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JURKA Kolumne 05.10.2018

JURKA-Kolumne
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Ein Wort auf allen Vieren.

Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Na, habt ihr schon Pläne für den Feiertag? So eine freie „Insel“ in der Mitte der Arbeitswoche ist doch was Feines, oder? Ist doch eine gute Gelegenheit, ein wenig auf Beobachtungstour in den Bärenpark zu kommen. Ihr werdet erstaunt sein, wie erwachsen sich ARIAN, AGONIS und ARTHOS mittlerweile fühlen. Allen voran Letzterer kann es wohl kaum erwarten, endlich ein ganz großer zu sein. In letzter Zeit schaut er mich, eure feurige JURKA, hin und wieder mit so einem seltsamen Unterton im Blick an.

Jedenfalls, die Tage werden kürzer und die Zeit knapper bis zum Winter, was für uns Bären so viel heißt wie, mit Vollgas gegen den Kohldampf!

Übrigens, beim Thema Fressen möchte ich in Hinblick auf den kommenden Welttierschutztag am Donnerstag, den 4. Oktober, ein paar Worte loswerden. Wisst ihr eigentlich, dass der Grund, weshalb ich eingefangen wurde darin liegt, dass man mich damals angefüttert hat? Ja, so wurde ich zum so genannten Problembär. Leider ist es ein Schicksal, welches noch vielen Bären in der Wildnis droht, denn die Sensationslust nach uns Wildtieren ist immer noch eine Gefahr. Denn wir werden angelockt, um angeschaut zu werden. Und wenn wir dann da sind, werden wir zum Problem. Also, auch wenn ihr im Urlaub seid, lasst die Rote im Rucksack und uns Vierbeiner in Ruhe, dann gibt’s auch keinen Stress.

In diesem Sinne, passt auf euch auf und haltet die Ohren steif!

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JURKA Kolumne 20.09.2018

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Ein Wort auf allen Vieren.

Ciao und grüß Gott, liebe Leute. Genießt ihr diese herrlichen Spätsommertage auch so sehr wie ich? Die große Hitze ist vorbei und es gibt endlich wieder frisches, saftiges Gras. Kein Wunder, dass jetzt alle Bären wieder aktiver werden und durch die Anlagen streifen. Denn ob ihr es glaubt oder nicht: Wir müssen jetzt schon damit anfangen, uns ein dickes Polster für die Winterruhe anzufuttern.

Übrigens sind die drei kleinen Nervensägen wieder bei mir in der Anlage. Wobei, so klein sind die gar nicht mehr. Schon beeindruckend, wie gut sie sich entwickelt haben. ARTHOS und ARIAN scheinen mit mehr Größe und Kraft auch mehr Mut bekommen zu haben. Immer häufiger sind sie sogar von meinen Scheinangriffen völlig unbeeindruckt. Da bleibt mir dann manchmal keine andere Wahl, als den ein oder anderen doch mal wieder auf einen Baum zu jagen, um zu zeigen, wer hier das Sagen hat.

 Nur AGONIS hat noch gehörig Respekt vor mir und hält weiterhin gebührend Abstand. Aber ehrlich, der tut mir auch ab und zu leid, wenn er mal wieder an seiner Pfote nuckelt. Denn obwohl die Grünkutten schon so viele Schilder angebracht haben, dass die Besucher, wenn sie das sehen weitergehen und ihn ignorieren sollen, bleiben immer wieder welche stehen. Manche machen sogar Fotos oder setzen sich auf eine Bank in der Nähe. Das ist dann wirklich zum aus der Bärenhaut fahren. Aber ich bin mir sicher, ihr seid vernünftiger und macht sowas nicht. Denn es wäre doch sehr traurig, wenn der Kleine wegen solch unvernünftiger Menschen noch eine Tatze verliert.

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

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JURKA Kolumne 31.08.2018

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Ein Wort auf allen Vieren.

Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Ich bin ja immer wieder hin und weg, wenn ich bewundern kann, was unser ehrenamtlicher Rentner-Trupp alles auf die Beine stellt. Erst neulich haben sie in einem Drei-Tage-Sondereinsatz mit vereinten Bärenkräften, nicht nur einen neuen Containerplatz, sondern eine zweite Toilettenanlage und auch noch die Parkplatzerweiterung gerockt! Einen dicken Tatzenschlag für diese grandiose Selbstlosigkeit gibt’s von eurer JURKA dafür! Dabei trotzten unsere Senioren Hitze und Starkregen als wären sie gerade erst 18, wobei einer von ihnen kürzlich 81 geworden ist. Ganz herzliche Geburtstagsgrüße an unseren Otto, dem Schwarzwälder Fels in der Brandung, der seit Jahren unermüdlich für uns Vierbeiner überbärragendes leistet.

Ein großes DANKE für alles! 

Doch nicht nur mit Muskelkraft werden wir unterstützt, auch mit saftig-süßen Gaben. Dank des unermüdlichen, freiwilligen Einsatzes können wir Bären uns über schmackhafte Futterspenden wie Äpfel und anderes Obst hermachen. Und dringend notwendig, denn wie ihr euch sicher vorstellen könnt, fressen die drei albanischen Teenager-Mampfbacken uns die Haare vom Pelz. Seitens der Vegetation sieht es aufgrund der langen Trockenheit nämlich dünn aus in puncto Gras. Daher freuen wir uns tierisch über das frische Obst!
Mir fallen gar nicht genügend Wort ein, um zu beschreiben wie toll das ehrenamtliche Engagement für uns Vierbeiner ist, daher sage ich schlicht von Herzen Dank! Ich hab‘ euch lieb‘ und haltet die Ohren steif!

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JURKA Kolumne 23.08.2018

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Ein Wort auf allen Vieren.

Ciao und grüß Gott, liebe Leute. Mittlerweile habt ihr bestimmt schon mitbekommen, dass wir Abschied von BEA und CHANDAK nehmen mussten…. und beide am selben Tag. Ja, BEA, ich werde nie vergessen, wie sie eines Abends, als wäre es selbstverständlich, mit ihrer Schwester BIGGI in eine Höhle gewackelt ist. Und ich dachte mir noch, ich seh‘ nicht richtig. Dann am nächsten Morgen schallt ein heftiger Streit der beiden durch den verschlafenen Schwarzwald, als beide aufwachten und dachten, Was machst du denn in meiner Höhle? Jetzt sind sie wenigstens beide wieder vereint und streiten sich wahrscheinlich um die gleiche Wolke. CHANDAK, wie oft habe ich über dich geschmunzelt, weil du konsequent deinen Weg gegangen bist, egal wie lange es gedauert hat. Ich weiß noch, wie ich dich jeden Morgen beobachtet habe, um zu sehen, ob du wieder ein Stück weiter aus deiner Komfortzone rausgekommen bist. Es war ganz toll mitzuerleben, wie du mehr und mehr übergewichtige Pfunde verloren hast, dich immer besser bewegen konntest und schließlich zu dem gelassenen, charakterstarken Kragenbär-Mann wurdest, den wir in den letzten Wochen erleben durften. Auch wenn du leider viel zu spät zu uns in den Schwarzwald entlassen wurdest, hast du einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Ich werde noch vielen, vielen Leuten von dem Diggi CHANDAK erzählen, dem Kragenbär-Opa, der im hohen Alter, als alle ihn schon abgeschrieben haben, noch zur Höchstform erblühte!

 

Danke an euch zwei tollen Bären, die unser Projekt hier mit ihrer Art bereicherten und deren Geschichte dazu beiträgt, ähnliches Leid zu verhindern.

