Na nu, ist es wirklich schon wieder so weit? Ich höre schon das erste laute Geböller und Ihr Menschen bereitet das „neue“ Jahr vor. Ich habe einige Wolfsgucker über Vorsätze und Ziele reden gehört, was sie alles erreichen wollen. Aber habt Ihr mal überlegt, was Ihr alles geschafft habt? Immer redet Ihr nur über das, was Ihr noch machen wollt. Nie höre ich Euch darüber reden, was Ihr alles gemacht habt. Okay, für uns Tiere ändert sich zwar nichts und ich verstehe nicht, warum ihr Menschen immer alles in Zahlen und Regeln stecken müsst, aber lasst uns mal überlegen, was bei uns „dieses“ Jahr so alles los war und was wir geschafft haben. Angefangen hat es mit einem super spannenden neuen Geruch im Bauernhof, da sind die beiden Ziegen RUTHCHEN und RABENSCHWARZ eingezogen. Oh wolf, das war vielleicht aufregend! Und ich denke Ihr habt alle mitbekommen, was hier im Sommer los war. Ein neuer pelziger Nachbar ist aufgetaucht! MYKHAILO. So ein großer kleiner Schisser! Aber wir wollen mal nicht so sein, wer weiß, was er in seinem alten Zuhause alles erlebt hat. Die Wolfsdiener waren richtig aufgeregt, als er zu uns kam. Aber sie waren nicht nur fröhlich, sondern wirkten auch sehr traurig. Später habe ich dann gehört, dass unsere Bärin CONNY für immer eingeschlafen ist. Da war sogar ich etwas traurig, das lässt auch eine starke Wölfin wie mich nicht kalt. Es war jeden Tag so spannend zu sehen, was die Wolfsdiener der alten Bärendame alles aufgetischt haben. Schon komisch der Geschmack von der alten CONNY.
Und das waren nur die großen Dinge, die passiert sind, es gibt unzählige schöne, witzige und traurige Geschichten aus diesem Jahr. Aber genug davon, nun erstmal bitte ich Euch als Eure liebste Wolfshybridin, nehmt Rücksicht auf uns (Wild)Tiere und seid nicht so laut, wenn Ihr das neue Jahr feiert. Das geht bestimmt auch ohne laute Knaller. Überlegt stattdessen einmal, was Ihr alles erreicht habt?
Vom Schrecken des Krieges über ein Treffen der weltweit führenden BärenexpertInnen bis zur rührenden Liebesgeschichte auf vier Beinen – mehrfach haben wir die Daten geprüft und tatsächlich, es ist alles in diesem Jahr passiert. 2024 ist das Jahr des 20 jährigen Jubiläums der STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz und wahrlich: Es wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Lehnt euch zurück, macht es euch gemütlich und lasst uns gemeinsam noch einmal durch das Jahr 2024 schlendern.
Starten wir direkt mit dem, worum es uns allen geht: Tierschutz! Am 17. April konnten wir erfolgreich 4 Wölfe aus dem Kontaktzoo des ehemaligen Filmtierparks Eschede retten. Es war ein groteskes, gruseliges Szenario, das uns erwartete, als wir das Gelände in Niedersachsen betraten. Käfig an Käfig, Löwen, Tiger, Bären, Polarwölfe als lebensverachtende Sammlung, kaum zu glauben, dass so etwas 2024 noch existierte und noch dazu in Deutschland. Doch KOLJA, KITO, KLEO und KIRA konnten wir immerhin ein Happy End im Schwarzwald bereiten. Auf dieses warten die Bären in den Burggräben der Tschechischen Republik leider noch, aber wir konnten im Mai einen wichtigen Meilenstein dahingehend erreichen: das Ende der Bärengräben in Tschechien bis 2030!
Wolfsrettung Eschede
Für Braunbär MYKHAILO begann bereits in diesem Jahr sein neues Leben. Dank jahrelanger, internationaler Bemühungen konnte der gutmütige Vierbeiner aus einem beklemmenden, unwürdigen Käfig befreit werden. Es war eine gemeinsame Aktion verschiedener Tierschutzorganisationen die zeigt, dass der Einsatz für Tiere keine Grenzen kennt. So konnten wir MYKHAILO im Mai nach Worbis holen. Apropos unwürdige, beklemmende Situationen, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern von BEARS in MIND wurde pünktlich zum Bärengedenktag am 26.06. das ProjektBear Alert realisiert. Durch diese mobile Plattform könnt ihr Tierschutzfälle direkt bei uns melden. Egal, wo ihr seid, wenn ihr einen Bären leiden seht, dann meldet uns den Fall per Bear Alert. Lasst uns gemeinsam aktiv sein!
