RONJAs Report Folge 37 – Abschied vom Waldgeist

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Diese Woche ist etwas passiert, das uns alle ein bisschen stiller gemacht hat: Luchs PRIMUS ist gestorben.

Er ist beeindruckende 20 Jahre alt geworden – ein stolzes Alter für einen Luchs. Er hat sein Leben hier in seiner Freianlage in vollen Zügen genossen. Seine geliebten Rehkeulen hat er mit einer Selbstverständlichkeit in sein Revier geschleppt, als wären sie nur für ihn persönlich vom Wald bestellt. Dort hat er gelebt, wie es ihm gefiel – ruhig, frei, würdevoll.

Auch die Zweibeiner mochten ihn sehr. Viele blieben gern länger stehen, wenn sie an seiner Anlage vorbeistreiften. PRIMUS hatte diese besondere Art, die Menschen nicht zu verscheuchen, sondern sie irgendwie einzuladen, ihn zu beobachten. Ohne jede Eile, ohne jedes Drama.

Die Wolfsdiener haben aufmerksam über ihn gewacht. Und als klar wurde, dass sein Körper nicht mehr mit ihm mithalten konnte, haben sie die schwere, aber richtige Entscheidung getroffen, ihn friedlich gehen zu lassen und ihn seine letzte Reise antreten zu lassen.

PRIMUS hat drei Jahre bei uns gelebt – und sich in dieser Zeit zu einem echten Waldgeist entwickelt. Unaufdringlich, aber präsent. Still, aber bedeutend. Sein Platz ist nun leer, aber seine Spuren bleiben.

 

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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Sinnvoll schenken mit Herz für Tiere

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Weihnachten steht vor der Tür.

Es ist bekanntlich das Fest der Nächstenliebe, doch schnell kann die Geschenkesuche in Stress ausarten. Aber seinen Liebsten etwas von Herzen schenken, was gibt es Schöneres? Wie wäre es mit außergewöhnlichen Präsenten, die einfach zu besorgen sind und gleichzeitig Tierleben retten? Die Möglichkeiten eines ganz besonderen Weihnachtsgeschenks sind vielfältig. Lassen Sie sich von unseren Geschenkideen inspirieren:

Das Angebot reicht von gemeinsamen eindrücklichen Erlebnissen, z. B. beim Spaziergang durch den malerischen Bärenwald, über atemberaubende Bilder unserer Schützlinge im neuen Kalender bis zum Lieblingsmotiv auf dem neuen Lieblingspullover. Und wenn Sie das Schicksal eines unserer geretteten Tiere besonders berührt, dann ist eine Geschenkpatenschaft die ideale Aufmerksamkeit zum Fest der Liebe.

Mit jedem dieser einzigartigen Geschenke tragen Sie dazu bei, das Leben traumatisierter Tiere besser zu machen. Denn der Erlös bewirkt genau dies: die Rettung und Rehabilitierung missbrauchter Wildtiere zu unterstützen. Jeder kleine Beitrag hilft und macht einen Unterschied.

Viel Spaß beim Stöbern nach Geschenkideen!

Ihr Team der STIFTUNG für BÄREN

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Nachruf für Luchsdame CATRINA

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Heute, am 04.12.2025 um 12:25 Uhr mussten wir leider schweren Herzens Abschied von unserer Luchsdame CATRINA nehmen. Mit über 20 Jahren thronte CATRINA bis zuletzt in Ihrem Rückzug über den Park.

Nachdem wir sie vor einem Monat zur Beobachtung zu uns in die Quarantäne holen mussten, merkten wir, dass ihr betagtes Alter und ihre Vorerkrankungen nun langsam ihren Tribut zollen und sie immer schwächer wird. Zusammen mit unserem Tierarzt Dr. Sieder haben wir sie untersucht und festgestellt, dass wir sie aufgrund ihrer Schmerzen nicht mehr weiter leiden lassen wollen.

Am 18.07.2017 kam CATRINA zu uns in den Schwarzwald. Damals noch mit ihrem Bruder Charlie, der 2019 verstarb, wurde CATRINA nach langer Arbeit durch die Stiftung und unserer Ehrenamtlichen Catherine Rutz aus der L´Orangerie in Straßburg gerettet. In viel zu kleinen und kargen Gehegen auf Steinboden fristeten die beiden Waldgeister dort fast 12 Jahre ihres Lebens, was sie komplett abstumpfte.

Die ersten Schritte hier bei uns im Projekt, waren auch die ersten Schritte die sie jemals auf Gras gelaufen ist. Vorsichtig und zweifelnd lief sie die ersten Schritte, was uns spüren ließ, warum wir alle für dieses Projekt arbeiten. Ein unvergleichlicher Moment.

