Bärenleid in Gotha - unsere Antwort auf die Stellungnahme

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#bärenwaldfürsarah

Der Tierpark Gotha hat auf unsere Kritik mit einem öffentlichen Brief reagiert. Hier nun unsere Antwort auf diesen Brief:

Sehr geehrter Herr Gösel,
sehr geehrte Frau Engelhardt,
sehr geehrte Frau Wimmer,

seit vielen Jahren stehen wir in Kontakt mit dem Tierpark Gotha, um die Situation der Bären dort zu verbessern. Bereits Herrn Walter, dem ehemaligen Tierparkleiter, wurde das Angebot zur Übernahme und Beratung unterbreitet.

Dies wurde aber leider nie wahrgenommen.

Auch in den letzten 3 Jahren waren wir mehrfach vor Ort und haben Gespräche und Unterstützung angeboten, beispielsweise auch mit Herrn Koch. In diesen Gesprächen haben wir mehrfach aufgefordert, sich gemeinsam an einen runden Tisch zu setzen und zum Wohle der Tiere Lösungen zu finden. Nicht nur für die Bären!

Zuletzt intensivierte sich die Thematik Anfang dieses Jahres. Uns wurde in einem persönlichen Telefonat mit Frau Schröder mitgeteilt, dass man gerne den beiden Bären einen tiergerechten Lebensabend bescheren möchte und es durchaus denkbar, gar wünschenswert wäre, dass sie diesen verdienten Lebensabend im Projekt WORBIS finden können. Doch die Gespräche scheiterten ganz konkret an einem Punkt: keine Bären mehr nach „Sarah“. Denn wir stellen eine elementare Anforderung an Ihre Einrichtung und jede andere, von der wir Bären übernehmen: Zukünftig ist jegliche Bärenhaltung zu unterlassen. Dies gilt bei all unseren Kooperationen: Alte Bären abzuschieben, um sich dann neue, jüngere zu holen, wiederspricht unserer Philosophie und dem Tierschutzgedanken. Wir sind KEINE Sammelstelle für ausgediente Attraktionen oder auf Deutsch gesagt: kein Mülleimer für eine verfehlte Tierparkpolitik. Die STIFTUNG verfolgt das Ziel, ein Ende der Zucht von Bären in Gefangenschaft zu erreichen, da diese niemals artgerecht untergebracht werden können.

Nach unserer Forderung deklarierte man plötzlich die mangelhafte Gothaer Bärenanlage als gut, schließlich sogar als artgerecht. Frau Angelika Wimmer, Fachtierärztin für Zoo -, Wild- und Gehegetiere und Fachberaterin im Tierpark Gotha, hat uns im vorgenannten früheren Telefonat jedoch erzählt, dass sowohl sie als auch Frau Engelhardt daran interessiert sind, Bärin „Sarah“ abzugeben, damit sie einen tiergerechten Lebensabend in unserem Tierschutzprojekt verbringen kann. Sie bezeichnete die Anlage als nicht bärengerecht, wollte keine Bären mehr darin sehen und führte zeitgleich an, dass die Geschäftsführung leider an den alten Strukturen festhält. Nach der Behauptung, man würde die Bären am liebsten abgeben, kam jetzt die Aussage, der Bärin ginge es "sehr gut". Zur Entscheidung, „Sarah“ nicht abzugeben kam es – anders, als Sie nun behaupten – bereits vor dem Tod von „Ben“, wie der Schriftverkehr belegt.

Anstatt die Gründe der Kritik zu akzeptieren und endlich in Kooperation Lösungen zu suchen, erhalten wir nur Rechtfertigungen, die an der bisherigen Situation für die Tiere nichts ändern.

Diesbezüglich sei erwähnt:

1 die Mindestanforderungen zu erfüllen ist kein Kompliment, sondern eher ein Armutszeugnis, wenn man das Verhalten der verschiedenen Tierarten genau betrachtet

2 eine optische Abwechslung für die Besucher erhöht nicht die Lebensqualität der Tiere

3 ein Nachtkäfig ist kein adäquater Rückzugsort

4 mit guter Vorbereitung ist eine Narkose nicht erforderlich – das belegen zahlreiche Transporte unsererseits

5 die erzwungene Zucht von Bären und ein langes Leben ist kein Indikator für deren Wohlbefinden

6 keine Bären in unserer Obhut sind kurz nach ihrer Ankunft verstorben, alle Tiere von Ankunft bis zum Ableben können auf www.baer.de nachverfolgt werden - im Gegenteil: die Tiere blühen auf und zeigen plötzlich wieder ein natürliches Verhalten, ganz anders als in der vorherigen Haltung. Hier wäre es auch angebracht gewesen, bei uns direkt nachzufragen – wie wir das auch bei Ihnen getan haben - anstatt solche Falschinformationen ohne Nachfrage zu übernehmen.

7 Warum wurde es versäumt, nach dem Ableben von Ben den Kontakt zu uns aufrecht zu erhalten? Wir sind immer offen für Gespräche, aber es muss dann auch gehandelt werden. Die Anfragen und Beschwerden von Besuchern des Tierparks erreichten uns (verstärkt in den vergangenen Wochen) in sehr großen Mengen. Zuletzt bemühten wir uns in über 15 Versuchen telefonischen Kontakt herzustellen. Wir wurden nicht zurückgerufen, abgewiegelt oder eine Gesprächsbereitschaft wurde verneint. Daraufhin haben wir in einem letzten Telefonat angekündigt an die Öffentlichkeit zu gehen, sollte nach wie vor keine Reaktion erfolgen. Nun wird immerhin reagiert.