Aktiv ist ebenso das Stichwort im Fall der Bärin JJ4. Nach der Zusage unsererseits, die Wildbärin aufzunehmen, begannen im Sommer die Bauarbeiten für eine neue Freianlage im Schwarzwald. Die Wildbärin wird die erste Bewohnerin des visionären Areals sein, das zukünftig vor allem als Auffangstation für Wildtiere in Deutschland dienen soll. Warum stellen wir uns dieser finanziellen und konzeptionellen Herausforderung eigentlich? Weil wir den Fall genaustens prüften und zu dem Ergebnis kamen, dass wir dem Tier den Weg des geringsten Leids bieten können. Doch dabei sei eines ganz klar: es darf kein Standardverfahren sein, dass Wildbären in Gefangenschaft leben müssen. Im Gegenteil, es gilt dies in Zukunft mit allen Mitteln zu VERMEIDEN.
Auf dem Thema Wildbären in Gefangenschaft lag auch der Fokus unseres Workshops auf der internationalen Bärenkonferenz der IBA in Kanada. Wir sind sehr froh und ebenso stolz darüber, dass unser Erfahrungsbericht in dieser Sache bei den weltweit führenden BärenexpertInnen nachhaltigen Eindruck erfuhr.
IBA 2024
Doch leider gab es nicht nur schöne Momente. Im Mai mussten wir schweren Herzens Abschied von unserer Braunbärin CONNY nehmen, die mit ihrer eigenwilligen und ebenso charmanten Art vielen Besucherinnen und Besuchern das Herz für Bären geöffnet.
Weiterhin ist Kater Ruprecht von uns gegangen. Im Eingangsbereich unseres Alternativen Bärenparks Worbis war er stets der Chefvierbeiner.
Wir bedanken uns auch für die tollen Events, die wir 2024 mit euch verbringen durften! So fand im Projekt WORBIS zum ersten Mal das Cosplay Event statt, eine Fusion aus bunter Welt und Tierschutz. Etwas klassischer, dafür nicht minder herzlich gestaltete sich unser Patentag im Projekt SCHWARZWALD. Es war ein grandioser Tag auf Augenhöhe mit Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber eins gemeinsam haben: ein Herz für Tiere.
Cosplay & Patentag
Und genau dies teilen wir, genau dies leitet uns auf den gemeinsamen Weg in Sachen Wildtier- und Artenschutz. 2004 erwachte die STIFTUNG für BÄREN zum Leben, 20 Jahre später ist sie eine bedeutende Tierschutzorganisation, die international agiert. Dank euch. Ohne den bärenstarken Rückhalt, finanziell durch Patenschaften und Spenden, physikalisch durch den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz, aber auch durch die mentale Unterstützung, wären wir heute nicht da, wo wir sind. Allen voran hätten nicht so viele Tiere gerettet werden können.
Von ganzen Herzen sagen wir daher Danke für 2024 und freuen uns auf das kommende Jahr. Schon jetzt haben sich für 2025 große Dinge angekündigt. Darunter die Ankunft der Bärin JJ4, eine Konferenz in Krumlov zum Thema Grabenbären und nicht zuletzt der Patentag in Worbis.
Der Jahreswechsel steht bevor und somit für viele die mit Abstand schlimmste Nacht überhaupt. Schrecklicher Lärm, ein absurdes Maß an Umweltverschmutzung, zahlreiche Verletzte, abertausende Tiere, die panische Angst um ihr Leben haben und noch eine lange Zeit traumatisiert sind – und das alles nur wegen der fragwürdigen Tradition der Silvesterböllerei. Doch bereits seit einigen Jahren wächst eine neue, nachhaltige Tradition heran: Spenden statt Böllern!
Warum?
