Aktuelles

Video | Luchs sein trotz Behinderung

HERO
HERO

Seit Oktober lebt HERO nun in unseren Freianlagen. In dem Zoo, wo er geboren wurde und aufwuchs, sollte er eingeschläfert werden, weil ein behinderter Luchs kaum Besucher zieht. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir dem Vierbeiner das Leben retten und ihn in unser Wildtierrefugium bringen konnten.

Und wie dieses Video zeigt, ist der kleine Held trotz seiner Behinderung ein ganz großer Kämpfer.

Wir möchten uns von Herzen bei den Patinnen und Paten, Spenderinnen und Spendern bedanken, die es uns ermöglichen, Tiere wie HERO zu retten und ihnen ein lebenswertes Leben bieten zu können.

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Tipp für's Wochenende | Wölfisch für Fortgeschrittene

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Aufgepasst, noch gibt es freie Plätze für den wölfischen Sprachkurs am kommenden Wochenende. Wenn ihr zwischen 10 und 14 Jahre alte seid und eure Fähigkeiten in der Sprache der Wölfe erweitern wollt, dann ist Wölfisch für Fortgeschrittene genau das Richtige für euch: 

"Vertiefe mit uns im Alternativen Wolf- und Bärenpark die geheime Sprache der Wölfe und lerne sie noch besser kennen. Gemeinsam beobachten wir die Tiere und gehen auf Erkundungstour. Spiel und Spaß kommen natürlich nicht zu kurz! Bitte mitbringen: stabile, wettergerechte Kleidung, Vesper und Getränk oder 2 € für ein Mittagsvesper im Imbiss und ein kleines Taschengeld. Die Kinder müssen zum Veranstaltungsort gebracht und wieder abgeholt werden. Das Angebot findet bei jedem Wetter statt. Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Telefonnummer: 07839 9103821"

Zeiten 1 Tag, 15.01.2022
Samstag, 10:00 - 13:00 Uhr
Anzahl 1 Termin(e)
Leitung Teresa Carl
Ort Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, Rippoldsauer Strasse 36/1, 77776 Bad Rippoldsau, Schapbach
Preis Gebühr: 20,00 €

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JURKA Kolumne 08.01.2022

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ciao, Grüß Gott und ein bärenstarkes neues Jahr! Ich hoffe, ihr eure Liebsten und eure liebsten Vierbeiner seid alle gut ins 2022 gestartet. Was war das wieder für ein intensives Jahr. Gleich zwei neue Gesichter in unseren Freianlagen und eine davon sogar auch eine Wildbärin, so wie ich. Und nicht nur das, sie ist auch noch die Halbschwester von meinem BRUNO. Als ich hörte, dass sie in einen Zoo gekommen wäre, wenn wir keinen Platz gehabt hätten, wird mit ganz anders. Aber das ist nochmal gut gegangen. Ein Glück können sich meine Freunde von den Grünkutten auf Menschen wie euch verlassen, die ein Herz für Tiere haben und sich für uns einsetzen! Vielen, lieben Dank dafür, dass ihr nicht zögert ein Leben zu retten. Und auch wenn es darum geht, uns Tieren einfach mal was Gutes zu tun, seid ihr dabei, selbstlos und mit vollem Einsatz.

Auch 2022 steht bestimmt wieder viel an, denn es gibt immer noch unzählige kleine und große Tiere, denen es richtig, richtig dreckig geht. Aber ich bin guter Dinge, dass wir auch in den kommenden Monaten wieder Leben retten können. Ich weiß ja nicht, ob ihr an sowas wie Vorahnungen oder Zeichen glaubt, aber ich habe eine tolle Beobachtung gemacht: unsere drei „kleinen“ ARIAN, ARTHOS und AGONIS, sind tatsächlich ein paar Tage komplett in ihren Höhlen verschwunden. Zum ersten Mal seid ihrer Ankunft 2016! Ist das nicht ein hoffnungsvoller Wink des Schicksals? Für mich als alte Wildbärin ist das ein unfassbar schöner Moment.

In diesem Sinne lasst uns frohen Mutes ins neue Jahr starten!

Eure
JURKA


 

HINWEIS: Keine Annahme von Christbäumen mehr

Spiel, Spaß und verstopfte Röhren: Juvenile ARTHOS
Kann kein Wässerchen trüben? Von wegen: Jungbär ARTHOS

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

auch in diesem Jahr nehmen wir KEINE Christbäume entgegen. Grund: Die drei Jungbären ARIAN, ARTHOS und AGONIS verstopfen damit die Abwasserröhren. Bei der aktuellen Wetterlage und mit Blick auf bereits entstandenen Hochwasserschäden haben wir daher aktuell KEINE Verwendung für die alten Weihnachtsbäume. D.h. auch: KEINE BÄUME ablegen, weder auf dem Parkplatz noch sonst irgendwo auf dem Gelände.

