Wenn der Wolf sich als Vegetarier versucht

Weiterlesen ...
Wolf frisst Apfel

Das laue Wetter bringt die Tiere im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald auf Trab. Langsam kommt der Appetit wieder. Die Lust auf Frisches kennt kaum Grenzen.

Die Goldammer pfeift den Besuchern eins. Man bekommt im Bärenpark sogar fast den Eindruck, als ob sie mit ihrem Liedchen die Gäste zu einer Runde durch den Bärenpark motivieren wollte. Wie sonst nur Spatzen, hüpft sie über die Tische vor dem Blockhaus, wo die Gäste gerne Platz genommen haben, um einem Cappuccino die Milchhaube abzuläufeln, im Gratismagazin Bärenspur zu schmökern oder einfach in die Sonne zu blinzeln. „Wie-wie-wie-hab-ich-dich-liiiieb“ ruft die Ammer ihr typisches Lied – immer wieder. Das ist eine Schmeichelei und eine Einladung in den Park zu kommen zugleich. Die meisten Besucher können ihr letztlich nicht widerstehen.

Weiterlesen ...
Goldammer
Etliche der Bären machen noch immer einen recht verschlafenen Eindruck. Sie kuscheln sich in Kuhlen vor ihren Höhlen, dehnen höchstens mal ein Bein oder die Kiefer – und gewähren so den Besuchern einen tiefen Einblick in einen Bärenschlund. Aber man kann das vielleicht als erste Regungen auf einem Weg in ein aktives Sommerleben deuten.

Bei Bär Bodo ist da schon mehr los. Er macht die Kuh: An dem nach Norden ausgerichteten Hang weidet er frisches Gras. Ganz offensichtlich schmeckt es ihm oder es scheint ihm zumindest gut zu tun. Auf jeden Fall zeigt er dabei einen bärigen Appetit.

Weiterlesen ...
Jurka im Frühling
Wolf Adi hat offensichtlich auch Interesse an einer Grünkur. Im frühlingslichten Gebüsch seines Lebensraums entdeckt er einen Apfel, der wohl unter dem Schnee hevorgetaut sein muss. (Die Tierpfleger verfüttern den Bären aktuell bewusst keine Äpfel, sondern nur Schonkost - Salat, Möhren, Brot – um die Verdauung nach der Winterruhe langsam anzuregen.) Adi als Fleischfresser geht die Veggie-Kost ja eigentlich nichts an, den Apfel findet er trotzdem interessant. Anscheinend weiß er schon, was man damit anfangen kann und macht davor erst mal Platz. Er gönnt sich zwei, drei Bissen, aber dann ist auch schon gut. Man muss es ja auch nicht übertreiben mit dem Grünzeug ...

Jurka ist wie so oft am aktivsten. Mit Vorliebe knickt sie junge Weiden und zerfasert sie mit schmatzenden Bissen. Dabei hangelt sie sich an den Bäumchen nach oben, die sich unter ihrem Gewicht mächtig biegen. Die Beobachter sehen bereits einen Sturz voraus. Die Äste krachen, passieren tut allerdings nichts. Zu geschickt stellt sich die erfahrene Wildbärin dabei an; das anfallende Material recht sie zusammen. Was der Zweck der Übung ist, wird nicht ganz klar. Nutzt sie die Pflanzensäfte zu einer Frühjahrskur oder braucht sie die Äste für ein Open-Air-Bett? Jedenfalls demonstriert sie später, dass man sehr gut darauf schläft.

Farbiger kann Ostern nicht sein

Weiterlesen ...
Lars
Ob Karwoche oder Osterfest: Tausende sonnenhungriger Menschen waren losgezogen, um den Frühling zu suchen. Im Alternativen Wolf- und Bärenpark wurden sie fündig. Bären und Wölfe waren auf den Beinen, das Parkteam hatte die Anlage bunt geschmückt und Osterhase Lars empfing die Gäste.

Kinder hatten einen Riesenspaß auf dem unlängst erweiterten Spielplatz, der zu Abenteuern einlud. Im Besucherzentrum Blockhaus Bärenblick ließen es sich die Gäste schmecken. Vor dem Blockhaus genossen sie die Sonne und nette Gespräche rund um die Themen Wölfe, Bären und Tierschutz.

