollten und Mama die beiden zum Flughafen gefahren hat, war Greta ganz allein zu Hause. Sie hat ein paar Erdbeeren genascht und den Blumen Wasser gegeben und dabei auf der Rose einen Schmetterling entdeckt. Seine Flügel waren so orange wie eine Apfelsine und mit einer ganz dünnen weißen und einer noch dünneren schwarzen Linie umrandet. Und Greta hatte sich ganz dicht vor die Blume gekniet, so dicht, dass sie sogar die Augen von dem kleinen Flattermann und die Härchen auf den Fühlern am Kopf erkennen konnte.
Besonders gern mag Greta Bären. Nicht nur die drei kuscheligen Plüschbären neben ihrem Kopfkissen. Sondern richtige Bären. Braun und dick mit großen breiten Tatzen, kleinen runden Ohren und dem winzigen Stummelschwänzchen an ihrem mächtigen Hinterteil. Darum freut sie sich immer, wenn Mama und Papa sonntags beschließen mal wieder in den Bärenpark nach Worbis zu fahren. Dort gibt es nämlich einen Wald, in dem die Bären frei herum laufen können. Manchmal kann man auch beobachten, wie die Bären gefüttert werden. Zwei Mal schon hat Greta in dem Bärenwald auch Wölfe gesehen. Wenn man ganz viel Glück hat, kommen die Tiere dicht heran. So dicht, dass man sogar die Wimpern erkennen und in die Nasenlöcher hinein schauen kann.
Greta hat auch einen Lieblingsbären. Pedro. Pedro ist ein ganz dunkler Bär, sein Fell ist fast schwarz. Nur nicht im Gesicht. Im Gesicht hat Pedro braunes Fell. Pedro ist der größte Bär im ganzen Bärenpark. Besonders gern beobachtet Greta ihren Lieblingsbären beim Baden. Dann sitzt er im Teich mitten im Wald und spielt mit dicken Ästen, taucht, dreht sich auf den Rücken und platscht mit den Tatzen ins Wasser, dass es richtig spritzt. Das sieht so lustig aus, dass Greta am liebsten mitplanschen würde.
Seit dem letzten Besuch im Bärenpark allerdings ist Greta ziemlich nachdenklich.
Gleich nach dem Mittagessen hatten Mama und Papa beschlossen die Bären zu besuchen. Greta war sehr aufgeregt. Das würde ein großartiger Tag werden. Zuerst in den Bärenpark und am Abend zum Laternenfest.
Dick eingepackt in warme Mäntel sind Mama, Papa, Greta und Emil im Kinderwagen in den Park gegangen. Gleich von Anfang an fiel Greta auf, dass diesmal viel weniger Besucher da waren. Nur einer kleinen dicken Frau mit ihrem schwarzen Hund waren sie nach dem Bezahlen begegnet.
Während Mama und Emil bei den Meerschweinchen stehen blieben, ist
Papa mit Greta geradewegs zum Bärenwald gelaufen.
