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- Kategorie: News - Bärenpark Worbis
- Veröffentlicht: Dienstag, 04. März 2025 16:07
"Sieht man heute denn Bären?" ist eine häufig gestellte Frage in unseren Wildtier- und Artenschutzprojekten. Auch im Winter. Dabei sollte es allgemein bekannt sein, dass Bären im Winter schlafen. Oder heißt es Winterruhe? Vielleicht wäre doch aber der Begriff winterliches Dämmern angebracht?
Fakt ist: es ist eine faszinierende Praktik der Tiere, um die kalte Jahreszeit zu überstehen.
Erfahre in unserem neusten Wissens-Beitrag mehr darüber, was es mit der Winterruhe und dem Erwachen der Bären auf sich hat.
Ein Wort auf allen Vieren
Und täglich grüßt …
… die grummelige ISA – jedenfalls mich. Mit den wärmeren Temperaturen hat sie ihre Morgenroutine wieder aufgenommen: einmal quer durchs Revier, jede Spur inspizieren und wehe, ein Grashalm steht schief – dann wird er rigoros aus dem Weg geräumt! Zum Glück bin ich dämmerungsaktiv, sonst würde sie mir glatt meinen Schönheitsschlaf rauben!
Morgens treffe ich sie an der Grenze zu meinem Revier und begleite sie ein Stück den Hang hinauf – natürlich nicht ohne meine Duftmarken zu setzen. Manchmal ist ISA zu neugierig und stellt sich auf die Hinterpfoten, um in mein Gebiet zu spähen. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als mit einem Fauchen klarzustellen: Besetzt!
Vielleicht sollte sie sich ein Beispiel an JURKA nehmen! Die genießt noch ihre Winterruhe und hat ihr Lager mit Fichtentrieben weiter ausgepolstert. Ob sie einfach noch keine Lust hat, die Höhle zu verlassen oder sich einen Vorrat für nächtliche Knabberattacken zurechtlegt? Wer weiß …
Und während JURKA noch döst, sind andere schon munter. JANA hat sich gemütlich ein paar Nüsse ausgegraben, während JULIJA sich mit Feuereifer über das frische Grün hergemacht hat. Gras? Ernsthaft? Als Katze kann ich das nicht nachvollziehen! Aber sie hat es so genossen, dass es fast – wirklich nur fast – schmackhaft aussah.
In diesem Sinne: Genießt die kleinen Freuden des Lebens – sei es eine saftige Wiese oder der perfekte Sonnenplatz. Und behaltet immer schön den Überblick!
Euer HERO
So langsam wird es laut bei uns im Wald. Aber nein – noch hält ASUKA ihre Klappe. Die Vögel fangen an zu zwitschern, der Specht hämmert und bei einigen Bären scheint auch gaaanz langsam wieder Leben reinzukommen. Jedenfalls als es so warm war, ist PEDRO ganz schön aktiv geworden und wollte unbedingt, dass LAURA auch rauskommt. Halb in ihre Höhle ist er gekrabbelt und hat sie ganz schön genervt glaub ich. Jedenfalls war ein lautes Brummeln zu hören und PEDRO ist ganz schnell rückwärts wieder raus. Manchmal können Männer echt anstrengend sein… Eine große Übärraschung gab es diese Woche auch: MYKHAILO hat sich doch tatsächlich aus seinem Bett bewegt und seine Nase in die Frühlingsluft gehalten. Da sind die Wolfsdiener gerannt, plötzlich war ein großes Gewimmel vorm Zaun und geschwärmt haben sie, wie toll MYKHAILOs Fell doch aussieht. Aber eins sag ich Euch: ein „kleiner“ Schisser ist und bleibt er trotzdem noch. Hat wieder so getan, als hätte er den Schieber noch nie gesehen und ist dann schnell durchgerannt, als würde irgendwas passieren. Trotzdem macht er sich ganz gut. Ich habe ja gedacht, er tut nach dem Winter so, als wäre alles wieder neu für ihn. Dabei war er sogar kurz im Wasser, ist jetzt aber schon wieder verschwunden.
Bleibt wachsam,
Eure RONJA
Heute ist Tag des Eisbären!
Der Eisbär ist das Symbol für den Artenschutz schlechthin. Und deshalb wird er in Zoos weltweit gehalten, gezüchtet und vermarktet. Doch ganz genau das ist KEIN Artenschutz, im Gegenteil. Eigentlich schadet es sogar dem wahren Artenschutz. Warum das so ist, das erklären wir euch jetzt.
Artenschutz heißt, die Art freilebend in ihrem natürlichen Lebensraum zu unterstützen. Eisbären in einer künstlichen Umgebung zu halten stoppt nicht das Aussterben in der freien Wildbahn. Der in Zoos produzierte Nachwuchs wird nicht ausgewildert und unterstützt somit auch NICHT die Population im natürlichen Lebensraum. Zudem ist die genetische Vielfalt in Gefangenschaft begrenzt. Die Ausstellung von Eisbärenwelpen dient der Vermarktung und verfolgt rein wirtschaftliche Interessen.