Weiterlesen ...
Lars und Begleiter
In der Anlage spielten sich wie immer interessante bis amüsante Szenen ab. Da war etwa Hund Charli. Der bellte zunächst sehr mutig den zweibeinigen Osterhasen Lars an, ein Stück weiter, in der Nähe der Bären, zog er dann aber die Rute ein. Frauchen drängte, schnell weiterzulaufen. Warum nur? Wollte sie ihren verängstigten Hund vor den großen Braunen bewahren? Oder war sie im Beisein der vielen Besucher zu überrascht? Ihr mutiger Charli zieht doch sonst nie den Schwanz ein ...

Auch zu Ostern hält im Bärenpark immer noch die Phase der „Wolfszeit“ an. Damit ist die Periode gemeint, in der die Wölfe besonders gut zu beobachten sind. Davon profitierte auch eine Wandergruppe aus Gengenbach, die den Park bevölkerte. Die mitgebrachten und eifrig eingesetzten Stöcke belebten den Park. Das Stöckegeklapper ließ die Wölfe aufhören. Was ist das? Bringt da jemand Futter am Spieß? Kommt die neue Assistentin des Tierarzts auf Stöckelschuhen? Die Ungewissheit war den Wölfen eine Runde im Wolfstrapp wert. Die Wanderer und andere Besucher nahmen das mit Bewunderung war. Die noch junge Frühlingsvegetation ließ ungehinderte Blicke zu. Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, wurden vom Park-Team gerne durch die Anlagen gefahren, so kamen auch diese Menschen zu ihrem Wolfsanblick.

Weiterlesen ...
Lars und Bärenmama Erika
Fotografen kamen ebenfalls auf Ihre Kosten. Die Kulisse für die perfekte Wolfs- oder Bärenaufnahme wechselte wie sie nur im April wechseln kann: Auf eisigen Wind folgte Schneegestöber; auf Sonnenschein folgte frischer Regen. Die Fotografen und ihre Ausrüstung, die alles mitmachten, brachten sicher reichlich fotografische Beute nach Hause.

Wir danken allen Besuchern, allen ehrenamtlichen Helfen und Spendern, allen Kolleginnen und Kollegen: Ganz toll, dass ihr diese "bunten" Ostern möglich gemacht habt! Ein ganz besonderer Dank geht an Lars, den Osterhasen. Fast 16 Stunden ist er in seinem Kostüm umhergehüpft und hat viele Besucher so richtig in Stimmung gebracht – und hat dabei auch noch Spenden für das geplante, neue Wolfrückzugsgebiet im Bärenpark gesammelt.

Herzlichen Dank! Das Bärenpark Team

Schweißtropfen für Leoni

Weiterlesen ...
Leonie-OP 2015-03 045
Bad Rippoldsau-Schapbach. Am Mittwoch, den 25. März hat Tierarzt Dr. Meinhard Sieder Bärin Leoni untersucht und ihr nach schweißtreibender Operation einen Zahn gezogen.

Knapp eine Stunde hat Tierarzt Dr. Meinhard Sieder benötigt, um den angefaulten und gesplitterten Eckzahn zu entfernen. Der Zahn muss Bärin Leoni bereits seit längerem Probleme bereitet haben. Es wurde bei Dr. Sieder um einen Termin für einen Gesundheits-Check gebeten, um eventuell auch herausfinden zu können, warum Leoni den Winter über keine Ruhe finden konnte.

Weiterlesen ...
Leonie-OP 2015-03 047
Leoni, heute 31, ist eine ehemalige Zirkusbärin, die viele Jahre in einem engen Zirkuswagen verbrachte – mit nur 12 Quadratmeter „Lebensraum“. In der Manege hatte sie etwas mehr Platz, war dann allerdings an eine Longe gebunden und musste zur Gaudi von Zirkusbesuchern, Dinge vorführen, die sie unter natürlichen Bedingungen nie selbstständig tun würde.

2011 kam sie zusammen mit ihrer Schwester Kaja in den Bärenpark im Schwarzwald. Am Standort des Zirkus hatte die zuständig Veterinärbehörde Druck auf die Zirkusleute ausgeübt, die beiden Bärenschwestern abzugeben, weil keine Papiere vorlagen.

