LAURA Kolumne 02.03.2020

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
seltsam, dass ich so traurig bin. Eigentlich kann ich meine Mitbewohner vom Wolfsvolk nämlich nicht so gut leiden. Ständig laufen sie einem vor den Tatzen herum, versuchen uns Bären zu ärgern und bekommen außerdem immer viel mehr leckeres Fleisch als wir. Aber als ich vom Bärsonal erfahren habe, dass Wolfschef AKELA gestorben ist, hat mich das getroffen. Natürlich, er war schon über 13 Jahre alt. Mit 13, wenn wir Bären gerade mitten im Leben stehen, ist ein Wolf schon sehr alt. Doch kann ich mich noch erinnern wie AKELA und seine Geschwister als Welpen durch den Bärenwald getapst sind. Wolfswelpen sind eigentlich nicht viel mehr als kleine Kugelbäuche mit kurzen Beinchen und zerknautschten Gesichtern. Trotzdem mussten wir Bären ständig aufpassen, dass wir ihnen nicht zu nahekamen oder gar versehentlich auf sie traten. Nicht etwa, dass Wolfswelpen gefährlich wären. Aber sie werden behütet und beschützt von ihrer ganzen Familie, von Mutter, Vater und älteren Geschwistern. Ständig passt jemand auf, dass ihnen nichts Schlimmes widerfährt. Wolfsvater DER LAHME war damals besonders fürsorglich. Immer in Habachtstellung hat er liebevoll mit seinen Kindern gespielt, sie umsorgt und ihnen Futter zugetragen. Und wehe, einer von uns Bären ist den kleinen Fellknäueln zu nahegetreten. In null Komma nix hatte man die gesamte Wolfsfamilie am Hals, oder besser gesagt am Bärenpopo. Da habe selbst ich lieber Fersengeld gegeben. Wir Bären sind ganz anders veranlagt. Bärenmütter sind alleinerziehend. Ohne Unterstützung müssen sie allein ihre Jungen beschützen und für ihre Ernährung sorgen. Auch bei Streitigkeiten mit Artgenossen sind wir Bären meistens auf uns gestellt. Da wäre eine Familie zur Unterstützung schon ganz praktisch. Aber andererseits: den ganzen Tag oder gar das ganze Leben lang die bucklige Verwandtschaft am Hals haben? Mit all den kleinen Zankereien und Ritualen? Nee, das wäre mir dann doch zu blöd. Da habe ich lieber meine Ruhe.

Bis bald,
Eure Laura

JURKA Kolumne 28.02.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott liebe Leute! Da dachten wir eigentlich, dass die stürmischen Zeiten schon vorbei seien, aber am Freitag zeigte die Natur einmal wieder, wer das Sagen hat. Aber meine Unwetter erprobten Zweibeinerfreunde der Grünkutten hatten Glück im Unglück, denn der Schaden vom umstürzenden Baum hielt sich in Grenzen. Dennoch zerrt es gewaltig an den Kräften, immer wieder vom Winde verweht zu werden. Eine Sache übrigens, vor der unser sonst so sensibler AGONIS wohl keine Angst zu haben scheint. Mein junger Artgenosse geht wieder furchtlos seiner Lieblingsbeschäftigung nach – er klettert in die höchsten Höhen der Schwarzwaldfichten. Ja, ja, die jungen Wilden, wenn sie erstmal in mein Alter gekommen sind werden sie schon verstehen, dass ein intelligenter Umgang mit seinen Kraftreserven viel wichtiger ist als Spaß.
Oder etwa nicht?

Zugegeben, am Montag hätte ich auch gerne mal einen Blick von oben gehabt, denn es waren wieder lustige Zweibeiner zu Besuch, die mit ihren technischen Spielzeugen so genannte Videoaufnahmen von uns Vierbeinern gemacht haben. Ihr wisst schon, für’s Fernsehen. Ist es da Zufall, dass sich ausgerechnet jetzt die Wölfe wieder vertragen?

Haltet also nicht nur die Ohren steif, sondern auch die Augen offen, wenn ihr demnächst durch die TV Landschaft wandert!

