JURKA Kolumne 15.03.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Raum zum Leben im Lebensraum

Die aktuellen Zeiten bieten viel Anlass zum Meckern, das Wetter gehört jedoch nicht dazu. Malerischer kann sich ein Frühling sich kaum zeigen. Die Natur ist im Sportmodus, an jeder Ecke kreucht und fleucht, fliegt und flattert es. Alle meine Artgenossen wandern durch den Bärenwald, futtern nach Herzenslust und genießen ihren Lebensraum. Und ganz genau dafür ist er doch da, der Lebensraum, oder? Einer mag mehr haben als ein anderer, doch das Wichtigste ist: Leben lassen.

Einen perfekten Lebensraum hat sich der gute Wolf GW2672m ausgesucht, ihr kennt ihn bestimmt als den Hornisgrinde-Wolf. Vor ein paar Jahren aus dem schönen Österreich eingewandert, bereichert er den Nationalpark Nordschwarzwald. Zum einen herrschen dort für ihn selbst ideale Bedingungen, zum anderen wollt ihr Menschen uns Wildtiere doch ganz genau da haben, oder? Leider gab es bis letzte Woche große Aufregung um den Wolf, er sollte abgeschossen werden, weil er Menschen zu nahe kam. Aber Hand auf’s Herz und unter uns: war wirklich er es, der euch zu nahe kam oder wart ihr es, die in seinem Lebensraum herumstromerten? Tourismus in allen Ehren, freut mich ja, dass ihr eure Freizeit im Freien verbringt, allerdings solltet ihr euch auch benehmen, wenn ihr in den Wäldern unterwegs seid. Die Abschussgenehmigung ist nun ausgelaufen, aus dem Fall lernen wollt ihr, hab ich gehört. Ein wundervoller Ansatz, also bitte, lernt daraus. Und zwar folgendes: Lebensraum heißt zum einen Raum geben, zum anderen aber auch Leben lassen. Stellt euch im Zweifel immer vor, wie es wäre, wenn die Rollen vertauscht wären.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!  

Eure
JURKA 

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