Nochmal danke an alle Fotokünstler, die mit ihren ganz besonderen Blickwinkel auf unsere Tierschutzprojekte den Kalender der STIFTUNG für BÄREN immer wieder zu etwas ganz besonderen machen!
Allen voran in diesem besonderen Jahr - denn es gibt einen ganz speziellen Kalender zum 10-jährigen Jubiläum unseres Schwarzwälder Tierschutzprojekts!
Exklusiv sind die Kalender nun bei uns vor Ort zu haben. Sobald der online Verkauf startet, geben wir das augenblicklich bekannt.
Und es sei vorgemerk: auch nächste Saison gibt es wieder den Kalender-Wettbewerb. Also ruhig schonmal faszinierende Augenblicke unserer Tiere digital festhalten, je mehr Interaktion und Natur, desto besser!
Nochmal danke an alle Fotokünstler, die mit ihren ganz besonderen Blickwinkel auf unsere Tierschutzprojekte den Kalender der STIFTUNG für BÄREN immer wieder zu etwas ganz besonderen machen!
Allen voran in diesem besonderen Jahr - denn es gibt einen ganz speziellen Kalender zum 10-jährigen Jubiläum unseres Schwarzwälder Tierschutzprojekts!
Exklusiv sind die Kalender nun bei uns vor Ort zu haben. Sobald der online Verkauf startet, geben wir das augenblicklich bekannt.
Und es sei vorgemerk: auch nächste Saison gibt es wieder den Kalender-Wettbewerb. Also ruhig schonmal faszinierende Augenblicke unserer Tiere digital festhalten, je mehr Interaktion und Natur, desto besser!
Am 26. August 2010 kam die erste Bärin in unserem Schwarzwälder Tierschutzprojekt an. Ihr Name: JURKA, und ihre Geschichte könnte dramatischer kaum sein. Im Rahmen eines Artenschutzprogrammes wurde sie aus Slowenien – um genau zu sein aus dem Jurka-Tal – nach Norditalien umgesiedelt. Nachdem sie in ihrer neuen Heimat mehrfach Nachwuchs zur Welt brachte, wurde sie von Menschenhand angefüttert und so in die Nähe menschlicher Siedlungen gelockt, was ihr und ihren Kindern schließlich zum Verhängnis werden sollte. Allen voran ihr erster Sohn BRUNO wurde als s.g. „Problembär“ zu einer traurigen Berühmtheit, als er 2006 von der Landesregierung Bayern erschossen wurde.
In unserem Tierschutzprojekt sorgte JURKA für unzählige faszinierende Momente, welche der beste Beweis dafür sind, dass Bären nicht in Gefangenschaft gehören, sondern in die freie Wildbahn. So werden wir z.B. nie vergessen, mit welchem Geschick sie die mitunter sehr anspruchsvollen Freianlagen meistert, wie elegant sie die Hänge entlangläuft, auf Baumstämmen balanciert. Äußerst herausragend ist neben ihrer ausgesprochen guten körperlichen Verfassung zudem ihr unbändiger Wille. Wenn sich JURKA etwas in den Kopf gesetzt hat, dann geht sie dem auch mit maximaler Leidenschaft nach. Eine Energie, die unsere Anlagen immer wieder auf eine harte Probe stellen. Sie gräbt nicht nur mit großer Kraft, sondern versteht es Werkzeug zu benutzen. Etwa für Hebeltechniken oder um elektrische Geräte wie Stromzäune unschädlich zu machen. Doch eines spürt man der einstigen Wildbärin eindringlich an: ihr unbändiger Freiheitswille.
Daher gilt JURKA für uns als Botschafterin der freilebenden Bären. Helft uns mit und erzählt ihre Geschichte, erzählt von ihrem faszinierenden Charakter, ihren Fähigkeiten. Tragt dazu bei, dass ihr Schicksal nicht umsonst war, sondern unterstützt so die Akzeptanz für Wildbären. Gemeinsam gilt es, den natürlichen Lebensraum zu schützen und die Zucht von Bären in Gefangenschaft einzudämmen. Denn wie JURKA es zeigt: sie gehören in die Freiheit.
