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Bärenreport: Die ISA Story - live im Netz!

ISA auf einem Baumstamm
Die ISA Story - live im Netz

Am 14. August dreht sich bei uns alles um ISA, einstige Wildbärin, s.g. "Problembärin" und BRUNOs Halbschwester. Erfahrt spannende Einblicke in ihren Alltag, lernt die charismatische Bärendame und die tragische Geschichte ihrer Familie kennen. 

Wann: 14.08.2021
Uhrzeit: 16:00 Uhr
Voraussetzungen: Zoom [App], internetfähiges Gerät, stabile Verbindung
Kosten: 10,- Euro
Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Infos findet ihr HIER

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JURKA Kolumne 01.08.2021

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Was für eine bärenstarke Woche liegt hinter uns – beziehungsweise vor uns, denn bald starten endlich die Sommerferien! Und als ganz bärsondere Überraschung für die schulfreie Zeit habe ich in Zusammenarbeit mit den Grünkutten ein ganz tolles Bärenquiz vorbereitet. Dabei führt euch eine aufregende Rallye durch den Park, wo viele spannende Fragen auf euch warten. Und obendrein gibt es auch noch etwas zu gewinnen! Schaut also vorbei und zeigt, was ihr drauf habt!
Und wenn ihr vorbeikommt, dann fragt doch mal bitte alle die ihr kennt, ob sie nicht ein wenig Steinobst für uns Vierbeiner haben. Auch wenn der Sommer erst so richtig losgeht, müssen wir Wildtiere uns schon langsam auf den Winter vorbereiten und da bilden Steinobstfrüchte gerade eine hervorragende Grundlage. Ruft am besten einfach bei den Grünkutten durch, wenn ihr uns Bären helfen wollt.
Von wegen Winterruhe, bei der Ernährung, welche die Wölfe gerade an den Tag legen, könnte man meinen, dass auch sie sich fit für die Winterruhe machen. Stellt euch vor, die stibitzen inbrünstig Wassermelonen! Zuerst sieht man sie fast tagelang gar nicht, weil sie faul und getarnt im Schatten des Dickichts liegen, doch sobald eine Wassermelone auch nur im entferntesten in die Nähe der Anlagen gelangt, sind sie sowas von auf Zack, das glaubt ihr nicht. Nein, wirklich, dass muss man mit eigenen Augen gesehen haben.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA


 

Wir freuen uns über Futterspenden

FRANCA und die Wassermelone
FRANCA und die Wassermelone

Wenn wir FRANCA beobachten, wie sie durch die Freianlagen wandert, freien Himmel über sich hat und genüsslich Wassermelonen mampft, dann scheint ihre furchtbare Vergangenheit fast zu verblassen. Nach all den Jahren im finsteren Kerker mit fauligem Stroh und verschimmelten Brot, freuen wir uns, dass wir ihr ein naturnahes Futterangebot bereitstellen können.

Auch wenn wir uns gerade mitten im Sommer befinden, bereiten sich die Bären wie FRANCA schon jetzt auf die Winterruhe vor. Was so viel heißt wie – fressen, fressen, fressen. Um den Bären einen abwechslungsreichen Speiseplan anbieten zu können, sind wir über jede Hilfe sehr dankbar! Wer also Obst, allen voran Steinobst, übrig hat, kann dies sehr gerne bei uns abgeben. Einfach kurz anrufen unter 07839 910380.

Vielen Dank!

Euer Team vom

Projekt SCHWARZWALD

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JURKA Kolumne 25.07.2021

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Der Sommer ist wieder zurück. Was auch bedeutet, dass die schulfreie Zeit vor der Tür steht. Wisst ihr kleinen und großen Schülerinnen und Schüler denn schon, was ihr in den Ferien so alles anstellen wollt? Wie wäre es, wenn wir ein paar Ferientage zusammen verbringen? Schaut doch mal auf baer.de vorbei und lest nach, was sich die Grünkutten so alles für euch haben einfallen lassen.

Es bieten sich nämlich zahlreiche Einblicke in das Privatleben von uns Vierbeinern an. Könnt ihr zum Beispiel erahnen, an welcher Stelle sich beispielsweise an heißen Tagen am liebsten aufhalten? Klar – am Wasser! Aber auch wir Bären lieben das Baden, allen voran im Hochsommer so wie jetzt. Also, ich freue mich auf euch!

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA


 

JURKA Kolumne 18.07.2021

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Ich bin ja immer wieder begeistert von der unglaublichen Eleganz, die eine Katze, wie unsere Luchsdame CATRINA, so an den Tag legen kann. Neulich balancierte sie voller Grazie über Baumstämme. Danach rekelte sie sich darauf, sonnte sich in ihrer unverwechselbaren Art. Dabei ließ sie Bärin ISA nicht aus den Augen, die nur ein paar Meter weiter unterhalb in der Anlage saß. Während sie die neugierigen Blicke von CATRINA eher kalt ließ, wurde der Hals der Luchsin länger und länger und länger… bis sie schließlich fast vom Stamm fiel. Dabei konnte sie sich in letzter Sekunde noch mit den Pranken festhalten und sich so zurück auf den Baumstamm hieven.

