Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Kann es sein, dass er jetzt wirklich kommt, der Frühling? Ich glaube schon. Denn meine Artgenossen und ich spüren diesen anbahnenden Tatendrang, der uns Bären aus den Höhlen lockt. Das gilt natürlich auch für ARIAN und AGONIS, die das freundliche Wetter für ausgedehnte Kletteraktionen nutzen. Mit größter Freude marschieren sie die Fichten hoch und runter, AGONIS gar fast bis in die Spitzen.
Entsprechend verwundert war ich, als ich sie statt oben in den Bäumen, unten auf dem Boden sah. Bei näherer Betrachtung vielen mir ihre dicken Bäuche auf, die Wolle drum herum. Sie hatten ganz offensichtlich ein Schlachtfest veranstaltet. Dem Geruch und der Wolle nach zu urteilen hatten sie von den Grünkutten ein Schaf bekommen.
Aber wirklich neidisch bin ich jetzt nicht darauf. So ein Schaf auseinanderzunehmen kann mitunter eine äußerst haarige Angelegenheit sein. Allein schon der Duft schlägt einem auf den Magen. Doch wisst ihr, wer davon ganz angetan zu sein scheint: DARIA! Denn die alte, ehemalige Zoobärin reckte voller Neugier ihren Kopf aus der Höhle. Es ist das erste Mal, seit Beginn der Winterruhe, dass ich sie sehe. Wie aufregend! Bin mal gespannt, was sie über ihren ersten Winter hier im Schwarzwald zu berichten hat.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Kurz nach 9 Uhr an diesem Morgen versammelte sich das Team der Grünkutten um das Vorgehege der Quarantänestation. Neuzugang FRANCA sollte endlich die Freianlagen kennenlernen und alle warteten gespannt, wie die Bärin sich das erste Mal im Freien bewegen würde.
FRANCA kam Ende November 2019 in unser Tierschutzprojekt, nachdem Sie in einer geheimen Beschlagnahmung von französischen Tierschützern zu uns in den Schwarzwald gebracht wurde. Schon seit Jahren bemühte sich die Stiftung für Bären darum, die Lebensumstände der Braunbärin in der Haltung eines französischen Schausteller-Paares zu verbessern. Dunkelheit, trister Betonboden, schimmliges Stroh – das alles ist nun endlich Vergangenheit für die 17-jährige Braunbärin! Die ersten Monate verbrachte Franca vorerst in unserer Quarantänestation, wo sie – vermutlich das erste Mal in ihrem Leben – endlich wie für Bären üblich Winterruhe in einem gemütlichen Strohbett halten durfte. Die letzten Wochen zeigte sie immer mehr Aktivität und nahm vermehrt Futter zu sich.
Heute Morgen war es nun endlich soweit! Nachdem der Schieber zum Vorgehege geöffnet wurde, musste das Team nicht lange warten und FRANCA schritt neugierig ins Freie. Zunächst vorsichtig, dann aber immer forscher wurden sämtliche Ecken des Vorgeheges beschnüffelt, beäugt und untersucht. Unter den wachsamen Augen von Luchs CATRINA, die von ihrem Rückzugsgebiet aus die Bärin beobachtete, genoss FRANCA sichtlich die neugewonnene Freiheit. Ganz entspannt legte sie sich sogar ab und fing an mit Stöcken zu spielen. Überglücklich beobachtete das Team, wie sie zum ersten Mal die Schwarzwälder Luft schnupperte und nun endlich Gras unter den Tatzen fühlen durfte. Nach Jahren der Qual nun endlich ein Stück Freiheit! Diese Momente lassen jedes Mal unsere Herzen höher schlagen! Vielen Dank, liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, dass Sie es uns durch Ihre Unterstützung ermöglicht haben, FRANCA zu uns zu holen!
Helfen Sie uns mit einer Spende oder Patenschaft um FRANCA weiterhin ein sorgenfreies Leben unter den Schwarzwaldtannen zu ermöglichen!
