Förderung für das neue Eingangsgebäude

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Der Bärenpark ist eine Erfolgsgeschichte – es braucht mehr davon. Höchste Zeit, dass diese Einrichtung bekommt, was sie verdient. Die ganze Region profitiert davon.

- Steffen Schütz, Thüringer Minister für Digitales und Infrastruktur

Am Donnerstag, den 13.03.2025, erhielt die Stadt Leinefelde-Worbis einen Scheck in Höhe von über 1.9 Millionen Euro für die Neugestaltung des Eingangsgebäudes vom Alternativen Bärenpark sowie für den Caravanplatz am Park. Wir waren Austragungsort der Übergabe und empfingen den Thüringer Minister für Digitales und Infrastruktur Steffen Schütz gemeinsam mit einer Delegation der Stadt Leinefelde-Worbis. Im Rahmen einer Besichtigung unseres Wildtier- und Artenschutzprojekts erhielt der Minister Einblicke in unsere Arbeit und die Historie des Alternativen Bärenparks Worbis.

"Was Sie [der Bärenpark] tun, erweitert den Blick. Mit dem, was Leben bedeutet, müssen wir anders umgehen. Sie vermitteln Leben, Sie vermitteln Empathie." – mit diesen Worten übergab Minister Steffen Schütz den Scheck für die Förderung, nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt Leinefelde-Worbis. Architekt Matthias Stadermann stellte die Neugestaltung anhand einer digitalen Präsentation vor. Diese wird durch die EFRE Förderung zur Aufwertung von Stadtquartieren finanziell unterstützt.

Nachruf ELA

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Schweren Herzens mussten wir heute Abschied von unserer Luchsdame ELA nehmen. In Absprache mit unserem Tierarzt galt es die schwere Entscheidung zu treffen, die charmante Vierbeinerin zu erlösen. Doch durch zahlreiche Episoden und typischen ELA-Momenten wird sie in unserer Erinnerung weiterleben.

Da wäre zum Beispiel ihr erstes Aufeinandertreffen mit einem Bären. Dies war damals, im Herbst 2019, und die Wahl ihres Bärengegenüber fiel auf ARTHOS. ELA war bereits damals eine betagte Luchsin, kam wenige Wochen zuvor, am 15. September 2019, zu uns in den Schwarzwald. Geboren wurde sie am 1. Mai 2004 im Zoo Neumünster, doch auf ein unbeschwertes, behütetes Aufwachsen im Schoß ihrer Mutter, was eigentlich jedem Welpen zustehen sollte, hatte sie nie eine Chance. Als Deutsches Export-Gut wurden sie und ihr Bruder im zarten Alter weniger Monate Opfer internationalem Wildtierhandels. Der Zoo verkaufte sie an einen Freizeitpark auf Fuerteventura.

Dort spielte sie neben brutalen Seelöwen-Showeinlagen und exzessiven Fütterungen der anderen Wildtiere eher eine kleine Rolle für die Besucher des Freizeitparks. Ebenso klein war ihre dortige Unterbringung. Neben dem luchsuntypischen Klima in Südspanien blieb ihr die Möglichkeit sich zu verstecken oder zu klettern versagt. Einzig ein tristen Dasein als Anschauungsobjekt sollte ihr Leben bestimmen. Im September 2019 nahm ihr Schicksal jedoch eine späte, glückliche Wendung. Sie konnte durch unsere Partner AAP des europaweiten Tierschutznetzwerks EARS gerettet werden und kam zu uns in den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, wo wir ihr ein luchsgerechtes Leben ermöglichten. Doch für ihren Bruder war es leider zu spät, er verstarb wenige Monate zuvor.