Eisbären, wie alle Wildtiere, können NICHT artgerecht gehalten werden. Es gibt keine Anlage, die den Ansprüchen der Tiere gerecht wird. Zum einen sind sie oftmals sehr veraltet, zum anderen sind sie nicht für das Wohl der Tiere ausgelegt, sondern zu der Befriedigung der Besucherinnen und Besucher, die Eisbären sehen wollen. Dh. wenig bis keine Rückzugsmöglichkeiten, damit die Tiere auch zu den Öffnungszeiten präsent sind. Dh. tägliche Showfütterungen. Und genau das unterstützt die Stereotypie, also die Verhaltensstörungen wie Kopfweben oder im Kreislaufen. Denn Eisbären sind Tiere, die weite Strecken zurücklegen, die Jagen, die mit extrem feinfühligen Sinnen ausgestattet sind um im ewigen Eis zu überleben. Wird ihnen das genommen, sind sie nichts weiter als Anschauungsobjekte. Ein Eisbär im Zoo mag optisch an einen Eisbären erinnern, aber ist mit dem wirklichen Tier, dass in freier Wildbahn lebt, kaum zu vergleichen. Letztlich lenkt der Irrglaube, Eisbären im Zoo zu halten wäre Artenschutz, von dem eigentlichen Problem ab: dem Verschwinden des Lebensraums. Und der Energieaufwand, Eisbären künstlich zu halten, ist in Sachen Klimaschutz eher kontraproduktiv.
Was ist zu tun?
1 | Die Zucht von Eisbären weltweit sofort einstellen.
2 | Generell die Haltung von Eisbären auslaufen lassen.
3 | Die bestehenden Anlagen tiergerecht umbauen.
4 | Klimaschutz unterstützten.
Diese Woche gibt uns JURKA einen besonderen Einblick in ihr Bärenleben: Mit viel Sorgfalt polstert sie ihre Höhle. Während viele unserer Bären das bereitgestellte Stroh nutzen, setzt JURKA lieber auf ihre Instinkte – als ehemalige Wildbärin weiß sie genau, wie sie es sich gemütlich macht.
Braunbären legen sich für die Winterruhe geschützte Höhlen an, oft in abgelegenen, schwer zugänglichen Gebieten. Damit sie warm und trocken bleiben, polstern sie den Boden mit Laub, Moos und Zweigen aus. JURKA macht es genauso – und mit Erfolg: Ihre Höhle ist die einzige in diesem Winter, die trocken geblieben ist.
Das ist nicht selbstverständlich. Viele unserer Bären stammen aus Zoos oder Privathaltungen und haben nie gelernt, eine Höhle zu bauen oder Material zu sammeln. JURKA hingegen zeigt, wie wichtig natürliche Instinkte sind.
JURKA ist eine beeindruckende Bärin mit einer besonderen Geschichte. Mit einer Patenschaft kannst du sie auf ihrem Weg begleiten und aktiv zu ihrem Wohl beitragen. Hilf mit, ihr und anderen Bären ein sicheres Zuhause zu bieten!
Ein Wort auf allen Vieren
Wenn Tatendrang ansteckt…
… dann bleibt kein Stein auf den anderen. Oder wie bei uns im Bärenwald kein Baum. So viel ich weiß zimmern die Grünkutten an einer Anlage für Bären, die besonders schwer vom Schicksal gepeinigt wurden. Eine Bären-Reha. Neulich hatten waren sie tatkräftig zugange und säbelten einige Bäume in dem Areal nieder. Davon waren die albanischen Bärenmänner zutiefst beeindruckt und eiferten dem Tatendrang mit vollstem Elan nach. Allen voran ARTHOS und ARIAN versuchten sich dabei zu übertrumpfen, wer von Beiden wohl die pelzige Abrissbirne #1 im Bärenwald sei. AGONIS vergnügte sich dahingehend am Zuschauerrand.
Falls ihr euch fragen solltet, was s.g. Zoomies sind, dann scheint die Vierbeinerin die Disziplin perfektioniert zu haben. In bester Clownsmanier forderte sie KITO immer wieder zum Spielen auf. Dabei springt sie um ihn herum, leckt ihm die Schnauze und schenkt ihm ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Worüber sich der Rüde sichtlich zu freuen schien und es daher eine ganze Weile lang recht lässig nahm. Bis es ihm ein wenig zu drüber wurde. Doch kaum erdreistete sich KITO, KLEO dezent zu maßregeln, schon quietschte die Fähe wie ein Welpe. Am Ende machte es sich KITO auf den frischen, neuen Einstreu auf dem Dach vom Unterschlupf bequem und sonnte sich, während KLEO es für tierisch wichtig empfand, alles Neue kräftig zu markieren.
Im Allgemeinen wird unser Schwarzwald zunehmend belebter. Man muss ja nicht gleich Bäume umschubsen oder aus den täglichen 5 Minuten 3 Tage wach machen. FRANCA zum Beispiel, die übrigens schon sehr früh in Winterruhe war, lässt sich immer häufiger blicken und ist dabei anscheinend tiefenentspannt.