Ferienprogramme bei Wolf, Bär und Luchs: Mach was aus deinen Ferien!
Mach was aus Deinen Ferien - es sind schließlich deine!
Während der Schulferien in Baden-Württemberg bieten wir dir ein außergewöhnliches, abwechslungsreiches und vor allem spannendes Ferienprogramm. Wer kann seine Ferien schon bei Bär, Wolf und Luchs verbringen. Besonders die Möglichkeit des Naturforscherpasses ist bei der Teilnahme von mehreren Ferienprogrammen hochinteressant. Für das Ferienprogramm ist eine Anmeldung erforderlich. Fragen über detailliertere Inhalte, Preis und Termine können ebenfalls per Telefon 07839-910380 oder schriftlich per e-mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angefragt werden.
Ferienprogramm-Termine 2020:
Osterferien: - 09.04., 10-16 Uhr: Tag des Osterhasen! Mit Ostereier malen. Pfingstferien: - 04.06., 10-16 Uhr: Was fliegt denn da?Wir entdecken gemeinsam die gefiederten Parkbewohner. - 11.06., 10-16 Uhr: Internationaler Luchstag- Luchsmeisterschaften: Zeig wie viel Luchs in dir steckt! Sommerferien: - 13.08., 10-16 Uhr: Bienentag- Sum Sum Sum- was fliegt denn da herum? - 20.08., 10-16 Uhr.: Spurensuche- Was geschah im Wald? Findet den Täter! - 27.08., 10-16 Uhr: Wasserspiele- Alles rund um den Bach! - 03.09., 10-16 Uhr: Im Reich der Wölfe- Erlebe einen Tag unsere Graupelze ganz privat! - 10.09., 10-16 Uhr: Verhaltensforscher- Werdet kleine Wissenschaftler! Herbstferien: - 29.10., 10-16 Uhr : Naturdetektive auf Schnitzeljagd: Findet ihr den Bärenschatz?
Anmeldung:
erforderlich
Dauer:
6 Stunden, jeweils 10-16 Uhr
Kosten:
25 € pro Person je Tag mit Naturforscherpass kostenfrei (Pass: 80 €)
Ciao und grüß Gott liebe Leute! Da dachten wir eigentlich, dass die stürmischen Zeiten schon vorbei seien, aber am Freitag zeigte die Natur einmal wieder, wer das Sagen hat. Aber meine Unwetter erprobten Zweibeinerfreunde der Grünkutten hatten Glück im Unglück, denn der Schaden vom umstürzenden Baum hielt sich in Grenzen. Dennoch zerrt es gewaltig an den Kräften, immer wieder vom Winde verweht zu werden. Eine Sache übrigens, vor der unser sonst so sensibler AGONIS wohl keine Angst zu haben scheint. Mein junger Artgenosse geht wieder furchtlos seiner Lieblingsbeschäftigung nach – er klettert in die höchsten Höhen der Schwarzwaldfichten. Ja, ja, die jungen Wilden, wenn sie erstmal in mein Alter gekommen sind werden sie schon verstehen, dass ein intelligenter Umgang mit seinen Kraftreserven viel wichtiger ist als Spaß. Oder etwa nicht?
Zugegeben, am Montag hätte ich auch gerne mal einen Blick von oben gehabt, denn es waren wieder lustige Zweibeiner zu Besuch, die mit ihren technischen Spielzeugen so genannte Videoaufnahmen von uns Vierbeinern gemacht haben. Ihr wisst schon, für’s Fernsehen. Ist es da Zufall, dass sich ausgerechnet jetzt die Wölfe wieder vertragen?
Haltet also nicht nur die Ohren steif, sondern auch die Augen offen, wenn ihr demnächst durch die TV Landschaft wandert!
Passt auf euch auf und wer einen Bündel Petersilie über hat: unsere liebe FRANCA würde sich tierisch darüber freuen! Ihr könnt sie wie immer den Grünkutten in die Hand drücken!