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Na, wem von euch ist was aufgefallen? Genau – dank der letzten zwei Wochenenden, an denen unsere ehrenamtlichen Freunde gemeinsam mit den Grünkutten durch den Park fegten, konnte ein beherzte Grünpflege betrieben werden. Also auch noch mal von meiner Seite her ein dickes Lob und herzlichen Dank an die engagierten Zweibeiner, die sich für uns Tiere so sehr ins Zeug legten.
Unser AGONIS fand das Treiben am frühen Morgen übrigens besonders spannend. Mit großem Interesse beobachtete er – versteckt hinterm Dickicht – was sich unten auf dem Hof und drumherum so alles abspielte. Ich hingegen war sehr gespannt darauf, wie unsere GAIA mit dem Damwild zurechtkommen würde, welches die Grünkutten für sie über den Zaun warfen. Ihr wisst ja bestimmt, dass man die arme Wölfin wie einen Hund im Wohnzimmer gehalten hat, bevor sie in unser Schwarzwälder Tierschutzprojekt kam. Jedenfalls, ganz in wölfischer Manier packte sie sich ihr Futter und brachte es erst einmal in Sicherheit, bevor sie es sich im sicheren Dickicht hat schmecken lassen.
Direkt an das Rückzugsgebiet in dem GAIA zurzeit lebt, befindet sich die Anlage, wo unsere gute alte KAJA sich zuweilen aufhält. Und die betagte Dame sorgte für meine ganz persönliche Lieblingsszene in dieser Woche: ganz tiefenentspannt lag sie in dem neuen Pool, zurückgelehnt, Arme auf den Rand gelegt und den Kopf zufrieden zur Seite geneigt. Ihr wohlfühlender Blick hat mich mal wieder daran erinnert, dass es oftmals die kleinen Dinge sind, die das Leben lebenswert machen. So habe ich mir vorgenommen, dies in Zukunft wieder etwas mehr zu schätzen.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
im Oktober heißt es endlich wieder anpacken für den Tierschutz bei unserem bärenstarken Arbeitseinsatz!
Absofort könnt ihr euch anmelden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder (0 36 074) 20 09-0 - nähere Infos folgen in Kürze!
Seit etwas über einen Monat lebt die Wölfin GAIA nun in unserem Schwarzwälder Tierschutzprojekt. Nach Jahren in Privathaltung darf sie sich in unseren Freianlagen nun endlich wie ein Wolf verhalten und natürliche Nahrung genießen. Wir sind sehr froh über die Entwicklung der jungen, scheuen und cleveren Vierbeinerin.
Ein herzliches Dankeschön an die Paten, Spender und Unterstützer, die diese Aktion möglich gemacht haben!
„Mehr Platz für weniger Tiere, mit naturnahen Anlagen - dies ist der zeitgemäße Ansatz für zoologische Gärten im 21. Jahrhundert“, so Prof. Dr. Bernd Schildger, Zootierarzt und Leiter des Tierparks Dälhölzli in Bern. Schildger ist Deutscher und berät seit Jahren als Partner die Stiftung für Bären, so wurde die Stiftung auch zur Beratung für den Bärenpark in Bern als kompetenter Partner genutzt. Gleiches bieten wir auch dem TP Gotha an, denn viele Einrichtungen sollten das Ziel verfolgen, eine zukunftsweisende Bildung auch im Artenschutz zu präsentieren. Die Führung vom Tierpark Gotha signalisiert leider keine Gesprächsbereitschaft, weist Angebote zur Hilfe oder Beratung zurück und beharrt weiterhin auf den „artgerechten“ Charakter ihrer Bärenhaltung. „Man führe eine zoologische Tierhaltung“, heißt es, „und mache keine Experimente“. Wir wollen keine „Experimente“, sondern einzig eine zukunftsweisende Anpassung des Tierparks auf eine moderne Tierhaltung.
