Kultur und Tierschutz sind eine bärenstarke Kombination!
Es gibt viele Arten, wie man sich für den Tierschutz einsetzen kann. Der Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. So wurden wir dieser Tage von einer ganz besonderen Spendenaktion überrascht: beim ersten Sonntagsmatinee der Akademie Dasch aus Saulgrub wurde für unser Schwarzwälder Projekt gesammelt!
Wir freuen uns tierisch über den Einsatz der Sängerinnen und Sänger. Mit ihrem Repertoire von Klassik bis zu den Beatles und dem Engagement für unsere Vierbeiner haben sie eindrucksvoll gezeigt, dass Kultur und Tierschutz eine bärenstarke Kombination sind. Wir bedanken uns von ganzen Herzen bei der Akademie Dasch!
Wiltierexperten aus dem Trentino zu Gast im Schwarzwald
Wildtierexperten vom Forstministerium italienischen Trentino des life ursus Projekts besuchten heute unser Tierschutzprojekt im Schwarzwald. Grund des Besuchs ist ein Wissensaustausch zwischen Wildtierspezialisten. Die Italiener profitieren von dem Wissen über unsere Wildtieranlagen für den Aufbau einer Wildwolf-Auffangstation im Trentino. Gleichzeitig tauschten wir uns über Erfahrungen im Umgang mit Wildbären, -Wölfe und -Luchse aus.
Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Kurze Frage: wie schafft man es, an einem Wochenende Bäume zu fällen, Stangen aus Holz für die Auskleidung der Bärenhöhlen zurecht zu sägen, dann noch sämtliche Brombeerhecken und Japan-Könterich zurückzuschneiden und dazu eine etwa 50 m lange Totholz-Mauer zu flechten? Antwort: durch den unermüdlichen Einsatz von vierzig freiwilligen Helfern! Und dabei waren das nur die Höhepunkte, die ich genannt habe. Es ist immer wieder super mitzuerleben, wenn Menschen sich so selbstlos für uns Tiere einsetzen, am Wochenende zu uns rausfahren und keine Mühe scheuen, das Gelände auf Vordermann zu bringen. Ganz toll!
Aber auch eure JURKA war nicht untätig in der vergangenen Woche. Wie ihr ja vielleicht mitbekommen habt, stromern die Wölfe in der letzten Zeit immer wieder um und vor allem in meiner Höhle herum. Klar, könnte ich sie auch konsequent stets vertreiben, aber eine clevere Wildbärin wie ich denkt sich da doch – okay, dann macht nur, ich grabe mir halt eine ganz neue Höhle. So machte ich mich gleich ans Werk. Leider ist mein Unterschlupf noch etwas wacklig, also werde ich noch ein wenig an der Statik feilen müssen. Tja, als Wildtier muss man eben flexibel sein.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
„Uns ist unbegreiflich, wie man Bären so etwas antun kann. Und wir werden einiges damit zu tun haben, Ben, Poldi und Schapi erst einmal aufzupäppeln und uns um ihre stark angeschlagene und vernachlässigte Gesundheit zu kümmern.“ So hieß es im Herbst 2010 auf unserer Webseite, knapp 2 Wochen, bevor die geschundenen Vierbeiner in unserem Tierschutz-Projekt ankamen. Zu dem damaligen Zeitpunkt befanden sie sich bereits seit 15 Jahren in einer LKW Garage, fernab jedweder Natur, kaum medizinische Betreuung, Betonboden, miserables Futter.
Doch dann, heute genau vor 9 Jahren, am 4. November 2010, betraten die drei leidgeplagten Bärenmänner einen neuen Lebensweg unter freiem Himmel, auf Waldboden und mit genügend Rückzugsmöglichkeiten. BEN, POLDI und SCHAPI haben sich in unseren Freianlagen hervorragend eingelebt. BEN beeindruckt durch seine souveräne Art. Der blinde SCHAPI meistert die schwierigsten Hindernisse und von Poldis starker Bewegungsbeeinträchtigung ist heute kaum noch etwas zu sehen. Aktuell befinden sich SCHAPI und BEN bereits in der Winterruhe, auch bei POLDI wird es nicht mehr lange dauern.