Noch ist es nicht zu spät, „Sarah“ einen tiergerechten Lebensabend zu ermöglichen. Im Tierpark Gotha wird dies leider nicht möglich sein. Wir bieten daher nach wie vor eine Übernahme der Bärin an und weiterhin die Beratung, um aus dem veralteten Tierpark eine moderne, zukunftsfähige Einrichtung entstehen zu lassen, von der zuerst die Tiere, aber auch das Stadtimage profitieren werden. Dazu ist aber ein grundlegendes Umdenken und ein modernes Konzept notwendig. Wir sind jederzeit bereit für einen gemeinsamen Termin, zum Wohle von „Sarah“, aber auch den anderen Tieren. Zahlreiche Kooperationen der Vergangenheit zeugen von unserer Fachkompetenz, so zum Beispiel der Wildpark Knüll, der Tierpark Hirschfeld, der Tierpark Wiesbaden, der Tierpark Bielefeld und nicht zu Letzt der Tierpark Bern.

Wir hoffen auf Ihre Einsicht, denn das Wohlergehen der Tiere liegt in Ihren Händen. Uns ist durchaus eine leichte Verbesserung der Situation im Vergleich zu den letzten Jahren aufgefallen, mit der bestehenden Struktur ist eine merklich spürbare, positive Entwicklung allerdings nicht möglich. Lassen Sie uns gemeinsam aus dem unzeitgemäßen Tierpark Gotha ein Projekt für die Zukunft entwickeln.

 Mit bärenstarken Grüßen

Bernd Nonnenmacher

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Bärenleid im Tierpark Gotha

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#bärenwaldfürsarah

Warum wird die syrische Braunbärin „Sarah“ in einem trostlosen Platz umringt von Steinmauern immer noch als Ausstellungsstück missbraucht, wenn sie schon seit Jahren in Alternativen Projekten ein tierrechtes Leben führen könnte? Das Angebot, sie - sowie ihren Art- und Leidensgenossen „Ben“ - zu übernehmen und damit sie in unseren weitläufigen, naturnahen Freianlagen ein besseres Leben führen können, unterbreiteten wir bereits vor Jahren schon – und es gilt noch immer. „Ben“ ist mittlerweile verstorben und was „Sarah“ betrifft bleiben die Verantwortlichen aus Gotha weiterhin stur.

Was kritisieren wir?
Die Anlage im Tierpark Gotha ist viel zu klein für Bären. Vergleich: in unserem Worbiser Tierschutzprojekt – wo wir einen Platz für „Sarah“ nach wie vor anbieten – leben 13 Tiere auf 5 Hektar [im Tierpark Gotha leben circa 600 Tiere auf 6 Hektar]. Weiterhin ist der Bärenbereich karg, umringt von Beton, Mauern und Sicherheitsglas. Rückzugsmöglichkeiten sind – trotz aufwendiger Erneuerung – mangelhaft. Die es fehlt an Beschäftigung, daher legt „Sarah“ auffällige Verhaltensstörungen an den Tag. Grundlegend fehlt der Anlage eine Struktur, eine Dreidimensionalität. Hügel und Bewuchs wären wichtig, damit das Tier nicht nur auf einer Ebene, sondern auch hoch und runter gehen muss, um eine ausgewogene Bewegung zu fördern. Andernfalls sind starke Schäden der Knochen unausweichlich.

Was bieten wir?
In unserem Tierschutzprojekt warten weiträumige Freianlagen in einem Mischwald mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten, Artgenossen, üppiges Dickicht und natürliche Beschäftigung auf sie. Zudem ist unser Team auf den Umgang und die Therapie verhaltensgestörter Bären spezialisiert.

Ist die Bärin mit 27 Jahren nicht zu alt für einen Transport?
Alte Bäume verpflanzt man nicht – ein Spruch der immer wieder als Vorwand genommen wird, um Tiere in ihrer leidvollen Umgebung zu lassen. Doch wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sich immer lohnt, Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen. Erst letztes Jahr konnten wir dies mit der Rettung von DARIA und DORO [beide damals 28 Jahre] beweisen. Die beiden alten Damen haben sich hervorragend in unseren Einrichtungen eingelebt und sind bereits nach wenigen Wochen regelrecht aufgeblüht. Jeder Tag zählt!

Hintergrund
Seit Jahren kritisieren wir die Haltung nicht nur von Bären, sondern nahezu sämtlichen Großtieren im Tierpark Gotha. Die Flächen sind viel zu klein, gleichen eher einem Ödland und haben mit moderner Tierhaltung oder verhaltensgerechter Unterbringung nicht viel zu tun. Als STIFTUNG für BÄREN boten wir unsere Hilfe an, um die Situation der beiden syrischen Braunbären „Ben“ und „Sarah“ zu verbessern, sie auch in unserem Tierschutzprojekt unterzubringen. Sämtliche Bemühungen blieben leider erfolglos, statt die Tiere abzugeben wurde die Anlage umständlich „erneuert“ [„Ben“ verstirbt vorher], was „Sarah“ aber keine nennenswerten Verbesserungen bringt. Die Mauern, der wenige Platz, die Trostlosigkeit bleiben gleich. Dennoch bezeichnet der Tierpark den Bereich nun offiziell als artgerecht – eine Farce die wir nicht so hinnehmen können. Zudem erhalten wir zahlreiche Anfragen von tierliebenden Menschen, ob wir der Bärin nicht helfen können. Momentan sind uns dahingehend ohne das Einlenken der Besitzer leider die Hände gebunden, aber wir hoffen inständig, dass sich die Verantwortlichen vom Tierpark Gotha endlich für das Wohl der Tiere entscheiden.