Danke!

Ihr Team vom

Projekt SCHWARZWALD

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JURKA Kolumne 18.12.2021

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Bei diesem Wetter treibt mich ja eigentlich nur die Neugier noch vor die Tür. Wobei ich mir bei 4 von 5 Fällen denke – ach, JURKA, bleib doch heute in deiner Höhle. Aber es lohnt sich durchaus, auch im Winter mal einen Blick in die Anlagen zu werfen. Und aktuell bin ich gerade großer Fan von HERO, dem Luchs. Weil, wenn ich mich daran erinnere, wie er hier ankam und wie er sich entwickelt hat, bekomme ich schon ein wenig feuchte Augen. Denn stellt euch mal vor, dass er eigentlich hätte eingeschläfert werden sollen, wenn die Grünkutten ihn nicht geholt hätten.
Dabei ist er so ein beherzter Zeitgenosse, von dem man soviel in Sachen Lebensmut lernen kann. Nein, wirklich, HERO hat mich in der kurzen Zeit, die er hier lebt, schon zutiefst beeindruckt. Denn trotz seiner Behinderung lässt er sich nicht die Butter von der Brezel nehmen, im Gegenteil, erinnert euch daran, wie er Jagd auf den Marder gemacht hat, der in seine Anlage eindrang. Nein, ernsthaft, HERO ist für mich das kleine Weihnachtswunder in diesem Jahr. Denn es zeigt, dass die Verpackung nur wenig über den Inhalt aussagt. Letztlich sind es nicht die Zähne, Krallen oder das Fell, was ein Wildtier ausmacht, sondern sein Herz, denn da fängt die Wildheit an.

In diesem Sinne wünsch ich euch allen einen frohen vierten Advent und eine bärsinnliche Weihnachtszeit!

Eure
JURKA


 

Tierische Adventsgeschichte 3 | ARIAN, AGONIS, ARTHOS

Bären im Schnee
Als Welpen ausgebeutet: ARIAN und AGONIS

Wo ist denn nur AGONIS? Es war Anfang 2017 als wir den kleinen Welpen akribisch in den Anlagen suchten. Vom Zaun aus untersuchten wir jeden Busch, jeden Winkel mit den Augen, doch vergebens. Schließlich warf ein Tierpfleger einen Blick nach oben. Und tatsächlich. Hoch in den Spitzen einer Fichte saß der junge Bär und schaute auf uns herab, betrachtete das Schauspiel. Auch wenn der Anblick von AGONIS seit diesem Tag zur Routine wurde, werden wir diesen Morgen wohl nie vergessen. Aber auch seine Artgenossen sorgten für unzählige einprägsame Augenblicke. Wie ARTHOS, der Charmeur, es immer wieder schaffte, die stark traumatisierte Bärin FRANCA aus der Höhle zu locken oder wie liebevoll er mit Bärenopa BEN spielte, von dem er eine Menge lernte. Und auch ARIANs markante Stimme ist schon von Weitem zu hören, wenn es wieder einmal nicht nach seinem Willen geht, denn er ist ein Großmeister in Sachen Jammern.

Dabei hätte es alles ganz anders kommen sollen. Die drei Bären kamen Anfang 2016 in den Wäldern Albaniens zur Welt. Sie waren freie Wildbären, vor ihnen lag ein selbstbestimmtes Leben. Aber leider wurden sie im Alter von nur wenigen Wochen Opfer rücksichtsloser Wilderer. ARIAN und ARTHOS wurden in Ketten gelegt und über glühenden Sand gezerrt, damit Touristen Fotos mit ihnen machen konnten. Den sensiblen AGONIS verschleppte man in ein Restaurant, wo er angekettet auf einer Terrasse die Gäste bespaßen musste. Noch heute hat er stark mit den Nachwirkungen jener Zeit zu kämpfen.

Noch im selben Jahr wurden sie beschlagnahmt und kamen in unser Tierschutzprojekt. Im Laufe der Jahre sind aus den winzigen Welpen richtig große Bärenmänner geworden, die mit ihrem jugendlichen Tatendrang für jede Menge Chaos sorgen. Wir sind froh, ihnen ein halbwegs natürliches Leben bieten zu können und hoffen, dass ihr Schicksal nicht umsonst war, sondern dazu beiträgt, anderen wilden Vierbeinern ähnliches Leid zu ersparen. Denn es gibt nur einen Ort, wo Wildtiere hingehören – in die Wildnis.

In diesem Sinne wünschen wir einen bärenstarken 3. Advent!

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