Jedes Jahr säubern wir den Teich in der großen Freianlage gegenüber der Seniorenresidenz bzw. beim Totemplatz. Technik, Pädagogik, Presse, Tierpflege, Leitung – da heißt es alle packen mit an! Hand in Hand konnten wir somit in Rekordzeit den Teich reinigen.
die spinnt ja wohl! Das denken bestimmt viele, die momentan bei einem Besuch im Park KATJA dabei beobachten, wie sie an einer Stelle von einer Pfote auf die andere tapst und den Kopf schwenkt. Manche rufen auch „Guck mal, die tanzt!“. Das ist natürlich Unsinn, denn mit Tanzen hat KATJAs Verhalten nichts zu tun. Bei vielen meiner Artgenossen konnte ich das schon beobachten. MISCHKA lief stundenlang immer im gleichen Kreis, TINA stieß ihren Kopf gegen Gitter und MAIKA hetzte auf ihren 5 Metern hin und her, hin und her. Ich selbst hatte solche Anwandlungen zum Glück nur ganz kurz in meiner Jugend. Nur verschwommen kann ich mich an die Gefühle erinnern, die mich damals dazu gebracht haben: eine sonderbare Mischung aus Angst, Unentschlossenheit, Unsicherheit, Langeweile und verzweifelter Wut. Wie beruhigend war es da, die Pfoten im immer gleichen Rhythmus zu setzen. Na zum Glück hatte ich hier im Park bald alle Tatzen voll zu tun und keine Zeit mehr für solchen Unsinn. Andere hatten weniger Glück. Viele Jahre lang war KATJA in kleine Käfige oder Gehege gesperrt, immer der Nähe der Menschen ausgesetzt und ohne die geringste Chance, bärengerecht zu leben. Glaubt ihr, das könnte man einfach so abschütteln wie Staub aus dem Fell? Manche Bären schaffen das. TINA hat einfach so innegehalten in ihrem ständigen Hin und her, ist fort gegangen von den Gittern und nie wieder zurückgekehrt. Bei anderen sind diese Verhaltensweisen so tief in die Seele gebrannt, dass sie sie vielleicht nie ablegen können. Und doch: die meiste Zeit macht KATJA genau das, was Bären so tun: Plantschen, Löcher buddeln, Futter suchen, Bäumchen knicken und Winterruhe halten. Ganz normales Bärenleben. Verrückt ist KATJA natürlich trotzdem. Jedenfalls, wenn sie glaubt, dass ich meinen PEDRO mit ihr teilen werde, wen sie uns nur lange genug so aufdringlich anstarrt. Vergiss es, KATJA.
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Findet ihr uns eigentlich gruselig, also ich meine, uns Bären? Hab schon hin und wieder einmal gehört, dass Leute vor uns Angst hätten, wenn wir im Wald rumlaufen würden. Aber ich kann euch da beruhigen, denn uns geht es nicht anders. Auch Menschen können super gruselig sein. Z.B. mit euren Regenschirmen. Erst letzten Samstag war wieder Nacht der glühenden Augen. Dabei zog ein leichter Nieselregen übers Tal. Logisch, dass einige Menschen also mit Regenschirmen am Start waren. JULIJA fand das irgendwie seltsam, diese Gruppe mit den riesigen Pilzen über ihren Köpfen. Ich als erfahrene Bärin wusste natürlich gleich, dass es nichts Gefährliches war, aber so muss man eben auch als Bär seine Erfahrungen machen. Zum Glück sind unsere Anlagen groß genug, dass JULIJA sich zurückziehen konnte, um alles mit gesundem Abstand zu beobachten.
Von wegen erfahrene Vierbeiner – ich muss den alten Wölfen meinen Respekt aussprechen. Trotz ihres hohen Alters sind sie immer noch auf Zack. Wie sie am Samstag den jungen Wilden aus Albanien, ARIAN, ARTHOS und AGONIS, das Rotwild vor den Bärennasen wegschnappten war ganz großes Kino. Allen voran der flinke BERIX sicherte sich den dicksten Brocken. Tja, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und nette Gesellschaft halten dich bis ins hohe Alter fit! Und da wir gerade beim Thema gesunde Ernährung sind, ich würde mich sehr über eine Futterspende in Form von heimischem Steinobst freuen, also Zwetschgen, Kirschen, Mirabellen und sowas in der Art. Einfach bei den Grünkutten abgeben und sagen, Gruß an die JURKA. Vielen Dank schonmal und denkt dran, gesunde Ernährung ist das A und O!
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!