Nach unserer Definition gibt es keine „artgerechte“ Haltung von Bären und Beutegreifern, diesen Anspruch erfüllt einzig die freie Wildbahn. In Gefangenschaft kann maximal eine verhaltensgerechte Unterbringung geboten werden. Die Meisten der Tieranlagen in Gotha sind davon weit entfernt, wovon wir uns mit eigenen Augen vor Ort überzeugen konnten. Bei unseren Besuchen in Gotha fanden wir nie eine Anlage vor, die für eine Bärenhaltung als geeignet einzuschätzen war. Zu klein, ohne Möglichkeiten zum natürlichen Rückzug, viel zu geringer Bewuchs, ohne Höhlen, keine geeignete dritte Dimension, leider stark sichteinschränkende Mauern und zu viel Steinboden, der die Tiere eher behindern. Dann kam der Umbau im Juli 2020. Im August besuchten wir die Einrichtung erneut und mussten feststellen, dass die Erneuerungen ohne nennenswerten Effekt für den Bären waren. Weder an der Größe, noch an den Mauern, dem Boden hat sich etwas geändert. Eine kurze Betonröhre und ein Kratzbaum sorgen weder für Dreidimensionalität noch für ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Hier wurde finanziell unnötiger Aufwand betrieben, [wie die Bilder im Vergleich Februar vor und August nach dem Umbau nahelegen]
Wann werden wir oder andere in die Planung der Erneuerungen mit einbezogen? Wir, die STIFTUNG für BÄREN, als eine international agierende Tierschutzorganisation die u.a. als Mitglied der International Association for Bear Research and Management (IBA) zu einem Netzwerk weltweit führender Bärenexperten gehören, wobei unsere Kernkompetenz auch in verhaltensgerechten Anlagen besteht.
Grundlegend haben die Stadt und die Betreiber des Tierparks Gotha versäumt mit der Zeit zugehen. Es fehlt der Ansatz einer Einrichtung, die den Ansprüchen europäischer Normativen schon seit 1999 entspricht und genau diese möchten wir gemeinsam erarbeiten.
All den Unterstützern möchten wir an dieser Stelle bei der Aktion #bärenwaldfürsarah bedanken, denn aufgrund dieses öffentlichen Drucks haben sich die Verantwortlichen aus Gotha reagiert. Und wir hoffen auf ein Gespräch im September.
Unser Gesprächsangebot:
1 erstellen eines langfristigen Gesamtkonzeptes für den TP Gotha 2 mittelfristige Reduzierung großer Tierarten 3 Schaffung eines Parks mit einem Thema, das der den Geländeanforderungen entspricht
Wir bleiben weiterhin dran und halten euch auf dem Laufenden.
Heute, am 17. August 2020, fanden wir Wölfin AYLA leblos in der Freianlage vor. Ein Fremdeinwirken konnte nicht festgestellt werden. Die betagte Vierbeinerdame wurde 14 Jahre alt.
Schweren Herzens nehmen wir Abschied von AYLA, die nur zu gerne ihrer Schwester ADENA die höchste Position im Rudel streitig machte. Einige Mal ist ihr dies gelungen und wir halten sie in Erinnerung, als eine tolerantere Chefin als ADENA. Eine Eigenschaft, die sie neben dem rechten Knickohr so markant machte.
Was ist denn da los?, mag sich AGONIS gedacht haben, als sich diesen und letzten Samstag schon früh morgens engagierte Zweibeiner für unser Tierschutzprojekt ins Zeug legten. Das große Stichwort bei unseren Arbeitseinsätzen war Grünpflege. Gemeinsam mit den Freiwilligen wurde freigeschnitten, gehackt, geharkt und allen voran dem japanischen Knöterich die Stirn geboten. Jeweils um 08:00 Uhr gings los. Nach einer kurzen Stärkung mit Kaffee und Brezeln wurden ehrenamtlichen Helfer in Teams eingeteilt. Hochmotiviert und unter den wachsamen Augen des ein oder anderen Vierbeiners trotzten sie der Hitze und machten sich ans Werk.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Rund um unsere Freianlagen, im Forscherpfad, auf den Wegen, am Spielplatz sowie im Kräutergarten wurde bärenstarke Grünpflege betrieben.
