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Bärin DARIA

Platzmangel im Koppenhagener Zoo kostete einen alten Bären und drei Wölfen das Leben. Der Versuch, die Tiere zu vermitteln, sei gescheitert, lautet es von offizieller Seite. In die nun freie Bärenanlage soll zunächst eine jüngere Bärin ziehen. Sie ist bereits trächtig und wird dem Zoo in Kürze Bärenwelpen „liefern“. Kaum ein anderer Fall der jüngsten Geschichte bringt die massiven Probleme von Wildtieren in europäischen Zoos so auf den Punkt wie dieser: zu viele Tiere, zu wenig Platz – und dennoch wird ohne Rücksicht gezüchtet. Das Produkt Tierbaby ist ein Besuchermagnet auf dessen wirtschaftlichen Faktor nur die wenigsten verzichten wollen. Artenschutz ist dahingehend ein großes Wort, dient allerdings meist nur als Deckmantel, denn ein Wildtier, insbesondere Bär und Wolf, werden nicht „produziert“ um ausgewildert zu werden. Zudem gehört der Braunbär nicht zu den gefährdeten Arten, wozu also diese immense Flut an Jungtieren?

Artenschutz funktioniert nur vor Ort in der freien Wildbahn, alles andere dient lediglich der Schaulust des Menschen. Was mit den Tieren dabei geschieht ist oft zweitrangig. Allein in unseren Tierschutzprojekten kümmern wir uns um unzählige Schützlinge mit diesem schweren Schicksal. Im Zoo geboren und an andere Zoos [DARIA (Foto), DORO, ELA] oder an Zirkusse [POLDI, DAGGI, JIMMY] verkauft, fristeten sie jahrelang ein Leben als Produkt.

Wir und unsere Partner-Organisationen vom internationalen Netzwerk European Alliance of Rescue Centres and Sanctuaries [EARS] bekommen im Schnitt jährlich zwischen 100 und 200 Anfragen zur Übernahme von Wildtieren. Insgesamt also rund 20.000 Tiere, für die es keinen Platz gibt - Pro Jahr!

Nach Angaben des Koppenhagener Zoos wurde versucht, die Tiere in anderen Einrichtungen unterzubringen – wir erhielten jedoch keine Anfrage.

Die Zucht von Wildtieren muss europaweit neu bewertet, idealerweise zunächst komplett gestoppt werden, bis einheitliche Richtlinien und Kontrollmechanismen für eine gerechtfertigte Zucht eingeführt werden.

 

 

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