Aktuelles

Weil die Natur das wertvollste ist, was wir haben

Wolf im Schnee
Wolf BRANCO streift durch die Freianlagen im Schwarzwald

Genau das ist die ganz besondere Magie des Schwarzwalds: an einem Morgen treiben Wassermassen die Anlage und das Team an die Belastungsgrenze, nur 48 Stunden später zeigt sich der Schwarzwald mit all seiner winterlichen Schönheit und Lebendigkeit. Dies zeigt uns, wie wertvoll die Natur ist, wie im höchsten Maße schützenswert. Und zwar genau so, wie sie ist, mit all ihrer Vielfältigkeit.

Mit diesen verschneiten Eindrücken bedanken wir uns für die zahlreichen unterstützenden Wünsche, die wir in den dramatischen Stunden erhalten. Es gibt ein unbeschreiblich starkes Gefühl, dass wir auch in den schweren Stunden solchen Rückhalt erfahren dürfen.

Ein bärenstarkes Dankeschön!

Das Team vom
Projekt SCHWARZWALD

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Der Morgen nach dem Sturm

Hochwasser
Aufnahmen der Überwachungskamera am Morgen

Es ist ein ruhiger Vormittag, fast freundlich, denn sogar die Sonne blickt vereinzelt durch die Wolken. Die letzten 24 Stunden sitzen dem Team in den Knochen, wir können durchatmen, doch ausruhen noch lange nicht. Nach der überstandenen Nacht gilt es jetzt, sich einen Überblick der Ausmaße zu verschaffen und mit den ersten Reparaturarbeiten zu beginnen.

Die Situation am Tag zuvor: heftiges Unwetter droht den Park zu überschwemmen. Ab 7:30 Uhr steht das Team bis unter die Arme im eisigen Wasser, um die Abflussrohre freizuschaufeln. Die Arbeit scheint kein Ende zunehmen, den ganzen Tag über müssen wir immer wieder frei räumen. Das Projekt bleibt vorerst geschlossen.
Abends gegen 18:30Uhr: der Regen hält weiter an, der Wind wird zunehmend stärker. Nachdem die Einsatzfahrzeuge und Geräte gereinigt wurden, wird alles für den Notfall vorbereitet. Werkzeuge werden griffbereit auf die Wagen verteilt. Ein Rundgang gibt zunächst keine weiteren Anzeichen von Handlungsbedarf. Nachtwachen werden eingeteilt, die Regenklamotten aufgehängt.
Nächster Kontrollgang um 19:30: der Regen wird etwas schwächer, die Wassermassen lassen allerdings nicht nach. Gegen 22:00 Uhr eine weitere Besichtigung der Anlagen. Jetzt sinkt der Pegel etwas, wir blicken zuversichtlich in die Nacht, bleiben vor Ort auf Alarmbereitschafft, die Überwachsungskameras bleiben im Blick. Lange soll die Ruhe nicht anhalten: um halb drei peitschen Regen und Sturm derart heftig, dass wir den geplanten Kontrollgang vorziehen müssen und unverzüglich die Anlagen untersuchen. Stromausfall, Zaunalarm, orkanartige Böen – wir müssen mit allen rechnen. Die Witterung erschwert allerdings den nächtlichen Einsatz, bis alle Abflüsse, Zaunteile sowie der Strom kontrolliert sind, ist es mittlerweile vier Uhr morgens. Doch zum Glück können wir zunächst Entwarnung geben – die Anlagen -und allen voran die Tiere- sind sicher.

Mit dem ersten Tageslicht beruhigt sich das Wetter zunächst. Auch wenn der Außenzaun der Freianlagen unbeschadet blieb, fallen einige Reparaturen und Erneuerungen an.

Zunächst schein alles überstanden zu sein, wir bleiben dennoch weiterhin sehr wachsam. Wir bedanken uns für die vielen herzliche Wünsche, die uns auf sämtlichen Kanälen erreichten. Das wirkliche Ausmaß lässt sich momentan noch nicht genau beziffern. Wir sind daher für jede Hilfe sehr dankbar.

Wir sind froh, dass alle Tiere wohlauf sind und wir den regulären Parkbetrieb wieder aufnehmen können.

Ihr Team vom
Projekt SCHWARZWALD

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Überschwemmung: Heute geschlossen!

Hochwasser
Kampf gegen Hochwasser

Die Regenmassen fordern mal wieder unser Team und wir kämpfen gegen die Wassermassen. Die Tiere sind in Sicherheit gebracht. Aus Sicherheitsgründen müssen daher heute und vermutlich morgen für die Öffentlichkeit schließen. Heute Nacht ist auch noch Sturm angesagt. Wir melden uns umgehend, sobald wir wieder für Besucher öffnen können. Drückt und sie Daumen!