Dort hatte Greta gesucht und gewartet, aber vergebens. Nicht ein einziger Bär war zu sehen. Nicht ein Brummen oder Rascheln im Gebüsch zu hören. Der Wald wirkte wie leergefegt. Ratlos standen Papa und Greta noch am Zaun, als Mama und Emil heran geschlendert kamen. Greta war enttäuscht. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Was war denn heute los? Irgendetwas konnte doch hier nicht mit rechten Dingen zugehen. Während sie so vor dem Gehege standen, war in der Ferne ein leises Quietschen zu hören. Das Quietschen kam langsam näher und wurde lauter. Und im nächsten Augenblick konnte Greta eine Frau mit einer dicken, grünen Jacke den Weg entlang laufen sehen. Die Frau zog eine Karre hinter sich her. Auf der Karre waren Eimer, schwarze Eimer. Die kamen Greta bekannt vor. In solchen Eimern war doch immer das Bärenfutter! Gretas Herz begann plötzlich aufgeregt zu pochen. Nun würde sie also doch Bären sehen. Denn all die Äpfel und Karotten, Salatköpfe und Weintrauben ließen sich die Bären bestimmt nicht entgehen. Und tatsächlich entdeckte Papa, dass ein großer, dunkelbrauner Bär aus dem Wald direkt auf sie zu lief. Die Tierpflegerin stellte sich zu ihnen, begrüßte sie und begann Äpfel in das Gehege zu werfen. Der große Braune ließ sich das Obst schmecken. Die Frau erklärte der Familie, dass Braunbären Allesfresser sind. Sie lieben Fisch und Fleisch, aber am allermeisten Obst und Gemüse. Und weil es in der kalten Jahreszeit im Wald bei den freien Bären fast gar keine Früchte und Pilze oder Nüsse mehr gibt, haben sich die Bären etwas Schlaues einfallen lassen. So müssen sie im Winter nicht hungern. Darum fressen sie einfach im Sommer und im Herbst fast alles, was ihnen vor die Nase kommt und sind kurz vor dem Winter ganz dick und rund. Dann graben sie sich eine Höhle und schlafen darin bis der Frühling beginnt. Und wenn sie aufwachen, sind sie wieder ganz schlank und bestimmt mächtig hungrig.
Und genau so machen das die meisten Bären im Bärenpark auch.
Greta verstand nun was los war. Der Bärenwald war also gar nicht leergefegt. Die Bären lagen irgendwo in ihren Höhlen unter der Erde und schliefen. Auch ihr Lieblingsbär Pedro. Ob er wohl gerade einen schönen Traum hatte?
Doch warum schlief der braune Bär hier vor ihnen nicht auch? Die Frau erklärte, dass der Bär Max den Winter über auch Hunger hat und darum immer mal vorbei kommt, um sich seine Portionen abzuholen. Zum Glück, dachte Greta. Sonst hätte sie heute gar keinen Bären gesehen.
Als die Frau mit Mama und Papa weiter erzählte, entdeckte Greta oben auf einem Hügel plötzlich einen Wolf. Neugierig sah er zu ihnen hinunter. Und als sie gerade Papa davon erzählen wollte, tauchte ein zweiter Wolf hinter dem Gebüsch auf. Insgesamt 4 Wölfe kamen und stibitzten sich Karotten und Äpfel. Der Bär brummte und wollte die Wölfe vertreiben. Aber zum Glück war genug Futter da und jeder bekam etwas ab.
Greta dachte sich, dass dieser große dicke Bär ruhig ein bisschen von den Äpfeln abgeben könnte. Mama hatte gesagt, dass auch sie immer mit Emil teilen müsse. Besonders jetzt, wo Weihnachten nicht mehr weit war. Der Weihnachtsmann bringt doch nur den Kindern Geschenke, die sich gut benehmen. Darum hatte sich Greta fest vorgenommen von nun an besser zu gehorchen und Mama bei ihrer Küchenarbeit zu helfen. Sie wollte auch versuchen nicht so oft mit Emil zu zanken.
Greta hatte gerade darüber nachgedacht, welches Muster sie auf ihren Wunschzettel malen könnte, als sich Mama und Papa von der Frau verabschiedeten und weiter gehen wollten. Auf der Heimfahrt war Greta ein Gedanke gekommen, der sie sehr beschäftigte. Was machen die Bären eigentlich zu Weihnachten? Die Frau hatte erzählt, dass die Bären erst im Frühling wieder aufwachen. Sollte das heißen, dass sie Weihnachten verschlafen? Dass sie das schönste aller Feste gar nicht feiern? Greta grübelte und grübelte und wurde immer nachdenklicher.
Die Tage vergingen. Draußen wurde es kälter. Am Abend leuchteten in den Straßen und Fenstern jetzt Lichterketten und große und kleine Sterne oder Glöckchen im warmen Schein. Oma hatte ihr eine bunte Wollmütze gestrickt und einen warmen roten Schal dazu. Wenn sie ihn ganz dicht vor ihren Mund und die Nase hält, kann sie einen ganz leichten Plätzchenduft riechen.
