search

Wildtierkonferenz in Freudenstadt

12.-14. Oktober Wildtierkonferenz

 

Heimisch! Wild! Real!

Wolf, Luchs und Bär sind Prädatoren, die in unseren Breitengraden einst heimisch waren. Sie stellten einen elementaren Bestandteil unseres Ökosystems dar. Über hundert Jahre lang galten sie als ausgerottet. Allmählich kehren Wolf und Luchs wieder zurück, auch in puncto Braunbär ist es nur eine Frage der Zeit. Obwohl sich die Population in der freien Wildbahn positiv entwickelt, werden Zuchtprogramme in zoologischen Einrichtungen und Tiergärten weiterhin fortgesetzt. Allerdings sind die Erfolge jener Programme in Bezug auf den Artenschutz der drei großen Beutegreifer in den letzten ... mehr gibt es auf der Detailseite.

Termin: 12. bis 14.10.2018 
Beginn: Freitag, 16.00 Uhr

Zur Konferenzübersicht

Deutschland als Bärenerwartungsland
Deutschland als Bärenerwartungsland

Die Schweizer Raubtierforschungsstelle KORA hat 2005 ermittelt, wo Bären leben können. Nach dieser Untersuchung gibt es auch in Deutschland für Bären geeigneten Lebensraum. Ausdrücklich benennt die Raubtierforschungsstelle KORA den nördlichen Alpenrand als mögliches Bärenland.

Besonders bärentauglich sind dort: Teile der Allgäuer Alpen, Bereiche des Ammergebirges, das Gebiet an der Benediktenwand, das Karwendel (Tirol) und Karwendelvorgebirge, das Mangfallgebirge sowie das Gebiet um den Spitzingsee. (Bereiche östlich des Spitzingsees wurden nicht erfasst.)

Die Umweltorganisation Cipra hält auch den Nationalpark Berchtesgaden für geeignet. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz weist außerdem das „bayerisch-böhmische Grenzgebirge“ als möglichen Bärenlebensraum aus. Das bayerische Umweltministerium hat außerdem mögliche Wanderkorridore für Bären in Mitteleuropa definiert. Demnach ist es denkbar, dass Bären nicht nur über die österreichischen und Schweizer Alpen nach Deutschland finden, sondern auch von den Karpaten aus über das Erzgebirge Sachsen, Thüringen und Bayern erreichen.

Mehrfach angesprochen und dargestellt ist das Problem der Fragmentierung (Zerstückelung des Lebensraums). Wollte man tatsächlich Bären in Deutschland eine Chance geben, wäre es entsprechend erforderlich, überregional und länderübergreifend zu planen und zu koordinieren. Bayern hat 2007 einen „Managementplan Braunbären in Bayern“ erstellt. Andere Bundesländer sind auf Anfrage der STIFTUNG für BÄREN diesem Beispiel noch nicht gefolgt. Die Stiftung regt an, dem Vorbild Österreichs und der Schweiz zu folgen und auch für Deutschland, ein Modell des möglichen Bärenlebensraums für ganz Deutschland erstellen zu lassen.