Bis dem so weit ist starten wir die Aktion #bärenwaldfürsarah. Wer uns dabei unterstützen will, der Braunbärin zu einem tiergerechten Leben zu verhelfen, der kann dies durch einen Protestpost an die KultTourStadt Gotha GmbH unter dem Hashtag #bärenwaldfürsarah auf sämtlichen sozialen Medien tun – oder den Verantwortlichen selbst direkt schreiben.

Christoph Gösel – Geschäftsführer KulTourStadt Gotha GmbH
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Der Protestbrief:
Wir schließen uns dem Protest der STIFTUNG für BÄREN #bärenwaldfürsarah an und fordern Sie auf, dem jahrelangen Tierleid im Tierpark Gotha ein Ende zu setzen. Als Kulturstadt ist der Tierpark nicht mehr zeitgemäß und beherbergt neben der Bärenhaltung zahlreiche Arten, die nur Mindestanforderung sind. Artgerecht ist nur die Natur, deshalb fordern wir eine konzeptionelle Umstrukturierung des Tierparks für eine optimale und tiergerechte Unterbringung. Die STIFTUNG bietet sich erneut an, zunächst der vorhandenen Bärin ein neues Heim zu bieten und fachlich zu beraten, damit der Kulturtierpark in Gotha eine Zukunft hat.

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Bärenleid im Tierpark Gotha – es reicht!

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#bärenwaldfürsarah

Warum wird die syrische Braunbärin „Sarah“ in einem trostlosen Platz umringt von Steinmauern immer noch als Ausstellungsstück missbraucht, wenn sie schon seit Jahren in Alternativen Projekten ein tierrechtes Leben führen könnte? Das Angebot, sie - sowie ihren Art- und Leidensgenossen „Ben“ - zu übernehmen und damit sie in unseren weitläufigen, naturnahen Freianlagen ein besseres Leben führen können, unterbreiteten wir bereits vor Jahren schon – und es gilt noch immer. „Ben“ ist mittlerweile verstorben und was „Sarah“ betrifft bleiben die Verantwortlichen aus Gotha weiterhin stur.

Was kritisieren wir?
Die Anlage im Tierpark Gotha ist viel zu klein für Bären. Vergleich: in unserem Worbiser Tierschutzprojekt – wo wir einen Platz für „Sarah“ nach wie vor anbieten – leben 13 Tiere auf 5 Hektar [im Tierpark Gotha leben circa 600 Tiere auf 6 Hektar]. Weiterhin ist der Bärenbereich karg, umringt von Beton, Mauern und Sicherheitsglas. Rückzugsmöglichkeiten sind – trotz aufwendiger Erneuerung – mangelhaft. Die es fehlt an Beschäftigung, daher legt „Sarah“ auffällige Verhaltensstörungen an den Tag. Grundlegend fehlt der Anlage eine Struktur, eine Dreidimensionalität. Hügel und Bewuchs wären wichtig, damit das Tier nicht nur auf einer Ebene, sondern auch hoch und runter gehen muss, um eine ausgewogene Bewegung zu fördern. Andernfalls sind starke Schäden der Knochen unausweichlich.

Was bieten wir?
In unserem Tierschutzprojekt warten weiträumige Freianlagen in einem Mischwald mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten, Artgenossen, üppiges Dickicht und natürliche Beschäftigung auf sie. Zudem ist unser Team auf den Umgang und die Therapie verhaltensgestörter Bären spezialisiert.

Ist die Bärin mit 27 Jahren nicht zu alt für einen Transport?
Alte Bäume verpflanzt man nicht – ein Spruch der immer wieder als Vorwand genommen wird, um Tiere in ihrer leidvollen Umgebung zu lassen. Doch wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sich immer lohnt, Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen. Erst letztes Jahr konnten wir dies mit der Rettung von DARIA und DORO [beide damals 28 Jahre] beweisen. Die beiden alten Damen haben sich hervorragend in unseren Einrichtungen eingelebt und sind bereits nach wenigen Wochen regelrecht aufgeblüht. Jeder Tag zählt!

Hintergrund
Seit Jahren kritisieren wir die Haltung nicht nur von Bären, sondern nahezu sämtlichen Großtieren im Tierpark Gotha. Die Flächen sind viel zu klein, gleichen eher einem Ödland und haben mit moderner Tierhaltung oder verhaltensgerechter Unterbringung nicht viel zu tun. Als STIFTUNG für BÄREN boten wir unsere Hilfe an, um die Situation der beiden syrischen Braunbären „Ben“ und „Sarah“ zu verbessern, sie auch in unserem Tierschutzprojekt unterzubringen. Sämtliche Bemühungen blieben leider erfolglos, statt die Tiere abzugeben wurde die Anlage umständlich „erneuert“ [„Ben“ verstirbt vorher], was „Sarah“ aber keine nennenswerten Verbesserungen bringt. Die Mauern, der wenige Platz, die Trostlosigkeit bleiben gleich. Dennoch bezeichnet der Tierpark den Bereich nun offiziell als artgerecht – eine Farce die wir nicht so hinnehmen können. Zudem erhalten wir zahlreiche Anfragen von tierliebenden Menschen, ob wir der Bärin nicht helfen können. Momentan sind uns dahingehend ohne das Einlenken der Besitzer leider die Hände gebunden, aber wir hoffen inständig, dass sich die Verantwortlichen vom Tierpark Gotha endlich für das Wohl der Tiere entscheiden.

