POPEYEs Blog Episode 75 | Ruhemodus: an

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Nachdem MYKHAILOs Inneneinrichtungspläne mal wieder komplett vom BÄRsonal sabotiert wurden, hat er seine ganze Deko-Ambition jetzt irgendwie geparkt. Er chillt so durch den Bärenwald, snackt ab und zu ’ne Nuss oder ’nen Apfel, aber no cap – der sieht manchmal aus, als würd er gleich im Stehen einschlafen.
DORO ist ähnlich unterwegs, aber sie ist auch einfach nicht mehr die Schnellste. Bei ihr weiß ich halt nicht, ob’s Altersmüdigkeit oder generelle Müdigkeit ist. Sie wirkt auf jeden Fall völlig relaxt. Letztens hat sie sich einfach bold in DAGGIs Lieblingsspot gelegt 👏. Das würde DAGGI gar nicht gefallen, aber die ist grade nicht da um Drama zu machen.
Hinten bei KATJA war auch irgendwas los, aber real talk: ich hab das gar nicht so richtig mitbekommen. Bin selbst ultra müde, geh jetzt auch mal pennen. Soll RONJA erzählen, ich bin raus 😴.

Das ist nun endlich mal ein guter Vorschlag! Nun bin ich dran: also RAIK und ich bekamen wie jeden Tag unser Küken – kleines Ritual, große Freude. Doch kaum hatte ich mich umgedreht, war die Tür hinter mir zu. Mein Platz vor KATJAs Höhle, MEIN Aussichtspunkt, blieb mir verwehrt. Stattdessen stapfte ein Wolfsdiener dort herum, bewaffnet mit einem langen Stock. Mitten in unserem Revier! Ganz ruhig stand sie am Rand unseres Gebietes und stochert damit hinüber zur Nachbarseite, als gäbe es dort etwas Wichtigeres zu tun. Offenbar lag ein anderer Stock auf dem Stromzaun. Ich habe sie genau beobachtet – und gedacht: Wenn sie mal wirklich was zu tun braucht, ich kenne spannendere Aufgaben.
Bleibt wachsam

Bleibt wachsam
Eure RONJA

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BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

no cap / real talk – ehrlich gesagt
bold – kühn

Moment der Woche | HERO im Herbstwald

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Herbstzeit ist Bärenparkzeit

Der Sommer ist schon fast vergessen und der Winter steht vor der Tür - die ideale Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang durch unseren Bärenwald. Warum? Besonders spannend ist das Verhalten der Bären, die jetzt gerade ihren Gang in die Winterruhe antreten. Es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, die Individualität der Vierbeiner zu beobachten. Außerdem ist es ein bärenstarkes Gefühl, den Tieren bei diesem wichtigen Ereignis beizuwohnen. Denn wie ihr wisst haben sie alle ein traumatisches Schicksal hinter sich und zu erleben, wie sie zumindest ein stückweit Natürlichkeit zurück gewinnen können, ist mehr als hoffnungsvoll. 

Zudem gibt es im Herbst tolle Momente mit Luchsen wie HERO, der nun, bei den kühleren Temperaturen, durchaus aktiver wird. Nicht Zuletzt ist das Heulen der Wölfe ein absoluter Garant für Gänsehaut und darf bei einem Besuch im Schwarzwald nicht fehlen. 

PS besonders bezaubernd ist zudem die Kulisse Schwarzwald. Die bietet ein malerisches Flair für unvergessliche Fotos.  

 

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WILDTIERE | Tierleid im Rampenlicht - Entertainment mit Bär und Co.

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Licht. Kamera. Tierleid. In wenigen Wochen beginnt die Adventszeit und das bedeutet in zahlreichen Haushalten generationsübergreifende Fernsehsonntage mit alten Klassikern, darunter Märchenfilme mit Bären oder Blockbuster wie Free Willie. Tierische Darsteller erfreuten sich größter Beliebtheit bis in die frühen 2000er, doch mit wachsendem Bewusstsein für Tierwohl distanzierten sich große Produktionsfirmen von der s.g. traditionellen Tierausbeutung. Der Filmemacher Gilles de Maistre hingegen bedauert es, dass solche Filme, in denen echte Tiere nicht mehr als Medium genutzt werden, nur noch selten sind. In seinem Kinofilm von 2024 hat er daher mit echten Pandas gedreht. Warum? Der Panda hilft uns, die Eltern und Kinder beim Schauen des Films im Kino emotional miteinander zu verbinden. Diese Art von Familienfilmen gibt es heute gar nicht mehr so häufig, erklärt er in einem Interview.

Gut, schlecht, über Filme lässt sich streiten. Doch an diesem Beispiel wird ganz klar, dass es nicht darum geht, narrativ komplexe Geschichten zu erzählen oder durch Tiere ein emotionales Band zwischen Mensch und Natur zu schaffen, damit ein Bewusstsein für die Welt, die uns umgibt, entsteht, sondern es geht rein um Profit. Hier werden einfach Trigger bedient. Niedlichkeit, Vermenschlichung, Kontrolle über Tiere, genau das ist es, dessen sich hier ganz gezielt bedient wird, um Besucher an die Kinokassen zu locken.