Wir freuen uns tierisch über die bärenstarke Entwicklung und bedanken uns von ganzen Herzen bei den Paten, Spendern und Unterstützern, die damals die Rettung möglich machten und bis heute die Versorgung absichern!
Sonntag, 3. November 2019: Geschafft und überglücklich blicken wir auf ein überragendes Wochenende zurück: Bei guten Wetterverhältnissen packten rund 40 freiwillige Helfer beim unserem letzten großen Arbeitseinsatz vor dem Winter mit an. Dabei wurde von den Kleinen und Großen Ehrenamtlichen erstaunliches geleistet. Es wurden Zäune errichtet, Gräben ausgehoben, Regenrinnen verlegt, betoniert, gepflastert, Bäume gefällt, Stangen aus Holz für die Auskleidung der Bärenhöhlen zurecht gesägt, sämtliche Brombeerhecken und Japan-Könteriche zurückgeschnitten und vieles mehr. Das diesjährige Highlight bildete der Bau einer etwa 1,5 m hohen „Benjeshecke“ (Totholzhecke) (entlang des Bachs an der Böschung zwischen unserem Bistro und unserer Anlage). Dafür wurde das anfallende Grüngut händisch zu einer etwa 50 m langen Totholz-Mauer aufgeschichtet und ineinander verflochten. Diese ökologisch wertvolle Hecke wird zukünftig Lebensraum für zahlreiche Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten bieten und irgendwann in eine lebendige Hecke übergehen. Doch nicht nur beim Einsatz im Gelände wurden wir unterstützt, sondern bekamen noch eine großartige, kulinarische Spende. Denn wer bei Wind und Wetter bärenstarke Arbeit leistet, bekommt auch einen Bärenhunger! Das weiß Kurt Jäkle, Chefkoch vom Hotel Hohenried, nur allzu gut. Als er erfahren hatte, dass unser Tierschutz-Projekt Opfer eines Einbruchs wurde, ließ er es sich nicht nehmen, die Versorgung der vielen fleißigen Hände zu spenden!
Wir sind stolz und überglücklich über dieses tolle Engagement und sind von ganzen Herzen dankbar für das hohe Maß an selbstlosen Einsatz, angefangen von den zahlreichen privaten Helfern, über die THW Jugend bis zur gastronomischen Unterstützung.
Vielen Dank an alle Helfer, die am vergangenen Wochenende Großes für unsere Tiere geleistet haben!
Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Meine lieben Freunde, ihr wisst ja, dass ich schon seit Jahren darauf warte, dass wieder ein Bär seinen Weg nach Deutschland findet. Jetzt ist es passiert! Letzte Woche wurde er nachts in Bayern fotografiert. Für mich ist es zwar keine große Überraschung, aber eine große Freude! Natürlich weckt das schmerzliche Erinnerungen an meinen geliebten Sohn BRUNO, aber Trauer oder Sorgen dürfen nicht im Vordergrund stehen, sondern es ist jetzt ganz wichtig aus seinem Schicksal zu lernen. Daher bitte ich euch, liebe Menschen, erinnert euch an meinen BRUNO und an die Gründe, warum er in euren Augen bedrohlich wirkte: weil man ihn anfütterte! Genauso, wie mich auch, daher bitte ich nicht, sondern vertraue darauf, dass ihr euch eurer Verantwortung bewusst seid und keine „Problemmenschen“ werdet. Denkt immer daran, wir Wildtiere handeln ohne Hintergedanken, wir gehören keiner Partei an und haben auch keine Nationalität. Vergesst nicht, dass ihr in unseren Lebensraum eingetreten seid und nicht umgekehrt. Wir Wildtiere sind nicht nachtragend, sondern dankbar dafür, wenn man uns mit Respekt behandelt und einfach in Frieden lässt. Und wer weiß, am Ende könnt ihr noch einiges in puncto Natur von uns lernen, denn wenn es ums Leben im Freien geht, sind wir keine Touristen, sondern Profis. Schließlich ist das unser Alltag, unser Zuhause. Denkt bitte daran, wenn ihr das nächste Mal in den Wald geht.