Bis dem so weit ist starten wir die Aktion #bärenwaldfürsarah. Wer uns dabei unterstützen will, der Braunbärin zu einem tiergerechten Leben zu verhelfen, der kann dies durch einen Protestpost an die KultTourStadt Gotha GmbH unter dem Hashtag #bärenwaldfürsarah auf sämtlichen sozialen Medien tun – oder den Verantwortlichen selbst direkt schreiben.

Christoph Gösel – Geschäftsführer KulTourStadt Gotha GmbH
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Der Protestbrief:
Wir schließen uns dem Protest der STIFTUNG für BÄREN #bärenwaldfürsarah an und fordern Sie auf, dem jahrelangen Tierleid im Tierpark Gotha ein Ende zu setzen. Als Kulturstadt ist der Tierpark nicht mehr zeitgemäß und beherbergt neben der Bärenhaltung zahlreiche Arten, die nur Mindestanforderung sind. Artgerecht ist nur die Natur, deshalb fordern wir eine konzeptionelle Umstrukturierung des Tierparks für eine optimale und tiergerechte Unterbringung. Die STIFTUNG bietet sich erneut an, zunächst der vorhandenen Bärin ein neues Heim zu bieten und fachlich zu beraten, damit der Kulturtierpark in Gotha eine Zukunft hat.

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Bärenleid in Gotha – es reicht!

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#bärenwaldfürsarah

Warum wird die syrische Braunbärin „Sarah“ in einem trostlosen Platz umringt von Steinmauern immer noch als Ausstellungsstück missbraucht, wenn sie schon seit Jahren in Alternativen Projekten ein tierrechtes Leben führen könnte? Das Angebot, sie - sowie ihren Art- und Leidensgenossen „Ben“ - zu übernehmen und damit sie in unseren weitläufigen, naturnahen Freianlagen ein besseres Leben führen können, unterbreiteten wir bereits vor Jahren schon – und es gilt noch immer. „Ben“ ist mittlerweile verstorben und was „Sarah“ betrifft bleiben die Verantwortlichen aus Gotha weiterhin stur.

Was kritisieren wir?
Die Anlage im Tierpark Gotha ist viel zu klein für Bären. Vergleich: in unserem Worbiser Tierschutzprojekt – wo wir einen Platz für „Sarah“ nach wie vor anbieten – leben 13 Tiere auf 5 Hektar [im Tierpark Gotha leben circa 600 Tiere auf 6 Hektar]. Weiterhin ist der Bärenbereich karg, umringt von Beton, Mauern und Sicherheitsglas. Rückzugsmöglichkeiten sind – trotz aufwendiger Erneuerung – mangelhaft. Die es fehlt an Beschäftigung, daher legt „Sarah“ auffällige Verhaltensstörungen an den Tag. Grundlegend fehlt der Anlage eine Struktur, eine Dreidimensionalität. Hügel und Bewuchs wären wichtig, damit das Tier nicht nur auf einer Ebene, sondern auch hoch und runter gehen muss, um eine ausgewogene Bewegung zu fördern. Andernfalls sind starke Schäden der Knochen unausweichlich.

Was bieten wir?
In unserem Tierschutzprojekt warten weiträumige Freianlagen in einem Mischwald mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten, Artgenossen, üppiges Dickicht und natürliche Beschäftigung auf sie. Zudem ist unser Team auf den Umgang und die Therapie verhaltensgestörter Bären spezialisiert.

Ist die Bärin mit 27 Jahren nicht zu alt für einen Transport?
Alte Bäume verpflanzt man nicht – ein Spruch der immer wieder als Vorwand genommen wird, um Tiere in ihrer leidvollen Umgebung zu lassen. Doch wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sich immer lohnt, Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen. Erst letztes Jahr konnten wir dies mit der Rettung von DARIA und DORO [beide damals 28 Jahre] beweisen. Die beiden alten Damen haben sich hervorragend in unseren Einrichtungen eingelebt und sind bereits nach wenigen Wochen regelrecht aufgeblüht. Jeder Tag zählt!

Hintergrund
Seit Jahren kritisieren wir die Haltung nicht nur von Bären, sondern nahezu sämtlichen Großtieren im Tierpark Gotha. Die Flächen sind viel zu klein, gleichen eher einem Ödland und haben mit moderner Tierhaltung oder verhaltensgerechter Unterbringung nicht viel zu tun. Als STIFTUNG für BÄREN boten wir unsere Hilfe an, um die Situation der beiden syrischen Braunbären „Ben“ und „Sarah“ zu verbessern, sie auch in unserem Tierschutzprojekt unterzubringen. Sämtliche Bemühungen blieben leider erfolglos, statt die Tiere abzugeben wurde die Anlage umständlich „erneuert“ [„Ben“ verstirbt vorher], was „Sarah“ aber keine nennenswerten Verbesserungen bringt. Die Mauern, der wenige Platz, die Trostlosigkeit bleiben gleich. Dennoch bezeichnet der Tierpark den Bereich nun offiziell als artgerecht – eine Farce die wir nicht so hinnehmen können. Zudem erhalten wir zahlreiche Anfragen von tierliebenden Menschen, ob wir der Bärin nicht helfen können. Momentan sind uns dahingehend ohne das Einlenken der Besitzer leider die Hände gebunden, aber wir hoffen inständig, dass sich die Verantwortlichen vom Tierpark Gotha endlich für das Wohl der Tiere entscheiden.