Den Preis dafür tragen letztlich immer die Tiere. Und das schon seit vielen hunderten Jahren. Auch heute noch werden wir immer wieder mit den Folgen des Missbrauchs für die Unterhaltungsbranche konfrontiert. Erst 2024 retteten wir vier Wölfe aus einem insolventen, ehemaligen Filmtierpark. Insgesamt 26 Tiere, die aus dem Umfeld der Unterhaltungsbranche stammen, haben wir in unseren Tierschutzprojekten aufgenommen. Hinzu kommen zwei Bären, von denen wir es nicht genau wissen (es aber sehr wahrscheinlich ist).

Doch bevor wir uns mit einigen konkreten Fällen beschäftigen und einen Ausblick in die Zukunft wagen, werfen wir einen Blick auf historische, teils sehr skurrile und tragische Schicksale.

Lies jetzt unseren neuen Wissensbeitrag zu Entertainment mit Bär und Co.

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JURKA Kolumne 02.11.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Regen fällt

Wir Wildtiere, und damit meine ich allen voran uns Bären, sind gemacht für die rauen Widrigkeiten der Natur. Was aber nicht automatisch heißt, dass wir bei jedem Unwetter filmreif durch die Wälder hechten, nein, auch ein Wildbär darf beim Regenwetter muffig sein und drinnen bleiben. Dabei denke ich direkt an meine Artgenossin ISA. So ein richtiger Sonnenschein ist sie ja eigentlich nie, aber in den letzten Tag schien ihr Gemüt besonders verregnet zu sein. Aber so wirklich aktiv unterwegs war bei dem Wetter auch sonst keiner. Selbst unsere Jungbären hievten sich eher im Rentnertempo durch die Anlagen. Einzig beim Sonnenschein lässt sich der ein oder andere blicken. Unsere Damen aus Litauen, JANA und JULIJA sowie die gute alte DARIA haben sich in letzter Zeit gar nicht gezeigt.

Dafür sind die Wölfe umso aktiver. Besonders KOLJA und GAIA heulen momentan richtig viel, und richtig laut und am liebsten so richtig, richtig früh am Morgen. Aber zum Glück nicht jeden Tag. Nein, manchmal beglücken sie uns mit ihrem bezaubernden Gejaule auch ganz spät abends. Wirklich schön zu sehen war, wie die Wölfe KIRA und KLEO sich nach dem tragischen Ableben von KITO annähern. Die beiden Fähen spielen jetzt miteinander, fressen sogar gemeinsam. Neulich habe ich gesehen, wie sie so am Mampfen waren und dabei von einer freundlichen Elster beobachtet wurden. Ihr kennt die Art bestimmt auch, die darauf warten, dass ihr kurz beiseite geht und sich dann übers gesamte Buffet hermacht. Aber bei den Wölfen hatte sie keine Chance. Gemeinsam sind sie von unten immer wieder den Baum hochgesprungen und haben im Teamwork die Elster vertrieben. Tja, am Ende ist der Zusammenhalt das, was zählt, im Bärenwald.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA 

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POPEYEs Blog Episode 74 | bauliche Veränderungen

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Diese Woche hat’s das BÄRsonal endlich gecheckt und für DORO die künstliche Höhle klargemacht. Wurde auch Zeit. Jetzt ist sie fleißig dabei, das Ding mit Laub auszupolstern und ey, man sollte meinen, Laub ist Laub, oder? Hauptsache genug davon. Aber nee, die feine Dame DORO hat offensichtlich höhere Standards. Statt das Laub direkt vor ihrer Höhle zu nehmen, wackelt sie mit ihren alten Knochen einmal komplett durch den ganzen Bärenwald. Das Laub da scheint wohl premium edition zu sein oder so – anders kann ich mir die ganze Schlepperei nicht erklären. Zentimeter für Zentimeter schiebt sie das Zeug wieder zurück zu ihrer Höhle. Ich schwör, ich seh da keinen Unterschied. Ich nehm einfach das, was am nächsten dran ist und mache dann lieber beim Graben bisschen mehr Feinschliff. Vielleicht ist das einfach so ein „ab nem gewissen Alter hat man Ansprüche“-Ding. Immerhin war sie auch 28 Jahre im Zoo auf Steinboden und konnte gar keine Winterruhe halten. Gönn dir, DORO.

MYKHAILO dagegen hat’s chilliger. Der kriegt vom BÄRsonal direkt ein Strohbett in die Station geliefert. Trotzdem hat er da drinnen plötzlich Deko-Vibes bekommen. Das crazy. Ich hör aus seiner Station nur BÄÄÄM, KLONK, QUIETSCH – dachte schon, der dreht durch. Turns out: der hat einfach mal das Metall in seiner Station so verbogen, dass er jetzt drei riesige Fenster hatte. Hatte.. Weil das BÄRsonal mal wieder keinen Sinn für kreative Architektur hat. Sogar bodenlos angepflaumt wurde MYKHAILO von ihnen– hab´s genau gehört! – und dann haben sie sich mega ins Zeug gelegt, alles wieder geradezubiegen und zu verstärken. So typisch. Ganz ehrlich, ich hoff ja insgeheim, dass MYKHAILO das irgendwann wieder rückgängig macht. Seine Station, seine Regeln. Soll ja schließlich er da schlafen – nicht das BÄRsonal.

