Im Tierschutz gibt es viele Momente, die man nur mit größter Kraft und stahlharten Nerven ertragen kann. Doch solche Situationen werden belohnt durch Augenblicke wie diese: Luchs ELA verlässt den Quarantäne-Bereich und erkundet zum ersten Mal ihr neues Terrain, zum ersten Mal Wald überhaupt.
Mit großer Neugier und enthusiastisch streift der betagte Waldgeist das Gelände. Natürlicher Boden, Gras, Sträucher, Hänge und jede Menge Versteckmöglichkeiten – alles Neuland für ELA. Nach der langen Zeit im tristen Zooalltag befindet sie sich nun auf dem besten Weg, ihre Wildtier-Instinkte zu entdecken und zu lernen, wie man sie anwendet.
Nachdem sie gestern bereits reges Interesse an Artgenossin CATRINA in der benachbarten Anlage zeigte, inspizierte sie auch heute, am 15.10.2019, sorgfältig den gemeinsamen Zaun.
Wir werden über den Verlauf ihrer Eingewöhnungsphase in die großen Freianlagen weiter berichten. Zunächst sind wir aber dankbar, dass ELA nun so richtig in unserem Tierschutz-Projekt angekommen ist. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Paten, Spender und Unterstützer unserer Arbeit, die dafür sorgen, dass wir der gepeinigten Luchsdame einen neuen, tiergerechten Lebensabschnitt bieten können.
Die Jugendgruppe des Fotoclubs Obersulm mit Sabrina Reimann von unserem Team
Die Jugendgruppe des Fotoclub Obersulm e.V. hat bei einer Ausstellung auf dem Fotofestival »horizonte zingst« für unser Tierschutz-Projekt Spenden gesammelt, dabei sind über 800,- Euro zusammengekommen. Thema des Fotofestivals waren Umweltfotos. Das nahmen die Jugendlichen zum Anlass, eine Spendenkasse (das Sparschwein Bärbel) für den Alternativen Wolf- und Bärenpark aufzustellen. Am Samstag konnten sich die jungen Fotografinnen und Fotografen ansehen, wohin ihre Spende geflossen ist. Die Tiere sagen Danke für den Zuschuss für das Futter!
Und auch wir freuen uns tierisch über diese Aktion, denn sie zeigt, wie junge Menschen sich kreativ für den Tierschutz einsetzen. Bärenstark!
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Jetzt mal Hand auf’s Herz: hättet ihr gedacht, dass jemand eine gemeinnützige Einrichtung ausrauben würde? Jetzt stellt euch vor – es ist tatsächlich jemand in unser Tierschutz-Projekt eingebrochen, hat in den Räumen der Grünkutten gewütet und Spendengelder gestohlen. Es ist ja schon schlimm genug, dass es überhaupt Leute gibt, die der Meinung sind, ihnen alleine gehöre die Welt, aber dann auch noch denjenigen schaden, die anderen helfen? Als wäre es nicht schon schwer genug für die Grünkutten, uns armen, von Menschen ausgebeuteten Tieren ein sicheres Zuhause zu ermöglichen. Als gäbe es nicht genug zu tun, nein, dann muss man sich auch noch damit auseinandersetzen. Wie absolut unnötig! Eure JURKA ist sauer. Hat jemand vielleicht etwas gesehen oder gemerkt? Es war in der Nacht vom Sonntag zum Montag, so um 00:00 Uhr rum. Ich habe tief und fest geschlummert, denn wie ihr wisst, geht es auf den Winter zu und wir Bären sind daher jeden Tag mit dem Anfressen vom Winterspeck beschäftigt und werden langsam träge. Jedenfalls, schreibt mir oder kommt vorbei und erzählt den Grünkutten, wenn euch etwas Verdächtiges in jener Nacht aufgefallen sein sollte.
Dabei wollte ich euch ein paar so nette herbstliche Zeilen schreiben. Denn es ist gerade wunderschön bei uns, mit anzusehen, wie meine Artgenossen und ich alles schick für die kalte Jahreszeit machen. Zum Beispiel wie wir das Stroh in unsere Höhlen einbauen, Laub und ähnliches hineinziehen. Besonders spannend ist dahingehend DARIA, unser Neuzugang, denn die alte Bärendame geht mit 28 Jahren zum ersten Mal in die Winterruhe. Kann sie das überhaupt? Was schaut sie sich von uns ab? Was findet sie selber raus? Höchst interessant, kann ich euch sagen.