Wir sind wieder einmal begeistert von dem selbstlosen Einsatz der kleinen und großen Helfer. Ein ganz besonderer Dank geht an Kurt Jäckle , der an beiden Tagen ein fantastisches Mittagsmahl für unsere Mitstreiter spendete.
Zwei großartige Arbeitseinsätze liegen hinter uns. Wir bedanken uns von ganzem Herzen und im Namen der Tiere bei den unermüdlichen Helfern!
Der Tierpark Gotha hat auf unsere Kritik mit einem öffentlichen Brief reagiert. Hier nun unsere Antwort auf diesen Brief:
Sehr geehrter Herr Gösel, sehr geehrte Frau Engelhardt, sehr geehrte Frau Wimmer,
seit vielen Jahren stehen wir in Kontakt mit dem Tierpark Gotha, um die Situation der Bären dort zu verbessern. Bereits Herrn Walter, dem ehemaligen Tierparkleiter, wurde das Angebot zur Übernahme und Beratung unterbreitet.
Dies wurde aber leider nie wahrgenommen.
Auch in den letzten 3 Jahren waren wir mehrfach vor Ort und haben Gespräche und Unterstützung angeboten, beispielsweise auch mit Herrn Koch. In diesen Gesprächen haben wir mehrfach aufgefordert, sich gemeinsam an einen runden Tisch zu setzen und zum Wohle der Tiere Lösungen zu finden. Nicht nur für die Bären!
Zuletzt intensivierte sich die Thematik Anfang dieses Jahres. Uns wurde in einem persönlichen Telefonat mit Frau Schröder mitgeteilt, dass man gerne den beiden Bären einen tiergerechten Lebensabend bescheren möchte und es durchaus denkbar, gar wünschenswert wäre, dass sie diesen verdienten Lebensabend im Projekt WORBIS finden können. Doch die Gespräche scheiterten ganz konkret an einem Punkt: keine Bären mehr nach „Sarah“. Denn wir stellen eine elementare Anforderung an Ihre Einrichtung und jede andere, von der wir Bären übernehmen: Zukünftig ist jegliche Bärenhaltung zu unterlassen. Dies gilt bei all unseren Kooperationen: Alte Bären abzuschieben, um sich dann neue, jüngere zu holen, wiederspricht unserer Philosophie und dem Tierschutzgedanken. Wir sind KEINE Sammelstelle für ausgediente Attraktionen oder auf Deutsch gesagt: kein Mülleimer für eine verfehlte Tierparkpolitik. Die STIFTUNG verfolgt das Ziel, ein Ende der Zucht von Bären in Gefangenschaft zu erreichen, da diese niemals artgerecht untergebracht werden können.
Nach unserer Forderung deklarierte man plötzlich die mangelhafte Gothaer Bärenanlage als gut, schließlich sogar als artgerecht. Frau Angelika Wimmer, Fachtierärztin für Zoo -, Wild- und Gehegetiere und Fachberaterin im Tierpark Gotha, hat uns im vorgenannten früheren Telefonat jedoch erzählt, dass sowohl sie als auch Frau Engelhardt daran interessiert sind, Bärin „Sarah“ abzugeben, damit sie einen tiergerechten Lebensabend in unserem Tierschutzprojekt verbringen kann. Sie bezeichnete die Anlage als nicht bärengerecht, wollte keine Bären mehr darin sehen und führte zeitgleich an, dass die Geschäftsführung leider an den alten Strukturen festhält. Nach der Behauptung, man würde die Bären am liebsten abgeben, kam jetzt die Aussage, der Bärin ginge es "sehr gut". Zur Entscheidung, „Sarah“ nicht abzugeben kam es – anders, als Sie nun behaupten – bereits vor dem Tod von „Ben“, wie der Schriftverkehr belegt.
Anstatt die Gründe der Kritik zu akzeptieren und endlich in Kooperation Lösungen zu suchen, erhalten wir nur Rechtfertigungen, die an der bisherigen Situation für die Tiere nichts ändern.