Weiterlesen ...
Leonie-OP 2015-03 048
Nach 28 Jahren leidvollem Zirkusleben erlebten die beiden Bärinnen nun zum ersten Mal Natur: warmen Waldboden, nach Harz duftende Bäume und frisches Bachwasser. Was dabei in ihnen hervorging, können wir nur erahnen. Die bis dahin unzertrennlichen Geschwister, nutzten die Gelegenheit um auf dem weiträumigen Territorium erst einmal voneinander Abstand zu bekommen.

Erst kurz vor der ersten Winterruhe im Bärenpark fanden sie wieder zu einander und verbrachten die kalte Jahreszeit zusammen in einer kuscheligen Höhle. Im folgenden Frühjahr begann Leoni wieder selbständig zu werden. Dabei entwickelte sie ihre ganz eigene Auffassung von Kontaktaufnahme zu den anderen Bären. Man möchte sagen in „naiver Sorglosigkeit“ unterschritt sie immer wieder die von Bären normalerweise geforderte Individualdistanz, was zwangsläufig zu Konflikten führte. So musste sie beim blinden Bären Schapi eine Attacke einstecken, die allerdings nicht weiter zu größeren Problemen führte. Die davon getragenen Blessuren stufte Dr. Sieder während des Gesundheits-Checks als bereits gut verheilt ein.

Weiterlesen ...
Leonie-OP 2015-03 049
Mühe machte allerdings der beim Gesundheitscheck entdeckte „böse“ Zahn. Obwohl angefault und gesplittert, benötigte Dr. Sieder fast eine sehr schweißtreibende Stunde um den Eckzahn aus der Zahnhöhle zu lösen und ihn schließlich mit einer Zange zu ziehen. Jetzt ist noch die Blutprobe abzuwarten, die weitere Aufschlüsse geben kann. Das Bärenpark-Team hofft jedoch, dass der Zahn, der jetzt entfernt ist, der Grund für Leonis Rastlosigkeit ist.

Wir danken allen Helfern für die Unterstützung. Spenden für die enstandenen Tierarztkosten sind gerne willkommen!

Buntes Osterferien-Programm für Kinder

Weiterlesen ...
Poldi wartet-auf-dich
In der Osterferienwoche gibt es von Montag bis Donnerstag ein abwechslungsreiches Programm für Kinder. Anmeldung bis 26.03.2015 unter oder Tel. 0 78 39/91 03 80

  • Montag, 30.03.2015, 10:00–15:00

Frühlingserwachen

Wie geht es den Bären und Wölfen nach der Winterruhe? Was tut sich sonst im Bärenpark, welche Wildtiere sind im Park unterwegs, was blüht? Gemeinsam entdecken wir die Zeichen des Frühlings und genießen es wieder draußen spielen zu können.

Kosten: 15 Euro inklusive Parkeintritt und Mittagessen. Bitte vor Ort bezahlen.

  • Dienstag, 31.03.2014, 10:00-15:00

Wasserforscher

Am Dienstag dreht sich alles um das „Fegersbächle“, welches quer durch den Park fließt. Wir werden zu Wasserforschern und erkunden gemeinsam die Tier- und Pflanzenwelt entlang des Bachs.

Bitte mitbringen: Gummistiefel, Handtuch, ggf. etwas zum Umziehen.

Kosten: 15 Euro inklusive Parkeintritt und Mittagessen. Bitte vor Ort bezahlen.

  • Mittwoch, 01.04.2015, 10:00-15:00

Bärenstarke Frühlingsdekoration

Gemeinsam sammeln wir im Park Naturmaterialen und basteln daraus wunderschöne Frühlingsdekoration.

Kosten: 15 Euro inklusive Parkeintritt und Mittagessen. Bitte vor Ort bezahlen.

  • Donnerstag, 02.04.2015, 14:30-16:30

Großes Ostereier malen

Wir bemalen gemeinsam Ostereier .Hierzu sind natürlich auch die Eltern und Großeltern recht herzlich eingeladen.

Kosten: 3 Euro pro Person plus Eintritt. Bitte vor Ort bezahlen.

So findest Du zu Bär, Wolf, Luchs!