Also, behaltet auch ihr immer schön den Überblick und nehmt euch ruhig mal die Zeit für ein kurzes Sonnenbad.
Euer HERO
Ihr dachtet immer nur Hunde haben den „Hundeblick“ drauf? Tja, ich auch! Aber da lag ich wohl mächtig daneben. Denn unser Riese PEDRO hat den wirklich perfektioniert! Er hat so lange geschmachtet, bis die Wolfsdiener schwach geworden sind und ihm doch tatsächlich Fleisch gegeben haben. Das ist ja wohl eine Frechheit! Ich bekomme nie ein extra Küken wenn ich lieb gucke. Und ich frage schon gar nicht nach Größerem. Aber das Beste kommt noch! Denn PEDRO ist dann nicht mal freudig zum Fleisch gelaufen, sondern hat sich noch ganz gemächlich Zeit gelassen, hat hier geschnuppert, da einen Grashalm gefressen und sich letztendlich einfach ins Gebüsch gelegt. Erst nach Stunden ist er dann zu seiner Leckerei und hat sie ganz genüsslich verspeist. Die Wolfsdiener sind manchmal eben doch zu weich, nur nie bei RAIK und mir…
Bleibt wachsam,
Eure RONJA
Tierschutz fängt zuhause an. Dies ist nicht nur ein Satz, den wir oft in Führungen einbringen, sondern auch vorleben. Daher wollen wir euch heute, am Haustiertag, einen kleinen Einblick in unseren ganz privaten Einsatz für die Tiere geben. Zahlreiche Tiere, die gerettet wurden, verwaist waren oder aus anderen Gründen Tierschutzfälle geworden sind, haben bei uns Zuhause die Chance auf ein neues Leben bekommen.
Dabei stammen die Tiere nicht nur aus Deutschland, sondern aus ganz Europa. Und so sehr uns die Vierbeiner auch ans Herz gewachsen sind, so sehr wünschen wir uns gleichzeitig, dass wir ihnen ihr Schicksal hätten ersparen können. Der Ursprung dieses Leids ist der Handel mit Haustieren. Aufgrund von purer Geldgier werden Massen an Tieren gezüchtet, von denen ein Großteil ein Tierschutzfall wird, nicht selten im Tierheim landet. Doch in den Tierheimen ist es zehn nach zwölf. Es herrscht gravierender Mangel an freien Plätzen. Die Einrichtungen sind überfüllt und oftmals unterbesetzt. Ohne den privaten Einsatz wäre die Situation bereits eskaliert. Doch selbst mit diesem enormen Engagement wird es bald soweit sein, dass Tiere in Tierheimen eingeschläfert werden müssen, weil es einfach zu viele sind.
Was könnt ihr tun, um das zu verhindern? Wahrscheinlich habt ihr selbst bereits Tiere, die Tierschutzfälle waren, bei euch aufgenommen oder kennt jemanden, bei dem dies der Fall ist. Doch das wichtigste ist, die Ursache des Notstands zu bekämpfen: Die Zucht. Bitte, unterstützt keine kommerzielle Zucht von Haustieren, kauft z.B. keine s.g. Modehunde, kauft am besten gar keine Hunde, denn zum einen sind die Tierheime voll mit Hunden, die ein neues Zuhause suchen und zum anderen werden die Welpen in der Regel viel zu früh von ihrer Familie, speziell ihrer Mutter getrennt. Nicht selten im Alter von 8 Wochen oder gar früher. Das hat nichts mit Tierliebe zu tun, sondern ist purer Egoismus.
Also, im Sinne der Tiere: Adopt, don’t shop!
Unsere Luchsdame ELBA wurde jahrelang auf engstem Raum ausgestellt. Seit ihrer Ankunft bei uns lebt sie daher in einem s.g. Hiddenplace, also einer Freianlage, die von BesucherInnen nicht einsehbar ist. Doch was macht sie da?
Meistens ist sie auch für uns kaum zu sehen. Auch jetzt im Winter, bei eher geringem Bewuchs in den Anlagen, ist sie perfekt an die Umgebung angepasst. ELBA ist ein Wildtier. Aber als Luchs ist sie eben auch eine Katze. Die größte Kleinkatze unserer Breitengrade. Dabei gibt es gewisse Dinge, die bei allen Katzen gleich sind. In dieser Woche hatten wir das Glück, ELBA bei einem dieser typischen Katzenaugenblicke zu filmen.
Ganz klar unser Moment der Woche! ELBA kann endlich ein verhaltensgerechtes Leben führen, dass sie sichtlich genießt. Da wir als gemeinnütziges Tierschutzprojekt, anders als Zoos oder Tierparks, KEINE Unterstützung aus öffentlichen Mitteln bekommen, sind wir über jede Hilfe dankbar. Gemeinsam können wir Tieren wie ELBA eine zweite Chance bieten.
Euer Team vom
Projekt WORBIS