Ich würde mich auf jeden Fall über euren Besuch freuen, denn nach dem Vandalismus am Sonntag kann ich ein paar altbekannte, freundliche Gesichter gut gebrauchen. Wie heißt es, Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist.
In diesem Sinne gehabt euch wohl und haltet die Ohren steif!
Es ist Montagmorgen, als wir nach unserem bärenstarken Fototage-Event am herbstlichen Wochenende wie gewohnt in die frische Woche starten wollen. Denn wie immer gibt es im Tierschutz viel zu tun, jede Menge Arbeit liegt auch im letzten Quartal noch vor uns. Besonders jetzt, da für unsere Bären die Hochphase der Vorbereitung für die Winterruhe beginnt und Luchsdame ELA sich in der Eingewöhnung befindet. Zudem fallen aufgrund des ertragsschwachen Sommers merklich viele Futterspenden weg, der Zukauf von gesundem Futter für unsere Tiere ist ein nicht zu verachtender, finanzieller Mehraufwand.
Dann der Schock am Montagmorgen: die Einbruchsspuren am Wirtschaftsgebäude bestätigen sich beim Betreten unserer Räumlichkeiten. Im Büro herrscht Chaos und Verwüstung. Die wirklichen Ausmaße des Einbruchs können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht beziffern. Die Polizei ermittelt.
Wir sind fassungslos über die Tat, denn schließlich sind wir eine gemeinnützige Einrichtung, die auf Spenden angewiesen ist um sich für misshandelte Tiere einzusetzen.
Wer in der Nacht von Sonntag auf Montag zwischen 23:30 Uhr und 00:30 Uhr etwas Auffälliges bemerkt hat, wird gebeten, sich bei uns oder direkt bei der Polizei in Freudenstadt zu melden.
Am 28.9. feierte unser Förderverein Alternativer Bärenpark Schwarzwald, kurz FABS, sein 15-jähriges Bestehen. Nach einem Rundgang im Park, bei dem viele Vereinsmitglieder der ersten Stunde, die Neuerungen bestaunten, ging es zu einer Vortragsrunde und gemütlichem Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Stefan Angermüller, Schriftführer und Initiator des Tierschutzprojekts im Schwarzwald, erzählte von den Anfängen des Parks und wie damals erste Ideen Form annahmen. Nach einer Präsentation zur Parkentstehung, bei der viele in Erinnerungen schwelgten, schloss sich ein Vortrag und Diskussionen über Entwicklung und Zukunft des Projektes an. Gleichzeitig überraschte uns der FABS mit einer großzügigen Spende! Toll, was unser FABS in den 15 Jahren Ehrenamt bisher alles geleistet hat! Wir freuen uns schon auf weitere gemeinsame Projekte!
Der eine mag die Hitze, der andere nicht – was allerdings ein toller Effekt des Sommers ist: Obst! Jetzt ist es an der Zeit für Äpfel und Birnen. Und da Bären vernarrt sind in die Früchte des Sommers, freuen wir uns über jede Unterstützung in puncto Obst und Co! Gerne auch Nüsse!
Wer also bei der Versorgung der Vierbeiner mithelfen will, kann gerne eine kleine oder größere Futterspende bei unseren Tierpflegern abgeben!
„Natürlich sind wir froh, dass es uns gelungen ist, dem Schicksal von Ela eine glückliche Wendung bescheren zu können, doch leider gibt es noch viele, viele Wildtiere mit einer ähnlich traurigen Geschichte. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass dies Leiden ist, welches in Deutschland seinen Ursprung hat. Es zeigt wieder einmal, wie drastisch die Folgen für Wildtiere sind, die gezüchtet werden und Opfer von respektlosem Tierhandel sind.“
Bernd Nonnenmacher, Parkleiter im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald
In Deutschland gezüchtet und Opfer von internationalem Tierhandel: Unser Team war wieder unterwegs im Zeichen des Tierwohls. Konkret handelt es sich um die Luchsdame ELA. Sie wurde vor vierzehn Jahren im Zoo Neumünster geboren und danach als Ware: Jungtier für 2000 Euro an den OASIS Park in Fuerteventura verkauft, ausgestellt und ausgebeutet. Dort fristete sie mit ihrem Bruder ein tristes Dasein und diente den Besuchern als lethargische Abwechslung zu Seelöwen Shows in schrecklicher Zirkusmanier und Tierfütterungen. Allein im letzten Jahr wurden europaweit wieder 42 Nachzuchten von Luchsen in Europa gezählt.