Weiterlesen ...
2015-06-17 Buch Sie-sind-wieder-da

Ein Bär, der mit seinen Lippen eine Brombeere pflückt; drei Wölfe, die mit einem Bären ums Futter streiten; die brüllende Jurka: Freunde und Förderer der Stiftung für Bären kennen diese spektakulären Motive, die laufend in Homepage-Meldungen der Stiftung, auf Postkarten oder im Magazin Bärenspur erscheinen. Jetzt bringt der Kosmos-Verlag eine Best-of-Auswahl in Buchform heraus.

Grandiose Wildtierfotos zu präsentieren, die Bär-, Luchs- und Wolffreunde aus ganz Europa zusammengetragen haben, ist dabei nicht die einzige Intention dieses Buchprojekts. Es werden außerdem die besten 15 Reiseziele in Europa vorgestellt, wo Tierfreunde die Großen Drei in der Natur erleben können. So begeistert das Buch etwa für eine Tour nach Mittelschweden, wo man dem Heulen von Wölfen lauschen kann. Es macht Lust auf eine Nacht in einer Beobachtungshütte in Estland. Und man wird eingeladen zu exotischen Destinationen in Europa, die man mit Bär, Wolf und Luchs gar nicht unbedingt in Zusammenhang bringt: nach Spitzbergen, wo sich Eisbären tummeln; nach Südspanien, wo die letzten Pardelluchse umherschleichen oder nach Griechenland, wo man Bären von Beobachtungspunkten aus in der Landschaft sehen kann.

Rüdiger Schmiedel von der Stiftung für Bären freut sich: „Den Alternativen Bärenparks ist eine ganze Doppelseite gewidmet. Und es wird überzeugend erklärt, warum die Ära der Zirkusbären zu Ende geht.“ Das Buch liegt auch sonst auf der Linie der Stiftung: „Es zeigt den Leuten, dass die Großen Drei zurückkommen und dass man als Beobachter seine Freude daran haben kann. Wenn die Menschen das begreifen, dann brauchen wir Bär, Wolf und Luchs auch nicht mehr in Zoos und Tierparks zu sperren und sie vorführen“, erklärt Rüdiger Schmiedel.

Der Band ist im Buchhandel erhältlich sowie an den Kassen der Alternativen Bärenparks im Schwarzwald und in Worbis: „Sie sind wieder da – Bär, Luchs und Wolf erleben“, 160 Seiten, 29,99 Euro. Wenn möglich, kaufen Sie das Buch in den Alternativen Bärenparks. Ein Teil der Einnahmen kommt direkt den Parks zugute.

Wintertraum im Bärenpark

Weiterlesen ...
Leonie RB 2015-02-600
Im Alternativen Wolf- und Bärenparks Schwarzwald sind mit Einbruch des Schneewinters einmalige Beobachtungen zu machen. Der Bärenpark hat das ganze Jahr, sieben Tage die Woche geöffnet.

Ein halber Meter lange Bärenbeine, ein halber Meter tiefes Weiß: Wie passt das zusammen? Wie kommt die verhältnismäßig kleine Bärin Leoni durch den tiefen Schnee? Bärbeißig ist sie gar nicht, Leoni macht das ganz gelassen: Stapfer für Stapfer schiebt sie den pulvrigen Schnee mit ihren Pranken vor sich her und zur Seite. Dass sie sich dabei komplett mit Schneekristallen einstäubt, bemerkt sie wohl gar nicht. Ihr Fell ist dick und dicht. Auch die Schneeflocken, die von oben nachkommen, bleiben einfach an ihr haften ohne zu schmelzen. Ihren Kopf hält sie beim Schneeschieben im Nacken. Trotzdem sieht man auf ihrer Nasenspitze meist ein kleines Schneehorn sitzen, das sich beständig aufbaut, abfällt und wieder aufbaut. Bei den drei Wölfen, Ado, Adi und Anita, wachsen die Schneehörner sogar zu Schneemasken aus. Fleischbrocken, die die Tierpfleger des Parks momentan in die Anlagen werfen, versinken zunächst im Schnee, werden aber bald von den Wölfen entdeckt und dann „emporgetaucht“. Als Besucher bekommt man den Eindruck, dass den Wölfen das sogar Spaß macht.

