Unser asiatischer Schwarzbär CHANDAK hat sich häuslich in seiner Freianlage eingerichtet. Ähnlich wie CHADNA in der Anlage neben an liebt er die Höhlen als Rückzugsmöglichkeit. Durch unser Futterkonzept muss er sich nun aber mehr bewegen und seine Sinne einsetzen um satt zu werden. Das macht den alten Herren ganz langsam immer beweglicher. Wenn CHANDAK jedoch satt ist liebt er ausgiebige Sonnenbäder. Umso überraschter war er als er bei eben diesem mit unserem Luchs CHARLIE Bekanntschaft machte.
In Zusammenarbeit mit den IT Profis der Firma MKV findet vom 21.-23.06.2018 das Bärencamp statt. Das einzigartige Seminarerlebnis geht mittlerweile in die dritte Runde. Bei diesem Joint Venture erlernen Sie den Umgang mit FileMaker, erfahren Hintergrundwissen über Bären und Wölfe und unterstützen nebenbei den nachhaltigen Tierschutz! Weitere Informationen und die Anmeldung zum Event finden Sie hier:
Nachdem PARDO PEDRO, MAX, EMMA und LAURA in der Freianlage schon kennengelernt hatte, kam es zum ersten Treffen mit unserer Bärin DAGGI. Stundenlang kann man die beiden Braunbären beim gemeinsamen Spielen und Baden beobachten. Die anderen Bären gegenüber eher zurückhaltende DAGGI war aber nicht von Anfang an von ihrem neuen Spielgefährten überzeugt. Bei ihrer ersten Begegnung lief sie, im Gegensatz zu LAURA, die sich gleich paaren ließ, Hals über Kopf vor PARDO davon. Aber schon bei der zweiten Begegnung hat es gefunkt. Nun sind die beiden kaum noch zu trennen.
Der Wolfriss in Bad Wildbad erregt nach wie vor die Gemüter und die Medien überschlagen sich. In diesem Zusammenhang befragte uns der Schwarwälder Bote ausführlich zum Thema Wildtier Wolf und was dessen Rückkehr für Mensch und Tierhalter in der Region bedeutet.
Seit gut zwei Monaten befindet sich die Kragenbärdame CHADNA in unseren naturnahen Anlagen. Verhaltensgerecht ist bei uns das oberste Gebot und die betagte Mondbärin nimmt zunehmend das instinktive Verhalten ihrer Art an. Was bedeutet, dass sie vorwiegend nachts aus ihrer Höhle kommt, um ihr Futter zu suchen und die Umgebung zu erkunden. So kommt es, dass unser Kameraüberwachungssystem ein paar spannende Aufnahmen machen konnte.
„Einen wölfischen Vierbeiner einzufangen ist also nicht einfach mal so zu handhaben. An den gescheiterten Einfangversuchen in Thüringen wird dies deutlich. Wichtig für das Wildtiermanagement ist jetzt, einen praxisorientierten Maßnahmeplan für den Umgang mit wildlebenden Wölfen für Baden-Württemberg aufzustellen.“
Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN
BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH. In einem Artikel des „Schwarzwälder Boten“ [09.05.2018 Wolfsriss: Herdenschutz mit Fragezeichen] bekundete der Landwirt Gernot Fröschle, dass er den Wolf, der seine Schafe riss, am liebsten in dem ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK sehen würde. Seiner Meinung nach sollte das Tier eingefangen oder anderweitig der Natur entnommen werden. Die STIFTUNG für BÄREN, Betreiber des Tierschutzprojektes in Bad Rippoldsau-Schapbach, lehnt diese Argumentation allerdings entschieden ab. Das Verhalten des Wolfs ist weder auffällig, noch ist er verletzt. Daher besteht überhaupt kein Grund dafür, ein gesundes Wildtier einzufangen und einzusperren. Den Jagdtrieb des Wildtieres auf Nutztiere zu unterbinden, können wirksame Herdenschutzhunde ermöglichen. Dieser Tatsache müssen sich auch die Schäfer im Ländle stellen. Zudem ist es unverständlich, wie unbedarft die Tierhalter an die mangelnde Sicherung in Richtung des Flusslaufes Enz vorgegangen sind. Ein Fluss ist kein Hindernis für einen Wolf, Luchs, nicht mal für einen Fuchs.
Im Thüringer Tierschutzprojekt der Stiftung, dem ALTERNATIVEN BÄRENPARK WORBIS, entsteht derzeit eine Anlage, in der Wolfshybriden aufgenommen werden könnten. Wolfshybriden werden bis in die 5. Generation wie Wölfe behandelt. Eine Entnahme aus der Natur ist gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz notwendig, um die genetische Reinheit der Art zu bewahren. Das Einfangen der Mischlinge gestaltete sich jedoch schwierig. In den letzten Monaten ist in Thüringen kein Fangerfolg möglich gewesen.
