Frohe Weihnachten!

Klamotten, Bücher oder Spielekonsole? Die schönsten Geschenke für uns passen unter keinem Weihnachtsbaum, sind aber unbezahlbar - und wir teilen sie gerne mit euch. Denn es sind die kleinen Momente aus dem Alltag unserer Tiere, die unsere Herzen erfüllen. Wenn sie über sich hinauswachsen, wenn sie ihr Leben endlich genießen.

Daher unser Weihnachtsgeschenk für euch: Momente voller Hoffnung, voller Herzlichkeit, voller Lebensfreude. Denn davon können wir in den aktuellen Zeiten wohl kaum genug haben.

In diesem Sinne wünschen wir euch ein besinnliches Fest, genießt die Tage mit euren Liebsten.

Von Herzen, euer Team der
STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz

RONJAs Report Folge 39 – Ertappt und dreist bedient

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Manchmal fühlt ein jeder sich ja mal völlig unbeobachtet. Manchmal. Ich war also gerade schwer beschäftigt mit buddeln – hochkonzentriert, ernsthaft, wichtig! – als plötzlich zwei Wolfsdiener um die Ecke kamen und mich anstarrten. Und ich sie. Wir alle drei gleich überrascht. Ich gebe zu: Für einen klitzekleinen Moment habe ich mich… ertappt gefühlt. Aber nur kurz. Eine Wolfsdame steht schließlich zu ihren Bauprojekten.

Währenddessen lief’s bei unserer Luchsdame ELBA wie immer äußerst stilvoll. Sie hat ihr Hühnchen genüsslich verspeist, ganz ohne Hektik. Als sie satt war, wurde der Rest fachgerecht verblendet: ordentlich unter Laub, ein bisschen Gras drüber, fast unsichtbar. Ich muss zugeben: schon lehrbuchmäßig.

Dumm nur, dass ein Rotkehlchen das ganze Schauspiel aufmerksam verfolgte. Kaum hatte ELBA ihre Beute verlassen, hüpfte der kleine Frechdachs direkt hin und hat sich seelenruhig ein Stück Hühnchen geklaut. Ganz ohne Scham. Die Überraschung war groß, bei uns allen. Merke: Im Wald gibt es immer jemanden, der noch dreister ist als man selbst.

 

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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Moment der Woche | KOLJA im Regen

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Perfekt getarnt sitzt unser KOLJA im Regen - und er scheint ihn zu genießen. Wir freuen uns sehr, ihn so zu sehen. Denn viele Jahre lang wurde er in einem Filmtierpark für private Audienzen missbraucht. Wolf sein durfte er in all dieser Zeit nicht. Daher ist es wundervoll mitzuerleben, wie er in den Freianlagen aufblüht.

Hast auch du eine zweite Chance im Leben bekommen oder kennst jemanden, auf den dies zutrifft? Dann wäre KOLJA doch das ideale Patentier.

 

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Statement – Kabinett beschließt Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

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Das Kabinett hat beschlossen, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, da der Erhaltungsstatus günstig sei und es zu Konflikten mit Weidetierhaltern und Teilen der Bevölkerung kommt. So kann der Abschuss in Regionen mit hohem Wolfspopulation vereinfacht umgesetzt werden, auch kann es zu Bestandsreduzierung kommen.

Im Wolfsjahr 2024/25 wurden 219 Rudel, 43 Paare und 14 Einzeltiere festgestellt, dies führt zu dem Beschluss, das Vorhaben des Koalitionsvertrages umzusetzen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer: Wir halten Wort und sorgen dafür, dass Weidetierhalter nachts endlich ruhig schlafen können. Mit der Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz kommen klare, praxistaugliche Regeln und Rechtssicherheit. Damit kann dort gehandelt werden, wo Zäune oder Herdenschutzhunde nicht mehr ausreichen – gerade auch in den alpinen Regionen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider ergänzt noch, der Wolf darf bleiben.

Diese Entscheidung ist vor allem in einer Sache praxisnahe: der Abschuss von Wölfen wird entkriminalisiert. Allein die Behauptung, den Bestand durch Abschuss zu regeln und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Weidetierhalter ruhiger schlafen können ist widersprüchlich. Ebenso wie die Absicht, friedlich mit ihm (dem Wolf) zu leben, wie Carsten Schneider weiter betont. Abschuss ist jedoch eine friedliche Variante.

Grundlegend ist der Abschuss von Wölfen eine Sache, Herdenschutz eine andere. Das Problem beim Abschuss von Wölfen liegt darin, dass dies die Zahl der Risse nicht zwangsweise vermindert, denn die Entnahme einzelner Tiere zerstört die Rudelstruktur und kann zum Gegenteil führen. Wir beispielsweise das männliche Tier, sprich der Vater des Familienverbands, erschossen, so bleibt die Fähe mit den Nachkommen zurück. Mit wachsendem Nahrungsdruck wächst auch der Druck, sich an der verhältnismäßig einfachen Beute, den Weidetieren, zu bedienen. Außerdem erhöht der Mangel an Paarungspartnern die Hybridisierung von Wölfen durch streunende Hunde. Der Fall der Hybriden vom Truppenstützpunkt Ohrdruf ist dafür der beste Beweis.