Passt auf euch auf und wer einen Bündel Petersilie über hat: unsere liebe FRANCA würde sich tierisch darüber freuen! Ihr könnt sie wie immer den Grünkutten in die Hand drücken!

 

 

Eure
JURKA

 

AGONIS – aus der Vogelperspektive

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AGONIS

Eigentlich gehört er eher zu der sensibleren Sorte. Was leider auch einer der Gründe ist, warum ihn seine schwere Vergangenheit bis heute noch so sehr belastet. AGONIS wurde einst in freier Wildbahn geboren, in der Wildnis Albaniens. Doch der niedliche, kleine Bär erfuhr von den Menschen keinen Welpenschutz, sondern wurde brutal seiner Freiheit beraubt, die Mutter (wahrscheinlich) erschossen. Und wofür? Damit er in einem Käfig zur Belustigung der Gäste eines Restaurants herhalten musste. Welche Grausamkeiten er dort ertragen musste, können wir uns gar nicht vorstellen, aber es war schlimm genug, dass er für den Rest seines Lebens davon gezeichnet sein wird. Sein heftiges Saugen an der Tatze, jedes Mal, wenn Menschen ihm zu nahekommen, zeugt noch heute (über drei Jahre später!) von der furchtbaren Misshandlung.

Doch was für ein mutiger junger Bärenmann in ihm steckt zeigt er immer wieder, wenn er die höchsten Fichten im Bärenwald erklimmt. Mit seiner einzigartig ausgefeilten Technik, die selbst alten Hasen wie JURKA ins Staunen bringt, steigt er bei Wind und Wetter in die Höhe und überblickt von einer faszinierenden Perspektive über den bezaubernden Schwarzwald.

Es ist ein atemberaubender Anblick, ihn bei seiner meisterhaften Kletterei zu beobachten. Wir bedanken uns von ganzen Herzen bei allen Paten, Spendern und Unterstützern unseres Tierschutzprojekts, die es uns ermöglichen, AGONIS ein verhaltensgerechtes, naturnahes Zuhause zu geben.

 

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Wir nehmen Abschied von Wolf AKELA

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AKELA [2006-20020]

Mit schwerem Herzen mussten wir Abschied von AKELA nehmen. Wir fanden ihn leblos in der Freianlage. Ein Fremdeinwirken konnten wir nicht feststellen. Nach einem sehr langen Leben in unserem Thüringer Bärenwald nahm nun der natürliche Gang der Zeit seinen Lauf. Wir sind zutiefst betroffen von dem Ableben des letzten Rüden im Rudel der Timberwölfe, doch es tröstet uns, dass dem alten Vierbeiner eine lange Leidensphase erspart blieb.

Im Gegensatz zu seinen Schwestern ADENA und AYLA ging er Konflikten gerne aus dem Weg, hielt sich von Streitereien innerhalb der Rudelstruktur fern wenn er konnte. Nun ist er wieder vereint mit seinem Bruder AIS (2006-2019) und seiner Mutter SHIARA (2003-2018).

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1. Produktwerkstatt – wir sind mit dabei!

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Austausch von Ideen und Erfahrung

Heute fand zum ersten Mal die Produktwerkstatt zur Erstellung eines Tourismuskonzepts der Stadt Leinefelde-Worbis statt. Wir waren dabei Teilnehmer und Gastgeber. Ziel der Aktion ist es, einen gemeinsamen Fahrplan mit den Leistungsträgern in puncto Tourismus zu erstellen. Dazu wurde heute ein wichtiger Schritt getan.

Gegen 11:30 Uhr begrüßten wir die Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Bistro unseres Service- und Informationszentrums. Mit einzigartigem Blick über den Bärenwald wurden Ziele, Ideen, Wünsche und Erfahrungen ausgetauscht. Im Fokus stand die praktische Umsetzung des gemeinsamen Wegs, allen voran mit Hinblick auf die Landesgartenschau 2024.
Nachhaltigkeit, Tourismus und Individualität bilden dabei die beste Basis für eine Zukunft Hand in Hand. In diesem Sinne bedanken wir uns bei der Stadt Leinefelde-Worbis sowie allen Beteiligten. Für Ende April ist bereits die nächste Produktwerkstatt fest in unserem Terminkalender verankert, bei der die heute erarbeiteten Resultate vertieft werden.