Diesbezüglich sei erwähnt:
1 die Mindestanforderungen zu erfüllen ist kein Kompliment, sondern eher ein Armutszeugnis, wenn man das Verhalten der verschiedenen Tierarten genau betrachtet
2 eine optische Abwechslung für die Besucher erhöht nicht die Lebensqualität der Tiere
3 ein Nachtkäfig ist kein adäquater Rückzugsort
4 mit guter Vorbereitung ist eine Narkose nicht erforderlich – das belegen zahlreiche Transporte unsererseits
5 die erzwungene Zucht von Bären und ein langes Leben ist kein Indikator für deren Wohlbefinden
6 keine Bären in unserer Obhut sind kurz nach ihrer Ankunft verstorben, alle Tiere von Ankunft bis zum Ableben können auf www.baer.de nachverfolgt werden - im Gegenteil: die Tiere blühen auf und zeigen plötzlich wieder ein natürliches Verhalten, ganz anders als in der vorherigen Haltung. Hier wäre es auch angebracht gewesen, bei uns direkt nachzufragen – wie wir das auch bei Ihnen getan haben - anstatt solche Falschinformationen ohne Nachfrage zu übernehmen.
7 Warum wurde es versäumt, nach dem Ableben von Ben den Kontakt zu uns aufrecht zu erhalten? Wir sind immer offen für Gespräche, aber es muss dann auch gehandelt werden. Die Anfragen und Beschwerden von Besuchern des Tierparks erreichten uns (verstärkt in den vergangenen Wochen) in sehr großen Mengen. Zuletzt bemühten wir uns in über 15 Versuchen telefonischen Kontakt herzustellen. Wir wurden nicht zurückgerufen, abgewiegelt oder eine Gesprächsbereitschaft wurde verneint. Daraufhin haben wir in einem letzten Telefonat angekündigt an die Öffentlichkeit zu gehen, sollte nach wie vor keine Reaktion erfolgen. Nun wird immerhin reagiert.
Noch ist es nicht zu spät, „Sarah“ einen tiergerechten Lebensabend zu ermöglichen. Im Tierpark Gotha wird dies leider nicht möglich sein. Wir bieten daher nach wie vor eine Übernahme der Bärin an und weiterhin die Beratung, um aus dem veralteten Tierpark eine moderne, zukunftsfähige Einrichtung entstehen zu lassen, von der zuerst die Tiere, aber auch das Stadtimage profitieren werden. Dazu ist aber ein grundlegendes Umdenken und ein modernes Konzept notwendig. Wir sind jederzeit bereit für einen gemeinsamen Termin, zum Wohle von „Sarah“, aber auch den anderen Tieren. Zahlreiche Kooperationen der Vergangenheit zeugen von unserer Fachkompetenz, so zum Beispiel der Wildpark Knüll, der Tierpark Hirschfeld, der Tierpark Wiesbaden, der Tierpark Bielefeld und nicht zu Letzt der Tierpark Bern.
Wir hoffen auf Ihre Einsicht, denn das Wohlergehen der Tiere liegt in Ihren Händen. Uns ist durchaus eine leichte Verbesserung der Situation im Vergleich zu den letzten Jahren aufgefallen, mit der bestehenden Struktur ist eine merklich spürbare, positive Entwicklung allerdings nicht möglich. Lassen Sie uns gemeinsam aus dem unzeitgemäßen Tierpark Gotha ein Projekt für die Zukunft entwickeln.
Mit bärenstarken Grüßen
Bernd Nonnenmacher
Ursprüngliches Schreiben vom Tierpark Gotha bezüglich unserer Kritik:
Sehr geehrter Herr Nonnenmacher, zunächst finden wir es sehr wichtig, dass Sie mit Ihrem Anliegen im Sinne des Tierwohls an uns herangetreten sind. In diesem Zusammenhang möchten wir auf einige Punkte eingehen.