Der Beschluss wird nicht dazu führen, dass es weniger Risse gibt, auch wird es nicht den Herdenschutz verbessern, im Gegenteil, durch die vermeintlich vereinfachte Entnahme von Wölfen liegt es nahe, den Herdenschutz lockerer zu sehen. Doch genau darin liegt die Gefahr.

Eine Gefahr der Bevölkerung lag zu keinem Zeitpunkt vor und scheint als willkürliches Argument. Der Ausbau von Herdenschutzmaßnahmen wäre der sinnvollere Schritt wenn es um Herdenschutz geht. Doch dies scheint bei diesem Beschluss nicht im Vordergrund zu stehen.
Wie sich der Beschluss tatsächlich auswirkt, bleibt jedoch abzuwarten.

Bärenweihnacht 2025

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Kein Schnee, dafür umso herzlicher - unsere Bärenweihnacht 2025 wurde zwar nicht mit einer weißen Winterlandschaft beschenkt, jedoch verwandelten die Stände und allen voran die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher das vergangene Wochenende in ein wahres Weihnachtswunderland. Familiäre Atmosphäre umarmte Highlights wie die Märchenstunde, die Fackelwanderungen - die in diesem Jahr durch den einsetzenden Nebel besonders mystischen Zauber versprühte, oder die bärenstarke Tombola am Sonntagabend.

Es gab viele wundervolle Dinge zu gewinnen, doch allen voran konnten wir gemeinsam Gutes tun. In alter Tradition sammelten wir auch in diesem Jahr Spenden für eine andere gemeinnützige Einrichtung. 2025 fiel die Wahl auf die Wildtierhilfe Oberwolfach (Isabelle Ketterer von der Tierschutzgemeinschaft Schönwald e.V.) , die sich seit vielen Jahren für den Schutz einhemischer Wildtiere einsetzt.

Auch den Hausacher Bärenadvent und seine Bärenkinder unterstützten wir wieder in diesem Jahr. Dieses Projekt hilft Familien mit Kindern, die mit einem Handicap kämpfen müssen.

Wir bedanken uns bei allen Händlern, ehrenamtlichen HelferInnen und euch allen, die dabei mithelfen, dass die Bärenweihnacht Jahr für Jahr stattfinden und zum herzlichen Ausklang des Jahres werden kann!

 

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Ein Wort auf allen Vieren KW 51

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Ein Wort auf allen Vieren

Waldwölfe 

Weihnachten, ein wahrlich eigenartiges Fest, das ihr euch Menschen da zurecht gebastelt habt. So ganz geblickt habe ich das noch nicht, geht es an Weihnachten um Geschenke, gemeinsame Momente oder gutes Essen? Falls ja, warum macht ihr es dann nicht jeden Tag? Oder zumindest jede Woche? Für mich als Katze klingt das jedenfalls nach Alltag. Gönnt euch jeden Tag einen Moment für euch, schenkt euch eine kleine Aufmerksamkeit und ernährt euch gesund. Schaut euch zum Beispiel die Wölfe KIRA und KLEO an, die haben in diesem Jahr das wohl größte und nachhaltigste Geschenk bekommen: eine neue Anlage! Und sie machen den Eindruck, als wäre jetzt für sie jeden Tag Weihnachten.

Ihr neues Areal befindet sich oberhalb des Zweibeinerweges, was KLEO glaube so richtig genießt. Fast immer, wenn ich sie sehe, steht sie auf einen Stein wie in filmreifer Pose und überwacht das Revier. Auf diese Weise hat sie alles im Blick und weiß genau, wann es Zeit ist, sich zu verstecken. Denn genau das machen sie mit Vorliebe - im Dickicht verschwinden. Hunde und Menschen am Zaun meiden sie eigentlich, Wölfe halt. Da kann sie auch ein aufgedrehter Wolfhund auf dem Besucherweg nicht aus der Reserve locken.

Tatsächlich sieht man sie jetzt noch seltener als mich, wenn sie nicht gerade ein Sonnenbad auf ihrem neuen Lieblingsplatz genießen. Die Beiden hätten also auch gute Waldgeister abgegeben. Doch dann gibt es auch diese typischen Wolfsmomente. Neulich hatte KLEO ein altes Stück Fleisch ausgebuddelt, sich darin den Hang herab gewälzt. KIRA hat das zunächst kritisch beäugt. Dachte mir schon, na wenigstens eine von beiden normal, aber was macht sie? Plötzlich macht sie es nach und stürzte sich auch in die alten Kadaverstücke.

