Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

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Studenten_Innen erfahren Tierschutz direkt vor Ort
Studenten im Käfig

Letzte Woche Freitag waren Studenten_Innen von der Hochschule Göttingen zu Gast in unserem Tierschutzprojekt. Mehrere Vorträge und eine Besichtigung des Projekts standen auf dem Plan.  

29.Mäez 2019: insgesamt 15 Studentinnen und Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Göttingen [HAWK] besuchen unseren Alternativen Bärenpark Worbis.
Hintergrund: eine Reihe von Fachvorträgen sowie eine Besichtigung der Freianlagen. Initiator des Studienorts Bärenpark war Prof. Dr. Wolfgang Rohe, der in Doppelfunktion als Professor der HAWK und als Mitglied des Kuratoriums der STIFTUNG für BÄREN persönlich vor Ort war.

In seiner Begrüßung skizziert Prof. Dr. Rohe die Anfänge der SITFTUNG und gibt Einblicke in die teils lebensgefährlichen Schwierigkeiten, die Tierschützern wiederfahren können. Aktuell zieht das Thema Wolf eine große Aufmerksamkeit auf sich, welcher unser Team mit Bildung und Aufklärung begegnet.  

Kompetenz gibt es bei uns nicht zuletzt dadurch, dass mehrere Mitarbeiter_Innen – sowohl in Thüringen als auch im Schwarzwald -  zu Rissgutachtern ausgebildet wurden.

Dies ist zugleich auch das Thema des ersten Vortrags: Heike Lindemann, langjährige Mitarbeiterin im Tierschutzprojekt der STIFTUNG, referiert über den Ablauf eines Rissgutachtens. Vom Fund des toten Tieres über die Sicherung von Spuren bis zum finalen Protokoll erhielten die Studentinnen und Studenten Einblicke in die zuweilen heikle Tätigkeit als Rissgutachter.

Heike Lindemann, Alternativer Bärenpark Worbis:
„Letzten Endes führt ein gutes Rissgutachten-Management zur Akzeptanz gegenüber den Beutegreifern.“

Nach regen Nachfragen und Diskussionen folgt der zweite Vortrag von Dr. Ulrike Richter. Ihr Thema ist der Wolf in der Pädagogik.  Verständnis für den Canis Lupus, ein reales Bild des Wildtiers zu vermitteln, bildet einen zentralen Punkt in der pädagogischen Arbeit unserer Projekte. Besonders bei Kindern ist es wichtig, frühzeitig [und altersgerecht] die Natur zu erklären, statt zu verzerren.

Im Anschluss erläutert Heike Lindemann die Situation der Thüringer Hybridwölfe bei Ohrdruf (in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz entstand in Worbis eine Anlage zur Unterbringung der Hybriden, falls die Einfangversuche erfolgreich seien sollten).

Danach hält ein Student der HAWK, Stefan Lenz, einen Vortrag über den Vergleich von Herdenschutz in Deutschland und Frankreich, Thema, seiner Abschlussarbeit. Nach eigenen Worten ein Feld im stetigen Wandel. Unterm Strich werden in den Nachbarländern unterschiedliche Ansätze, besonders zum Thema Wolf, verfolgt, z.B. in Frankreich. Dort gibt es eine Task-Force Wolf, individuelle Betreuung der Tierhalter und bessere Förderung der Herdenschutzmaßnahmen.

Am Ende folgt noch einen geführten Rundgang durch unser Tierschutzprojekt.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer_Innen und besonders an Prof. Dr. Wolfgang Rohe.

Wir freuen uns bereits wieder darauf, wenn es heißt: Studienort Bärenpark!