Wir freuen uns auf das nächste Treffen!

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Wie geht es Exzoobärin DORO?

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Bärenpark Worbis,

Erinnern wir uns ein paar Monate zurück an den 4. Juni 2019DORO kam in unserem Tierschutzprojekt an und war bereits eine betagte Bärendame mit starker Arthrose und ihr Fell war in einem furchtbaren Zustand. Die Geschichte von den zurückgelassenen Tieren im südspanischem Zoo, von wo DORO und DARIA [lebt heute in unserem Projekt im Schwarzwald] gerettet wurden, ging durch die europäischen Medien wie ein Lauffeuer. In einer spektakulären Rettungsaktion konnten die beiden Bärendamen gerettet werden und fanden ein neues Zuhause in den naturnahen Freianlagen unserer Tierschutzeinrichtungen.

Nachdem DORO neugierig die anspruchsvollen Anlagen mit ihren Hängen, dem großen Teich und den vielen, vielen, Rückzugsmöglichkeiten erkundete, lebte sie sich zügig ein. Erste Bekanntschaft machte sie mit dem ehemaligen Zoo-Bären PEDRO, später auch mit der einstigen Zirkusbärin DAGGI. Ihre sozialen Umgangsformen lassen sich als leidenschaftlich sowie clever beschreiben. Doch die große Frage stellte sich uns im Hinblick auf die kalte Jahreszeit: wird die Bärin nach fast dreißig Jahren im Zoo in die Winterruhe gehen?

Dann mit Beginn der Wintermonate die freudige Beobachtung: DORO geht in die für Bären so wichtige Winterruhe! Und aus dieser erwacht sie gerade Stück für Stück. Die Rückkehr aus der Winterruhe ist ein Prozess, der sich durchaus über einen längeren Zeitraum hinziehen kann. Doch momentan lässt sich DORO recht häufig blicken und ist fit für 2020!

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Paten, Spendern und Unterstützern bedanken, die es uns ermöglichen, DORO ein verhaltensgerechtes Zuhause zu bieten.

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JURKA Kolumne 21.02.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Der Frühling naht mit großen Schritten und wenn ihr einen flauschigen Vierbeiner seht, der tiefenentspannt die Sonne genießt, dann bin ich das. Klar, gerade nach der langen Ruhe im Winter und jetzt bei all den Frühlingsgefühlen mag der ein oder andere einen gewissen Tatendrang an den Tag legen, aber ich denke mir wozu? Warum nicht noch ein wenig das Wetter genießen und dem Gras beim Wachsen zusehen? Wenn ich mir da im Gegenzug die Wölfe wie BRIX und BRAX so ansehe, die wie graupelzige Ninjas durch die Anlagen schleichen, immer auf der Lauer und so. Aber, wer versteht schon diese Wölfe… natürlich die Grünkutten, wer sonst! Die haben nämlich am letzten Wochenende einen Sprachkurs gegeben – Wölfisch für Anfänger. Und Junge, Junge, wie war der beliebt! Etliche junge Zweibeiner folgten der Ankündigung. Also wundert euch nicht, wenn die Jugend um euch herum plötzlich fließend Wölfisch spricht.

Aber so eine Frühlingsmotivation bringt auch andere auf Vordermann: natürlich freue ich mich über die alten Leute, wenn sie nach den kalten Monaten wieder in die Gänge kommen. Zum Beispiel unser lieber SCHAPI, der in der letzten Woche immer mal wieder seine müden Knochen in Schwung bringt. Obwohl wir beide nun schon seit fast 10 Jahren hier im wunderschönen Schwarzwald leben bin ich immer wieder zu tiefst beeindruckt, wie er es trotz seiner Blindheit schafft sein Futter zu finden, es zu verteidigen, wie er seine Höhle findet.