Bis dem so weit ist starten wir die Aktion #bärenwaldfürsarah. Wer uns dabei unterstützen will, der Braunbärin zu einem tiergerechten Leben zu verhelfen, der kann dies durch einen Protestpost an die KultTourStadt Gotha GmbH unter dem Hashtag #bärenwaldfürsarah auf sämtlichen sozialen Medien tun – oder den Verantwortlichen selbst direkt schreiben.

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Wir schließen uns dem Protest der STIFTUNG für BÄREN #bärenwaldfürsarah an und fordern Sie auf, dem jahrelangen Tierleid im Tierpark Gotha ein Ende zu setzen. Als Kulturstadt ist der Tierpark nicht mehr zeitgemäß und beherbergt neben der Bärenhaltung zahlreiche Arten, die nur Mindestanforderung sind. Artgerecht ist nur die Natur, deshalb fordern wir eine konzeptionelle Umstrukturierung des Tierparks für eine optimale und tiergerechte Unterbringung. Die STIFTUNG bietet sich erneut an, zunächst der vorhandenen Bärin ein neues Heim zu bieten und fachlich zu beraten, damit der Kulturtierpark in Gotha eine Zukunft hat.

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Geplante Kooperation mit BUND

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Besuch vom Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland

Tierschutz funktioniert am effektivsten gemeinsam, daher planen wir eine Kooperation mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland. Dazu besuchten uns Vertreter des BUND. Was sie bei uns erlebten, wie sich die Zusammenarbeit gestalten könnte und vieles mehr erfahren Sie in einem bären-starken Gastbeitrag von Patrick Maier [BUND].

Bär, Wolf, Luchs und ganz viel Wissen und Herzblut
Können Wildtiere, die normalerweise große Territorien durchstreifen, artgerecht in einem Park gehal-ten werden, der aktuell rund 0,1 km² groß ist? In freier Wildbahn haben Braunbären oft Territorien von rund 100 km², Wölfe in Mitteleuropa von rund 250 km² und der Luchs zwischen 50 und 300 km². (Büro für Wildökologie, www.beutegreifer.at) Susanne Duffing und ich, Patrick Maier, sind gespannt, mit wel-chen Eindrücken wir nach unserem Treffen mit dem Team vom Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald in Bad Rippoldsau-Schapbach nach Hause fahren werden.

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Beispielbild

Mit dem E-Caddy und dem Team vom Alternativen Bärenpark zu Bär, Wolf und Luchs © BUND, Maier

Mit einem geländegängigen Elektro-Caddy werden wir am Eingang vom Bärenpark von Sabrina Rei-mann (Projektleitung), Teresa Carl (Stellvertretende Projektleitung und Pädagogik) und Franziska Gold-ner (Pädagogik) abgeholt. Sabrina Reimann, sieht uns unsere Fragen sprichwörtlich an der Nasenspitze an und erklärt, dass viele Besucherinnen und Besucher die Frage stellen, ob eine artgerechte Haltung der großen Beutegreifer, also Wolf, Luchs, Bär, in einem Park möglich sei. „Nein,“ so Reimann, „artge-recht ist nur die Natur und am allerbesten wäre es, wenn die Tiere frei sein könnten und es unseren Park nicht geben müsste. Die Tiere, die bei uns im Park sind, kommen aber aus schlechten, teils katastropha-len Haltungen. Sie wurden in viel zu enge Käfigen gesteckt, als Touristenattraktion missbraucht oder anderweitig misshandelt. Sie haben nie ein natürliches Verhalten gelernt und sind auf den Menschen fixiert. Eine Auswilderung von unseren Bären, Wölfen und Luchsen ist leider nicht mehr möglich. Im Bärenpark können wir den Tieren aber ein verhaltensgerechtes und naturnahes Leben ermöglichen. Sie können hier toben, plantschen, sich zurückziehen und müssen selbst nach Futter suchen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich die Tiere schon nach kurzer Zeit entwickeln. Wir sehen aber auch Verhal-tensstörungen, beispielsweise das Tatzen-Nuckeln von Bär Agonis aus Albanien. Die Mutter von Agonis wurde von Wilderern erschossen, als er noch sehr jung war. Ohne Kontakt zu anderen Bären wurde er von einem Restaurantbesitzer aufgezogen.“
„Wichtig ist uns, dass sich die Besucherinnen und Besucher Zeit nehmen. Sie sollen die Schicksale ken-nenlernen und darüber hinaus auch ein Verständnis für die Lebensraumansprüche von Bär, Wolf und Luchs entwickeln. In unseren Parks in Worbis in Thüringen und hier im Schwarzwald geht es also kurz gesagt, sowohl um Tier- als auch um den Artenschutz,“ erklärt Carl. „Und es geht uns vor allem um die Tiere und nicht darum, dass die Besucherinnen und Besucher das beste Foto schießen können,“ merkt Reimann an. „Wir haben deshalb auch keine verglasten Wände, sondern nur die durchgängigen und mehrfach gesicherten Wildtierzäune.“
Langsam rollen wir in unserem E-Caddy los. Schon kurze Zeit später halten wir an. Wir haben Glück und sehen Luchsin Catrina im Gebüsch. Catrina kommt aus Frankreich und wurde dort in einem viel zu klei-nen Gehege auf Steinboden gehalten. Hier hat sie deutlich mehr Platz. Der Park im Schwarzwald, so wird uns erklärt, wurde so aufgebaut, dass die Tiere wie in der Natur zusammenleben. Es gibt viele ge-meinsame Bereiche für Bär, Wolf und Luchs und es gibt abgetrennte Rückzugszonen, beispielsweise für Luchse. Bären oder Wölfe gelangen hier nicht hin.

