Willkommen im Team – Raoul Schwarze!

Die Arbeit hier im Bärenwald ist komplex, abwechslungsreich und oftmals unvorhersehbar. Jeder Tag bringt etwas Neues, allen voran jedoch die Gewissheit, etwas Sinnvolles für Tier, Mensch und Natur getan zu haben.

Raoul Schwarze | Leitung Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald

Er ist seit Jahren privat in verschiedenen Bereichen von Tierschutz aktiv, kennt das Wildtier- und Artenschutzprojekt im Schwarzwald und setzt sich mit Leib und Seele für die Region ein: Niemand könnte besser für die Leitung des Alternativen Wolf- und Bärenparks sein als Raoul Schwarze! Nachdem der studierte Bauingenieur viele Jahre Bau-Projektleiter war, dürfen wir ihn nun herzlich Willkommen in unserem Rudel heißen!

Seine Vorgängerin, Sabrina Reimann, musste das Team leider aus familiären Gründen verlassen. Wir wünschen ihr alles Gute und hoffen, dass sie auch in Zukunft unseren Projekten nicht fern bleibt!

Moment der Woche: POPEYE pudelwohl

Als er gerade einmal ein Jahr alt war hatte der Bärenwelpe POPEYE bereits einiges hinter sich. Im Zoo geboren, seiner Mutter entrissen und an einen Wildtierhändler verschachert, von Tierschützern gerettet und als gerade sein neues Leben begann wurde er vom Ukraine Krieg heimgesucht. Von dort holten wir ihn schließlich 2022, gemeinsam mit Art- und Leidensgenossin ASUKA. Daher können wir kaum beschreiben, wie es unsere Herzen erfreut, den mittlerweile jungen Bärenmann so ausgelassen zu sehen. Schön, wie er sein Leben genießt.

Doch nicht nur in der Ukraine, in ganz Europa, auch in Deutschland, gibt es noch junge Bären, die Opfer von Ausbeutung und Missbrauch sind. Helft mit, unterstützt unseren Wildtier- und Artenschutz, damit zukünftige Generationen von Bären ein Zuhause finden, das ihnen gerecht wird: in der freien Wildbahn.

  Mehr über POPEYE

Euer Team vom
Projekt WORBIS

Wilde Mitbewohner

Unsere online Infotainment Reihe Wilde Mitbewohner ist nun vorbei. In den vergangenen Monaten fand regelmäßig eine abendliche Veranstaltung statt und wir möchten uns ganz herzlich bei all den Expertinnen und Experten bedanken, die uns für einen Abend mit in die große Welt der kleinen Wildtiere entführten. Siebenschläfer, Milan und all die anderen Tiere leben zum Teil in unmittelbarer Nähe, wir teilen uns mit ihnen so zusagen einen Lebensraum.

Schön, dass wir gemeinsam mit so vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit hatten, unseren wilden Mitbewohnern etwas näher zu kommen. Von Herzen ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!

Wir sehen uns zur nächsten bärenstarken Online Reihe. Bis dahin und alles Gute!

Eurer Team vom Kompetenzzentrum der STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz

JURKA Kolumne 30.03.25

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Ein Wort auf allen Vieren | KW 14

Zurück zur Arbeit…

... kann ja auch durchaus sehr befreiend sein. Seit fast zehn Jahren berichte ich euch nun schon von den Erlebnissen hier bei uns im Schwarzwälder Bärenwald und ich muss sagen, jedes Mal, wenn sich die Winterruhe dem Ende entgegen neigt kriege ich dieses Kribbeln in den Tatzen. Und so ist mein erster Impuls, raus und erstmal was mampfen, Frühstück ist schließlich die wichtigste Mahlzeit des Tages und so, aber sobald ich was zwischen den Beißern habe denke ich sofort an euch!

Also, hier bin ich wieder, eure JURKA. Vielen Dank an meinen rothaarigen Reporterkollegen HERO. Für eine Katze ist er doch recht pflichtbewusst, oder? Aber kommen wir nochmal zurück zum Thema Frühstück. Bei uns Bären ist das Futtern weniger in Tage eingeteilt, also nicht in Frühstück, Mittagessen, Abendbrot, sondern in Frühling, Sommer, Herbst. Winter ist dann der Nachtschlag für die Nimmersatten. Jedenfalls, in diesem Jahr bin ich richtig überrascht, dass sich unsere Marathon-Schläferin DARIA schon aus dem Nest bequemt. Müde und mit ihrer unverwechselbar mürrischen Art schlurfte sie aus ihrer Höhle unterm Kreisel und gönnte sich etwas Gras im Freien. Regt den Stoffwechsel an, wie ihr vermutlich wisst. Auch JULIJA bedient sich gern mal abends am grünen Buffet. Vor ein paar Tagen gabs Fleisch für die Wölfe. Was haben die reingehauen und was haben sie danach zufrieden rumgelegen. Doch kein Grund zum Neid, auch wir Bären kamen in den Genuss einer fleischigen Mahlzeit. Kurz drauf lagen meine Artgenossen dann ähnlich wie die Wölfe vollgefressen und träge herum.

