Der Alternative Wolf-und Bärenpark sucht ab sofort einen Tierpfleger (m/w) zur Erweiterung des Teams. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung und sehr gute soziale Kompetenzen.
Weitere Anforderungen sind:
Hohe Belastbarkeit
Die Bereitschaft auch an Wochenenden zu arbeiten
Führerscheinklasse B
Teamfähigkeit und Flexibilität
Aufgrund der Haltung des Tierbestandes in großen, naturnahen Anlagen nehmen die Aufgaben der klassischen Tierpflege (u.a. Gehege saubermachen) einen geringen Anteil ein. Umso mehr tritt die Öffentlichkeitsarbeit in den Vordergrund.
Es erwartet Sie die Arbeit in einem jungen und dynamischen Team, das sich gemeinsam für den Aufbau des jungen Tierschutzprojektes einsetzt.
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung, die Sie bitte ausschließlich online richten an:
Kurz vor der Dämmerung. Letzter Rundgang durch den nebligen Park. Da brummelt und grummelt es plötzlich laut in der Nähe einer der Winterhöhlen.
Was ist denn nun los? Den ganzen Tag lagen unsere sechs Bären faul in den Freianlagen und sind mittlerweile so pummelig gefressen, dass sie sich nur noch bewegen, wenn es Leckereien gibt oder das tägliche Bad ansteht.
Ein Blick um die Ecke zeigt: Bär Ben, der wohl denkt, er käme zu kurz, will seinem Bärenkumpel Poldi die Höhle streitig machen. Der hat sich nämlich schon gemütlich zur Abendruhe gebettet. Man sieht ihn nicht, nur sein tiefes, entrüstetes Brummen ist zu hören, als Ben seinen großen Kopf in seine Schlafgelegenheit steckt. Bens Po wackelt noch immer im Höhleneingang als wir gingen…
Warum es vorübergehend Platzprobleme gibt? Nun, die große Freianlage im hinteren Teil des Parks muss winterfest gemacht werden. Alle Tiere müssen also raus und Menschen rein. Mit Freischneidern und Werkzeug ausgerüstet, wird fleißig gearbeitet. Das hat eine Weile gedauert, bis sich alle tierischen Bewohner in den vorderen Teil der Anlagen bewegt haben. Selbst Leoni, die Neue, hat schließlich auch den Rückweg angetreten. Das war ein Wiedersehen mit ihrer Schwester Kaja, da diese ja noch immer in der vorderen Anlage mit dem blinden Schapi lebt.
Übrigens haben Sie, liebe Besucher, gerade die einmalige Gelegenheit, alle Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können.
Zurück zum Wohnungsstreit: Schließlich überließ Ben doch dem mit Arthrose geplagten Poldi das kuschelige Nest und macht es sich unter einer Tannenwurzel bequem.
In einer Woche werden die Wintervorbereitungen abgeschlossen sein und jeder Bär und jeder Wolf kann sich dann wieder sein Lieblingsplätzchen suchen. Ob dann die Bären in Winterruhe gehen, wissen wir nicht. Noch nutzen sie die Höhlen höchstens zur Nachtruhe. Doch nachdem die ehemaligen Zirkustiere viel an natürlichem Verhalten zurückgewonnen haben, verrät der Instinkt vielleicht dem ein oder anderen auch wieder, dass er sich auch für eine längere Weile zur Ruhe betten darf.
Kalt ist es geworden, dass beweisen uns auch die Tiere. Nana hat Recht, Jimmy befindet sich in der WINTERRUHE. Pedro ist kräftig am buddeln. Bäume sind hier nicht standhaft, sie werden einfach mit geräumt! Mario ist auch nicht mehr zu sehen. Er wird es sich in der Seniorenresidenz gemütlich gemacht haben. Mischka und Tina warten einfach nur...
Es ist vollbracht! Nadja Heß präsentiert eines der schönsten Insektenhotels Deutschlands.
