Fünf Monate bei Eis und Schnee in einer Höhle verbringen ohne Kontakt zu Außenwelt – die Winterruhe der Bären ist ein faszinierendes Naturereignis. Die eigentliche Überwinterung findet ganz still und leise statt. Hingegen sind die Vorbereitungen ein langwieriger Prozess, bei den zahlreiche Faktoren eine Rolle spielen und der einige Monate in Anspruch nimmt. Und während die Menschen sich dem Urlaubsflair des Hochsommers hingeben, sind die Bären bereits fleißig bei den Vorkehrungen für die kalte Jahreszeit. Werfen wir also mal einen Blick auf die To-Do-Liste des Ursus Arctos.
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Komisch, in letzter Zeit scheinen mir die Grünkutten leicht neben der Spur zu sein. Fast immer, wenn ich sie auf der anderen Seite am Zaun sehe, wirken sie nervös und irgendwie ungeduldig. Meinem feinen Näschen entgeht nichts und ich sage euch, da lag was in der Luft. Sie haben von Frankreich geredet und von FRANCA und von einem Gericht und einem Urteil und von einem Kerker. Aber ganz ehrlich, wenn ich so zu meiner Artgenossin FRANCA rüber rieche, dann weiß ich nie, was mich erwartet. Manchmal läuft sie stundenlang im Kreis, wieder und wieder. Glaubt mir wenn ich sage, dass ich mich mit traumatisierten Vierbeinern auskenne. Seit über Zehn Jahren habe ich immer wieder Neuankömmlinge kennengelernt, die Schreckliches hinter sich hatten. Und wenn ich mir FRANCA so anschaue, ist die durch die Hölle gegangen.
Aber, je länger sie bei uns ist, gibt es auch oftmals Momente in denen sie ganz klar wirkt, wie ein richtiger Bär eben. Wenn sie sich durch die Anlagen mnamapft, ausgelassen badet oder mit unserer Bärenoma KAJA Quatsch macht.
Jedenfalls, haben die Grünkutten in en letzten Tagen ihr nervöses Verhalten abgelegt, jetzt machen sie mir den Eindruck, als wären sie sehr zielstrebig und energisch hinter was her. Und ih weiß auch was - sie werden alles menschenmögliche unternehmen, damit FRANCA bei uns im Bärenland bleiben kann, hier im Grünen, unter freiem Himmel, mit saftigen Gras und netten Mitbärwohnern.
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Die Grünkutten finde ich in letzter Zeit immer öfter grinsend am Zaun der Anlage stehen. Wie ihr euch das bei Tierschützern so vorstellen könnt, hat es dann zu 99 Prozent mit Tieren zu tun. In diesem Fall ist es meine Artgenossin ISA, die den Zweibeinern ein Lächeln zaubert. Denn die einstige Wildbärin aus dem Trentino nutzt ihren neuen Lebensraum ausgiebig bis in den letzten Winkel und fühlt sich sehr wohl dabei. Mit Herzenslust streift sie durchs Gebüsch und lässt es sich dabei gut gehen.
Neulich stolperte sie übrigens in CATRINA, die Luchsdame. Und wie das so bei Katzen üblich ist, gab die selbstbewusste Vierbeinerin der Bärin dreist eine Ohrfeige. Nur, um sicherzugehen und die Fronten zu klären. So bleibt CATRINA die unangefochtene Königin der Anlage, nachdem ISA den Rückzug angetreten hat. Die klügere gibt schließlich nach – und wer könnte schlauer sein, als ein Wildbär?
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Baumstämme, Dickicht, Höhle – ISA nutzt jeden Winkel ihrer Freianlage nach Herzenslust. Mit großer Freude beobachten wir die einstige Wildbärin in ihrem naturnahen Zuhause. Seit ihrer Ankunft in unserem Schwarzwälder Bärenrefugium im April hat sie sich ausgezeichnet eingelebt. Das anspruchsvolle Terrain ist kein Problem für die erfahrene Vierbeinerin. Auch das Zusammenleben mit Luchsdame CATRINA läuft ohne Schwierigkeiten, denn ISA pflegt ihr schlicht respektvoll aus dem Weg zu gehen.
Wir bedanken uns für die Patenschaften, Spenden und die Unterstützung dabei, ISA ein tiergerechtes Zuhause bieten zu können.
PS: schon 10 Euro im Monat unterstützen unser Wildtier- und Artenschutzprojekt und helfen mit Leben zu retten und lebenswert zu gestallten.
Dank eines tatkräftigen Einsatzes konnten wir am Wochenende die nötige Verlegung der Wasserleitung anpacken. Dies war eine notwendige Maßnahme, um mit dem Bau der Bären-REHA weitermachen zu können. Weiters haben unsere fleißigen Helfer auch schon Grassamen auf dem neu gelegten Untergrabschutz ausgesät.
Vielen Dank an das ehrenamtliche Team, das mit einem tatkräftigen Wochenend-Einsatz unser Tierschutzprojekt unterstützt hat.
PS: wer auch einmal unter freiem Himmel für den Wildtier- und Artenschutz mit anpacken möchte, schreibt uns einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! – wir freuen uns über jede helfende Hand!
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Auch in diesen Tagen sind die Grünkutten wieder furchtbar fleißig am Bau der Erweiterung zugange. Meter für Meter wächst der Zaun. Und da wir Bären bekanntlich nicht nur hervorragend klettern, sondern auch außerordentlich gut graben können, muss für jedes Stück Zaun auch ein ebenso langes Stück Untergrabenschutz in die Erde eingearbeitet werden. Ich denke da besonders an meine jugendlichen Artgenossen ARIAN, AGONIS und ARTHOS. Denn bei den findigen Vierbeinern muss man schließlich mit allem rechnen.