In der Darstellungen Ihres Facebook-Beitrages wird sich optisch lediglich auf den vorderen Bereich der Anlage bezogen. Dabei wird missachtet, dass es schon vor Jahren eine Erweiterung der Anlage gab, welche zur Raumvergrößerung beigetragen hat. Die Anlage mag für größere Bärenpopulation zu klein sein, für zwei bzw. wie in diesem Fall für einen Bären haben wir die Bestätigung des Veterinäramtes, Sarah in unserer Anlage einen entspannten Lebensabend ermöglichen zu dürfen.
Sie sprechen zudem die Abgrenzung an. Eine äußere Abgrenzung ist zum Schutz der Besucher nun mal erforderlich, wobei unsere Anlage eine optische Abwechslung aus Sandsteinadaption, Zaun und Sichtglas ermöglicht. Auch Rückzugsmöglichkeiten für Sarah sind in der Anlage zur Genüge vorhanden. Sie kann sich in den Innenraum zurückziehen, nutzt das Wasserbecken zum Planschen und den schattigen Durchgang zwischen den Außeneinheiten als Höhle, hat Baumstämme und Sandkuhlen, als Schutz vor den Blicken der Besucher.
Sie merken in ihrem Beitrag eine fehlende Struktur an, jedoch ist diese nach der Umstrukturierung der Anlage unübersehbar vorhanden. Auch die 3-Dimensionalität bzw. Hügelstruktur ist seit jeher durch den Terrassenbau gegeben und wird durch die Neustrukturierung mittels Sandsteinen und großen Baumstämmen noch verstärkt. Neue Duft-, Futter- und Spielbälle wurden angeschafft, um das bereits zuvor täglich durchgeführte Enrichment zu erweitern und sämtliche Sinnesorgane weiterhin zu schulen und anzusprechen. Die Vergesellschaftung mit den Steppenfüchsen stellt ebenfalls eine Bereicherung für Sarah dar. Die Tierparkleitung arbeitet entsprechend der eben genannten Maßnahmen kontinuierlich an der Gehegeverbesserung. Stetig zur Seite steht dem Tierpark Gotha dabei das Veterinäramt sowie eine Fachtierärztin für Zoo -, Wild- und Gehegetiere.
Bezüglich des Transportes: Um einen Bären transportieren zu können, muss dieser in Narkose gelegt werden. Bei älteren Tieren, wie auch bei Menschen, birgt eine Narkose immer auch eine Gefahr. Zusätzlich stellt eine fremde Umgebung einen deutlichen Stressfaktor dar und kann unter Umständen auch zu Herzproblemen führen. Sarah lebt seit ihrem ersten Lebensjahr im Tierpark Gotha, ist hier aufgewachsen und groß geworden. Dass sie ein solch hohes Alter erreicht hat, spricht für eine gute Fürsorge und eine gute Haltung. Davon zeugt auch die erfolgreiche Nachzucht.
Abgesehen von Ihrem Angebot, waren wir es, die zuvor im Frühjahr an sie herangetreten sind. Damals war unser Bär Ben bereits schwer krank und wir haben unterschiedlichste Wege für Sarah in Betracht gezogen, falls Ben nicht aus der Narkose aufwachen sollte. Er hat die Behandlung jedoch gut überstanden und konnte noch einige Wochen mit seiner Gefährtin Sarah verbringen, sodass wir die Möglichkeit hatten, die vielfältigen Alternativen für die Folgezeit in Ruhe durchzugehen. Nach Abwägung aller Optionen haben wir uns für die Erhaltung von Sarahs Zuhause in Gotha entschieden. In diese Entscheidung floss unter anderem auch der Kontakt mit anderen Fachabteilungen von Tierparkeinrichtungen mit ein, die uns darüber informierten, ältere Bären in den Alternativen Bärenpark Worbis abgegeben zu haben, welche dort nach Kurzem leider verstarben.
Wir möchten Sarah in ihrem bekannten Umfeld, in dem sie groß geworden ist, einen angenehmen Lebensabend ermöglichen.
Christoph Gösel, Geschäftsführer der KulTourStadt Gotha GmbH Anett Engelhardt, amtierende Tierparkleitung des Tierpark Gotha Angelika Wimmer, Fachtierärztin für Zoo -, Wild- und Gehegetiere und Fachberaterin im Tierpark Gotha