Nach ihrer Eingewöhnungszeit betrat sie Anfang Oktober 2019, mit weit über 10 Jahren, zum ersten Mal unsere Freianlagen, zum ersten Mal Waldboden überhaupt. Als alte Luchsdame durfte sie endlich werden, was all die Jahre in ihr verborgen blieb: ein Waldgeist. Und der Bezeichnung machte sie alle Ehre. Andächtig schlich sie auf ihren großen Samtpfoten durch das Dickicht. Dabei unternahm sie mit Vorliebe Wanderungen in Bärenanlagen, geisterte im wahrsten Sinne an ihnen vorbei. Sie ließ sich weder von den (damals) jungen ARHTOS in Schranken weisen noch von der erfahrenen und durchaus temperamentvollen Wildbärin ISA.

ELA ist das Opfer internationalem Wildtierhandels. Es waren die Bemühungen europaweiter Tierschutzorganisationen, uns eingeschlossen, die schließlich zu einem neuen Leben führten. Diese Chance nutze sie in vollen Zügen. Sie zeigte uns bei so vielen Gelegenheiten, wie sehr es sich lohnt, auch Tiere im vorangeschrittenen Alter zu retten.

ELA, auch wenn du eine stille Leere in unserer Freianlagen hinterlässt, werden wir dich stets durchs Dickicht geistern sehen. Wo immer du auch sein magst, irgendwo ist bestimmt ein Bär in der Nähe, den du genussvoll erschrecken wirst.

Dein Team der STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz

HERO Kolumne Episode 18

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Ein Wort auf allen Vieren

Szenen...

 

…aus dem Bärenwald. Andächtig schlich mein Blick wie gewohnt durch den Bärenwald, als ich GAIA und KOLJA sah, wie sie, getrieben von Übermut und Spieltrieb, die alte Bärin JURKA ein wenig ärgerten. Hach, dachte ich mir noch, Leichtsinnigkeit und Intelligenz gehen nicht immer Hand in Hand. Und blickte ich so auf JURKA, wurde mir allmählich bewusst, dass sie allen Anschein nach so gut wie wach und der Winter somit zu Ende ist. Was für mich bedeutet, dass die Sommerpause ansteht und JURKA bald wieder das Wort an euch richten wird. Ich gehe also zeitnah in meine journalistische Sommerruhe.

Und das bedeutet: ich muss die letzten Tage noch nutzen, um mit maximaler Eleganz dem ganzen ein gewisses Maß an Andacht zu verleihen. Während ich so auf dem Dach meiner Hütte in typischer Katzenmanier wie eine Statue über den Bärenwald blickte, beobachtete ich, wie ISA aus der Nachbarschaft all ihr Können unter Beweis stellte, um an die Haselpollen zu gelangen. Ihr glaube ihr Plan ist, tatsächlich ALLE Haselpollen abzustauben. Auch FRANCA, die sich mit ihr eine Anlage teilt, war zeitweise draußen. Die Arme hatte allerdings mit ihrer Stereotypie zu kämpfen. Das zeigt sich bei ihr meist darin, dass sie im Kreis läuft. Unfassbar, was die Menschen ihr damals angetan haben, in dem morbiden Kerker. Heftig, wie einen die Vergangenheit verfolgen kann.

AGONIS verfolgt momentan übrigens sehr gerne Regenwürmer, sehr zum Leidtragen der Freianlage. Die schaut durch das wilde Graben, Buddeln, Toben und noch mehr Graben eher wie ein Schlachtfeld und weniger wie ein Fleck Schwarzwald aus. Aber wenn sie so Spaß daran haben, was will man da sagen? Wächst ja alles wieder nach. Die betagte Bärendame DAIRA zeigte sich auch kurz, allerdings erst während der Dämmerung, wenn die Energie eines Frühlingtages aufgebraucht ist.

Also, in diesem Sinne, behaltet auch ihr immer schön den Überblick!

Euer Hero

HERO

RONJAs Report Folge 33 – jugendlicher Übermut

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Diese Woche war es wieder sehr kalt hier bei uns im Wald und die meisten Bären haben sich wieder in ihre Höhlen verzogen. Nur PARDO war immer mal wieder zu sehen, LAURA und PEDRO lagen auch manchmal faul im Gebüsch. Und die Kleinen? Die haben sich nicht stören lassen und haben gerauft wie Geschwister. Über den Waldboden sind sie gekugelt, ich konnte nichtmal mehr sagen, wer wer ist. Etwas übermütig, ich finde ja...