Die Anlage in Worbis wird nach ihrer Fertigstellung als Auffangstation für verletzte Wildtiere [Wolf, Luchs] dienen, die wieder in die Natur entlassen werden sollen. Die Gegebenheiten für eine entsprechende Auffangstation im Schwarzwald sind derzeit nicht vorhanden.
Im Einsatz für unsere Vierbeiner: Ranger Jakob Stöhr Echtle
Nach den sich häufenden Zwischenfällen der letzten Monate, haben wir nun unsere Konsequenzen gezogen. Seit dem 1. Mai werden daher an stark frequentierten Tagen, wie etwa an Christi Himmelfahrt oder Pfingsten, ehrenamtliche Ranger auf dem Gelände unterwegs sein. Ihre vorrangige Aufgabe besteht darin, das Einhalten der Parkordnung durchzusetzen, sprich sie sorgen dafür, dass nichts zerstört und die Tiere in Ruhe gelassen werden.
Ciao und Grüß Gott, ihr Lieben! Gibt es diesen Monat eigentlich noch einen Nicht- Feiertag? Hier ein 1. Mai, da ein Frohleichnam, dort Pfingsten und dazwischen immer wieder Brückentage… Kurz um, ihr Zweibeiner habt dieser Tage jede Menge Freizeit, die es sinnvoll zu nutzen gilt. Daher freut es mich tierisch, dass viele von euch die Gelegenheit ergreifen, um mich, eure Lieblingsbärin JURKA, bei diesem tollen Wetter zu besuchen. Aber ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie ansträngend Menschen sein können, vor allem, wenn sie in Massen sind. Mein Kollege CHARLIE hat ja schon vor ein paar Wochen darüber berichtet, wie sich manche Besucher benehmen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Zum Beispiel Steine auf Tiere werfen und Zelte zerstören, um nur ein paar wenige zu nennen. Jedenfalls, unsere Bärichterstattung hat Früchte getragen, denn seit dem 1. Mai gibt es bei uns Patrouillen im Parkgelände, ehrenamtliche Freunde, die als Ranger dafür sorgen, dass wir Vierbeiner in Ruhe gelassen und nichts kaputt gemacht wird. Schön, dass sich Leute für unsere Sicherheit einsetzen, traurig allerdings, dass es überhaupt notwendig ist. Nehmt’ s mir nicht übel, aber wenn ihr mich fragt, ist das ein schlechtes Zeichen von Erziehung für manche Menschen. Apropos schlechtes Zeichen, derzeit kursiert ein gewaltig dicker Luchs eines Tierparks im World Wide Web und wird von vielen Seiten gefeiert. Weil er fett ist. Die Menschen freuen sich also darüber, dass ein eleganter Beutegreifer zu einem übergewichtigen, traurigen Geschöpf deformiert wird. Und dem Tier geht es ganz bestimmt nicht gut, erinnert euch mal an Luchs CHARLIE, wie der hier ankam und was aus ihm geworden ist, seit dem der Bauch nicht mehr am Boden schleift.
Klicken Sie hier für den Vergleich der Winterruhe 2014/15 bis '17/'18
Der Bereich Tiermanagement gehört zu den absolut wichtigsten Arbeiten in unserem Tierschutzprojekt. Zum einen dient es der wissenschaftlichen Datensammlung, zum andern hilft es uns dabei, den Lebensraum für die Vierbeiner stetig zu entwickeln und dadurch zu verbessern. Dokumentieren und Auswerten heißt daher die Devise! Neben Futter, Raumnutzung, Verhaltensbeobachtungen und der Analyse von Stereotypien ist der Vergleich der Winterruhe von enorm großen Wert.
BEA, POLDI und SCHAPI haben z.B. in dieser Saison (17/18) längere Winterruhe gehalten als im Vorjahr (16/17. Berücksichtig man die Durchschnittstemperaturen der beiden Zeiträume (Nov.-Apr.), so war 17/18 mit 4°C kälter als 16/17 mit 7°C. Dies könnte eine Erklärung für die längere Winterruhe in der Saison 17/18 sein.
Am Montagmorgen, den 30. April 2018, wartete auf das Team einer der wohl schönsten Momente der letzten Wochen: Kragenbär CHANDAK hat den Quarantänebereich verlassen und unternimmt seine ersten Schritte in der Freianlage. Der Zugang zwischen den beiden Arealen steht bereits seit einigen Tag für ihn offen. Hintergedanke der Aktion war es, dass der Mondbärenmann selber die Entscheidung trifft, ob und wann er seine Eingewöhnungsstation verlässt. Nun erkundet er gemächlich das für ihn neue Terrain, vorerst allerdings alleine. Doch wenn er sich weiterhin so stetig entwickelt und mit den Hängen, Sträuchern und Bäumen der Freianlage vertraut ist, wird er wohl bald auf vierbeinige Gesellschaft treffen.