Ob klein oder groß, im neuen Hotel des Bärenparks fühlt sich jeder Besucher wohl – vorausgesetzt er hat mindestens sechs Beine und ist nicht größer als einen Zentimeter. Gerade fertiggestellt musste das neue Insektenhotel nicht lange auf seine ersten Besucher warten, die zum Zwecke der Überwinterung schon bald an der Rezeption schlange stehen müssen.
Mit einem verdient zufriedenen Lächeln übergibt die Praktikantin und Architektin Nadja Heß den Schlüssel an das Bärenparkteam: „Jetzt konnte ich auch helfen den Park mit aufzubauen.“ Das hat sie tatsächlich getan – und zwar einen ganzen Monat lang. Da hier alle an einem Strang ziehen, hat es auch nicht lange gedauert bis Bärenbürger Hermann Huber ihre tolle Idee mit seinem handwerklichen Expertenwissen unterstützte. „Die Nadja… die kann wirklich gut anpacken“, lobte Huber die Praktikantin in ihrer Abwesenheit – und das hat hier im arbeitsamen Wolftal etwas zu heißen! Das war aber lange nicht alles, was sie hier im Park getan hat. Neben ihrem Projekt griff sie bei den anfallenden Aufgaben sowohl dem Personal als auch den Ehrenamtlichen fleißig unter die Arme.
Der Abschied fiel schwer als Nadjas Zeit im Park vorüber ging und sie wieder zurück an die Universität musste. Was uns bleibt, ist ein fünf Sterne Insektenhotel – und ihr Versprechen bald wieder zu kommen!
Unsere Wölfe können es doch: Das erste zaghafte Wolfsgeheul hallte durch das Wolfstal Foto: H.KalmbachSchaurig- schön, wild, faszinierend – es ist schwierig die richtigen Worte dafür zu finden. Während das Personal in der Dämmerung zusammen saß, wurde die Tagesbesprechung abrupt unterbrochen. Alle Anwesenden verstummten und hielten den Atem an, als Ado ein vorsichtiges aber klares Geheul anstimmte.
Obwohl sich die Silhouetten nur schwer gegen den dunklen Grund abhoben, konnte man erkennen, dass sich das Rudel im Schein des Vollmondes sammelte. Es war Zeit für die Jagd! Obwohl von der kürzlich verfütterten Hirschkuh nur noch Reste übrig geblieben sein konnten, machten sich die Wölfe nun gemeinsam in die Bärenanlage auf, um davon noch etwas zu erbeuten. Gemeinsam? Naja, nicht so ganz – der scheue Adi zögerte und wollte die Jagd lieber aus der Ferne beobachten. Nix da! Wölfe jagen gemeinsam und Ado heulte auf halber Strecke erneut, um den Zurückgebliebenen um Hilfe zu rufen. Das hat überzeugt. Neuen Mutes eilte er dem Rudel schnell hinterher. Über den Ausgang der Jagd gespannt, erwarteten wir voller Spannung ihre Rückkehr. Nach einer Viertelstunde war es dann endlich soweit. Mit Mühen konnte man erkennen, dass das Rudel ohne Vorrat zurückkehrte. Aber obwohl sie scheinbar leer ausgegangen sind, liefen sie doch Pelz an Pelz beieinander. Vereint verschwanden die Drei wieder leise in ihrem Rückzugsgebiet.