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Beispielbild

Gemeinsame Haltung, getrennte Rückzugsräume für Wolf und Luchs © BUND, Maier

Für das Verhalten der Tiere ist diese durchmischte Haltung gut. Beispielsweise bekommen sie das Futter immer wieder an unterschiedlichen Stellen und zu unterschiedlichen Zeiten. Die Tiere müssen sich auf ihre Nasen verlassen und schnell genug da sein, um auch einen Happen abzubekommen. Sie müssen sich also das Mittagessen selbst verdienen. Und auch die Sozialkontakte tun den Tieren gut. Die alte Dame Kaja ist wieder richtig fit, seitdem sie ihren jungen Liebhaber Arian hat. Nachwuchs ist nicht zu erwar-ten. Alle Tiere wurden kastriert oder sterilisiert.

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Beispielbild

Kaja und Arian verstehen sich gut © BUND, Maier

Während wir im Stop-and-Go weiter durch den Park fahren, wird uns klar, mit wie viel Herzblut und Tier-liebe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch die Ehrenamtlichen am Werk sind. Dabei geht es nicht nur um die Bären, Wölfe oder Luchse, sondern auch um Naturschutz und Umweltbildung. Der Park baut gerade ein Kompetenzzentrum für Wildtiere auf, organisiert wissenschaftliche Tagungen, führt Fachberatungen von Tierparks und Privathaltungen durch und bietet Führungen für die Besucherinnen und Besucher an. Gerade in den Führungen lernt man viel über die Tiere und auch die Ökosysteme in denen sie leben.
Neben den Beutegreifern sollen sich im Bärenpark auch kleinere Tiere wohl fühlen. Goldner springt im-mer wieder vom E-Caddy ab und erklärt den Kindern, dass genau an der Stelle, wo sie gerade klettern eine seltene Höllenotter lebt, oder bittet die Eltern, die Hunde an die Leine zu nehmen, damit die Mol-che im Tümpel nicht beim Baden der Hunde getötet werden.
Die Bienenstöcke und Wildbienenunterkünfte befinden sich gleich neben dem Indianer-Gebiet. „Wir lassen uns immer wieder etwas Neues einfallen,“ berichtet Carl und fügt an, dass das Indianerfest die-ses Jahr wegen Corona leider ausfallen muss. „Schön wäre es, wenn mehr Wildbienen unser Bienenho-tel nutzen würden. Dafür geht es aber unseren Bienen gut,“ freut sich Sabrina Reimann und öffnet den Schaukasten. Innen herrscht reges Treiben. „Gerne können wir uns die Wildbienen zusammen anschau-en,“ gebe ich in die Runde und erkläre, dass ich in der letzten Zeit viel über den Bau von Unterkünften von unseren BUND-Ortsgruppen und engagierten BUNDlern gelernt habe. Ich denke an den Insekten-garten von Familie Faaß aus Straubenhardt, die neue Wildbienenunterkunft der Ortsgruppe Heckengäu oder den Vortrag des Nabu-Mitglieds Ralf Aldinger über den Bau von Wildbienen bei der BUND-Ortsgruppe in Nagold. „Als erstes“ und dabei fallen mir die Worte von Klaus Faaß ein, „sollten wir die Bienenhotels nicht Hotels bezeichnen. Wir wollen ja, dass die Bienen nicht nur zeitlich befristete Gäste sind, sondern dass sie sich dauerhaft hier ansiedeln. Wir machen deswegen Wildbienenunterkünfte.“ Gemeinsam betrachten wir, welche Wohnhöhlen verschlossen sind und welche nicht. Dabei fallen uns die Risse im Stirnholz auf. Ich erkläre: „Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, dass die Löcher glatt gebohrt, tief genug, hinten verschlossen und nicht gerissen sind. Löcher zwischen 3 und 10 Millimeter sind perfekt. Leider reißt das Holz oft, wenn ins Stirnholz gebohrt wird. Die Kiefernzapfen und das Stroh im geschützten Holzkasten werden nicht von Wildbienen angenommen und können raus.“
„Gerne würden wir mehr in Richtung Naturschutz machen. Tausende Besucherinnen und Besucher kommen jedes Jahr in den Park. Es wäre schön, wenn wir zum Beispiel Aktionen zu Wildbienen- und Insektenschutz, zu Vögeln und Fledermäusen oder zum Wildtiermanagement im Nordschwarzwald an-bieten könnten. Alleine können wir das leider zeitlich nicht alles selbst leisten,“ so Reimann.