Eigentlich gehört er eher zu der sensibleren Sorte. Was leider auch einer der Gründe ist, warum ihn seine schwere Vergangenheit bis heute noch so sehr belastet. AGONIS wurde einst in freier Wildbahn geboren, in der Wildnis Albaniens. Doch der niedliche, kleine Bär erfuhr von den Menschen keinen Welpenschutz, sondern wurde brutal seiner Freiheit beraubt, die Mutter (wahrscheinlich) erschossen. Und wofür? Damit er in einem Käfig zur Belustigung der Gäste eines Restaurants herhalten musste. Welche Grausamkeiten er dort ertragen musste, können wir uns gar nicht vorstellen, aber es war schlimm genug, dass er für den Rest seines Lebens davon gezeichnet sein wird. Sein heftiges Saugen an der Tatze, jedes Mal, wenn Menschen ihm zu nahekommen, zeugt noch heute (über drei Jahre später!) von der furchtbaren Misshandlung.
Doch was für ein mutiger junger Bärenmann in ihm steckt zeigt er immer wieder, wenn er die höchsten Fichten im Bärenwald erklimmt. Mit seiner einzigartig ausgefeilten Technik, die selbst alten Hasen wie JURKA ins Staunen bringt, steigt er bei Wind und Wetter in die Höhe und überblickt von einer faszinierenden Perspektive über den bezaubernden Schwarzwald.
Es ist ein atemberaubender Anblick, ihn bei seiner meisterhaften Kletterei zu beobachten. Wir bedanken uns von ganzen Herzen bei allen Paten, Spendern und Unterstützern unseres Tierschutzprojekts, die es uns ermöglichen, AGONIS ein verhaltensgerechtes, naturnahes Zuhause zu geben.
Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Der Frühling naht mit großen Schritten und wenn ihr einen flauschigen Vierbeiner seht, der tiefenentspannt die Sonne genießt, dann bin ich das. Klar, gerade nach der langen Ruhe im Winter und jetzt bei all den Frühlingsgefühlen mag der ein oder andere einen gewissen Tatendrang an den Tag legen, aber ich denke mir wozu? Warum nicht noch ein wenig das Wetter genießen und dem Gras beim Wachsen zusehen? Wenn ich mir da im Gegenzug die Wölfe wie BRIX und BRAX so ansehe, die wie graupelzige Ninjas durch die Anlagen schleichen, immer auf der Lauer und so. Aber, wer versteht schon diese Wölfe… natürlich die Grünkutten, wer sonst! Die haben nämlich am letzten Wochenende einen Sprachkurs gegeben – Wölfisch für Anfänger. Und Junge, Junge, wie war der beliebt! Etliche junge Zweibeiner folgten der Ankündigung. Also wundert euch nicht, wenn die Jugend um euch herum plötzlich fließend Wölfisch spricht.
Aber so eine Frühlingsmotivation bringt auch andere auf Vordermann: natürlich freue ich mich über die alten Leute, wenn sie nach den kalten Monaten wieder in die Gänge kommen. Zum Beispiel unser lieber SCHAPI, der in der letzten Woche immer mal wieder seine müden Knochen in Schwung bringt. Obwohl wir beide nun schon seit fast 10 Jahren hier im wunderschönen Schwarzwald leben bin ich immer wieder zu tiefst beeindruckt, wie er es trotz seiner Blindheit schafft sein Futter zu finden, es zu verteidigen, wie er seine Höhle findet.