Von wegen findige Vierbeiner: habt ihr schon vom neusten Trick der Wölfe gehört? BRANCO stibitzt neuerdings nicht nur Wassermelonen, nein, jetzt bunkert er sie auch noch im großen Stil! Und das auch noch ziemlich clever, denn er sammelt sie im Wolfsrückzugsgebiet, wohlwissend, dass wir Bären zu groß sind, um dort hinzugelangen.
Aber ich lasse mich davon nicht stressen, denn es gibt wichtigeres. Ich genieße die Melonen und Zwetschken – von denen ich ruhig gerne noch was nehmen, wenn ihr noch habt. Allen voran bin ich gerade dabei, mir schon einmal die Höhle für den Winter anzuschauen. So eine Winterruhe muss schließlich gut geplant werden und mit vollster Ruhe und Konzentration angegangen werden. Ihr braucht euch also um meine Gemütlichkeit keine Sorgen zu machen.
In diesem Sinne tut es mir gleich und haltet die Ohren steif!
Du möchtest Leben retten und dich aktiv für nachhaltigen Wildtier- und Artenschutz einsetzen? Wer Lust hat Teil eines innovativen und einzigartigen Tierschutzprojekts zu werden ist bei uns genau richtig!
Wir suchen in den Bereichen Bistro, Tierpflege, Pädagogik & Unterstützung der Parkleitung. PS: auch über Praktikanten freuen wir uns sehr!
Mehr Informationen findet Ihr in den Stellenausschreibungen:
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Während überall Ferien- und Urlaubsstimmung ist, drehen die Grünkutten arbeitstechnisch mal wieder voll auf. Denn der Zaun für die neu entstehende Bären-REHA wächst und wächst. Meter für Meter kämpfen sie sich gemeinsam mit meinen Freunden aus dem Ehrenamt durch das Dickicht. Was übrigens nicht gerade billig ist. 100 Euro pro Meter kostet es, aber zum Glück werden für uns Vierbeiner keine Kosten gespart. Ihr könnt die Grünkutten ja vielleicht hier und da unter die Arme greifen. Jedenfalls, ich freue mich schon sehr darauf und hoffe, dass AGONIS seine Tatzen schon sehr bald in die neue Sektion setzten darf. Wir ihr sicherlich wisst, hat der Arme ein schweres Schicksal als Restaurant-Bär hinter sich. Gerade jetzt zur Ferienzeit, wenn viele Besucher vor Ort sind, verfällt er immer wieder in seine heftigen Stereotypien. Allen voran dem Saugen an seiner Tatze. Wenn ihr das seht, dann zeigt ihm doch bitte die kalte Schulter, damit er sich nicht darin bestärkt fühlt.
Ich habe dann noch einen kleinen Tipp für euch: am Samstag findet ein Bärenreport über ISA statt. Und das schöne daran: ihr könnt dabei sein, egal von wo! Denn das Event findet im Internet statt, ihr müsst euch nur anmelden. Schreibt einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Auch ich werde heimlich, still und leise zugucken, denn ISA ist immerhin die Halbschwester von meinem Sohn BRUNO. Es wird eine spannende und bewegende Geschichte werden. Aber nur, wenn wir gemeinsam die Vergangenheit aufarbeiten, können wir die Zukunft besser gestalten.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Es nimmt langsam Form an! In den letzten Wochen konnten wir wieder ein kleines Stück unserer Bären-REHA bauen, wie ihr in unserer Fotogalerie sehen könnt. An dieser Stelle geht ein bärenstarkes Dankeschön an die fleißigen Ehrenamtlichen, die uns bei dem Projekt tatkräftig zur Seite stehen. Doch es liegt noch jede Menge Arbeit vor uns. Von den benötigten 300.000 Euro sind bisher gut 90.000 auf unser Spendenkonto eingegangen. Vielen Dank! Allerdings fehlt leider immer noch der Großteil an Finanzierung, um die neue Anlage fertig zu stellen.
Daher bitten wir von ganzen Herzen: spendet weiter, damit geschundene Bärenseelen wie unser AGONIS das Areal bald nutzen können. Denn ihn hat das Schicksal besonders arg getroffen. Die massiven Misshandlungen, die er als Welpe von Menschenhand erfahren mussten, setzen ihn auch heute noch stark zu. Allen voran zeigt sich das am heftigen Saugen seiner Tatze. Helft mit, sein Leiden zu lindern, indem ihr den Bau der Bären-REHA weiter unterstützt.
Braunbärin DARIA streift durch das saftig grüne Dickicht der großen Freianlage. Sie hat ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen und einen ganz markanten Duft in der Nase – Fleisch. Doch das Futter auf das sie es abgesehen hat, gehört den Wölfen. Die haben sich nämlich ganz in der Nähe von DARIAs Lieblingsplatz einen Fleisch-Bunker angelegt. Und davon hätte die temperamentvolle Bärendame nur zu gerne etwas ab. Aber die Chancen stehen schlecht, denn die grauen Vierbeiner halten in solchen Situationen zusammen und agieren als Rudel. Erfolgreich verteidigen sie ihren Vorrat gegen den Bären.
Worüber wir uns tierisch freuen, denn nach dem Ableben ihres Bruders BRIX Anfang Juni war die Struktur des nun vierköpfigen Rudels merklich durcheinander gebracht. Auch beim Heulen fehlt seine charismatische Stimme. Doch nun, nach knapp zwei Monaten sind BERIX, BRAX, BRANCO und BASCO wieder ein Team, agieren gemeinschaftlich wenn es heißt, den Bären ein saftiges Stück Fleisch abzuluchsen. Und aktuell im Sommer darf es da auch ruhig mal ein Stück erfrischende Melone sein.