JURKA Kolumne 08.03.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Guten Morgen, ihr Lieben! Eure JURKA meldet sich zurück aus dem Winter. Wundervoll zeigt sich der Frühling bei uns im Schwarzwald. Zitronenfalter fliegen, Grasfrösche hüpfen, Krokusse blühen und unsere ISA markiert fleißig die Bäume.
Malerisch.

Während der letzten Monate ist einiges passiert, wie ich so gehört habe. Ein Wolf sorgt angeblich für jede Menge Aufruhr im Nordschwarzwald. Kann ich mir gar nicht vorstellen, wenn ich so zu meinen Mitbewohnern schaue. Das sind nämlich zwei Wölfe. Momentan lungern sie eigentlich eher auf ihrer faulen Haut - oder sollte ich lieber sagen, fauler Pelz? Jedenfalls, es war bei einer Vielzahl von Tieren gerade die Ranzzeit. Also möchte ich euch Mythos erklären - den wahren Grund hinter der Winterruhe. Nach außen kommunizieren wir Bären es von wegen, dass die Nahrung knapp ist in der kalten Jahreszeit und so. In Wahrheit gehen wir aber nur der Paarungszeit der anderen aus dem Weg. Keine Ahnung, wie das bei euch Zweibeinern ist, aber bei den Tieren ist es schon eine hochaufgeladene Zeit, wenn die Triebe brodeln. Aber ihr Menschen seid ja zivilisiert, ihr geht damit bestimmt total gesittet um.

Oder ?

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!  

Eure
JURKA 

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Wildtierhandel und Rolle Deutschlands - Positivliste

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Deutschland ist Europas Zentrum für Wildtierhandel. Schon seit Jahrzehnten werden wir mit Tierschicksalen konfrontiert, in die deutsche Einrichtungen oder Privatpersonen involviert sind. Grund dafür ist eine veraltete Gesetzeslage, die zahlreiche Lücken und Grauzonen aufweist. Mittlerweile ist das Ausmaß jedoch alarmierend. Die EU ist weltweit ein Hauptmarkt für Wildtiere - und die Bundesrepublik ist dahingehend der Topakteur.

Wie kann das sein? Was hat es mit der viel diskutierten Positivliste zu tun und wie können Lösungsansätze aussehen?

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HERO Kolumne | KW 09

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Ein Wort auf allen Vieren

Guten Morgen JURKA!

Auch der schönste Winter neigt sich einmal dem Ende entgegen und so wundervoll ich es auch fand, euch wöchentlich über dies, das und jenes zu informieren, wird es nun Zeit, meine geschätzte Kollegin JURKA wieder berichten zu lassen. Denn die ist, wie alle anderen Vierbeiner hier bei uns im Bärenwald auch, gerade voll in Frühlingsstimmung. Es ist schließlich warm, die Tage strecken sich, die Natur erblüht, wenn vor die Tür gehen, dann wohl jetzt, oder?

Ich finde es im Frühling immer super interessant, wie die Bären sich nach der langen Zeit in einer Winterhöhle wieder fit für den Sommer kriegen. Stellt euch vor, bewegt haben sich einige von ihnen seit November kaum. Ob der ganze Winterspeck dafür da ist, dass die Gelenke nicht einrosten? Spannend, was sich manche Tiere nicht alles einfallen lassen, um dem Winter aus dem Weg zu gehen. Die einen verkriechen sich in ewig tiefen Erdhöhlen, die anderen flattern in den Süden, es ist einfach herrlich, wie einfallsreich und bunt unsere Natur doch ist, erstaunt mich immer wieder. Was meint ihr? Welches Naturphänomen begeistert euch am meisten?

Ich bin jedenfalls erstmal raus für den Sommer und überlasse das Wort wieder der guten, alten JURKA. Wir lesen uns im Herbst wieder. Aber fände es ganz wundervoll, wenn ihr mich vor Ort hier im Bärenpark besuchen würdet.

Bis dahin und passt auf euch auf!