Und noch etwas Schönes zum Abschluss: Schon fast zu jährlichen Zweirad-Tradition Schwarzwald ist das Event der Bike Ranch in Schonach geworden. Auch in dieser Saison traten etliche Mountain-Biker in die Pedale für eine gute Sache – und zwar für mich und meine Vierbeinerfreunde! Herzlichsten Dank an die Initiatoren Carsten und Miriam und alle Teilnehmer für ihren Einsatz!

 

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JURKA Kolumne 12.06.2018

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Ein Wort auf allen Vieren.

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Eine Woche der Trauer wirft ihren Schatten über unser Tal, denn Wolf BLESSO ist von uns gegangen. Mit seinem sehr hellen Fell und seiner besonderen Stimme war er wohl der markanteste Vierbeiner im ehemaligen Freizeitpark- Rudel aus Klotten. Ich selbst habe in der großen Freianlage mit ihm und den anderen gelebt. Man kann schon sagen, dass er eigenwillig war, aber letztlich ist es gerade eben das „Anders-Sein“, was wir so schmerzlich vermissen. Ach, BLESSO, es war schön, dass du da warst. Ich hoffe ganz stark, dass du hier zumindest ein Stück weit deine dramatische Herkunft hinter dir lassen konntest. Manchmal ist der Ballast der Vergangenheit leider doch zu groß.

In den letzten Tagen musste ich übrigens viel über die Vergangenheit nachdenken. Ihr habt ja bestimmt schon gelesen, dass laut dem Bund für Naturschutz auch in Deutschland mit Bären in freier Wildbahn zu rechnen ist. Da sage ich allen voran schon mal: Herzlich Willkommen! Allerdings hoffe ich ganz inständig, dass die Deutschen aus der Tragödie gelernt haben, die mein geliebter Sohn BRUNO vor 12 Jahren erfahren musste. Glücklicherweise stehen die Chancen sehr gut, dass wir Bären nun wieder nach Deutschland kommen, wo wir einst auch heimisch waren. Ihr lieben Zweibeiner, vergesst mal nicht, wer hier wo zu erst war. Neulich habe ich einen Kommentar über das Thema Rückkehr der Braunbären gelesen, indem jemand uns Bären vorwarf, dass wir ja schneller sind als Menschen und noch dazu „bewaffnet“ weil wir Fangzähne haben. Da wir euch also körperlich überlegen sind, dürfen wir nicht durch die deutschen Wälder wandern. Ist das nicht drollig?

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JURKA Kolumne 10.05.2018

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Ein Wort auf allen Vieren.

Ciao und Grüß Gott, ihr Lieben! Gibt es diesen Monat eigentlich noch einen Nicht- Feiertag? Hier ein 1. Mai, da ein Frohleichnam, dort Pfingsten und dazwischen immer wieder Brückentage… Kurz um, ihr Zweibeiner habt dieser Tage jede Menge Freizeit, die es sinnvoll zu nutzen gilt. Daher freut es mich tierisch, dass viele von euch die Gelegenheit ergreifen, um mich, eure Lieblingsbärin JURKA, bei diesem tollen Wetter zu besuchen. Aber ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie ansträngend Menschen sein können, vor allem, wenn sie in Massen sind. Mein Kollege CHARLIE hat ja schon vor ein paar Wochen darüber berichtet, wie sich manche Besucher benehmen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Zum Beispiel Steine auf Tiere werfen und Zelte zerstören, um nur ein paar wenige zu nennen. Jedenfalls, unsere Bärichterstattung hat Früchte getragen, denn seit dem 1. Mai gibt es bei uns Patrouillen im Parkgelände, ehrenamtliche Freunde, die als Ranger dafür sorgen, dass wir Vierbeiner in Ruhe gelassen und nichts kaputt gemacht wird. Schön, dass sich Leute für unsere Sicherheit einsetzen, traurig allerdings, dass es überhaupt notwendig ist. Nehmt’ s mir nicht übel, aber wenn ihr mich fragt, ist das ein schlechtes Zeichen von Erziehung für manche Menschen. Apropos schlechtes Zeichen, derzeit kursiert ein gewaltig dicker Luchs eines Tierparks im World Wide Web und wird von vielen Seiten gefeiert. Weil er fett ist. Die Menschen freuen sich also darüber, dass ein eleganter Beutegreifer zu einem übergewichtigen, traurigen Geschöpf deformiert wird. Und dem Tier geht es ganz bestimmt nicht gut, erinnert euch mal an Luchs CHARLIE, wie der hier ankam und was aus ihm geworden ist, seit dem der Bauch nicht mehr am Boden schleift.