ISA ist bekanntlich unsere Fitnessmaus. Hauptsächlich, weil sie kaum größer ist, als eine Maus. Daher war es auch unfassbar witzig, wie sie neulich, ihrer Rohkostdiät folgend, einen Salatkopf sicherte und ihn wegeschleppte. Der schleifte jedoch die ganze Zeit auf dem Boden, weil sie so klein ist. Eben wie eine bärenstarke Süßmaus. Tatsächlich kenne ich keinen Bären, der stärker, flinker und temperamentvoller ist, als unsere ISA.

Eine gesunde Ernährung ist eben das fünfte Element, meine Freunde. In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

 

Eure
JURKA 

 

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POPEYEs Blog Episode 43 | Bärenwald Glow up

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Was für ein Wochenende! An fast jeder Stelle im Bärenwald wurde gebaggert, gebuddelt, geschraubt, gesägt, gemalt oder wahllos abgerissen. Da hätte ich gerne geholfen, das moderige Holz hätte ich sowas von zerstört mit meinen Zähnen und Tatzen, aber ich darf ja nicht – einfach unfair. Natürlich kenne ich diese jährlichen Glow up Aktionen schon. Einmal im Jahr kommen richtig viele Menschen, die dem BÄRsonal helfen, alles schön und neu zu machen. BÄRENSTARK!

Aber für MYKHAILO, den großen Schisser war das wieder alles recht unheimlich. Mit Großen Augen sah er zu wie die fleißigen Helfer und Helferinnen wie im Ameisenhaufen hin und herliefen und Dinge veränderten. Als würde er sich fragen „Dürfen die das?“

DAGGI hat das Ganze ziemlich kalt gelassen. Sie ist sehr zickig aktuell. Ich sitze einfach nur am Zaun, chill modus on und schaue zu ihr rüber. Ich schwöre ich habe gar nichts gemacht. Da kommt die auf einmal auf mich zugerannt und schnauzt mich dermaßen unverschämt an, als hätte ich sie sonstwie beleidigt. Ich verstehe nicht, wie PARDO mit der klarkommt. Aber zu ihm ist sie auch superlieb. Kuschelt, Spielt und passt auf ihn auf. Was macht der denn anders als ich? Eigentlich würde ich ganz gern mal zu ihr rüber… aber sie mag mich wohl nicht. Zum Glück habe ich meine ASUKA. Mit ihr kann ich auch super toben und kuscheln. Soll PARDO seine DAGGI behalten.

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

 POPEYE

Konferenz in Krumlov

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Seit fast zehn Jahren setzen wir uns für ein Ende Bärenhaltung in Schlossgräben ein. Doch leider hält ausgerechnet das UNESCO Weltkulturerbe in Krumlov, CZ, fest an dieser äußerst fragwürdigen Tradition fest. Da sich Kultur aber nur gemeinsam mit der Bevölkerung entwickeln kann, richten wir gemeinsam mit unseren EARS Partnern BEARS in MIND und dem Nationalen Denkmal Institut Tschechien eine internationale Konferenz aus, um die Bärenhaltung von allen Seiten zu beleuchten.

Es werden Biologen zu Wort kommen, Veterinärmediziner, wir als Tierschützer, aber auch die Seite der Schlossverwaltung wird ihre Sicht auf das kulturelle Erbe darstellen. Dabei geht es nicht nur um die Bären in Krumlov, sondern auch den anderen Schlössern in der Tschechischen Republik. Vielleicht können wir gemeinsam ein wegweisendes Zeichen für ganz Europa setzen – auch für Deutschland. Wer bei der Konferenz dabei sein will kann sich direkt unter diesem Link anmelden: https://medvedinadeje.org/en/cz-bear-conference-2025/ Achtung, die Plätze sind begrenzt. Wir sehen uns in Krumlov!

 

Hier zur Konferenz anmelden

Moment der Woche | Wenn Langschläfer in die Gänge kommen…

 

10-15 Minuten pro Tag draußen müssen erstmal reichen… so lautet das aktuelle Motto unserer Langschläferin DARIA. Erfahrungsgemäß zieht sie das auch im April noch durch. Kein Wunder, denn fast 30 Jahre lang, also den Großteil ihres Lebens, wurde sie in einem Zoo ausgebeutet, an Winterruhe war nicht zu denken. Doch genau diese kostet sie nun in vollsten Zügen aus. Dick im Dezember, schlank im April. Wie bei allen Bären steht zunächst eine ordentliche Menge Gras auf dem Frühstücksplan.