Euer
HERO

 

HERO

RONJAs Report Folge 49 – Schnarchnase und Fleischdrama

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So langsam traut sich der Frühling ins Revier. Die Sonne scheint öfter und plötzlich tauchen auch wieder Bären auf, als hätten sie nie monatelang geschlafen. Überraschenderweise auch POPEYE. Ja, genau der. Unsere offizielle Schnarchnase hat sich tatsächlich kurz blicken lassen. Ob er sich von meinen letzten Worten provoziert fühlte? Man weiß es nicht. Viel Energie war jedenfalls noch nicht zu erkennen. Kurz raus, einmal blinzeln, vielleicht zweimal atmen und das war’s. Auch ASUKA war mit am Start. Und beide so richtig typisch Teenies: lagen faul aufeinander rum und haben sich kaum gerührt, bis sie wieder verschwunden sind. Ich habe da ja so einen Verdacht: Die beiden haben sich wohl wieder ihre alte Höhle aus den ersten Jahren geschnappt. Nostalgie oder Bequemlichkeit? Schwer zu sagen. Sie lassen sich nicht in ihre Karten schauen.

Und dann hätten wir da noch PEDRO. Der führt hier gerade die große „Ich verhungere“-Show auf. Sitzt da und setzt den dramatischsten Blick auf, den ein Bär hinbekommt – als hätte er noch nie Futter gesehen. Wenn wir unser Fleisch bekommen, hängt er sowieso schon in der Nähe. Aber jetzt wickelt er auch noch die Wolfsdiener um die Tatze, die ihm tatsächlich Extra-Happen zustecken. Der Höhepunkt: Ein Fleischbröckchen landet im Gebüsch und PEDRO riecht es, weiß es, sucht es… findet es aber nicht. Schnüffelt im Kreis, sammelt alles andere ein, guckt verwirrt – bis er es endlich entdeckt. Ich sag’s euch: Selbstbewusstsein groß, Orientierung ausbaufähig.

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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HERO Kolumne | KW 08

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Ein Wort auf allen Vieren

Wildtiere wild sein lassen

Wir Katzen, egal, euer Stubentiger, die Königin der Löwen oder ich, euer Lieblingsluchs HERO, sind nicht gerade bekannt dafür, unsere Emotionen übermäßig zu zeigen. Doch bei den Meldungen der letzten Tage muss ich mal sagen, dass ich recht angefressen bin, ziemlich sogar, um nicht zusagen: ich bin richtig aggro. Warum? Zum einen nervt es mich, dass der arme Wolf im Nordschwarzwald erschossen werden soll. Nur, damit wir uns verstehen, ich als Katze bin, wie gesagt, nicht nah am Wasser gebaut und wir Luchse gehören zu den effektivsten Jägern unseres Planeten, aber der Wolf hat nun wirklich nichts gemacht. Im Gegenteil, ihr Menschen habt Nationalparks, damit wir Tiere dort leben können und genau DAS macht er auch. Das Problem sind am Ende Menschen, welche die Natur nicht respektieren und s.g. Wolfstourismus feiern. Und damit das nun nicht mehr geschieht, muss der Wolf gehen. Was ist das bitteschön für eine Logik? Sollen wir das mal rumdrehen? Stellt euch vor, ein Wolf reißt Schafe und damit das nicht mehr passiert, werden alle Schafe getötet und weggebracht. Macht keinen Sinn, oder? Und genauso macht das keinen Sinn.
Dann habe ich aber auch gehört, dass manche der Meinung sind, der Arme solle zu uns in den Bärenwald kommen. Ja, habt ihr denn nicht verstanden, was das für eine Hölle für ihn bedeuten würde? Er hat nix falsch gemacht, sucht nur eine Freundin, folgt seiner Natur innerhalb der von euch Menschen vorgegebenen Grenzen des Nationalparks und weil Leute ihn angaffen soll er dann auf ewig eingesperrt werden? JURKA, ISA und LUNA kommen alle aus der Natur und sie leiden, auch hier bei uns. Ich sollte ja auch eigentlich in die Natur, nur leider habe ich Probleme mit der Hüfte. Letztlich habe ich nie in freier Wildbahn gelebt, für mich ist eine naturnahe Gefangenschaft eine Option, hier kann ich so wild sein, wie es geht, aber so ein waschechtes Wildtier aus dem Wald würde hier verrückt werden, wirklich…