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

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BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

gecheckt – begriffen
Das crazy – das ist verrückt / krass / heftig
Turns out – hat sich herausgestellt

Moment der Woche | GAIA und KOLJA

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Zwei verlorene Seelen, die sich gefunden haben – die Schicksale von GAIA und KOLJA sind herzzerbrechend. GAIA ist ein Wolfhundhybrid, zu wild für Zuhause, zu sehr Hund für die freie Wildbahn. KOLJA wurde als kleiner Welpe mit der Hand aufgezogen und wie ein lebendiges Kuscheltier behandelt. Die Zwei mussten Zeit ihres Lebens das Leid suboptimaler Haltung ertragen, durften die einfach nur Tier sein. In unseren Freianlagen haben sie sich nicht gesucht, aber gefunden. Und so hat es ganz den Anschein, dass sie gegenseitig das Beste sind, was ihnen hätte passieren können. Dies zeigt dieser ganz zauberhafte Moment, einfühlsam eingefangen von Fuchs Fotografie.

 

Mehr über GAIA   Mehr über KOLJA

Moment der Woche | POPEYE badet trotz Kälte

Bestes Wetter für ein erfrischendes Bad, oder? Zumindest findet unser POPEYE das. Unser Moment der Woche zeigt, wie er ausgiebig und ausgelassen im kühlen Nass das Leben genießt. Was gar nicht ungewöhnlich ist, denn Bären lieben das Baden. Dies hat viele Vorteile, schont z.B. Gelenke und Knochen, ist zudem unfassbar wichtig für die Fellpflege. Besonders mit Hinblick auf die bevorstehende Winterruhe ist ein sauberer Pelz eine feine Sache.

Doch wohl am schönsten, und für uns als Team herzlichsten, ist diese Lebensfreude, die bei POPEYE in solchen Augenblicken lodert. Wurde er doch als kleiner Welpe in einem Streichelzoo missbraucht. Als er 2022 zusammen mit ASUKA zu uns kam, war er gerade einmal 1 Jahr alt. Mehr über POPEYE und seine traurige Geschichte erfahrt ihr in seinem Tierprofil.

  POPEYE kennenlernen

Euer Team vom
Projekt WORBIS

POPEYEs Blog Episode 73 | Laub Overload

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Unser Bärenwald sieht grad aus wie ‘ne Farbexplosion. Der Wind hat ordentlich durchgezogen und überall fliegt buntes Laub rum. Ich schwör, voll die Herbst-vibes grade. Richtig nice, es sei denn man ist DAGGI und hasst Sturm und Gewitter. Sonst immer auf Drama machen, aber dann, wenn es ein bisschen pustet, nix aushalten. Na ja, die pennt eh schon in ihrer Höhle und kriegt nix mehr mit.

PARDO hängt auch immer weniger vorne im Bärenwald ab, aber hin und wieder kommt er doch und holt sich Snacks ab. Langweilt sich glaube ich ein bisschen ohne seine DAGGI. Bruder, komm einfach rüber, wir chillen, bisschen Abwechslung tut dir gut.

MYKHAILO ist sobald es etwas weht und knackt natürlich auch instant weg - sprintet in seine Station und kuschelt sich in das Strohbett. Vielleicht bring ich ihm nächstes Jahr mal bei, wie man ‘ne stabile Höhle baut. So richtig Bären-Style.

Und dann… PEDRO. Er hat zumindest für dieses Jahr gecheckt, dass seine eigenen Höhlen einfach nix sind. Hat sich für eine künstliche entschieden und nun versucht er’s mit Deko. Mit vollem Elan schleppt er halbe Wälder rein, sammelt echt jedes herunter gewehte Blatt ein und schiebt es in die Höhle. Immerhin mit voller Hingabe, aber langsam frag ich mich, wie sein XXL-Hintern da überhaupt noch reinpassen soll.

Aber ganz ehrlich – für LAURA freu ich mich Der Typ ist beschäftigt und sie kann endlich in Ruhe an ihren Meisterwerken arbeiten

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

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BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

- Overload - zu viel
- vibes - Stimmung
- nice - schön / nett

Moment der Woche – Wolfsheulen

Ton an für den Gänsehautmoment: in dieser Woche sorgen unsere Wölfe RONJA und RAIK für den ganz besonderen Moment, wenn ihre Stimmen durch den Bärenwald hallen. Einst als Wölfe für das Sofa gezüchtet und privat gehalten. Als Wolfshybriden sind sie zu wild für Zuhause und zu sehr Hund für die freie Wildbahn. Nachdem sie beschlagnahmt wurden, kamen sie im Mai 2020 zu uns nach Worbis. Doch was sind, Wolf oder Hund, scheinen sie selbst oft nicht zu wissen.

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