Es schont Tiere, Natur und nicht zuletzt die Menschen selbst. Am Ende geht es an Silvester darum, das Leben zu feiern. Und das funktioniert nur, wenn wir es auch achten.
angesichts des schier endlosen Leids mag es oftmals an einer gesunden Portion Hoffnung mangeln. Doch genau diese gebt ihr uns. Durch eure Unterstützung konnten wir Leben retten, können wir Leben lebenswert gestalten. Gemeinsam. Daher möchten wir von tiefsten Herzen Danke sagen, auch im Namen Tiere.
Wir wünschen euch ein bärenstarkes Weihnachtsfest. Passt auf euch auf!
Sveiki und grüß Gott, ihr Lieben! Sagen wir Ade zu 2024 und lassen der Natur ihren Frieden. Bei uns im Schwarzwälder Bärenwald ist auch die Ruhe eingekehrt. Es ist so unbeschreiblich idyllisch, das müsst ihr erlebt haben. Selbst die stets umtriebigen Jungbären aus Albanien habe sich zurzeit zurück gezogen. Doch nicht ohne ihren eigenen Charme. So konnte z. B. der für seine Meckerei bekannte ARIAN nur einen Platz am Rand ergattern. Wenn ihr dieser Tage bei uns einen müde aus der Höhle blickenden Bärenmann sehen solltet, dann ist er das wahrscheinlich.
Und was passiert, wenn die Bären sich kaum noch blicken lassen? Genau, dann bricht die Zeit von uns Luchsen an. Es ist eine helle Freude meine Artgenossin ELA zu beobachten, wie sie durch die Anlage streift, wohl wissend, dass ihre MitBärwohnerinnen JULIJA und DARIA zufrieden in ihren Höhlen schlummern.
Tja, wie sagen wir Waldgeister gerne, gerade, wenn alle zu schlafen scheinen, ist immer was los.
Auch wenn die Bären alle in ihren Höhlen pennen, ist hier noch viel los. Auf dem Bauernhof zum Beispiel. Da war der Ziegenbock MUHAM wohl sehr hungrig und hat in seinem Eifer den ganzen Trog umgekippt, so ein Tollpatsch. Und als die Wolfsdiener dann erneut füttern wollten, haben sie sich die Haare gerauft, was MUHAM da schon wieder angestellt hat. Sie haben den Trog genommen und wollten ihn wieder hinstellen, was will Wolfsdiener auch sonst tun. Und plötzlich haben sie gezuckt sag ich Euch. Denn unter dem Trog kam gackernd ein Huhn hervorgelaufen. Doch nicht nur das, da lag auch noch ein Ei! Da konnten die Wolfsdiener nur noch resigniert den Kopf schütteln und haben einfach weitergefüttert. So sprachlos habe ich die selten gesehen.
Bei uns wird es langsam immer ruhiger und ich wünsche Euch eine schöne Zeit mit Euren Familien und Freunden. Ich werde es mir mit RAIK gemütlich machen und schauen, wen ich bei uns alles beobachten kann.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19. Dezember 2024 18:00
Nun ist es offiziell: die beiden Jungbären ASUKA und POPEYE teilen sich eine Höhle! Doch wie es scheint, ist ASUKA noch nicht zu 100 Prozent mit der Inneneinrichtung zufrieden. Wir haben die dezent verschlafene Bärin dabei beobachtet, wie sie noch etwas Laub sammelte. Letzter Schliff der Weihnachtsdeko?
Wir sind jedenfalls unfassbar glücklich über die Entwicklung der beiden Bären aus der Ukraine. Als sie 2022 zu uns kamen, waren sie die ersten – und hoffentlich auch die einzigen – Bärenwelpen, die in unserem Tierschutzprojekt leben. Ihr Schicksal war bereits im zarten Alter von Missbrauch und Krieg gezeichnet.
Schaut doch einfach mal in ihren Profilen vorbei. Dort findet ihr auch alle Infos, wir ihr, durch eine Patenschaft zum Beispiel, uns dabei helfen könnt, ihre Zukunft zu sichern.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19. Dezember 2024 18:00
Ein kurzer Blick in die Welt und dann wieder ab in die Winterhöhle – Braunbärin JULIJA zeigt hervorragend, was der Unterschied zwischen Winterschlaf und Winterruhe ist. Denn bei letzterem ist es durchaus nicht unüblich, dass die Tiere mal einen Blick nach draußen werfen. Die Lage checken, auf dem Laufenden bleiben und wieder ab ins Nest – wäre das auch ein Wintermodel für euch?