Merkt euch eins: wir Tiere sind keine Gegenstände, keine politischen Spielbälle, keine Argumente, keine Teufel, keine Räuber, kein Besitz, nein, wir sind Lebewesen, genauso wie ihr. Ich freue mich auf den Tag, an dem die Menschen endlich verstehen, dass wir alle auf einer Ebene stehen und, dass es kein Lebewesen gibt, das mehr oder weniger wert ist, als ein anderes.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Euer
HERO

 

HERO

RONJAs Report Folge 48 – Kalte Pfoten und Baupläne

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Es ist weiterhin bitterkalt hier im Revier. Ich liebe dieses Wetter ja, aber ihr Zweibeiner… naja. Die Luft beißt, der Boden ist hart – und trotzdem merkt man: Langsam, ganz langsam kommt wieder Bewegung hinein. Die ersten Bärennasen wurden bereits gesichtet.

PARDO hat sich kürzlich mal wieder draußen gezeigt, ganz ruhig, einmal geschaut, Lage gecheckt, und dann entschieden, wie es weitergeht. Auch ASUKA war kurz zu sehen – nur ein kleines Lebenszeichen, aber immerhin. Und POPEYE? Keine Spur. Der scheint noch immer tief und fest zu schnarchen. Manche brauchen eben länger.
Und während hier alles langsam erwacht, treiben die Wolfsdiener ganz eigene Dinge.

Auf dem Parkplatz wird fleißig gebuddelt – sie wollen dort ein neues Haus bauen. Ein Haus! Und glaubt ihr, sie kommen mal auf die Idee, uns zu fragen? Uns! Die absoluten Buddel-Profis! Wir könnten das in der Hälfte der Zeit erledigen. Präzise, effizient, mit Leidenschaft. Aber nein – keine Anfrage, keine Beteiligung. Also wirklich, so ein Unding! Ich werde das ganz genau beobachten.

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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HERO Kolumne | KW 07

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Ein Wort auf allen Vieren

Alles fließt 

Einer von euren Schlauschwätzern hat mal gesagt, man könne nie zweimal in denselben Fluss gehen, weil es ja immer fließt und daher auch immer irgendwie neu ist. So’n Quatsch, hab ich mir gedacht, aber unser geliebter, kleiner Bach hier im Bärenwald hat genau das bewiesen. Eben war es noch ein kleines Fegersbächle, doch dann, dank heftigen Starkregen, wurde daraus ein halber Amazonas. Die Vier-, allen voran aber die Zweibeiner versetzte das in Alarmstellung. Engpfotig wurden wieder und wieder die Röhren am Bach kontrolliert. Für einen Moment dachte auch ich wirklich, gleich fließt alles. Aber am Ende hat sich wieder alles beruhigt und die brummenden Bären können es sich in Ruhe ein Weilchen gemütlich machen, in ihren Höhlen.

Wobei ich FRANCA in den letzten Tagen immer öfter gesehen haben, und mit FRANCA meine ich eigentlich nur ihre Nase. Auch ihre Artgenossin, JULIJA aus Litauen, hat sich mal einen kurzen Überblick über die Lage verschafft. Aber das Fazit war wohl, dass ein paar Tage Winterruhe schon noch drin sind. Oder Wochen? Wer weiß das schon genau.

Gibt es eigentlich einen Tier hier bei uns im Schwarzwälder Bärenwald, den oder die ihr nur anhand der Nasenspitze erkennen könntet? Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Euer
HERO

 

HERO

RONJAs Report Folge 47 – Federalarm im Revier

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Erinnert ihr euch noch an die ganzen Pfauen, die derzeit bei uns unterwegs sind? Mit denen wird es wirklich keinen Tag langweilig.
Neulich sind sie in einer regelrechten Armada von Halbstarken hinter unserer Hofkatze EULE her gewesen. Und ich sage euch: Begeistert war sie nicht. Mit hochkonzentriertem Blick und zügigem Schritt ist EULE direkt in die Futterküche zu den Wolfsdienern geflüchtet. Dort hält sie sich ja ohnehin gern auf – strategisch klug, wenn ihr mich fragt.