Weiterlesen ...
Wolf-Foto-Mang 600

Biologin forscht im Bärenpark

Weiterlesen ...
Viktoria Hinz 600
Bärin Leoni bereitet uns seit anfangs des Winters Sorgen. Sie findet keine Ruhe. Jetzt kümmert sich die 26-jährige Biologin Viktoria Hinz um das Problem.

Leise rieselt der Schnee im Bärenpark. Alle Bären haben sich in ihre Höhlen verzogen und halten Winterschlaf – alle, bis auf eine Bärin. Leoni kommt einfach nicht zur Ruhe. Stattdessen läuft und läuft und läuft sie. Tierpfleger Manuel Würz beschreibt es halb im Scherz so: „Sie rennt wie ein Hamster auf Ecstasy.“ Doch natürlich liegen ihm und seinen Kollegen die Bären sehr am Herzen, weshalb er sich ernsthaft Sorgen macht.

Jetzt nimmt sich Viktoria Hinz des Problems an. Die 26 Jahre junge Frau aus Göttingen hat gerade ihren Master in Biodiversität und Naturschutz gemacht. Nach einem Praktikum hat der Bärenpark sie nun als Minijobberin angestellt. „Eigentlich bin ich auf der Suche nach einem Job oder einer Doktorandenstelle“, sagt Viktoria Hinz. „Aber bis ich was habe, kann ich hier die Zeit sinnvoll nutzen.“

So ist sie nun für ein bis drei Stunden täglich im Bärenpark unterwegs und protokolliert, wo Bärin Leoni langgeht. Dafür hat sie sich den Grundriss des Parkplans auf Folie kopiert und zeichnet darauf die Wanderwege der Bärin als Strichlinie ein. Die Folien kann die Biologin übereinanderlegen und erfährt so, wo sich die Bärin häufiger aufhält. Die Hoffnung ist, dass das Bärenpark-Team so erfährt, ob der Bewegungsdrang der Bärin als Zwangsverhalten gedeutet werden muss und ob sich Laufmuster zeigen, die gezielt durchbrochen und aufgelöst werden können.

Geschäftsführer Rüdiger Schmiedel hat die junge Uni-Absolventin außerdem angewiesen, auch das sonstige Verhalten der Bärin im Auge zu behalten: „Eventuell hat unsere Leoni Zahnweh. Ich konnte flüchtig sehen, dass sie sehr bedächtig kaut. Bevor wir jedoch den Tierarzt einschalten, benötigen wir mehr Indizien. Ein Gutes hat die Episode immerhin: Es ist ein wunderschönes Motiv, einen Bären durch den Schnee stapfen zu sehen.“

Weiterlesen ...
Leoni Foto-SfB 600

Großes Fressen und Katerstimmung im Bärenpark

Weiterlesen ...
DSC 4047
Tote Hose im winterlichen Bärenpark? Von wegen! Nicht nur die Wölfe sind unterwegs, nach dem großen Schnee wagen sich vereinzelt verschlafene Bären vor ihre Höhlen. Die Besucher sind amüsiert. Der Vergleich mit dem eigenen Neujahrskater drängt sich dem einen oder anderen auf.

Weiterlesen ...
DSC 3353
Am Montag bei schönstem Winterwetter hatte Tierpfleger Nico Holladi für die Wölfe aufgetischt. Innereien vom Rind standen auf dem Speiseplan. Die Wölfe bekamen zwar sofort mit, dass es etwas zu holen gab, ignorierten zunächst jedoch das angebotene Futter. „Die Wölfe sind derzeit schlecht auf uns Grünkittel zu sprechen“, sagte Nico Holladi halb im Scherz. Die drei Wölfe waren vor kurzem von den Tierpflegern eingefangen worden, um sie impfen zu können. „Im Moment reagieren die Tiere immer noch sehr argwöhnisch auf uns.“ Und zur Beruhigung für die Besucher schiebt er hinterher: „Sobald wir weg sind, werden sich die Wölfe ihre Beute holen.“ Bei herrlichem Sonnenschein hatten etliche Besucher in den Bärenpark gefunden. Die Ankündigung des Tierpflegers spornte an, auch bei Temperaturen knapp unter Null, etwas länger auszuharren.