Übermütig? Was ist das? Es ist einfach super schön draußen. Ich habe bunte Blumen entdeckt und das grüne Gras schmeckt so lecker. Und wisst ihr was? ASKUA und ich sind heute seit genau 3 Jahren hier! Toll, oder? Der bärfekte Grund zu spielen, rennen, planschen und den Blog wieder zu übernehmen. Der Winter ist vorbei, nun wird's richtig spaßig!

Haut in die Tatzen,
Euer POPEYE

 

 POPEYE

Moment der Woche: POPEYE und ASUKA Modus: WILD

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 Ausgelassen toben POPEYE und ASUKA durch die Freianlage unseres Bärenwalds. Den jugendlichen Übermut der Beiden zu beobachten erfüllt uns mit tierischer Freude, aber birgt ebenso einen traurigen Beigeschmack in sich. Natürlich ist es schön mitzuerleben, wie aus den Welpen von einst zunehmend beachtliche und vor allem gesunde Bären werden, aber es schrecklich, dass sie ihr Leben in Gefangenschaft verbringen müssen. Solche Energie und Lebensfreude gehören in die freie Wildbahn.

Ihr könnt uns dabei helfen, dass das Schicksal der beiden Jungbären POPEYE und ASUKA nicht vergebens ist. Lasst uns heute gemeinsam aktiv werden für ein tiergerechtes Morgen.

Mehr über ASUKA  Mehr über POPEYE

Euer Team vom
Projekt WORBIS

Moment der Woche | ISAs Blick

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Wenn ISAs Blick dich trifft, dann ist es ein Moment voller Gänsehaut. Ein Augenblick, der lange nachwirkt, wenn nicht gar für immer. Vielen Dank, liebe Nicole Kraft, dass du dieses Erlebnis mit uns teilst!

ISA ist eine ehemalige Wildbärin und das beste Beispiel dafür, dass Bären, die in der Natur aufgewachsen sind, sowohl von der körperlichen Fitness als auch der instinktiven Cleverness her, keinesfalls mit Bären zu vergleichen sind, die in Gefangenschaft aufwachsen. Darum setzten wir uns dafür ein, die Zucht von Bären in Gefangenschaft zu beenden und im Gegenzug die Akzeptanz freilebender Individuen zu fördern.

Macht mit, helft uns dabei, indem ihr das Bild von ISA teilt, damit andere Bären nicht ihr Schicksal teilen müssen. Denn für Bären, wie für alle Wildtiere, gibt es nur einen Ort, der ihnen gerecht wird: die freie Wildbahn. Mehr über ISA und ihr tragisches Leben erfahrt ihr in ihrem Profil.

 

 

 ISA kennenlernen

HERO Kolumne Episode 17

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Ein Wort auf allen Vieren

Leben und …

 

… leben lassen ist das Geheimrezept für eine funktionierende Nachbarschaft. Manch einer mag sich leicht über diejenigen aufregen, mit denen er oder sie einen Fleck Erde teilt, nur weil die nicht so sind wie man selbst. Und dabei wird sich mitunter dermaßen wild hineingesteigert, dass am Ende vom Tag nichts wirklich sinnvolles übrig bleibt. Werfen wir mal einen Blick auf meine Nachbarinnen, die Braunbären ISA und FRANCA. Die motzen sich gerne mal an, wenn sie einander über den Weg laufen. Dabei hat ISA eigentlich wichtigeres zu tun. Momentan steht sie total auf die Knospen der Haselsträucher. Ihre tägliche Aufgabe besteht also darin, sich einen dicken Ast davon abzubrechen und es sich damit gemütlich zu machen, um entspannt ihren Snack zu genießen.

Dafür, also für das Abbrechen der Äste, braucht sie ordentlich Kraft, wozu diese also für Keifereien vergeuden? Die Bärenmänner, also ARIAN, ARTHOS und AGONIS, sind derweil im Machomodus und rangeln was das Zeug hält. Schätze, die wollen ihre Kräfte messen und schauen, wessen Muckis hier den Ton angeben.