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Beispielbild

Susanne Duffing vor Indianer-Dorf, Sabrina Reimann bei den Bienen, Wolfsrudel © BUND, Maier

Schön wäre es, so unser gemeinsamer Eindruck, wenn wir uns zusammen für den Schutz der Umwelt einsetzen könnten. Warum nicht die eine oder andere BUND-Aktion im Bärenpark machen? Wir könn-ten das Angebot im Park toll um beispielsweise den Bereich Wildkatze erweitern. Ich kann mir gut vor-stellen, dass auch unsere Ortsgruppen Spaß daran haben würden, aus dem normalen Naturschutzalltag auszubrechen.
Müde und mit vielen Eindrücken fahren wir von einem aufregenden Termin zurück. Es hat länger gedau-ert als gedacht. Wolf und Luchs sind bei uns im Nordschwarzwald wieder da und ich bin beruhigt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bärenpark nicht nur tolle Aufklärungsarbeit leisten, sondern auch für den Fall gewappnet sind, falls zum Beispiel ein Verkehrsunfall mit einem Luchs oder Wolf pas-siert. Sie sind vorbereitet, wenn das Tier transportiert und versorgt werden müsste. Die Planungen ge-hen sogar soweit, dass ein separates Gehege für solche Fälle gebaut werden soll, in dem das Tier nicht mit den Besucherinnen und Besuchern in Kontakt kommt und wieder ausgewildert werden könnte.

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Beispielbild

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Das war unser Wolfsmond!

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RONJA

#event

Schon längst haben sie Witterung aufgenommen, der Geruch von Fleisch liegt in der Luft, zieht durch ihre sensiblen Nasen. Bei blassem Mondlicht streifen RONJA und RAIK über das Laub, sichern sich ihre Beute kaum, dass sie mit einem dumpfen Klang den Boden berühren. Mit diesem klingt unser Wolfsmond aus, bevor die Teilnehmer_Innen der Veranstaltung sich auf dem Heimweg machen. Es ist keine reißerische Showfütterung von Wölfen, sondern das Ende eines Abends, der den heiß diskutieren Vierbeiner in ein neutrales Licht rückt. Mit sachlicher Darbietung präsentieren die Rednerinnen und Redner die Natur des heimischen Beutegreifers, räumen fachlich mit Klischees, Romantisierung und Verurteilung auf. Sie zeigen den Wolf, wie er ist, seine faszinierende Natur und wie die Gesellschaft damit umgehen sollte.

Um 18:00 Uhr begrüßte Nancy Gothe, Kompetenzmanagerin der STIFTUNG für BÄREN, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ausgebuchten Events. Nachdem sie das Projekt WORBIS, die Entstehung des Alternativen Bärenparks und der STIFTUNG vorstellte, begann die Führung durch unser Tierschutzprojekt. Vorbei an dem historischen Bärenzwinger und durch den Bärenwald geleitete Nancy Gothe die interessierte Gruppe zum Service- und Informationszentrum „Bärenblick“, wo die insgesamt 5 Refert_Innen bereits mit ihren Multimediapräsentationen warteten. Den Anfang machte Uwe Lagemann von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe. Er gab Einblicke in die aktuelle Situation der freilebenden Wölfe in Deutschland, stellte speziell die Lage in Thüringen vor. Im Anschluss sprach Heike Lindemann, stellvertretende Leitung in unserem Worbiser Tierschutzprojekt und Rissgutachterin vom Land Thüringen, über effektiven Herdenschutz, bevor es in eine kleine Pause ging.
Die Teilnehmer_Innen stärkten sich am BBQ Büffet, das Christian Gaßmann von Eichsfeld Event gesponsort wurde. An dieser Stelle vielen Dank für diese bärenstarke Unterstützung!

Bevor es zur nächtlichen Fütterung von RONJA und RAIK sowie den beiden Altwölfen ADENA und AYLA kam, referierten die Biologin Kristin Strauß, Hundetrainerin Anna-Caroline Hein und Hana Tebelmann [Research Assistant Mamalia AG] über das kontroverse Thema Wolf-Hundmischling.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diesen faszinierenden Abend und freuen uns auf das nächste Event im Rahmen unseres Kompetenzzentrums!

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JURKA Kolumne 02.08.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Habt ihr denn schon unsere neue Mitbewohnerin bei uns im Schwarzwald begrüßt? Die schüchterne Wölfin zeigt sich recht selten, mag keinen Lärm und scheint eine Frühaufsteherin zu sein. Wenn ich meine morgendliche Runde drehe, ist sie meist schon unterwegs. Wenn es dann auf die Mittagszeit zugeht, legt sie sich am liebsten ab, genießt ihre Rückzugsmöglichkeiten. Die junge Vierbeinerin kommt immer mehr zur Ruhe und hat sich schon recht gut eingelebt. Leider erwische ich sie hin und wieder dabei, wie sie stereotypiert, daher bitte ich alle Besucher weiterhin, besonders in der Nähe ihrer Anlage ruhig zu sein.

Wo wir gerade beim Thema Ruhe sind, ich habe mir seit langem mal wieder ein beruhigendes Bad gegönnt. Es ist ja schon ungemein entspannend, das kühle Nass. Abgesehen davon will euch eure JURKA ja auch zum Ferienbeginn frisch gebadet begrüßen! Ich freue mich schon tierisch auf euch, denn Ferien heißt ja auch Ferienprogramm bei uns! Bienentag, Spurensuche, Forscher – es gibt so viele spannende Themen, die ihr hier bei uns erleben könnt. Einfach bei den Grünkutten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Hach, da muss ich an meine Jugend zurückdenken, wie aufregend es war, die Natur mehr und mehr kennenzulernen und die Welt um sich herum zu verstehen.