ISA interessierte sich recht wenig für diese unfreiwillige Einlage der Katzendame. Sie hatte eher ein Auge auf AGONIS, ARIAN, ARTHOS und die Wölfe geworfen, die derweilen im Kreisel zugange waren. Aber von CATRINA können wir letztlich lernen, dass es auch durchaus elegant sein kann, wenn man einmal hinfällt.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif

Eure
JURKA


 

Spenden für den Bau neuer Anlagen

Collage von Bauarbeiten
Spenden für die Vierbeiner

Schritt für Schritt, Meter für Meter bauen wir mit unseren Ehrenamtlern an den Anlagen für unsere Vierbeiner. Neben dem Bau der dringend notwendigen Erweiterung fallen auch immer wieder Reparaturen bereits bestehender Sektionen an. Dies ist aktuell bei unserer größten Anlage der Fall.

Für die Fertigstellung von einem Meter Zaun brauchen wir im Schnitt 100,- Euro. Ihr könnt euch also vorstellen, was da bei mehreren Hektar Freianlagen an finanzieller Belastung auf uns zu kommt. Da wir als gemeinnütziges Tierschutzprojekt nicht die Förderung bekommen, die ein Zoo oder Tierpark erhält, sind wir über jede Spende sehr dankbar. Denn es geht um den Platz für unschuldige Tiere, die einst durch Menschen misshandelt wurden.

Mit einem Euro legen wir einen Zentimeter zurück, es ist also noch ein langer Weg, aber gemeinsam schaffen wir das!

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JURKA Kolumne 11.07.2021

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und Grüß Gott, liebe Leute. Ich muss euch leider mitteilen, dass unser lieber, guter POLDI von uns gegangen ist. Friedlich ist er letzte Woche eingeschlafen. Er war ein toller Bär, ruhig, liebenswert und doch unaufhaltsam, wenn er sich etwas in seinen Kopf gesetzt hatte. Ich weiß noch ganz genau, wie im November 2010 damals zusammen SCHAPI und BEN hier bei uns im Schwarzwald ankam. Zu jener Zeit war ich noch alleine, bin selbst erst im August ein paar Wochen zuvor eingetroffen. Mir hat der arme POLDI besonders leid getan, wie er sich mit seiner kaputten Hinterhand über den Boden schleifte. Aber er ist über sich hinausgewachsen, jeden einzelnen Tag. Dank seiner unstillbaren Motivation trainierte er unermüdlich. Oder sollte ich besser sagen, dank seines unstillbaren Appetits? Jedenfalls durfte sich nichts zwischen dem „Staubsauger“ POLDI und seinem Fressen stellen.

Er hat sich zwar nie ganz erholt von diesem dunklen, kalten Betonboden hinter den Kulissen der Zirkusmanege, aber dennoch ist er unverhofft zügig durch die Anlagen marschiert. Er hat selbst mich, eine stolze und unbändige Wildbärin, zutiefst beeindruckt. Und allen voran war nie aggressiv oder dergleichen.

POLDI, mein Guter, halt die Ohren steif und pass auf dich auf, wo immer du bist!

Eure
JURKA


 

Obst für die Bären!

Pflaumen am Baum
Besonders im Sommer steht Obst bei den Bären hoch im Kurs

Bären gehören zu den Gourmets in der Tierwelt. Vom kleinsten Heilkraut über fettige Nüsse zum Rehfleisch futtern sie sich durch die Jahreszeiten, stets bedacht auf das, was die Natur gerade bietet und was das Beste für ihren Körper ist. Umso schrecklicher ist daher die Tatsache, dass fast alle Bären in unserer Obhut über Jahre hinweg buchstäblich mit Abfall gefüttert wurden.

Daher legen wir auf saisonales, gesundes und natürliches Futter großen Wert. Zu dieser Zeit steht da bei den pelzigen Vierbeinern Obst ganz weit oben auf dem Speiseplan. Aktuelle vornehmlich Steinobst, also Kirschen, Zwetschken, Mirabellen und Co. Und davon brauchen sie eine Menge. Gut 50 Kilo Futter benötigen wir täglich für einen Bären, bei 8 Bären macht das 400 KG jeden Tag.

Daher sind wir – allen voran aber unsere tierischen Feinschmecker – sehr dankbar über eine Futterspende.

Vielen Dank!