Tja, wo ein gutes Herz ist, ist eben auch ein beherzter Weg.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Direkt am ersten Wochenende im April finden die ersten Fototage im Jahr 2020 statt. Faszinierende Einblicke in den Alltag unserer Schützlinge, individueller Blickwinkel bei einer einzigartigen Atmosphäre machen dieses Event zu einem Highlight im Veranstaltungskalender unseres Tierschutzprojekts. Hier ein paar Einblicke in die vergangenen Jahre:
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Eine Woche liegt hinter uns, herrje, daraus kannst du drei machen! Nach dem Hochwasser kam ja ein bezauberndes Winterwunderwetter, dass ich mir dachte, dieser verrückte Schwarzwald, Regen & Schnee, Chaos & Idylle, aber als ich es nachts knacken und krachen hörte, wurde es mir dann doch etwas anders. Nachdem die ersten Bäume in den Zaun fielen, hoffte ich nur noch das Beste. Ihr könnt euch demnach vorstellen, wie mir ein Stein von der Seele fiel, als ich die Grünkutten im Anmarsch witterte. Zum Glück waren sie sofort zur Stelle und machten sich sogleich an die Reparatur und Sicherung der Freianlagen. Im Namen von uns Vierbeinern sage ich ganz herzlich Danke für den Einsatz! Ein ganz großes Dankeschön geht auch an alle Unterstützer, wie z.B. den Paten und ehrenamtlichen Helfern – ihr seid bärenstark!
Dabei waren die Tage zuvor doch so entspannt. Gemütlich lag ich herum und begrüßte zum Beispiel den guten alten SCHAPI, der einen kleinen Ausflug unternahm. Abgesehen davon ist es gerade sehr unterhaltsam die Wölfe zu beobachten. Die befinden sich gerade in der „gewissen Zeit im Jahr“, wenn ihr versteht, was ich meine. Da kann es durchaus mal vorkommen, dass die wölfische Intelligenz dem Übermut weichen muss. Ich schätze, da sind sie dann alle gleich, sowohl die männlichen Vier- als auch Zweibeiner, oder?
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Leider müssen wir auch heute für Besucher den Park schließen! Nachdem Sturmtief Sabine uns die komplette Nacht vom Sonntag auf Montag auf den Beinen gehalten hat, konnten wir gestern mit den Aufräumarbeiten beginnen und mit Einbruch der Dunkelheit zumindest die Wege und Anlagen wieder in Betrieb nehmen. Ab Mittwoch 12.02.2020 ist unser Tierschutzprojekt wieder für Besucher geöffnet.
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Wie es leider so ist, kommt meistens alles auf einmal. Die letzte Woche liegt sowohl uns Vierbeinern als auch den Zweibeinern noch stark in den Knochen. Und leider auch im Herzen – denn wir mussten Abschied nehmen von unserem guten, alten BEN. Er ist friedlich eingeschlafen und morgens nicht wieder aufgewacht. Ich kann es immer noch nicht so wirklich fassen, in meinem Geist sehe ich ihn noch oben am Hang liegen, unterhalb meiner Sandsteinloft, wie er sich sonnt. Sein einzigartig gelassenes Gemüt wird mir fehlen. Egal, wie schlecht meine Laune auch war, er hat es immer wieder verstanden, mich zu beruhigen. Und das bei seiner grausigen Vergangenheit, erst im Zoo und dann im Zirkus in einer LKW Garage. Obwohl das Leben lange Zeit gemein zu ihm war, hat er seine Güte nicht verloren. Im Gegenteil. Er hat sie unter uns Tieren verbreitet und ich bin froh, dass er seinen Lebensabend hier im Schwarzwald verbringen konnte. Großer, wir werden dich vermissen!
Und als ob der Himmel trauern würde, zog ein heftiger Regen übers Tal. Sturm und Schauer fegte übers Gelände. Wassermassen ließen das Fegersbächle enorm ansteigen und spülten jede Menge Unrat mit sich. Doch auf die Grünkutten ist ja zum Glück Verlass. Unermüdlich ackerten sie im kalten Nass, durchgetränkt bis auf die Haut, um die Abflüsse freizuschaufeln. Sie blieben sogar nachts da, überwachten die Situation, damit wir Vierbeiner vom Hochwasser verschont bleiben. Im Namen von uns Tieren sage ich Danke für den Einsatz!
In diesem Sinne passt auf euch und eure Liebsten auf! Haltet die Ohren steif!