Einfach mal den Herbst genießen – die Vierbeiner machen’s vor! Ganz herzlichen Dank an Claudia Schwendemann für dieses stimmungsvolle Foto von ARIAN und den Wölfen. Ganz klar unser Moment der Woche.
Bei strahlendem Sonnenschein wurde wieder mit vollem Elan und Tatendrang gemeinsam mit unseren fleißigen Helfer*innen für den Tierschutz angepackt. Der Schwerpunkt des Arbeitseinsatzes lag dieses Mal auf unserer Erweiterung und der Bären Reha. Baustahlmatten wurden als Untergrabschutz verlegt, Gräben für die Wasserleitung durch das Unterholz gezogen, Zaunmatten für den Hauptzaun den Abhang hinuntergetragen und montiert, Vorzaunposten eingeschlagen, Grünpflege betrieben. Der Geruch nach Schweiß, Erde und feuchtem Wald war ein ständiger Begleiter. Es war wie immer eine üBÄRragende Leistung, in welch einem Tempo die angefallenen Arbeiten erledigt wurden und dies immer mit guter Laune. Vielen Dank für diese tolle Unterstützung!
Ihr lieben Zaungucker, habt Ihr schon gehört? Bei uns ist noch eine Neue eingezogen. Wieder ein „Luchs“! Eine „Luchsin“ müsste ich wohl sagen. Sie lebt aber nicht bei dem anderen Luchs, denn die beiden können sich wohl nicht so gut leiden. Sie wohnt in einer Anlage, die an die Bärenanlage grenzt. Dadurch hatte ich die Gelegenheit, mir diese neue Bewohnerin des Bärenparks etwas genauer anzusehen. Ein komisches Tier, kann ich Euch sagen. Das BÄRSONAL behauptet ja, Luchse sollen eine Art Katze sein. Das kann ich aber nicht so richtig glauben, denn ich weiß genau, wie Katzen aussehen. Schließlich haben wir hier im Park einige und ein paar davon haben auch schon mit uns Bären zusammen in der Anlage gewohnt, der ADDI zum Beispiel. Alle unsere Katzen sind ziemlich klein und haben lange Schwänze, die sie oft hoch erhoben tragen. Der Schwanz des neuen Tieres ist aber viel kürzer. Größer als unsere Katzen ist es auch und es hat große Fellpuschel an den Ohren. Eins allerdings hat die Luchsin, sie heißt übrigens ELBA, mit unseren Katzen gemein: sie guckt einen mit ihren großen Augen genauso arrogant und von oben herab an wie die Kater HOLGER und KASIMIR das immer tun. Also vielleicht doch eine Katze? Um ein bisschen mehr über Luchse zu erfahren, habe ich zugehört, was das Bärsonal erzählt hat. Ich bin ja von Natur aus nicht neugierig, aber man muss schließlich informiert sein. Früher muss es Luchse fast überall in Deutschland gegeben haben, genau wie uns Bären. Irgendwann sind die Menschen auf die Idee gekommen, dass alles nur ihnen gehört: die Flüsse, der Wald, die Bäume im Wald und die Tiere, die darin leben. Teilen wollten sie nicht mehr, nicht mit dem Bär, nicht mit dem Wolf und auch nicht mit dem Luchs. Also haben sie alle Tiere gejagt und getötet, die sie nicht mehr haben wollten. Der Luchs wurde dadurch genauso ausgerottet wie viele andere Tiere. Heute gibt es wieder einige Luchse in den Wäldern Deutschlands, sie wurden von Menschen hier wieder angesiedelt. Doch auch heute gibt es Menschen, die keine freilebenden Luchse dulden wollen und sie deshalb töten, obwohl das verboten ist. Ich verstehe das nicht: glaubt ihr Menschen wirklich, ihr könntet bestimmen, was in die Natur gehört und was nicht? Bis bald, Eure Laura