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JURKA Kolumne 31.01.2020

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Ich habe diese Woche mal ein kleines Rätsel für euch: was hat weder Bein noch Arm, besitzt keinen Kopf, ist klein, flauschig und sitzt auf einem Strohnest? Richtig – ein Bärenohr! Mehr ist momentan von unserem südländischem Neuzugang DARIA nicht zusehen. Bei ihrer ersten Winterruhe in unserem Schwarzwälder Bärenwald legt sie großen Wert auf ein ganzkörper Strohnest. Tja, nach knapp 30 Jahren in Südspanien kann einem so ein Schwarzwälder Winter schon das Frösteln lehren. Wobei ich mir momentan nicht ganz sicher bin, ob wir nicht doch schon Mitte März haben, bei der frühlingshaften Witterung.

Aber die Winterruhe von uns Bären ist letztlich auch einer der Gründe, warum die kalten Monate die Zeit der Wölfe sind. BERIX, BRIX, BRAX, BRANCO und BASCO nehmen das gerade sehr ausgiebig wahr. Die graupelzigen Vierbeiner sind gerade so gut wie an jeder Ecke der großen Freianlage aktiv. Sie laufen umher und beobachten alles akribisch. Manche behaupten ja, sie seien die Polizei des Waldes…

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

 

 

Eure
JURKA

 

Trauer um BEN

Bär BEN
BEN [1991-2020]

Heute, am 30. Januar 2020, nehmen wir in tiefer Trauer Abschied von Braunbär BEN, der letzte Nacht friedlich vor seiner Winterhöhle eingeschlafen ist. Mit seiner imposanten Erscheinung und durch seine liebenswerte Art wanderte er nicht nur eindrucksvoll durch die Freianlagen, sondern vor allem auch in unsere Herzen. So schmerzvoll er auch einen dunklen Schatten hinterlassen wird, so bezaubernd sind hingegen die Erinnerungen an unseren charmanten Vierbeiner. Zum Beispiel, wie er mit seiner ganz eigentümlichen Gelassenheit vermochte, der temperamentvollen JURKA Einhalt zu gebieten. Wobei er nie aggressiv war, sondern schlicht souverän und warmherzig. Ganz besonders in Momenten, als er dem Bärenwaisen ARHTOS ein liebevoller Ersatzopa war. Der Gedanke daran, wie der alte BEN im neckischem Spiel mit dem elternlosen Jungbären fast wieder zum Welpen wurde, gehört zu den schönsten und herzlichsten Szenen in der Geschichte unseres Tierschutzprojekts.

Dabei meinte es das Schicksal mit BEN selbst zunächst gar nicht gut. Am 6. Januar 1991, im Münchner Zoo Hellabrunn, erblickte er das Licht der Welt, welche für das unschuldige Tier eine ganz lange Zeit düster und ungerecht sein sollte. An einen Zirkus verkauft, verbrachte er als Opfer unsagbarer Boshaftigkeit ein lebensverachtendes Dasein, gezwungen, seine Tage in einer schäbigen LKW Garage zu fristen. 15 qualvolle Jahre litt er auf diese Weise gemeinsam mit seinen Artgenossen SCHAPI und POLDI.
Am 4. November 2010 begann schließlich ein neues Leben für ihn. An diesem Tag kam er in unser Projekt SCHWARZWALD, wo endlich leben durfte, wo er endlich Bär sein durfte. Und was für ein Bär er werden sollte!

Auch wenn er leider sein zehnjähriges Jubiläum im Schwarzwald nicht erlebt, so wird er dennoch dabei sein. In unseren Gedanken, unseren Erinnerungen und in unseren Herzen. Danke, BEN, danke, dass es dich gab, dass du mit deiner Art gezeigt hast, wie wahre Stärke aussieht, da du trotz deiner finsteren Vergangenheit voller Güte warst. Wir verabschieden uns mit der tröstenden Vorstellung, wie du in der ewigen Freiheit dem Luchs CHARLIE das Futter stibitzt.

Deine Zweibeiner der STIFTUNG für BÄREN

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JURKA Kolumne 24.01.2020

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Man schläft ja bekanntlich so, wie man sich bettet und ich muss sagen in meiner selbstgegrabenen Höhle liegt es sich ganz ausgezeichnet. Und da es sich gerade im Winter leicht länger schlafen lässt, sind wir Bären derzeit tiefenentspannt. Wer also seinen Yogakurs gegen einen gelassenen Spaziergang durch unser Tierschutzprojekt eintauschen will, hat augenblicklich hervorragende Bedingungen. Ein gemütlich im Stroh liegender Bär kann eine unwahrscheinliche Ruhe ausstrahlen, das garantier ich euch.