Schnell übernahm CATRINA das Ruder in der Anlage, in Vergesellschaftung lehrte sie selbst JURKA oder auch unserer Dreiertruppe ARTHOS, AGONIS und ARIAN das Fürchten und machte klar, wer das Sagen in der Anlage hat. Und die Attitüde machte die Luchsdame mit ihrem einzigartig schönen Fellkleid zur Grand Dame des Parks.

CATRINA, wir danken dir, dass du den Park bereichert hast und wir dich auf deinem Weg hier begleiten durften.

Vielen Dank für eure großartige Unterstützung!

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Bärenstark! Gestern, am Giving Tuesday 2025, haben wir euch zum Mitmachen bei unserer Spendenaktion aufgerufen, um das Herzstück unseres Bärenwalds im Schwarzwald – die Kreiselanlage – noch bärengerechter gestalten zu können.

Dank eurer unfassbaren Unterstützung können wir schon einen Großteil der Kosten für die Sanierung bestreiten. Das ist BÄRtastisch! Vielleicht schaffen wir es sogar mit Eurer Hilfe, auch noch die restlichen Kosten zu decken.

Nach dem Winter kann es also losgehen. Wir sanieren! Schrittweise machen wir die Kreiselanlage wieder zu einer Wohlfühloase für unsere Bären, wo sie das tun können, was sie gerne machen – baden und schlafen. Dabei haben wir sie immer fürsorglich im Blick und können ihnen im Notfall dank neuer Tore und Schleusen schneller zu Hilfe kommen.
Wir halten euch auf dem Laufenden und sagen von ganzem Herzen: Danke! Danke vor allem im Namen der Tiere.

Euer Team der
STIFTUNG für BÄREN – Wildtier- und Artenschutz

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Nachruf Luchs PRIMUS

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Heute, am 2. Dezember 2025, mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem Luchs PRIMUS nehmen. Mit 20 Jahren war er ein recht betagter Waldgeist, litt unter Altersschwäche. In enger Absprache mit unserem Tierarzt blieb uns keine andere Wahl, als ihn zu erlösen. Vor drei Jahren kam er, damals schon ein Senior, und lernte in unseren Freianlagen erst das Leben eines Wildtieres kennen, welches er in vollen Zügen auskostete.

PRIMUS war der erste Luchs, der in unserem Wildtier- und Artenschutzprojekt ein neues Zuhause fand, ein neues Leben genoss. Sein Ableben trifft uns schwer, doch wir blicken voller Freude auf die Momente zurück, die er mit uns teilte. Denn seit er die Chance bekam, endlich Waldgeist sein zu dürfen, wuchs er über sich hinaus.

Am 5. Mai 2005 kommt PRIMUS zur Welt. Geboren in Bischofswerda, wird er alsbald nach Bad Schandau verbracht, einem malerischen Ort in der Sächsischen Schweiz. Gäste, allen voran Wanderer, kommen aus ganz Europa, um an diesem malerischen Fleck die Wälder zu erkunden. Auch für Waldgeister wie PRIMUS wäre dies ein idealer Lebensraum. Doch ausgerechnet er darf dies nicht erleben. Eingesperrt in ein tristes Gehege in unmittelbarer Nähe zu einem Personenlift musste er Tag ein, Tag aus den Menschen dabei zu sehen, wie sie sich im Wald vergnügten, die Freiheit genossen, die ihm versagt blieb.

Und dies soll viele Jahre, fast ein ganzes Leben lang, sein Alltag sein. Aber dies berührt auch die Herzen der Verantwortlichen. So kommt es, dass die Stadt Bad Schandau sich nach einem Ort umsieht, an dem er einen tiergerechten, naturnahen Lebensabend verbringen kann. Diesen Platz finden sie bei uns, in unseren Freianlagen. Am 21. September 2022 ist es dann soweit, PRIMUS betritt den Waldboden im Alternativen Bärenpark Worbis. Von nun an zeigt er, was für ein Waldgeist in ihm steckt. Meisterhaft versteht es der betagte Vierbeiner, in seiner Umgebung zu verschwinden. Mehrere Hektar Waldstück stehen ihm nun zur Verfügung und er kostet es aus, bis zuletzt. Er schleicht durchs Dickicht, blickt geisterhaft durch die Sträucher. Unvergessen bleiben die Anblicke, wie PRIMUS majestätisch in der Herbstsonne in die Ferne schaut.

PRIMUS, wir bedanken uns von Herzen, dass wir dich kennenlernen durften, dass wir dich erleben durften, dass du Teil unseres Lebens warst.

Wir werden dich vermissen, vergessen jedoch nie.