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA

 

Eure
JURKA


 

RONJA und RAIK in der großen Freianlage

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Ronja und Raik

#tiermanagement

Auf in die große Freianlage! So begann der Tag heute für RONJA und RAIK. Seit gestern Abend sind die Schieber geöffnet und der Weg in die Anlage B, an deren Fuße die großen Totempfähle ragen, ist für die beiden Vierbeiner frei. Nach ihrer Ankunft vor etwas über einem Monat, verbrachten sie den Anfang ihrer Eingewöhnungsphase in einer Anlage, die für Besucher nicht sichtbar ist. Nachdem sie sich in den letzten Wochen hervorragend eingelebt haben und die natürliche Beschaffenheit ihrer neuen Umgebung ausgiebig nutzten und wir die Schieber fertigstellten, war es gestern an der Zeit für den nächsten Schritt ist. So öffneten wir den Durchgang von der versteckten zu der großen Freianlage. Ganz in wölfischer Manier waren sie zwar neugierig, aber auch ebenso skeptisch der neuen Situation gegenüber. Wir ließen ihnen also Zeit und Ruhe, selbst zu entscheiden, ob und wann sie den Durchgang benutzen würden.

Gegen Mitternacht war es dann soweit: RONJA und RAIK setzten ihr Pfoten zum ersten Mal in die große Freianlage. Seitdem erkunden sie das neue Terrain, können von den Besuchern dabei beobachtet werden, haben aber natürlich weiterhin die Möglichkeit, sich jeder Zeit zurückzuziehen.

Was ist mit den Bären? Die sind momentan in den Nachbaranlagen, damit RONJA und RAIK ganz in Ruhe und selbstbestimmt das neue Gebiet mit den Hängen, den Bäumen, den Höhlen und dem Dickicht sowie ihre Rückzugsmöglichkeit mit den extra kleinen Wolfschiebern erforschen können. Wie es weitergeht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Zunächst sind wir sehr froh darüber, dass sich die beiden so ausgezeichnet entwickeln. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Paten, Spender und Unterstützer, die diese Aktion ermöglichten!

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Rotary Club zu Gast im Tierschutz

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Wir bedanken uns ganz herzlich bei den beiden Eichsfelder Rotary Clubs

 Kultur: Tierschutz

„Tierschutz ist ein omnipräsentes Thema in Politik und Kultur und ist aus einer modernen Gesellschaft nicht wegzudenken. Auch der Tourismus spielt dabei eine große Rolle. Wir freuen uns daher sehr auf gemeinsame Vorhaben mit dem Rotary Club, um die Region Eichsfeld und den Tierschutz weiter zusammen zu bringen und auszubauen.“

Sabrina Schröder, Leitung Projekt WORBIS

Einige sind langjährige Gäste im Alternativen Bärenpark Worbis, für andere ist unser Tierschutzprojekt Neuland: insgesamt 27 Frauen und Männer der Rotary Clubs Obereichsfeld-Heilbad Heiligenstadt und Duderstadt-Eichsfeld trafen sich am Montag, den 27. Juli 2020, hier bei uns im Bärenwald. Bei hervorragendem Sommerwetter wurden sie von unserer Leiterin Sabrina Schröder persönlich herumgeführt, erfuhren so von den schrecklichen Schicksalen der einzelnen Vierbeiner.

Anschließend erhielten die Rotarier im Rahmen einer Multimedia-Präsentation spannende Einblicke in unsere Tierschutzarbeit. Aber auch unsere Rolle in puncto Tourismus und Bildung für die Region Eichsfeld sowie die diesbezüglich geplanten Bauvorhaben waren Thema.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den beiden Eichsfelder Rotary Clubs für den bärenstarken Besuch und freuen uns auf gemeinsame Vorhaben in der Zukunft!

 

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Ehrenamtlicher Bautrupp für die Vierbeiner

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Anpacken für die Tiere!

Die Anlage oberhalb der Seniorenresidenz ist in ein Wolfsrückzugsgebiet umgebaut und ein brandneues Luchsrückzugsgebiet entsteht – unser ehrenamtlicher Bautrupp hat mal wieder ganze Arbeit geleistet! Während der Schwarzwälder Sommer im lieblichen Wolftal - Tal der Tiere sich von seiner besten Seite zeigt, scheuen die freiwilligen Helfer unseres Tierschutzprojekts keine Mühe, um die Anlagen für unsere Vierbeiner stetig weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Graben, Schachten, Leitungen verlegen, Zaunteile ab und an montieren, Baggern, Wassertröge aus massivem Gestein rangieren, Pfosten setzten, betonieren… die Liste der Tätigkeiten nimmt kein Ende. Wir sind überglücklich, dass auch in unserem Jubiläumsjahr noch das gleiche Engagement und die Leidenschaft für das Projekt vorherrscht, wie vor zehn Jahren. Und das bei den aktuellen sommerlichen Temperaturen. Es freut uns auch sehr, dass viele, viele tatkräftige Helfer_Innen von damals immer noch beherzt mitanpacken. Wer auch Teil des bärenstarken Bautrupps werden mag schreibt einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wer uns finanziell bei der Materialbeschaffung unterstützen will, der braucht nur HIER zu klicken.

 

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