Und so genieße ich die kühlen Tage, liege herum und freue mich über die herrliche Ruhe… na ja, zumindest fast. Denn drei Mal dürft ihr raten, welches Gesangsquintett wieder am Start ist: Genau, die Wölfe. Nach einer kleinen, friedlichen Pause heulen sie wieder in den Schwarzwald hinein. Wenn man sie wenigstens verstehen würde. Daher ein kleiner Geheimtipp: die Grünkutten bieten den Sprachkurs: Wölfisch für Anfänger an! Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, dann schaut einfach auf baer.de nach. Dort findet ihr alle Infos, auch zu anderen Themenabenden wie z.B. der Nacht der glühenden Augen.

 

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

 

 

Eure
JURKA

 

Wie geht es FRANCA?

FRANCA im Stroh
FRANCA im Stroh

Seit dem 29.11.2019 hat sie in unserem Tierschutzprojekt ein neues Zuhause gefunden. Sie betrat die Quarantänebox zunächst sehr zaghaft, dennoch interessiert und voller Neugier. Ihre anfänglich starken Verhaltensstörungen werden von Tag zu Tag schwächer und sie wirkt deutlich ruhiger und entspannter – Gott sei Dank! Wir gönnen es der Bärendame von Herzen und sind glücklich über diese bärenstarke Entwicklung.

Aus frischem Stroh baute sie sich ein komfortables Nest, in dem sie es sich seither gemütlich macht. FRANCA tüftelt regelmäßig an ihrem Nest weiter und hat es sich mittlerweile zu einem äußerst bequemen Winterquartier ausgebaut, in dem sie endlich zur Ruhe kommen kann.

Derzeit schlummert sie in ihrem Stroh-Bett und träumt vermutlich davon, im Frühjahr endlich unsere Freianlage erkunden zu können. Wir freuen uns schon sehr darauf, miterleben zu dürfen, wie sie ihre ersten Schritte auf Naturboden durch unsere Anlage macht und das Wildtier in sich entdeckt.

Wir bedanken uns bei den Paten, Spendern und Unterstützern, die es uns ermöglicht haben, FRANCA aufzunehmen und weiterhin dabei mithelfen, ihr ein tiergerechtes Leben zu ermöglichen.

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JURKA Kolumne 17.01.2020

Jurka-Kolumne
Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Schön, euch im neuen Jahr begrüßen zu dürfen! Was habt ihr so vor 2020? Ich kann euch schon mal verraten, hier bei uns gibt es ein riesengroßes Jubiläum, jawohl, nämlich 10 Jahre Alternativer Wolf- und Bärenpark im Schwarzwald!
Doch bis dahin dauert es noch eine Weile. Momentan muss ich mich noch ein wenig von der Silvesternacht erholen, denn der Geruch von der ganzen Böllerei lag lange in der Luft. Ganz zu schweigen vom ohrenbetäubenden Lärm. Und dabei bin ich dieses Szenario schon gewöhnt, im Gegensatz unserer armen ELA. Sie wurde zum ersten Mal mit der Feuerwerkskultur konfrontiert und wusste gar nicht, was los war. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ängstlich sie durch die Anlagen schlich.

Übrigens, bitte bringt uns dieses Jahr keine Christbäume mit! Die drei Jungbären treiben bloß Schabernack damit. Am liebsten verstopfen sie damit zum Beispiel die Abwasserrohre, was denkbar ungünstig ist. Wie ihr also merkt, herrscht momentan reges Treiben in den Anlagen. BEN, SCHAPI, KAJA und eben ARTHOS, ARIAN & AGONIS sind aktuell recht aktiv. Mein bärsönliches Highlight war neulich, als ARTHOS sich dem Wolfsrudel nähern, sie zum Spielen animieren wollte. Und was haben die Graupelze daraufhin gemacht? Sie haben ihn ganz abgebrüht sitzen lassen. Tja, der Spruch cool wie eine Wolfsschnauze kommt eben nicht von ungefähr.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

 

Eure
JURKA

 

Furvester Convention sammelt unglaubliche 5.000 Euro für unser Tierschutzprojekt!

Furries Furvester
Vorstellung unseres Tierschutzprojektes auf Furvester

Furries sind eine internationale Subkultur, deren Interessen im Bereich der anthropomorphen Tiere und ihrer Verbildlichung in Form von Kunst, Ton und Schrift liegen. Während ihrer Convention über Sylvester wird jährlich ein Tierschutzprojekt unterstützt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf unseren Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. Am Ende der Convention wurden unglaubliche 5.000 Euro für unsere Bären, Wölfe und Luchse gesammelt. Eine bärenstarke Leistung!! Vielen herzlichen Dank im Namen unserer Tiere.

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