Weiterlesen ...
DSC 4071
Das Warten lohnte letztlich. Die Wölfe benötigten zwar mehrere Anläufe, stießen mehrmals vor, zogen sich wieder zurück. Je mehr Krähen und Elstern sich jedoch am Fleisch versammelten, desto neugieriger wurden die Carnivoren und wagten es schließlich, sich an den Touristen vorbei zur Beute zu schleichen. Zwei der drei Wölfe machten sich schließlich über Rinderpansen und eine Lunge her. Das war nach dem Geschmack der Besucher, die über die Kraft von Wolf Adi staunten, der den großen Pansen mit erhobenen Kopf mehrere Meter trug, bevor er ihn für alle Anwesenden gut sichtbar zerlegte.

Weiterlesen ...
DSC 4161
Derweil erwachte in Anlage 1 Bär Bodo, der seinerseits Besucheraugen auf sich zog. Es war ihm deutlich anzumerken, dass er gerade noch im Tierschlaf gesteckt haben muss. Das Fell verstrubelt, der Hintern voller Stroh drehte er im Bereich seiner Höhle eine kleine Runde auf eher wackeligen Beinen. „Der hat wohl noch kalte Knochen“, kommentierte einer der Beobachter das Geschehen. Bodos Runde führte den Bären am Trog vorbei, wo er nur kurz Wasser nippte. Beim Versuch über das Becken zu steigen, glitt der Bär ab, was ihn nötigte, sich mit einer sportlichen Einlage abzufangen. Die Besucher quittierten dies mit einer Mischung aus Belustigt sein und Mitleid. Alle schienen es Bodo zu gönnen, dass er sich anschließend wieder in seine Höhle zurückzog. Mit weiteren winterlichen Freigängen der Bärenparkbären ist zu rechnen.

Vorsicht vor „Weihnachtszirkussen“!

Weiterlesen ...
Vorsicht vor Weihnachtszirkussen

Ihre Plakate sind momentan allgegenwärtig: Zirkusse machen Werbung als „Weihnachtszirkus“. Was viele nicht wissen: Für mitgeführte Wildtiere sind die Zustände alles andere als weihnachtlich. Löwen, Zebras und Bären leiden, sagt die Stiftung für Bären.

Die Stiftung kämpft seit Jahren für ein bundesweites Wildtierverbot in Zirkussen. Erst 2014 hatte sie rund 19.000 Menschen motiviert, eine Petition gegen die Haltung von Wildtieren in Zirkussen zu unterschreiben. Die Unterschriften wurden im Bundeskanzleramt überreicht.

Währenddessen geht das Leid der Wildtiere in den „Weihnachtszirkussen“ weiter. „Bären trifft das Winterprogramm besonders schlimm“, sagt Rüdiger Schmiedel. „Für Bären ist jetzt die Zeit der Winterruhe. Doch statt zu ruhen, sollen sie jetzt beim Halliggalli mitmachen.“ Nur ein Ende der Wildtier-Zirkusse bedeute letztlich das Ende der Qual für die Tiere. Schmiedel warnt: „Jeder Besucher eines Zirkus mit Wildtieren finanziert Tierquälerei.“ Und weiter: „Wer sehen will wie es Bären nach einem langen Leben im Zirkus geht, der kann dies in den Alternativen Bärenparks erleben, wo wir ausgediente oder konfiszierte Zirkusbären aufnehmen.“ Die Tiere litten teils noch immer unter psychischen Störungen. Allerdings könne man hier auch erleben wie sich der Zustand der Tiere in natürlicher Umgebung wieder normalisiert.

Das die Qual von Wildtieren in Zirkussen hoffentlich bald ein Ende hat, dafür sorgen im übrigen immer mehr EU-Länder. Ganz aktuell: die Niederlande. Ab dem 15. September 2015 wollen die Nachbarn keine Wildtiere mehr in Zirkussen dulden. Damit hat sich ein weiteres EU-Land dazu durchgerungen, einen längst fälligen Schritt zu gehen. Neun europäische Länder haben mittlerweile ein Verbot verhängt, darunter Belgien, Österreich und Finnland. In Großbritannien werden Zirkusse vom 1. Dezember 2015 an keine Wildtiere mehr halten dürfen. In Deutschland tut sich in dieser Hinsicht weiterhin nichts.