Auf dem Schulweg kann sie morgens Männer und Frauen beobachten, wie sie Eis von den Autoscheiben kratzen, während ihr Atem in kleinen Wölkchen über ihren Köpfen schwebt.
In der Schule liest Frau Meyer nun jeden Morgen eine winzig kleine Weihnachtsgeschichte vor. Und im Kunstunterricht hatten die Kinder auch schon Fensterbilder gebastelt und ihren Klassenraum schön geschmückt.
Zusammen mit Opa hatte Greta vor ein paar Tagen einen Wunschzettel geschrieben und an den Weihnachtsmann geschickt.
Das Weihnachtsfest und die Lieder, die Plätzchen, Gedichte und Geschenke sind Dinge, über die sich die Kinder in Gretas Klasse in den letzten Tagen sehr oft unterhalten. Und alle sind mächtig aufgeregt und voller Vorfreude.
Gestern in der großen Pause allerdings hatte Paulas großer Bruder Julius die Mädchen ausgelacht. Er meinte, den Weihnachtsmann gäbe es gar nicht in Echt und nur Babys glauben noch daran. Das war hart. Ein Baby war Greta auf gar keinen Fall mehr. Schließlich war sie schon ein Schulkind und nicht mehr so klein wie Emil. Emil war ein richtiges Baby. Der konnte noch nicht richtig sprechen und pullerte manchmal sogar in die Hose. So etwas konnte ihr freilich nicht passieren.
Aber wer sollte denn sonst die Geschenke zu Weihnachten bringen, wenn es den Weihnachtsmann nicht wirklich gibt? Wer sollte all die Geschenke basteln und so hübsch verpacken? Würde das bedeuten, dass es auch die Weihnachtsstadt am Nordpol und die vielen kleinen Wichtel nicht in Echt gibt? Was würde dann aus ihrem Wunschzettel an den Weihnachtsmann werden? Greta grübelte ganz angestrengt darüber nach. Sie konnte bald schon an gar nichts anderes denken und hatte noch nicht einmal Lust mit Paula am Nachmittag zu spielen.
Am Abend beschloss sie mit Mama und Papa darüber zu sprechen. Sie waren erwachsen. Erwachsene wussten darüber bestimmt Bescheid. Aber Mama hatte wenig Zeit und nur geantwortet, dass sie sich nicht so viele Gedanken darüber machen sollte. Und Papa hatte gesagt: "Wer sollte all die Geschenke denn sonst bringen?"
Als Greta später in ihrem Bett liegt, kann sie lange nicht einschlafen. Immer wieder fällt ihr ein Lied aus der Schule ein. Dort hatten die Kinder heute "So viel Heimlichkeit, in der Weihnachtszeit" gesungen. Und während sie immer wieder "...Hansels Eisenbahn ist weg, steht nicht mehr am alten Fleck..." und "...meine Puppen sind verschwunden, hab nicht mal den Bär'n gefunden..." in ihren Gedanken hört, werden ihre Augen schwer und schwerer und schließlich schläft Greta ein.
Am nächsten Morgen wachte Greta auf und mit einem Mal ist ihr alles sonnenklar. Hastig zieht sie sich an, schlingt das Frühstück herunter und kann es kaum erwarten in die Schule zu gehen. Sie muss unbedingt mit Paula sprechen. Sie will ihr erzählen von dem Weihnachtsmann, von der Heimlichkeit in der Weihnachtszeit und von den Bären, die den Winter über in ihren Höhlen verschwinden und sich niemandem zeigen und erst im Frühjahr plötzlich wieder auftauchen. Sie möchte ihr auch von Max aus dem Bärenpark erzählen. Der einzige Bär, den sie kennt, der auch im Winter wach ist.
Und als Frau Meyer Greta und Paula in der Pause zu sich heran ruft, haben beide rote Bäckchen und flüstern von Max, dem Geheimwachbären und von Bastelwerkstätten in Winterhöhlen.

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