Mir wäre das alles viel zu anstrengend, aber sei es drum, sollen sie nur. Stört mich am Ende ja nicht. Ich liege hier gemütlich auf meinem Dach und lass die andern machen. Drüben bei meiner Artgenossin, der Luchsdame CATRINA, scheint die gleiche Sonne. Auch sie zieht es vor, lieber gemütlich die Frühlingsenergie wirken zu lassen, statt umherzutollen wie ein aufgeschrecktes Rumpelstilzchen.

Aber sollen die anderen ruhig anders sein. Das ist natürliche Unterhaltung.

Also, immer schön den Überblick behalten, ihr Lieben!

 

Euer HERO

HERO

RONJAs Report Folge 32 – Spielkinder und Feinschmecker

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Zur Zeit genieße ich es sehr, ganz entspannt in unserem Wald zu faulenzen und einfach den Tag auf mich zukommen zu lassen. Wolf sollte ja meinen, so machen das auch unsere pelzigen Nachbarn nach monatelangem Schlafen. Die müssen doch erstmal wieder richtig wach werden! Das haben ASUKA und POPEYE wohl nicht mitbekommen. Gestern sind sie durch den Wald getobt, haben gebadet und hatten offensichtlich nur Flausen im Kopf. POPEYE ist noch nicht mal aufgefallen, dass ich noch Bericht erstatte, so viel Blödsinn hat er im Kopf. Aber ich halte Euch gerne auf dem Laufenden, solange unser Spielkind noch beschäftigt ist:

MYKHAILO wird immer wacher und kreativer in der Futtersuche. Die Bären fressen nach dem Winter immer erstmal Gras, aber das ist MYKHAILO wohl zu langweilig. Mit seiner Nase hat er den ganzen Boden abgeschnuppert und die kleinsten Löwenzahn-Pflanzen gesucht und gefunden. Die hat er sich dann ganz genüsslich schmecken lassen.

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

 RONJA

Wie lief die Winterruhe von MYKHAILO?

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Im letzten Jahr holten wir Braunbär MYKHAILO aus der Ukraine. Seit dem lebt er bei uns im Alternativen Bärenpark Worbis und hat die Chance, seine traumatische Vergangenheit hinter sich zu lassen. Viele Jahre lang wurde er in einen kleinen, schäbigen Käfig gehalten, war stark unterernährt und dehydriert, als er gerettet wurde.

Ihr könnt euch also vorstellen, wie überglücklich wir waren, als er im letzten Jahr, am 5. November 2024 um genau zu sein, in seine wohl allererste Winterruhe ging! Aus dieser kommt er nun allmählich raus. Dies ist ein Prozess, der mehrere Wochen dauert. Aktuell verlässt er sein Winterquartier immer mal wieder, kehrt aber auch wieder zurück nachdem er sich ein wenig Gras zu Gemüte geführt hat. Dabei ist er relativ entspannt und sieht fantastisch aus.

Wir freuen uns tierisch, dass sich MYKHAILO in unserem Tierschutzprojekt so wundervoll eingelebt hat. Als Neuzugang hat er noch nicht so viele Patenschaften, wenn ihr also mithelfen wollt, dem ebenso großen wie sensiblen Vierbeiner eine tiergerechte Zukunft zu sichern, dann erfahrt ihr hier alles weitere:

Jetzt Pate für MYKHAILO werden

Moment der Woche | GAIA und KOLJA genießen

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Es gibt Augenblicke, in denen gilt es viel zu sagen, doch auch Momente, in denen es einfach nur heißt: Luft holen. Ganz tief Luft holen. Nicole Kraft schenkt uns mit ihrem hinreißenden Bild der Wölfe GAIA und KOLJA einen solchen Zwischenstopp zum (mentaler) Energie tanken. Daher gibt es heute einmal nicht mehr zu sagen: genießt diesen Moment.

Es ist eurer.

 

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