Seit dieser Nacht horcht das Parkteam aufmerksam auf, wenn der Wind ein Geräusch mit sich trägt – denn es könnte die erneute Ankündigung eines spannenden „Beutezuges“ sein. SK
Wölfe wagen sich endlich in das Bärengebiet vor! Foto: H. KalmbachDer Anruf ereilte uns am Sonntagmorgen: Eine Hirschkuh sei in einer Gehege-Haltung von einem Hirsch verletzt worden und letztlich an diesen Verletzungen gestorben. Ob wir Verwendung hätten? Ja, natürlich! Für unsere Wölfe und Bären gibt es nichts Verlockenderes als ein frisches Stück Wild. Und da wir uns ja schon seit Monaten bemühen, die Wölfe davon zu überzeugen ihren bärigen Mitbewohnern einen Besuch abzustatten, haben wir uns eine kleine Herausforderung einfallen lassen:
Wir haben die Hirschkuh ganz hinten in den Scheitelpunkt der Anlage platziert. Ein Gebiet, das unsere Leoni für sich beansprucht. Und da die „Beute“ nun auch in ihrem Bereich gelegt wurde, hat es nicht lange gedauert, bevor sie alleine Besitzansprüche angemeldet und das Wild für sich in Beschlag genommen hat. Nachdem sie sich genüsslich satt gefressen hatte, machte sie es sich zur Aufgabe, den riesigen Leckerbissen zu verteidigen. Selbst Jurka und Ben gaben nach einer Weile klein bei, an Leoni gab es kein Vorbeikommen! Glücklicherweise hatten die Förster, die uns die Hirschkuh gebracht haben, zwei Keulen abgetrennt. So haben Ben und Jurka zumindest auch einen Anteil der Beute verspeisen können. Und zum Mittag tauchte dann auch ein lang ersehnter Gast auf: Ein grauer Schatten bewegt sich leichtfüßig und zielstrebig auf das verlockend riechende Fleisch zu. Anita hat wagte sich vor, um sich einen Teil zu ergattern. Die Wölfin hat sich auch als Erste schon vor ein paar Tagen getraut, die Bärenanlage ausgiebig zu erkunden. Nun schlich sie Schritt für Schritt vor, ohne Leoni aus den Augen zu lassen. Endlich an der Beute angekommen, versuchte sie jedoch nicht, sich einen Teil herauszureißen, sondern sie bemühte sich, die ganze Hirschkuh zurück zu schleppen! Dieser größenwahnsinnige Versuch wurde schnell auch von Leoni unterbrochen, die die Wölfin kurzerhand verjagte. Aber so leicht gibt sich Anita nicht geschlagen! Genau wie insgeheim von dem Bärenpark-Team erhofft, holt sie zumindest schon mal einen ihrer Brüder zur Verstärkung. Zwei Wölfe mitten unter den Bären! Die monatelangen Geduldsproben haben sich gelohnt! Doch das mutige Vorwagen war nicht gleich von Erfolg gekrönt. Nachdem Anita und Ado die Lage eine Weile abgeschätzt haben, sind sie unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Doch der Geruch war einfach zu verlockend und sie tauchen immer wieder in der Nähe der Beute auf. Leoni gibt das Geschenk ihres Lebens aber keineswegs leichtfertig auf und hütet ihren Schatz wie einen Augapfel. Die zahlreichen Besucher am Sonntag haben erstmalig eine faszinierende Interaktion zwischen Bär und Wolf gesehen und waren absolut begeistert. Wir sind sehr gespannt, wie es weitergeht und freuen uns natürlich auf ihren nächsten Besuch, bei dem sie die neusten Entwicklungen hautnah miterleben können. AL
Der Luchs war es, den die Besucher im Bärenpark nicht finden konnten. Aber in den Vorträgen, in vielen Schautafeln und dem zukünftigen Luchs-Mobil, konnte man sich einen Eindruck verschaffen. Der Luchs als "Waldgeist" ist bereits in unseren Wäldern zurück. Das war auch in den Vorträgen von Arne Willenberg deutlich zu spüren. Beachtlicher Weise...
durch eine Panne im System haben wir den Aktualitätsbutton für die Euro- Teddy Messe nicht aktiviert und die Meldung für das Wochenende natürlich verpasst. Wir hatten es nicht vergessen waren aber ungeübt bei der Handhabung. Wir bitten um Verzeihung.
Bärenfreunde aufgepasst: Am Wochenende 8./9. Oktober öffnet die Euro Teddy 2011 in Essen ihre Pforten, und wir sind auch in diesem Jahr dabei. Unsere langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeiter Eva Steinbeck-Jakobs und Hermann Jakobs werden wieder gerne über den Bärenpark und seine Bewohner berichten, aktuelle Fotos von den "Bärsönlichkeiten" und...