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Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

manchmal ist es auch von Vorteil, wenn man mitten im Winter aus seinem bequemen Höhlenbett flüchten muss. Immerhin bekommt man so  einmal mit, was hier so passiert. Letzte Woche wurde es in der Nähe unserer Eingewöhnungsstation nämlich sehr betriebsam. Einige vom Bärsonal und ein ehrenamtlicher Helfer schleppten schwere Kisten mit Fleisch und Futtertiere umher. Sofort wurde ich ganz aufgeregt: plünderten die etwa unsere Futtervorräte, um sie selbst zu verspeisen? Ich bin ja von Natur aus nicht neugierig, stellte aber sofort meine sensiblen Plüschohren auf Empfang, um zu erfahren, was vor sich ging. Zu meiner Erleichterung stellte sich bald heraus, dass das Futter nur umgelagert wurde. Die Gefrierzelle, in der unsere Fleischvorräte lagern, soll nämlich durch eine neue, energiesparende und noch größere ersetzt werden. Das nenne ich doch mal eine gute Nachricht! Wir Bären sind zwar keine Eichhörnchen, aber gegen eine gute Vorratshaltung für den großen Hunger haben wir wirklich nichts einzuwenden. Am Ende der ganzen Schlepperei  wurde noch ein frisches, großes Kalb mühevoll in unsere Anlage geschafft. Eigentlich war es wohl als Futter für die Wölfe gedacht. Aber mit solchen Formalitäten hält sich PEDRO natürlich nicht auf. Ganz begeistert griff er es sich und trug es  lässig in das nächste Gebüsch, um es dort in aller Gemütlichkeit zu verputzen. Die Wölfe hatten so zunächst das  Nachsehen, konnten sich aber dann doch noch ihr Teil stibitzen. Zwei  Tage lang schnarchte PEDRO, die Reste vom Kalb liebevoll umschlungen, vor sich hin. Seitdem buddelt er wieder an seiner neuen Höhle. Er muss wohl den Eingang erweitern. Passt nicht mehr.

Bis bald,

Eure Laura

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