Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Bärenkalender 2018

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Für 2018 gibt es unseren traditionellen Bärenkalender sowie eine limitierte Sonderedition "Bärenwelpen". Mit dieser möchten wir die Entwicklung der Bärenwelpen im Schwarzwald darstellen und an die einmalige Rettungsaktion erinnern. Sie können zwischen den Kalendern wählen oder natürlich auch beide bestellen!

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Hier machen es sich die Schwalben gemütlich
Schwalbennest im Bärenpark

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. In diesem Sprichwort liegt ein Körnchen Wahrheit, denn Rauchschwalben kehren nicht alle zeitgleich aus ihren Winterquartieren zurück, sondern trudeln ab Ende März/Anfang April nach und nach in ihre Brutgebiete in Deutschland ein. Im Schafstall des Bärenparks nistete sich das erste Rauchschwalbenpaar vor einigen Jahren ein und zog erfolgreich seine Jungen groß.

Inzwischen ist die Anzahl der Schwalbennester auf sieben angewachsen. Auf der Suche nach geeigneten Nistplätzen wurden im Frühsommer neben Schaf- und Ziegenstall auch der Kassenraum und andere Innenräume einer gründlichen Inspektion unterzogen. Nur schwer waren die Schwalben davon zu überzeugen, dass man die Tür der Bärenparkkasse für sie nicht ununterbrochen offen lassen kann. Den ganzen Sommer hindurch füttern die Schwalbeneltern emsig ihre Jungen. Bei Schwalben helfen übrigens häufig auch die älteren Geschwister bei der Jungenaufzucht. Dabei landet so einiges im weit aufgesperrten Schnabel. Bis zum Flüggewerden verputzen 5 Schwalbenkinder im Schnitt 1,2 kg Insekten, das sind etwa 120.000 Mücken, Fliegen und Käfer. Die Insekten werden im Flug gefangen, mit Fluggeschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern. Da muss man als Tierpfleger schon mal den Kopf einziehen, wenn die Flugakrobaten rasant durch den Stalleingang sausen.

Nun im Spätsommer bevölkern Schwalbeneltern und erwachsener Nachwuchs den Himmel über dem Bauernhof und erfreuen Personal und Besucher mit Flugkunststücken und fröhlichem Gezwitscher. Bei so einem Gewusel ist es kaum zu glauben, dass der Bestand der Schwalben in Deutschland seit den 1970er Jahren langsam immer weiter zurückgeht. Vermutlich fehlt es den Schwalben an guten Nistplätzen. Die Viehställe, die früher von Rauchschwalben bevölkert wurden, sind in der modernen Massentierhaltung hermetisch abgeriegelt. Rauchschwalben haben dort keinen Platz mehr. Ersatzquartiere wie Toreinfahrten oder Brücken werden von den Rauchschwalben zwar genutzt, der Bruterfolg in solchen Quartieren ist jedoch geringer. Auch der intensive Einsatz von Insektiziden trägt zum Rückgang der Rauchschwalben bei.

Schon bald werden sich die Schwalben auf dem Weg in ihre in Südafrika  liegenden Winterquartiere machen. Wir hoffen, dass sie die weite, gefährliche Reise gut überstehen und „unsere“ Schwalben im nächsten Sommer zu uns zurückkehren.