Von Herzen, dein Team der
STIFTUNG für BÄREN -Wildtier – und Artenschutz

Morgen ist Giving Tuesday!

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Der Giving Tuesday ist eine internationale Gegenbewegung, um dem Kaufrausch der Black Weeks entgegenzuwirken. Weltweit werden an diesem Tag wohltätige Aktionen veranstaltet und Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Mit eurer Unterstützung unserer Spendenaktion können wir die Sanierung einer unserer wichtigsten Freianlagen im Schwarzwald realisieren und das Leben traumatisierter Bären ein Stück weit lebenswerter gestalten.

Mehr über die Hintergründe, was wir vorhaben und wie ihr den Bären helfen könnt, erfahrt ihr hier:

Mehr erfahren

HERO Kolumne KW 48

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Ein Wort auf allen Vieren

Die Brücke des Lebens

 

Ich finde, es sollte mehr schneien. Mein Fell kommt eingebettet in die weiße Pracht erst so richtig schön zur Geltung. Eine erste, schneeflockige Kostprobe gab es bereits und ich bin direkt in Winterstimmung. Schönste Zeit im Jahr, wirklich wahr. Die Zweibeiner hier im Schwarzwälder Bärenwald sehen das auch so. Zumindest sind sie seit ein paar Tagen wieder dabei und bauen auf dem Platz ganz wild und fleißig diese kleinen Hüttchen auf, wo ihr an einem Wochenende im Jahr immer so gerne drumherum steht und ausgesprochen herzlich seid. Bald geht sie wieder los, die Bärenweihnacht. Wobei ich Luchsweihnacht irgendwie treffender finden würde. Oder Lynx-Mas? Jedenfalls, wenn wir schon beim Thema Luchs sind: meine Artgenossin, die steinalte CATRINA, befindet sich zwar immer noch in der Quarantänestation, ist aber auf dem Weg der Besserung. Und jetzt, da es so wundervoll kalt ist, genießt sie im Außenbereich die verführerisch frischen Temperaturen.

Doch die Gewinner in Sachen genüssliche Augenblicke, sind definitiv die Wölfe KIRA und KLEO. Die Beiden haben nämlich den Gang über die Brücke gewagt, hoch in die neue Anlage. Was für eine Freude! Als ich sie zum ersten Mal im neuen Areal hab rumtoben sehen, hat das sogar mein Herz herrlich erwärmt. Was was heißen will, denn ich mag’s bekanntlich kalt. Allen voran hab ich das Gefühl, dass die Wölfe den Perspektivwechsel am besten finden. Denn die neue Anlage ist oberhalb des Weges, d.h. KIRA und KLEO schauen nun auf die Menschen herab.

Tja, ein Perspektivwechsel kann dein Leben verändern.

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif!

 

Euer HERO

 

HERO

RONJAs Report Folge 36 – Winterruhe und Weihnachtswünsche

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So, Leute – jetzt ist es offiziell: Alle Bären sind endlich in ihren Höhlen verschwunden. Wirklich alle. Keine verschlafenen Nasen mehr, die nochmal rausluken, kein letzter Snack-Sucher. Ruhe im Bärenland! Und wisst ihr, was das heißt?

Wir Wölfe übernehmen wieder das ganze Revier. Endlich Platz, endlich Stille, endlich alles in unseren Pfoten. So mag ich das.

Heute ist außerdem erster Advent – also nehmt Euch mal ein bisschen Zeit für Eure Rudel, Zwei- wie Vierbeiner. Selbst wir Tiere hier im Revier werden heute ein bisschen langsamer, ein bisschen gemütlicher… na ja, so gemütlich wie Wölfe eben werden.

Das Beste: Wir alle haben uns fleißig Weihnachtswünsche überlegt. Und glaubt mir – da ist von „praktisch“ bis „typisch frech“ alles dabei. Bären, Wölfe, Luchse, Kleintiere… jeder hat etwas auf seine Wunschliste gekritzelt.

Wenn Ihr Lust habt, schaut gern mal auf unserer Wunschliste vorbei und erfüllt den einen oder anderen tierischen Traum. Wir würden uns freuen – und manche Wolfsdiener würden dabei wahrscheinlich sogar ein kleines Freudentänzchen hinlegen. Verspreche ich jetzt einfach mal.

