Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

RONJAs Report Folge 31 – Frühlingserwachen

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So langsam wird es laut bei uns im Wald. Aber nein – noch hält ASUKA ihre Klappe. Die Vögel fangen an zu zwitschern, der Specht hämmert und bei einigen Bären scheint auch gaaanz langsam wieder Leben reinzukommen. Jedenfalls als es so warm war, ist PEDRO ganz schön aktiv geworden und wollte unbedingt, dass LAURA auch rauskommt. Halb in ihre Höhle ist er gekrabbelt und hat sie ganz schön genervt glaub ich. Jedenfalls war ein lautes Brummeln zu hören und PEDRO ist ganz schnell rückwärts wieder raus. Manchmal können Männer echt anstrengend sein… Eine große Übärraschung gab es diese Woche auch: MYKHAILO hat sich doch tatsächlich aus seinem Bett bewegt und seine Nase in die Frühlingsluft gehalten. Da sind die Wolfsdiener gerannt, plötzlich war ein großes Gewimmel vorm Zaun und geschwärmt haben sie, wie toll MYKHAILOs Fell doch aussieht. Aber eins sag ich Euch: ein „kleiner“ Schisser ist und bleibt er trotzdem noch. Hat wieder so getan, als hätte er den Schieber noch nie gesehen und ist dann schnell durchgerannt, als würde irgendwas passieren. Trotzdem macht er sich ganz gut. Ich habe ja gedacht, er tut nach dem Winter so, als wäre alles wieder neu für ihn. Dabei war er sogar kurz im Wasser, ist jetzt aber schon wieder verschwunden.

 

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

 RONJA

Eisbären als Symbol für den Artenschutz und Beispiel für Ausbeutung

Heute ist Tag des Eisbären!

Der Eisbär ist das Symbol für den Artenschutz schlechthin. Und deshalb wird er in Zoos weltweit gehalten, gezüchtet und vermarktet. Doch ganz genau das ist KEIN Artenschutz, im Gegenteil. Eigentlich schadet es sogar dem wahren Artenschutz. Warum das so ist, das erklären wir euch jetzt.

Artenschutz heißt, die Art freilebend in ihrem natürlichen Lebensraum zu unterstützen. Eisbären in einer künstlichen Umgebung zu halten stoppt nicht das Aussterben in der freien Wildbahn. Der in Zoos produzierte Nachwuchs wird nicht ausgewildert und unterstützt somit auch NICHT die Population im natürlichen Lebensraum. Zudem ist die genetische Vielfalt in Gefangenschaft begrenzt. Die Ausstellung von Eisbärenwelpen dient der Vermarktung und verfolgt rein wirtschaftliche Interessen.

Eisbären, wie alle Wildtiere, können NICHT artgerecht gehalten werden. Es gibt keine Anlage, die den Ansprüchen der Tiere gerecht wird. Zum einen sind sie oftmals sehr veraltet, zum anderen sind sie nicht für das Wohl der Tiere ausgelegt, sondern zu der Befriedigung der Besucherinnen und Besucher, die Eisbären sehen wollen. Dh. wenig bis keine Rückzugsmöglichkeiten, damit die Tiere auch zu den Öffnungszeiten präsent sind. Dh. tägliche Showfütterungen. Und genau das unterstützt die Stereotypie, also die Verhaltensstörungen wie Kopfweben oder im Kreislaufen. Denn Eisbären sind Tiere, die weite Strecken zurücklegen, die Jagen, die mit extrem feinfühligen Sinnen ausgestattet sind um im ewigen Eis zu überleben. Wird ihnen das genommen, sind sie nichts weiter als Anschauungsobjekte. Ein Eisbär im Zoo mag optisch an einen Eisbären erinnern, aber ist mit dem wirklichen Tier, dass in freier Wildbahn lebt, kaum zu vergleichen. Letztlich lenkt der Irrglaube, Eisbären im Zoo zu halten wäre Artenschutz, von dem eigentlichen Problem ab: dem Verschwinden des Lebensraums. Und der Energieaufwand, Eisbären künstlich zu halten, ist in Sachen Klimaschutz eher kontraproduktiv.

Was ist zu tun?

1 | Die Zucht von Eisbären weltweit sofort einstellen.

2 | Generell die Haltung von Eisbären auslaufen lassen.

3 | Die bestehenden Anlagen tiergerecht umbauen.

4 | Klimaschutz unterstützten.

 

Moment der Woche | JURKA polstert ihre Höhle

 

Diese Woche gibt uns JURKA einen besonderen Einblick in ihr Bärenleben: Mit viel Sorgfalt polstert sie ihre Höhle. Während viele unserer Bären das bereitgestellte Stroh nutzen, setzt JURKA lieber auf ihre Instinkte – als ehemalige Wildbärin weiß sie genau, wie sie es sich gemütlich macht.

Braunbären legen sich für die Winterruhe geschützte Höhlen an, oft in abgelegenen, schwer zugänglichen Gebieten. Damit sie warm und trocken bleiben, polstern sie den Boden mit Laub, Moos und Zweigen aus. JURKA macht es genauso – und mit Erfolg: Ihre Höhle ist die einzige in diesem Winter, die trocken geblieben ist.

Das ist nicht selbstverständlich. Viele unserer Bären stammen aus Zoos oder Privathaltungen und haben nie gelernt, eine Höhle zu bauen oder Material zu sammeln. JURKA hingegen zeigt, wie wichtig natürliche Instinkte sind.

JURKA ist eine beeindruckende Bärin mit einer besonderen Geschichte. Mit einer Patenschaft kannst du sie auf ihrem Weg begleiten und aktiv zu ihrem Wohl beitragen. Hilf mit, ihr und anderen Bären ein sicheres Zuhause zu bieten!

 

Jetzt Pate werden

ab jetzt: 2. Staffel

Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung 

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Ab jetzt im Online-Shop und überall wo es gute Podcasts gibt: 2. Staffel WissBärGier! Dein Podcast zu den Großbären der Welt. Jetzt reinhören mit Aha-Effekt

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  • 09.04.2026…
    Ferienprogramm | Haustiere – Tierschutz hausgemacht
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    Ferienprogramm | Bienen – Wilde Wunder
  • 16.05.2026…
    Fotoworkshop | mit Bärenparkfotografin Vera Faupel

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