Die Wolfsdiener haben natürlich versucht, die Pfauen wieder hinauszukomplimentieren. Aber die hatten offenbar andere Pläne. Statt sich beeindrucken zu lassen, haben sie erst einmal ordentlich die Futterküche - sagen wir mal - "dekoriert" und sind dann irgendwann, als es ihnen wieder passte seelenruhig verschwunden.

Trotzdem muss man zugeben: Süß sind sie ja schon. Die Jugend glaubt inzwischen, sie wären schon ganz groß und fangen an ihre Räder zu schlagen. Sehr ambitioniert – nur leider noch ziemlich klein.
Nur Altpfau MARCEL zeigt pompös, wie es richtig geht. Langer Federschweif, stolze Haltung – bereit für die neue Saison.

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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HERO Kolumne | KW 06

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Ein Wort auf allen Vieren

Träume vom Katzenwetter

Gibt ja welche, die sich mit größter Inbrunst im herrlichsten, regnerischen Matschwetter im Dreck umherwerfen. Neulich war wieder so herrliches, regnerisches Matschwetter und ich hasse es. Kann die Freude daran überhaupt nicht verstehen. Glaube, deswegen sind wir Katzen evolutionstechnisch ein Stück weiter als der Rest. Erst kürzlich wuselte die Bärin ISA durch den Bärenwald, schüttelte dabei im ungemütlichen Wetter ihr Stück Wild, was sie zum futtern bekam, als gäbe es nichts schöneres. Hab das mit argwöhnischen Augen verfolgt, musste nur leider meinen geschützten Platz in der Hütte verlassen und auf das Dach springen, raus ins Unwetter, um besser sehen zu können. Ich sag’s euch, Neugier macht Schnupfen.

Neugier weckt auch das Interesse von Bärin JURKA dieser Tage. Meist dann, wenn ihre Mitbewohner KOLJA und GAIA Futter kriegen. Denn GAIA hat die schusselige Angewohnheit, einen Teil ihrer Nahrung, vom Tatendrang überwältigt, in der Nähe von JURKAs Höhle verbuddelt. Sehr zur Freude der alten Bärin, wie ihr euch denken könnt.

Eher weniger hab ich mich über einen Hund gefreut, der ganz offensichtlich trotz Anzeichen von Stress an der Leine über den Rundweg gezerrt wurde. Ich weiß, Hunde sind erlaubt, aber das heißt auch, Verantwortung für das Tier zu übernehmen. Die Vierbeiner in eurer Obhut sind letztlich auf euch angewiesen, sind ja schließlich keine Katzen.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Euer HERO

 

HERO

RONJAs Report Folge 46 – Ungebetene Stimmen

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In letzter Zeit liegt etwas in der Luft. Schwer zu beschreiben, aber ich merke es an jedem Atemzug. RAIK riecht anders als sonst – intensiver, vertrauter, einfach… richtig. Ich bin viel am Buddeln, ständig in Bewegung, aufmerksam bis in die Schwanzspitze. Wir sind beide gut drauf, näher beieinander, interessierter, wacher. Alles fühlt sich ein bisschen aufgeladen an, und ehrlich gesagt gefällt mir das sehr.

Neulich standen RAIK und ich dann ganz ruhig beieinander und haben gemeinsam geheult. Klar, kraftvoll, im Takt – genau so, wie es sein soll. Und plötzlich mischt sich eine dritte Stimme ein. Komplett schief. Völlig daneben. Kein Rhythmus, kein Gefühl.
Wir haben uns erst mal nur angesehen. Völlig verdattert. Und dann stellte sich heraus: Das war einfach ein Hund von den Wolfsdienern, der offenbar meinte, er müsse da unbedingt mit einstimmen. Also wirklich, was für eine Frechheit. Das hier ist unser Revier, unser Moment, unser Rudel. Da heult man nicht einfach mit, nur weil man vier Beine hat.

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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