Kein Wunder, dass aus den Wölfen irgendwann der beste Freund der Menschen wurde.

 

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif!

Euer HERO

 

HERO

RONJAs Report Folge 38 – Frühling? Nein danke.

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Auch wenn’s hier winterlich ruhig geworden ist – langweilig wird’s bei uns nie, dafür sorge ich schon. Das Wetter spielt Frühling, aber davon lässt sich keiner der Pelzberge beeindrucken. Nur DORO ist hin und wieder mal gemütlich vorbeigeschlendert, ganz ohne Stress. Sie hat sich ein bisschen Laub in ihre Höhle getragen, um’s sich dort kuschliger zu machen, dann ist sie wieder verschwunden wie eine echte Schlafexpertin.

Bei uns Wölfen sieht’s dafür sehr nach „Revier unter Kontrolle“ aus:

RAIK thront ständig oben auf unserer Hütte und gibt den großen Wächter, als würde er die Welt retten. Ich lasse ihn gern glauben, er hätte die Autorität – doch insgeheim liegt sie natürlich bei mir. Während er sich wichtig macht, liege ich gemütlich unter der Hütte auf meinem perfekten Ruheplätzchen und genieße den Tag. Wenn hier jemand den Überblick hat, dann wohl ich. Die Kluge delegiert – und die Egos bleiben schön poliert.

Die Wolfsdiener dagegen rennen herum wie aufgescheuchte Waldhühner – Projekt hier, Idee da, Planungen fürs nächste Jahr überall. Vor allem der Arbeitseinsatz am 21. & 22. März wird groß, mit vielen Ehrenamtlichen. Falls ihr euch nützlich machen wollt: Merkt euch den Termin, ich erwarte euch.

Bis dahin bleibt’s gemütlich, selbstverständlich unter bester Wolfsaufsicht.

 

 

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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Neues Waldstück für die Wölfe

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Unsere Wölfe KLEO und KIRA bewohnen seit ein paar Wochen ein neues Areal oberhalb des Besucherwegs. Dort haben sie sich hervorragend eingelebt, sie nutzen ausgiebig das Waldstück. Besonders die vielen Rückzugsmöglichkeiten genießen sie in vollen Zügen. Allen voran KLEO liebt es, von dem erhöhten Standpunkt das neue Revier zu überblicken. Meistens ist von den grauen Vierbeinern jedoch nicht mehr als ein paar Ohren versteckt im Dickicht zu sehen.

Wir freuen uns sehr, dass sie so in ihrer neuen Umgebung aufblühen. Vor ihrer Rettung lebten sie jahrelang in einem kargen Gehege im Kontaktzoo des ehemaligen Filmtierparks Eschede. Wolf-Sein war dort nicht möglich, die Tiere wurden für zweifelhafte Tieraudienzen missbraucht. Jetzt zeigen sie sehr deutlich, dass sie von der Nähe zum Menschen nicht wirklich viel halten.

Wir bedanken uns bei allen Paten und Spendern, durch deren Unterstützung es uns möglich ist, Tieren wie KLEO und KIRA ein naturnahes, verhaltensgerechtes Zuhause bieten können.

Ein Wort auf allen Vieren KW 50

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Ein Wort auf allen Vieren

Adieu, CATRINA

 

Die Zeit lässt Dinge erblühen, aber auch vergehen. Meine Artgenossin CATRINA wurde älter als die meisten von uns, ein richtiges Urgestein war sie, schließlich gab es hier im Schwarzwälder Bärenwald keine Luchse, bevor sie mit ihrem Bruder CHARLIE kam, beide waren damals bereits im fortgeschrittenen Alter. 2017 war das und ich kann mir einen Bärenpark ohne Luchse eigentlich so gar nicht vorstellen. Lange Zeit lebte das Geschwisterpaar auf dem Steinboden, ein bisschen was über hundert Quadratmeter groß. Ein Witz im Vergleich zu ihrer Anlage. Ich konnte sie immer gut beobachten, ihr Areal war ja direkt gegenüber von meinem, auf der anderen Seite vom Bärenpark, sozusagen. Hab ihr immer gerne dabei zugesehen, wie sie selbstbewusst durchs Dickicht marschierte, elegant wie ein Ninja aber dennoch unantastbar wie ein Panzer. Sie war eine ganz besondere Katze und hat gezeigt, dass es nie zu spät ist, das Wildtier in sich zu entdecken.

Die anstehende Bärenweihnacht kommendes Wochenende steht daher unter einem andächtigen Stern. Es wird nicht dasselbe sein, ohne ihren gelassenen Blick auf das Geschehen. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf euch, lasst uns gemeinsam das Jahr ausklingen und das Leben genießen, alles andere macht keinen Sinn, oder?

 

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif!

Euer HERO

 

HERO

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