In unserer ersten Zusammenarbeit mit der European Alliance of Rescue Centres and Sanctuaries [EARS] ist es uns gelungen, dem Elend des unschuldigen Luchses ein Ende zu bereiten. Seit kurzem sind wir Mitglied von EARS, einem europäischen Netzwerk von Rettungszentren und Auffangstationen. Nachdem ELA aus Spanien gerettet wurde, kam sie vorübergehend bei unseren Tierschutz-Kollegen der Animal Advocacy and Protection [AAP] in den Niederlanden unter. Wir haben sie schließlich in Deutschland übernommen. Jetzt wartet in unserem Tierschutz-Projekt in Baden Württemberg endlich Wald auf den gepeinigten Waldgeist.
Nun darf sich ELA erstmal ausruhen und endlich einfach nur Luchs sein. Leider hat die schreckliche Vergangenheit ihre Spuren bei der alten Dame hinterlassen. Für die Unterbringung und veterinärmedizinische Betreuung kommen zusätzlich zu den bereits entstandenen Ausgaben noch eine erhebliche finanzielle Belastung auf uns zu. Wir sind daher für jedwede Hilfe bei der tiergerechten Versorgung von ELA von ganzen Herzen dankbar.
Ohne den Rückhalt von Paten und Spendern wären Aktionen wie diese nicht möglich.
Endlich ist es soweit, die ABC-Schützen stehen in den Startlöchern für ihren aller ersten Schultag. Ab jetzt heißt es für sie lernen, lernen, lernen. Wir vom Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald unterstützen diese frühe Bildungsphase und laden alle Erstklässler herzlich zu uns ein. Bis Ende des Jahres erhaltet ihr Schulanfänger freien Eintritt in unser Tierschutz-Projekt.
Rückblick: Bevor wir BEN retteten lag er 15 lange Jahre auf dem harten, kalten Betonboden einer deutschen LKW-Garage auf engstem Raum mit 4 weiteren Bären. Die gravierenden Folgen dieser lebensverachtenden Haltung: schlimme Arthrose, die ihm mittlerweile starke Probleme bereitet.
Deswegen war BEN nun eine Zeit lang auf unserer Krankenstation, musste wurde dort behandelt werden. Die gute Nachricht: seit er eine neue Medikation bekommt, geht es ihm von Tag zu Tag besser! Er belastet seinen Hinterlauf und frisst auch wieder im Stehen. Heute war es dann endlich soweit: BEN wurde aus der Krankenstation entlassen und durfte zurück in die Freianlage. Dies ließ er sich nicht zweimal sagen. Schnurstracks ging es durch die offenen Schieber zurück in die Seniorenresidenz, wo er gleich von seinen MitBÄRwohnern POLDI und KAJA begrüßt wurde.
Wir freuen uns über den Weg der Besserung und sind stolz auf unseren BEN, der sich trotz seines leidvollen Schicksals nie unterkriegen lässt und immer wieder auf die Beine kommt. Auch, wenn es manchmal etwas länger dauern mag. Danke an alle Paten von BEN, die seine Genesung mit großem Interesse verfolgen, mitleiden und mitfiebern. Bärenstark, dass wir – und allen voran BEN – solche Unterstützung, solchen Rückhalt erleben dürfen.
Letzten Donnerstag bekamen unsere Wölfe mit einem Damhirsch einen wahren Festschmaus in ihr Rückzugsgebiet geliefert. Viele Besucher warteten gespannt darauf, dass sich BRANCO und seine Brüder endlich über die leckere Beute hermachen würden, jedoch vergeblich… Wölfe sind von Natur aus sehr scheu und misstrauisch, wenn es um neue Situationen geht. Ganze zwei Tage ließen sich die Wolfsbrüder Zeit um dann im Schutze der Dunkelheit das Festmahl zu beginnen. An den Resten haben sich Raben, Krähen und Elstern bedient, die vom reichhaltigen Futterangebot hier im Park ebenfalls profitieren. Um auch das mitzubekommen, was normalerweise im Verborgenen passiert, haben wir Wildkameras an der Futterstelle installiert und die tollen Bilder wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.
Vielen Dank an alle, die durch Spenden die Anschaffung solcher technischen Hilfsmittel möglich machen und uns helfen tiefere Einblicke in das Privatleben unserer Vierbeiner zu gewinnen!