Euer Team vom
Projekt SCHWARZWALD

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JURKA Kolumne 04.07.2021

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Am Wochenende haben meine Artgenossinnen in der Seniorenresidenz, KAJA und FRANCA, bestimmt nicht schlecht gestaunt, als durch das saftig grüne Dickicht plötzlich etwas Rothaariges streifte. Auf leisen Samtpfoten schlenderte Luchsdame ELA von ihrer Anlage nach nebenan und stattete ihren pelzigen Nachbarinnen einen Besuch ab. Tja, und wer von euch Katzen kennt, der weiß auch, dass man ihnen am Besten einfach aus dem Weg geht. Das haben die zwei Bärendamen auch getan und so konnte ELA nach Herzenslust ungestört ihr neues Revier erkunden, bevor sie abends wieder in ihr Luchsrückzugsgebiet zurückkehrte.

Von wegen neues Gebiet erkunden – unsere ISA lebt sich immer mehr ein. Es sieht sehr genüsslich aus, wie sie durch die Freianlage marschiert, so entspannt und aufgeweckt. Ach, und was ist das für ein bärenstarker Anblick, wenn sie so unbeschwert im Pool plantscht als wäre sie ein Welpe und keine ausgewachsene, einstige Wildbärin. Aber genau sowas hält eben fit. Also, meine Lieben, egal wie alt ihr seid – vergesst nicht, hin und wieder auch mal kindisch zu sein.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA


 

Trauer um POLDI

Braunbär POLDI
POLDI [1991-2021]

Schweren Herzens nehmen wir Abschied von POLDI, der gestern Abend, am 1. Juli 2021, friedlich eingeschlafen ist. Mit seiner unverwechselbaren Art, seiner Ruhe und dem beeindruckenden Willen, hat er das Leben in unserem Schwarzwälder Bärenwald stets mit Kraft uns Zuversicht erfüllt.

Im November 2010 kam er zusammen mit BEN [1991-2020] und SCHAPI [1991-2021] in unser Tierschutzprojekt. Einst geboren in einem großen deutschen Zoo, wurde er wie ein ausrangierter Gegenstand an einen Zirkus verkauft, zur Belustigung der Menschen. Gemeinsam mit BEN und SCHAPI wurde er in ein dunkle, beengte LKW Garage hinter den Kulissen gesperrt. 15 Jahre lang sollten die unschuldigen Vierbeiner in dieser furchtbaren Behausung einen tristen Alltag fristen, bis sie endlich befreit werden konnten. Doch die lange Zeit in lebensverachtenden Umständen hatte ihre Spuren hinterlassen. Besonders hart hatte es POLDI getroffen, denn seine Hinterhand war durch die Haltung deformiert. Nur sehr langsam und mit größter Anstrengung konnte er sich fortbewegen. Zumindest konnte er nun in Ruhe ein wenig Bär-Sein genießen.

Aber POLDI sah das anders! In seiner Brust schlug ein unbändiges Bärenherz und mit einem Lebensabend in der Seniorenresidenz gab er sich nicht zufrieden. Er wollte mehr, er wollte wie seine jüngeren Artgenossen die steilen Hänge der großen Freianlagen meistern, sich gegen Wolfsrudel behaupten. Und das tat er auch. Zwar langsam, aber bestimmt und mit eisernem Willen ging er seinen Weg. So sorgte er immer wieder für Schlagzeilen wie POLDI – volle Kraft voraus oder Wie POLDI uns an der Nase herumgeführt hat.

Genau diese Momente sind es, die unseren POLDI auf ewig in unserer Erinnerung am Leben halten werden. Wenn er unaufhaltsam weite Strecken zurücklegte, um sich genau den Happen Fleisch zu holen, den er wollte. Wenn er dann unverhofft im Dickicht auftauchte, mit seinem einzigartigen Blick. Oder im Gegenteil, wenn er sich tagelang nicht vom Fleck bewegte, um seine Filetstücke nicht außer Acht zu lassen. Einer der wohl schönsten Momente war jedoch, als er die Seniorenresidenz verließ und bewies, dass ein Bär mit schwerer körperlicher Einschränkung und solidem Alter noch über sich hinauswachsen kann.

Am meisten werden wir jedoch seinen guten Geist vermissen. Er, der durch die Menschen so viel Leid erfahren hatte, dessen Körper zerstört wurde, der auch als er endlich Bär sein durfte, dadurch immer stark benachteiligt war, zeigte nie aggressives Verhalten. Für POLDI war dies nur Energieverschwendung, er konzentrierte sich aufs Wesentliche – Überleben. Nachdem er sich so viele Male zurück auf die Beine gekämpft hatte, ist er nun wieder vereint mit BEN und SCHAPI.
Vielen Dank, POLDI, dass wir dich kennenlernen durften, dass du durch deine Art auch uns stets Kraft und Durchhaltevermögen geschenkt hast.

Halt die Ohren steif!

Deine Grünkutten

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