„Wir freuen uns, dass nun wenigstens unsere Nachbarn einen Schritt weiter sind“, erklärt Rüdiger Schmiedel. „Je mehr Länder sich für ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen aussprechen, desto beschämender wird die Lage für Deutschland. Muss man in unserem reichen Land wirklich noch Geschäfte auf dem Rücken gequälter Tiere machen?“ fragt der Geschäftsführer der Stiftung für Bären.

Danke für 2014!

Weiterlesen ...
Bär RB 9740 Kopie 3
Liebe Wolf- und Bärenfreunde, liebe Mitglieder der Fördervereine, liebe Ehrenamtler, liebe Paten und Spender, liebe Kollegen, 2014 war ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr. Nicht nur was die Besucherzahlen anbelangt, auch für unsere Parks und die Tiere haben wir in diesem Jahr sehr viel erreicht:

„Bärenblick“: So heißt das neue Besucherzentrum im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, das nun komplett erstellt ist. Das Gebäude ist ein architektonisches Prunkstück. Aus über 100 Festmetern Tannenstämme im klassischen Blockhausstil erbaut, bietet es Besuchern eine urig-gemütliche Atmosphäre, wo man sich auch gerne für ein Klassentreffen oder mit den Firmen-Kollegen trifft.

Neue Bär-Watching-Möglichkeiten: Eine Beobachtungsnische, eine –Plattform sowie Fotofenster bieten mittlerweile verbesserte Möglichkeiten, Einblicke in das Leben von Wolf und Bär zu gewinnen.

Weiterlesen ...
Bienen-Erich 005-1024
Immengarten: Der lokale Imkerverein hat auf dem Gelände des Bärenparks einen „Immengarten“ eröffnet. Naturfreunde lernen hier Wissenswertes über die Leibspeise der Bären und ihre Hersteller. Mittels Schaukästen ist es möglich, eine Bienenkönigin mal ganz aus der Nähe zu betrachten. (Die Schaukästen sind verglast und dadurch sicher.) In einem Baumsegment, das mit einer Tür versehen wurde, hat man die Bienen einen Wildwabenbau einrichten lassen. Infotafeln erklären die Details.

Neue Führungen und Spiele: Sie heißen „Bären suchen Honig“ oder „Bär und Wolf – ein Wissensspiel“. Auch ein Tastspiel, bei dem Kinder die Welt der Bären mit allen Sinnen erkunden können, ist neu im Programm. Die beliebteste Mitmach-Aktion ist das „Bärentorte-Backen“. Hierbei dürfen Kinder einen Teigboden mit Leckereien für Bären belegen und die fertige „Torte“ dann den Bären füttern. Parkpädagogin Sabrina Schröder freut sich auf Besucher aller Altersklassen.

Schon über 200.000 Besucher: Am Donnerstag, den 21.8.2014 wurde der 222.222sten Besucher im Bärenpark willkommen heißen.

10 Höhlen für alle Tiere: Mittlerweile stehen allen neun Bären sowie dem dreiköpfigen Wolfsrudel Höhlen zur Verfügung. Für die Höhlen wurden überwiegend Betonrohre verwendet, weil diese verhältnismäßig einfach zu installieren sind, Schutz vor Verschüttung bieten und einen trockenen Untergrund garantieren. Eine der Winterunterkünfte hat das Bärenpark-Team und vielen Helfer aus Sandsteinplatten aufgebaut (Bild: Hans Waidele). Die Höhle wurde von der ehemaligen Wildbären Jurka bezogen. Seit 2007 hatte Jurka keine Winterruhe gehalten. Nach vielen Stunden, in denen wir Jurka beobachteten, ist es uns jetzt gelungen, die Bedürfnisse der Bärin anscheinend richtig abzuschätzen. Offenbar war eine Höhle in Natursteinbauweise genau das, was die Bärin benötigte, um für den Winter Ruhe zu finden. Vielen Dank an die Firma Nübel, die uns beim Bauen der Höhle tatkräftig unterstützt hat.

Weiterlesen ...
Hans Waidele
Sanierte Wege: Unsere freiwilligen Helfer haben die Wege des Parks mit Entwässerungsrinnen ausgestattet. Die Wegoberfläche ist nun glatt wie der Ballen einer Bärenpranke.