Bleibt wachsam,


Eure RONJA

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Giving Tuesday Aktion für traumatisierte Bären

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Es ist soweit, der alljährliche Shoppingwahn in Form der Black Weeks bahnt sich an und gipfelt im Cyber Monday mit dem Höhepunkt der Schnäppchenjagd. Mit teils absurden Rabatten von bis zu 90% und mehr wird geworben. Die Kauflaune vor Weihnachten wird ausgenutzt und angeheizt, um die Profitgier von Großkonzernen zu befriedigen. An die katastrophalen Auswirkungen auf Menschen, Natur und Umwelt durch die Massen an Paketen, die um die Welt verschickt werden, denken dabei die wenigsten. Wir schließen uns der weltweiten Gegenbewegung Giving Tuesday an und starten am 2. Dezember eine Spendenaktion für den Wildtier- und Artenschutz.

Konkret: Mit dem Erlös der Spendenaktion werden wir die Sanierung einer unserer wichtigsten Freianlagen im Schwarzwald realisieren: der Kreiselanlage im Herzen unseres Bärenwaldes. Sie verbindet sämtliche Freianlagen miteinander und macht eine Umsiedelung der Tiere zwischen den Anlagen möglich. Hier liegen die größte und beliebteste Badestelle der Bären, eine künstliche Höhle und schattige Ruheplätze unter der Brücke als Unterschlupf. Für unser Tiermanagement ist der Kreisel von zentraler Bedeutung. Hier können wir Tiere u. a. genauer beobachten und behutsam miteinander vergesellschaften. Doch Sturm, Hochwasser und viele Jahre der Nutzung durch unsere Tiere haben ihre Spuren hinterlassen. Diese Anlage hat etlichen Bären das Leben lebenswerter gemacht. Mit eurer Hilfe wird sie dies auch in Zukunft tun, aber noch besser!

Mit den Spenden vom Giving Tuesday sollen u.a. eine neue, barrierefreie Höhle für gesundheitlich eingeschränkte Bären entstehen und die von Unwettern mitgenommene Badestelle und Ruheplätze saniert werden. Zudem sollen drei neue Schleusen dafür sorgen, dass schnelleres Eingreifen im Notfall möglich wird. Insgesamt belaufen sich die geplanten Kosten auf 16.000 Euro. Wir freuen uns über jeden Euro, der am Tag des Gebens gespendet wird. Gemeinsam können wir die Welt unserer Bären ein Stück weit besser machen.

zur Aktion

Deutschland, Europas Mittelpunkt in Sachen Wildtierhandel - wir brauchen die Positivliste!

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Deutschland, Europas Mittelpunkt in Sachen Wildtierhandel - wir brauchen die Positivliste!

Elefant, Tiger und Co.: Die Bundesrepublik ist ein Paradies für die Ausbeutung und den Missbrauch von Wildtieren. Grundlage dafür bildet die Gesetzeslage, denn es gibt kaum ein Tier, das in Deutschland nicht gehalten, gezüchtet oder ver/gekauft werden kann.

Am 5. November 2025 fand zu diesem Thema ein parlamentarischer Abend in Berlin statt. Mehrere Tierschutzorganisationen, darunter auch unsere EARS-Partner vom AAP (Animal Advocacy and Protection) - die auch Initiator des Abends waren - oder Vier Pfoten, informierten über den aktuellen Stand in Sachen private Haltung von Wildtieren in Deutschland und die dringende Notwendigkeit einer Positivliste. Auch unser Geschäftsführer, Bernd Nonnenmacher, war vor Ort und das Fazit des Abends: es ist erschreckend, mit welchem Ausmaß innerhalb der Republik munter gezüchtet, getauscht und gehandelt wird. Dies lockt Wildtierhändler aus ganz Europa an. Mit schrecklichen Folgen. Die Tiere leiden unter den schrecklichen Bedingungen, es kommt zu Zwischenfällen, es kommt zu Krankheiten. 70 % aller Zoonosen, also Krankheiten, die von Tieren auf Menschen und umgekehrt übertragbar sind, kommen durch den Wildtierhandel nach Deutschland. 

Es ist systematische Tierquälerei, die massiven Einfluss auch auf die menschliche Gesundheit hat. Und warum? In Deutschland gibt es noch immer die veraltete Form der Negativliste für Haustierhaltung. Auf jener Liste sind die Arten gelistet, die in Deutschland nicht gehalten werden dürfen. Sprich: alle Arten, die NICHT aufgeführt werden, können legal gehalten werden. Dies hat gravierende Folgen. Denn eine solche Liste muss gepflegt werden, es bedarf einer ständigen Überwachung, um die verbotenen Tiere aktuell zu halten. Was leider nicht geschieht bzw. nur sehr schwer umsetzbar ist.

Ein Gegenentwurf ist die Positivliste. Dort werden nur die Tiere aufgeführt, die gehalten werden dürfen. Alle anderen sind automatisch verboten. Dies wäre ein wichtiger Schritt für mehr Wildtierschutz in Deutschland.

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