Tja, wo ein gutes Herz ist, ist eben auch ein beherzter Weg.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA

 

Am 4. und 5. April sind wieder Fototage!

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Bärin JURKA aus einem ganz besonderen Blickwinkel

Direkt am ersten Wochenende im April finden die ersten Fototage im Jahr 2020 statt. Faszinierende Einblicke in den Alltag unserer Schützlinge, individueller Blickwinkel bei einer einzigartigen Atmosphäre machen dieses Event zu einem Highlight im Veranstaltungskalender unseres Tierschutzprojekts. Hier ein paar Einblicke in die vergangenen Jahre:

 2018 April

2017 Dezember

2017 April

2016 Oktober

 

Zur Anmeldung und weiteren Informationen geht es hier.

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JURKA Kolumne 14.02.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Eine Woche liegt hinter uns, herrje, daraus kannst du drei machen! Nach dem Hochwasser kam ja ein bezauberndes Winterwunderwetter, dass ich mir dachte, dieser verrückte Schwarzwald, Regen & Schnee, Chaos & Idylle, aber als ich es nachts knacken und krachen hörte, wurde es mir dann doch etwas anders. Nachdem die ersten Bäume in den Zaun fielen, hoffte ich nur noch das Beste. Ihr könnt euch demnach vorstellen, wie mir ein Stein von der Seele fiel, als ich die Grünkutten im Anmarsch witterte. Zum Glück waren sie sofort zur Stelle und machten sich sogleich an die Reparatur und Sicherung der Freianlagen. Im Namen von uns Vierbeinern sage ich ganz herzlich Danke für den Einsatz! Ein ganz großes Dankeschön geht auch an alle Unterstützer, wie z.B. den Paten und ehrenamtlichen Helfern – ihr seid bärenstark!

Dabei waren die Tage zuvor doch so entspannt. Gemütlich lag ich herum und begrüßte zum Beispiel den guten alten SCHAPI, der einen kleinen Ausflug unternahm. Abgesehen davon ist es gerade sehr unterhaltsam die Wölfe zu beobachten. Die befinden sich gerade in der „gewissen Zeit im Jahr“, wenn ihr versteht, was ich meine. Da kann es durchaus mal vorkommen, dass die wölfische Intelligenz dem Übermut weichen muss. Ich schätze, da sind sie dann alle gleich, sowohl die männlichen Vier- als auch Zweibeiner, oder?

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA

 

LAURA Kolumne 14.02.2020

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
herrje, mir braust es vielleicht in den Ohren. Selbst tief in meiner kuschligen Winterhöhle hat mich das Sausen und Brausen im Wald geweckt. Vorsichtig habe ich den Kopf zum Höhleneingang hinausgesteckt. Hui, fast hätte der frische Wind mir meine Plüschohren vom Kopf gefegt. Schnell habe ich mich zurückgezogen und mir das stürmische Treiben vom windgeschützten Höhleneingang aus angesehen. Wie sich die Bäume im Sturm gebogen haben! Immer lauter brauste, rauschte und knackte es. Mir wurde ganz bange. Wenn nun eine der riesigen Fichten oder Buchen umgeworfen und dabei den Anlagenzaun zerstören würde ? Da könnte ja jeder hereinkommen! Und da draußen treiben sich manchmal komische Gestalten herum, das kann ich Euch sagen. Zum Glück ist nichts passiert. Meine Kollegen im Schwarzwald hatten da wohl mehr Pech. Ihre Anlage wurde durch einen großen Baum beschädigt. Aber ihr Bärsonal hat sofort reagiert und den Zaun repariert, so dass niemand eindringen konnte. Auch unser Bärsonal war als Security im Einsatz. Immer wieder habe ich das Licht ihrer Taschenlampen in der Nacht herumgeistern sehen. Das fand ich sehr beruhigend und so konnte ich mich ganz entspannt wieder einkuscheln. Es ist doch schön, wenn andere auf einen aufpassen. Also dann: lasst Euch nicht umpusten!

Bis bald,
Eure Laura

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