Wenn auch ihr Team Langschläfer seid, dann wäre DARIA doch das ideale Patentier, oder?

Jetzt Pate werden

POPEYEs Blog Episode 42 | Frühlingsgebalge

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Ich sag Euch, ASUKAs und meine erste eigene Winterhöhle ist voll slay! Richtig stabil, Regensicher und klasse zum Ankuscheln an ASUKAs weiches Fell. Aber „Durchgeschlafen“ haben wir auch nicht. Das ist bei uns Bären so. Hin und wieder müssen wir rausgucken und schauen, was draußen so los ist. ASUKA war da diesen Winter etwas neugieriger als ich. Zwischendurch ist sie immer wieder aufgestanden, um neues Polstermaterial für unsere Höhle zu besorgen. Da war sie sehr fleißig. Ich wollte ja lieber schlafen, ist aber etwas schwierig, wenn man dabei ständig Dreck und Laub ins Gesicht geworfen bekommt.

Auch draußen im Wald hat sie ihr Temperament nicht verloren. Kaum fing das BÄRsonal an, Leckereien wie Nüsse und Fleisch zu verteilen, fing sie wieder mit ihrem Gebrüll an. Wir sind doch jetzt schon groß, da muss man nicht wie ein Welpe schreien. Als es mir zu viel wurde, habe ich ihr einfach meine Tatze vor den Mund gehalten. Da hat sie aber große Augen gemacht und vor Empörung aufgehört zu brüllen. Auch das BÄRsonal war erstmal ziemlich mindblown.

Später habe ich dann beim Balgen eine kleine Abreibung von ihr bekommen, aber es macht auch einfach Spaß ASUKA hin und wieder mal zu ärgern.

Haut in die Tatzen

Euer POPEYE

 

 POPEYE

HERO Kolumne Episode 19

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Ein Wort auf allen Vieren

Es heißt...

 

… Abschied nehmen. Eigentlich wäre die Grande Dame des Bärenwalds, eure geliebte JURKA, in dieser Woche wieder im Dienst um euch über die Ereignisse hier im Schwarzwald auf dem Laufenden zu halten. Doch diesen einen Bericht vor meiner verdienten Sommerpause wollte ich noch persönlich an euch richten. Denn ich muss euch leider mitteilen, dass meine Artgenossin, Luchs ELA, leider verstorben ist. Sentimentalität ist eigentlich keine Eigenschaft von uns Katzen, aber ELA war einfach ein besonderer Vierbeiner und hat sich einfach in mein… ich glaube, sogar in unser aller Herzen geschlichen.

Geboren wurde sie einst in einem deutschen Zoo. Aber anders als es bei mir der Fall war, aus Artenschutzgründen zum auswildern, wurde sie regelrecht produziert, wie es in solchen Einrichtungen üblich ist, um noch als kleiner Welpe an einen Freizeitpark verschachert zu werden. Ich kann bis heute nicht glauben, wie herzlos dieser internationale Wildtierhandel ist. Könnt ihr euch das vorstellen, unsere ELA jahrelang in einem engen, trostlosen Gehege, umgeben von Seelöwen-Shows und anderer Tierfolter? Was für eine schreckliche Vorstellung, leider aber auch heute noch Alltag für tausende Wildtiere. Doch zum Glück konnte sie gerettet werden und so war sie da, auf der anderen Seite vom Zaun, als ich dem Tod entrann und hier her in den Schwarzwald kam.

Wir haben nahe zusammen gelebt. Fast jeden Abend habe ich sie rufen gehört. Mich auch manchmal getraut, leise zu antworten. Nun ist es still. Egal, wie laut die Wölfe heulen oder die Bären brüllen, ohne ELAs Stimme weht eine bedrückende, sehnsüchtige Stille durch den Schwarzwald.

Liebe ELA, ich danke dir von Herzen, dass du nicht nur meine, sondern die ganze Welt ein kleinwenig schöner gemacht hast.

In diesem Sinne hoffe ich, dass auch ihr versucht, die Welt zu einem schöneren Ort zu machen. Jeden Tag nur ein klein wenig.

Genießt den Sommer!

Euer HERO

 

HERO

Abschlussprojekt: Insektenhotel für den Bärenpark

Bärenstark! Schülerinnen der Konrad Hentrich Regelschule in Leinefelde-Worbis haben im Rahmen ihrer Abschlussarbeit der 10ten Klasse ein Insektenhotel für unser Tierschutzprojekt gebaut. Doch wie funktioniert dies überhaupt? Welche Materialien eignen sich am beste und allen voran: welche Tiere finden dort ein Zuhause? Die Baumeisterinnen selbst erklären euch dies! Engagement in der Schule und gleichzeitig eine gute Tat für nachhaltigen Wildtier- und Artenschutz – perfekte Aktion! Wir freuen uns sehr über diesen Einsatz.

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