In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Selbstgemachte Dekoration ist immer noch die Beste!
Am Mittwoch, den 30. Oktober begrüßten wir 14 gut gelaunte Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren zu unserem Ferienprogramm. Wir starteten mit einer kleinen Führung durch unser Tierschutzprojekt. Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns an das Herbstbasteln und Kürbisschnitzen. Dabei schnitzten die Kinder eifrig Grimassen in die Kürbisse und beklebten Windlichter mit selbst gesammelten Blättern. Zum Abschluss tobten sich die Kinder ausgiebig auf unserem Forscherpfad aus.
Wir freuen uns schon tierisch auf die nächsten Ferien!
Die Eingewöhnung von unserer Luchsdame ELA verläuft bärenstark – im wahrsten Sinne: heute, am 28.10.2019, traf sie zum ersten Mal auf einen Bären!
Die betagte Luchsin und der junge Braunbär ARTHOS näherten sich mit großem Interesse an. Während der Bärenteenager, der als Welpe in Albanien als Selfi-Bär herhalten musste, mit seinen beiden Leidens- und Artgenossen ARIAN und AGONIS mit ihrer stürmischen Art des Öfteren dafür sorgten, dass kein Stein auf dem anderen blieb – wir erinnern uns an JURKAs Höhle – verbrachte ELA ihre Zeit als trauriges Ausstellungsstück in einem spanischen Zoo. Doch sehr schnell nahm sie die Chance wahr, in unserem Tierschutz-Projekt das Wildtier in sich zu entdecken. Nachdem sie mittlerweile ihr neues Zuhause recht gut kennt, an das anspruchsvolle Gelände in ihrem Revier gewöhnt ist, wurde es nun Zeit für die erste Interaktion mit einem Bären. Ohne Druck, nur angetrieben von der eigenen Neugier, wanderte ARHTOS unter den wachsamen Augen unseres Teams durch den offenen Schieber.
Bär und Luchs näherten sich interessiert, kein Anzeichen von Aggression oder feindseligem Verhalten war zu erkennen. Als beide schließlich aufeinander trafen war es der körperlich um einiges massiverer ARTHOS, der zurückwich, während ELA in gelassener Katzenmanier ihren Mann stand. Ein faszinierender Moment für alle Beteiligten.
Sabrina Reimann, stellvertretende Leitung im Projekt: SCHWARZWALD: „Wir sind begeistert von ELAs fantastischer Entwicklung. Es zeigt einmal mehr, dass es sich lohnt auch Tiere im fortgeschrittenen Alter zu retten und ihnen einen neuen, selbstbestimmten Lebensabschnitt in anspruchsvollem Gelände anzubieten. Es ist immer wieder ein Moment voller Gänsehaut, wenn man miterlebt, wie die Tiere ein stückweit das Wilde in ihnen zurückgewinnen.“
Für eine erfolgreiche Zusammenführung von Wildtieren, besonders bei so unterschiedlichen Arten wir Bär und Luchs, ist es wichtig, ihren Charakter zu kennen. So viel die Wahl auf Braunbär ARTHOS keinesfalls zufällig.
Wir freuen uns, dass die Interaktion so reibungslos vonstattenging und werden natürlich über den weiteren Verlauf von ELAs Entwicklung berichten. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei dem Netzwerk der European Alliance of Rescue Centres and Sanctuaries (EARS) für die großartige Zusammenarbeit bei der Rettung von ELA bedanken sowie bei allen Paten, Spendern und Unterstützern, die diese Aktion erst möglich gemacht haben.
Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Wie schaut es bei euch, seid ihr schon fit für den Winter? Nun, wir Bären befinden uns ja gerade im Endspurt für die Winterruhe. Woran ihr das erkennen könnt? Zunächst lässt Bärenhunger allmählich nach. Dann sind die Grünkutten mit Hochdruck dabei, die restlichen Bärenhöhlen so herzurichten, dass meine Artgenossen und ich die Winterquartiere einrichten können. Ihr wisst ja bestimmt, wie individuell und unterschiedlich das bei uns zu geht. Ein höchstinteressantes Schauspiel, das ihr euch unbedingt ansehen müsst. Und das sogar sehr bald, denn SCHAPI, KAJA und Neuzugang DARIA sind bereits in die Winterruhe gegangen. Was mich besonders bei letzter sehr, sehr freut, da es für die Ex-Zoobärin das erste Mal ist, dass sie im Winter wie ein richtiger Bär ruhen darf. Und das im hohen Alter von 28 Jahren! Einige andere sind noch lange nicht so weit, wie zum Beispiel unser guter alter POLDI, der wohl noch etwas brauchen wird, bis er fit für den Winter ist.
Auch ich habe noch hier und da etwas zu erledigen, bevor die kalte Jahreszeit nun endgültig Einzug in den Schwarzwald hält. Hauptsächlich muss ich die Wölfe aus meiner geliebten Sandsteinloft vertreiben! In puncto Vertreiben bin ich übrigens gerade recht gut geübt, denn der junge, stürmische ARTHOS rückt mir zuweilen dicht auf den Pelz. Auch wenn ich mich als erfahrene Bärin durch die Avancen des Jungspundes schon etwas geschmeichelt fühle, übertreibt er es hin und wieder dann doch ein wenig zu sehr für meinen Geschmack. Dann wird es Zeit für eine kalte Dusche in Form von ein paar heißen Ohren, immer noch das beste Mittel gegen übermütige Männlichkeit.
In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Was war das für eine aufregende Woche. Allen voran wahrscheinlich für unseren neuen Waldgeist. Denn Luchs-Dame ELA hat den Quarantäne-Bereich verlassen und zum ersten Mal ihr neues Revier erkundet. Wald, Hänge, Dickicht, Gras – es gibt für die betagte Samtpfote dieser Tage etliches zu entdecken und genügend Winkel zum Verstecken. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, mit welchem Enthusiasmus sie in ihrem neuen Terrain herumstromert. Ich freue mich so für sie. Im hohen Alter nun endlich ein kleines Stück Natur für ELA.
Apropos Freude: was mich gerade tierisch aufregt ist, dass die Wölfe meine geliebte Sandstein-Loft zu ihren Privat-Gemächern machen wollten. Ist das zu fassen? Na ja, zum Glück sind die grauen Vierbeiner ebenso ängstlich wie sie dreist sind, so wird es mir ein leichtes sein, meine Höhle für den Winter fit zu machen. Denn die kalte Jahreszeit kommt mit großen Tatzen angestapft, auch wenn sich noch der ein oder andere sommerliche Lufthauch zu uns verirren mag. Wichtig für uns Bären ist jetzt auf jeden Fall viel gutes Futter, am besten Nüsse. Da fällt mir ein, wie sieht es da bei euch aus? Hat jemand vielleicht ein paar Nüsse für meine Artgenossen und mich übrig? Falls ja, dann drückt sie einfach den Grünkutten in die Hand, die freuen sich über jede Unterstützung.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
PS am Schluss eine kleine, bärenstarke Nachricht für alle Schulkinder: es gibt derzeit noch freie Plätze zu unserem Ferienprogramm! Schreibt einfach an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!