Darüber hinaus gab es 2014 im Bärenpark Schwarzwald drei großangelegte Gesundheits-Checks: Als erster in der Runde war am 4. April Bär „Poldi“ dran. Seine Untersuchung konnten wir mit einem Drehtermin für die bekannte Fernsehserie „Die Fallers“ verbinden. Die Ausstrahlung soll am 29.3.2015 erfolgen.

„Ben“ war der Zweite in der Runde. Seine Untersuchung blieb ohne Befund. Tatsächlich konnte Tierarzt Dr. Sieder unserem Ben eine deutliche Verbesserung seines allgemeinen Gesundheitszustandes bescheinigen.

Am Jahresende waren dann auch noch die Wölfe dran, die eine Fünffach-Impfung erhielten. Anita musste außerdem wegen eines Tumors an der rechten Seite der oberen Lefze operiert werden. Der Tumor stellte sich glücklicherweise als gutartig heraus.

Weiterlesen ...
Bens OP-1024
Bei allen tierärztlichen Maßnahmen stand uns Dr. Meinhard Sieder zur Seite, dem wir für seine gute Arbeit herzlich danken.

Großen Respekt gebührt vor allem auch allen ehrenamtlichen Helfern, insbesondere „unseren“ Rentnern, die sich bei Bau, Pflege und Wartung von Anlagen und Gebäuden verdient machten. Circa 1650 Stunden wurden geleistet. Besonderen Dank hat sich Hartmut Held verdient, der ab Mitte 2014 viele technische Dinge auf Vordermann brachte. Er hat die bei allen Besuchern äußerst beliebte Bärenfuttermühle gebaut und zur Bärenweihnacht für eine bärenstarke Lichtinstallation gesorgt.

Das Bärenparkfest als Höhepunkt der Saison hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 10 Jahre Förderverein und 10 Jahre STIFTUNG für BÄREN haben sich in der Zusammenarbeit mehr als bewährt. Auf dieser Basis werden wir auch die Zukunft meistern.

Ein herzliches „Merci“ schicken wir in unser Partnerland, die Schweiz. Nach wie vor wird uns von dort viel Sympathie für unsere Projekte entgegengebracht. So ziehen wir 2014 eine äußerst positive Bilanz. Etliche Tausend Schweizer Franken Spendengelder sind auf das Konto der STIFTUNG für BÄREN eingegangen. Ganz herzlichen Dank für die Wertschätzung unserer Arbeit.

Weiterlesen ...
Urli
Besonderen Dank geht an unsere treueste Mitstreiterin aus der Schweiz. Wer kennt Sie nicht?! Unsere „Bären-Mama“ Erika (2. von rechts). 2014 hat sie nicht nur wie immer jede Menge Bärenfutter organisiert, sondern ein komplettes OP-Besteck besorgt und in Bern ein wertvolles Bärenkostüm herstellen lassen, das wir bei Events sehr gut einsetzen können. Seit 1. November ist die Bärenbürgerin nun Rentnerin und will nun noch mehr für ihre Lieblinge, die Bären, da sein.

Im Oktober diesen Jahres fand übrigens das 1. iBear-Meeting in Bern statt. Ausgerichtet wurde dieses internationale Treffen von Bärenexperten vom Naturhistorischen Museum Bern, dem Berner Bärenpark und der Stiftung für Bären. Die Ergebnisse der iBear belegen, dass eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung sinnvoll und nötig ist, um Wildtieren und Bären in Haltungen optimale Chancen bieten zu können.

Ein „Bagger unterm Weihnachtsbaum“ ist der krönende Abschluss 2014. Der Förderverein macht’s möglich, in dem er dem Park das Baufahrzeug stiftet. Der Bagger wird für weitere Maßnahmen 2015 dringend benötigt. Wir haben noch vieles vor! Danke an die Stifter!!

Weiterlesen ...
Bärenweihnacht AWBS-1024
Allen Paten, Ehrenamtlichen, Helfern, Gönnern, Spendern: Bärenstarken Dank für die großzügige Unterstützung!!! Wir wünschen frohe Feiertage und eine interessante Lektüre bei der neuesten Ausgabe der Bärenspur.

Das Team des Bärenparks Schwarzwald

Folgen Sie uns auch auf: