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Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

habe ich eine schlechte Laune! Soll ich Euch verraten, warum? Ganz einfach: ich musste meine Höhle verlassen. Wasserschaden! Es ist doch wirklich zum Brummen: den ganzen Sommer hat es kaum geregnet. Kräutern, Büschen und Bäumen konnte man beim Vertrocknen zuschauen. Aber dann im Winter: Dauerregen. Nach und nach drang die Feuchtigkeit in meine Höhle ein. Anfangs habe ich noch gedacht: Mach dir nichts draus, LAURA, Augen zu und durch. Aber bald schon wurde mein armer Popo immer nasser und die ganze Zeit - plitsch, platsch, plitsch, platsch - tropfte es mir auf meine feine Nase. Das hält der stärkste Bär nicht aus. Schließlich entschloss ich mich zum Auszug. Kaum stand ich schlaftrunken und schlecht gelaunt vor meinem Höhleneingang, kam PEDRO auf mich zu gehopst. Den hatte die Nässe schon ein paar Tage zuvor aus seiner Höhle getrieben. Fröhlich und gut gelaunt klatschte er mir zur Begrüßung seine Tatze auf die Schulter. Fand ich gar nicht gut. Männer haben wirklich kein Feingefühl. Ich habe ihm erstmal ordentlich die Meinung gebrummt.  Nun endlich ist der Frost bei uns eingezogen. Aber so richtig gemütlich ist meine Höhle trotzdem nicht. Ich glaube, ich suche mir lieber etwas Neues. Bis dahin schaue ich PEDRO bei dem zu, was er „Höhlenbau“ nennt. Tonnenweise hat er in den letzten Tagen Erde und Steine mit den Tatzen umhergeworfen. Mal hier, mal dort, unter Wurzelwerk und in Hügellage hat er gebuddelt und geschuftet. Aber ich sage es euch im Vertrauen: das ist hoffnungslos. Die Feinheiten des Höhlenbaus wird PEDRO nie begreifen. Besonders in Sachen Statik versagt er völlig. Kraterlandschaft statt Eigenheim. Zum Glück bin ich begabter. 

Bis bald,

Eure Laura 

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