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BRUNOs Mutter JURKA: mit ihrem Schicksal ist sie Botschafterin für ein besseres Wildtiermanagement in Deutschland!
JURKA, die Botschafterin der Wildtiere

In naher Zukunft ist mit der Rückkehr von Braunbären zu rechnen. Aus der Tragödie von BRUNO vor 12 Jahren muss gelernt werden. Internationale Zusammenarbeit im Bereich Wildtiermanagement ist erstrebenswert.

Bereits 2005 wies die STIFTUNG für BÄREN darauf hin, dass Deutschland zum Bärenerwartungsland gehört – und wurde dafür belächelt. Im folgenden Jahr 2006 wanderte der junge Braunbär JJ1, besser bekannt als BRUNO, nach Bayern. Die Warnungen wurden ignoriert, Panik verbreitet und das Tier – der erste Braunbär seit 171 Jahren – wurde am 26.06.2006 im Auftrag der Landesregierung erschossen. Die STIFTUNG rief daraufhin diesen Tag als Bärengedenktag aus, um an den Zwischenfall zu erinnern und in Zukunft vermeiden zu können.

Heute, 12 Jahre später: Diesmal weist das Bundesamt für Naturschutz auf die Rückkehr von Braunbären hin. In Norditalien, Slowenien und der Schweiz ist die Population äußerst stabil, es ist nur eine Frage der Zeit, bis wieder ein Bär die Landesgrenzen überqueren wird. Doch in puncto Wildtiermanagement hat sich kaum etwas geändert. Auf die Rückkehr von Europas größtem Beutegreifer ist der hoch entwickelte Industriestaat Deutschland nach wie vor nicht vorbereitet. Dabei besteht augenblicklicher Handlungsbedarf. Es müssen Maßnahmen getroffen werden, bevor der erste Bär gesichtet wird und die Gefahr einer erneuten Eskalation droht. Dazu gehört auch eine internationale Zusammenarbeit speziell mit den Ländern, die bereits seit langem Erfahrung im Umgang mit Bären haben. In diesem Zusammenhang wird die STIFTUNG für BÄREN vom 12. bis 14. Oktober 2018 eine internationale Konferenz in Freudenstadt, Baden-Württemberg abhalten: Mythos Wolf, Luchs, Bär: Heimisch! Wild! Real! (Weitere Informationen unter www.baer.de/konferenz).

Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer STIFTUNG für BÄREN:

„Zu der Heimkehr wildlebender Arten gehört neben Wolf und Luchs eben auch der Bär. Wenn sich in Deutschland dazu etwas positives entwickeln soll, ist es angebracht auch hauptamtliche Wildhüter (Ranger) zu beschäftigen, die nicht nur aufklären sondern auch handeln dürfen.“

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