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JURKA Kolumne 06.02.2018

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Ein Wort auf allen Vieren.

Salut und Grüß Gott, ihr Lieben! In der letzten Woche stromerten die drei „kleinen“ Albaner durch die große Freianlage und besetzten eine Weile den beliebtesten Platz der Wölfe. Was auch JURKA neugierig machte und sie einen Blick riskieren ließ. Sie und die Wölfe legten schließlich die gleiche Reaktion an den Tag. Doch zunächst einen ganz herzlichen Gruß nach Worbis, zu meinen vier- und zweibeinigen Freunden! Ich – moi – euer cleverer Luchs aus Frankreich, habe von PARDO, dem spanischen Zirkusbären, gehört. Am liebsten hätte ich JURKA wachgerüttelt, meine dickpelzige Journalisten-Kollegin und hätte ihr von der tollen Rettungsaktion der Grünkutten berichtet. Die verpennt wieder die wichtigsten Aktionen.

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JURKA Kolumne 30.11.2017

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Ein Wort auf allen Vieren.

Bonjour und Grüß Gott, ihr Lieben! Mon dieu was habt ihr hier für ein Wetter im Schwarzwald! Erst das weiße Zeugs, Wasser von oben und unten, dann wieder frühlingshafte Temperaturen, nichts für einen zartbesaiteten Franzosen wie mich. Aber meinem Pelz scheint das gut zu tun. Habe mich kürzlich mal im Wasserbecken betrachtet – schmucker Kerl! Logisch, dass mich alle Besucher so verzaubert betrachten. Nur meine CATRINA scheint das nicht so zu beeindrucken, die ist immer mal wieder zickig, sage ich euch!

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JURKA Kolumne 23.11.2017

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Ein Wort auf allen Vieren.

Salut und Grüß Gott, ihr Lieben! Also, mit dieser italienischen Diva JURKA habe ich dann im Frühjahr erst mal ein Hühnchen zu rupfen. Die hat mir ganz verschwiegen wie anstrengend dieses Bärichterstatten ist. Da muss man ja immer auf der Lauer sein, damit einem nichts durch die Lappen geht, nichts mehr mit gepflegt auf meinem Appartement die Seele baumeln lassen.

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JURKA Kolumne 16.10.2017

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Ein Wort auf allen Vieren.

Bonjour und Grüß Gott, ihr Lieben! Ich muss mich dem ein oder anderen noch ganz kurzvorstellen, denn es ist noch nicht so lange her, dass ich hier im Wolftal zuhause bin. Mein Name ist CHARLIE, ich komme aus Straßburg und bin die Vertretung für die Bärichterstatterin JURKA. Die italienische Dame hat sich nämlich einfach in ihre Höhle verzogen und meinte zu mir, ich soll das nun mal übernehmen. Ich wäre schließlich der Neue hier. Ich selbst bin kein Bär oder Wolf, sondern ein Luchs. Meine Schwester CATRINA kam mit mir im Sommer hier im Wolftal an. Erst jetzt merken wir, was wir in den letzten 12 Jahren verpasst haben – nämlich das Luchs sein! Klettern, verstecken, Hänge, also einfach ein natürliches Heim, ist unbezahlbar.

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