JULIJA gönnen wir jedenfalls die Ruhe in unserem Schwarzwälder Bärenwald. Zuvor lebte sie unzählige Jahre in einem Freizeitpark in Litauen, bis wir sie [und JANA] 2022 retten konnten.
Fun Fact: es war damals die erste Rettungsaktion, bei der wir auch zu See unterwegs waren!
Mehr über die Aktion SeeBär und das Schicksal erfahrt ihr im Profil von JULIJA. Dort findet ihr auch alle Infos, wie ihr aktiv dazu beitragen könnt, die Zukunft der Bärin zu sichern.
Der beste und effektivste Tierschutz besteht darin, Tierleid im Vorfeld zu vermeiden. Leider kommt es besonders zur Weihnachtszeit nicht selten zur Ausbeutung, gar Missbrauch von Tieren. Das fängt zuhause, direkt unter dem Weihnachtsbaum an.
Kleine Katzen, Hunde, Meerschweinchen, Kaninchen und zahlreiche andere Tiere mögen niedlich sein und im ersten Moment für strahlende Augenblicke sorgen, doch für die Tiere selbst ist es lebensverachtend. Tiere sind keine Ware, sie haben keinen Ein- und Ausschalter, sie sind nicht zur Belustigung oder Unterhaltung der Menschen da. Nein, sie sind Lebewesen und haben es verdient, respektvoll behandelt zu werden. Dies gilt nicht nur für Haustiere. Auch Wildtiere leiden massiv unter der menschlichen Weihnachtskultur. Sie werden in Zoos künstlich gehalten und produziert, in Zirkussen zu unwürdigem, unnatürlichem Klamauk misshandelt.
Was für Menschen ein kurzer Spaß ist, bestimmt das Leben der Tiere. Nur gemeinsam können wir einen nachhaltigen Weg einschlagen.
Es ist eure Entscheidung, die den Unterschied macht.
P.S: Falls du nach einem nachhaltigen Weihnachtsgeschenk suchst, verschenke doch eine Patenschaft für eines unserer Tiere oder einen Gutschein für den Besuch eines unserer Tierschutzprojekte.
Sveiki und grüß Gott! Kennt ihr eigentlich auch welche, die, obwohl sie todmüde sind, einfach nicht ins Bett wollen? ARIAN, ARTHOS und AGONIS sind genau solche Kandidaten. Man sollte meinen, als Bären würden sie sich auskennen, wenn’s um die Winterruhe geht, zumal sie es ja bei den anderen sehen, aber irgendwie behält hier die jugendliche Sturheit die Oberhand. Na ja, müssen sie am Ende selber wissen, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es den albanischen Jungbären mal gut tun würde, ein wenig runter zu fahren. Wobei es in letzter Zeit schon etwas milder war. ISA, die einstige Wildbärin in meiner Nachbarschaft, streift auch hin und wieder noch durchs Dickicht. Versetzt mich natürlich direkt in Alarmbereitschaft, wenn ich sie in Nähe des Zauns erspähe. Wir wollen doch die Reviere fein säuberlich trennen, sind ja schließlich hier in Deutschland…
Jedenfalls, die Wölfe GAIA und KOLJA nutzen die Ruhe in ihrer Anlage übertrieben aus. Seit dem sich Bärin JURKA kaum mehr blicken lässt, befinden die Beiden sich im Rausch des Übermuts. KOLJA positioniert sich gerne mal im Höhleneingang von JURKA und schmettert ein beherztes Geheul nach dem anderen durch den Bärenwald, was GAIA anscheinend ganz endzückend findet.
Und bei mir? Nun, in meiner Anlage gab es neulich ein paar kleine Reparaturarbeiten. Eine Litze hat sich verabschiedet und die mussten die Grünkutten natürlich umgehend ersetzen. Worüber ich nicht gerade super erfreut war. Aber so ist das Leben nun Mal.
Also, in diesem Sinne immer schön den Überblick behalten!