Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, täglich geöffnet
Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald
Rippoldsauer Strasse 36/1, 77776 Bad Rippoldsau-Schapbach

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Die Ruhe täuscht-Bei dem Kennenlernen von Jurka, Ben und Schapi ging es teiweise recht heftig zu
Die Ruhe täuscht-Bei dem Kennenlernen von Jurka, Ben und Schapi ging es teiweise recht heftig zu
Unsere Bären sind alles, nur nicht wintermüde. Gerade in den letzten Tagen sind sie besonders aktiv, streunen durch die Anlage, suchen sich in aller Ruhe ihr Futter, spielen miteinander und scheinen die ersten Sonnenstrahlen genauso zu genießen wie wir Menschen. Jurka zieht es immer öfter zu dem Kreisel, der ja die Verbindung zu der Anlage darstellt, in denen sich die anderen drei Bären aufhalten. Nach der ersten Begegnung von Ben und Jurka in der Anlage 2 haben wir gestern nun erneut die Schieber geöffnet und den vier Bewohnern des Bärenparks die Möglichkeit geboten, sich näher kennenzulernen. Jurka hat sich auch gar nicht lange bitten lassen und ist flotten Schrittes in den Teil der Anlage gegangen, den sie die ersten Monate nach ihrer Ankunft bewohnt hat. Dort angekommen hat sie die Männerwelt auch direkt ordentlich aufgemischt, wie unsere Praktikantin Jessica Fleischmann mit eigenen Worten berichtet:

 

Wir sind gerade die Zaunrunde gelaufen als Jurka zu Ben und Schapi in die Anlage durfte.  Als erstes beschnupperte sie die Gegend. Als sie schließlich vor Bens Höhle trat, schnupperte sie erst einmal. Sie stellte sich in eine höher gelegene Position und, was mich etwas überraschte, schnappte knurrend in die Höhle hinein. Ein kurzes Gerangel entstand doch dann zog Jurka weiter. Schapi war neugierig geworden und hatte sich ist aufgestanden. Als Jurka schließlich auch auf Schapis Geruch stieß, bewegte sie sich vorsichtig auf ihn zu. Schapi bemerkte sie erst nicht und fraß seelenruhig weiter. Jurka schien leicht verunsichert durch sein Verhalten schnappte dann jedoch knurrend nach Schapi. Dieser erschreckte sich, stellte sich auf die Hinterpfoten und machte ein paar Schritte rückwärts. Sie schlugen mit ihren Pfoten nach einander und Jurka erwischte Schapi an der Nase. Schapi wollte sich zurück ziehen. Diese Situation kannte er noch nicht. Die beiden entfernten sich ein Stück doch Jurka ging ihm nach. In diesem Moment kam das Fernseh- Team vom SWR. Schapi flüchtete in die Ecke des Geheges und Jurka ließ nach einiger Zeit von ihm ab und begab sich zurück auf ihre Route. Schapi war sichtlich nervös und scharrte auf dem Boden. In der Zwischenzeit hatte Ben seine Höhle verlassen und saß nun in der Sonne. Jurka hatte ihn noch nicht bemerkt und stiefelte weiter. Poldi bekam von all dem nichts mit. Dieser lag in der Sonne und döste vor sich hin. Jurka wollte sich anscheinend auf den Weg in ihre eigene Anlage zurück machen als sie bemerkte, dass Ben nicht mehr in seiner Höhle saß. Sie zeigte deutliche Drohgebärden, in dem sie die Ohren anlegte und den Kopf leicht seitlich neigte. Ben zeigte sich unbeeindruckt. Er legte sich einfach hin und sah ziemlich entspannt aus. Nur kurzzeitig zeigten sich die Beiden die Zähne. Irgendwann wurde es Jurka anscheinend zu langweilig und sie tapste weiter durch die Anlage. Wir versuchten in dieser Zeit Schapi aus der Ecke zu lotsen, doch durch seine Nervosität drang man nicht zu ihm durch. Er scharrte die ganze Zeit nur in der Erde. Als wir dann fütterten hatte Jurka sich auf den Weg zu Poldi gemacht, doch der Schieber konnte rechtzeitig geschlossen werden und Jurka konnte nicht zu Poldi kommen. In dem recht kleinen Vorgehege, hätte es nicht ausreichend Rückzugsraum gegeben, was bei Bärenbegegnungen gefährlich werden kann. Wir setzten die Fütterung fort und wollten Ben von seiner Höhle weglocken damit Jurka zurück in die Anlage 2 konnte, doch leider funktionierte das nicht so wie geplant. Wir lockten Ben zwar von seiner Höhle weg, doch Jurka machte sich ebenfalls über die Leckerbissen her.

Einen weitere Auseinandersetzung wollten wir aber verhindern. Hilfestellung kam eher zufällig durch das Bärenmobil. Jurka erschreckt sich immer noch gelegentlich vor dem surrenden Elektromotor und trollte sich schnurstracks wieder in nördliche Richtung zum oberen Zaun. Während wir uns den anderen Aufgaben widmeten, wechselte Jurka ganz selbstverständlich und außerhalb unseres Sichtfeldes ganz allein in die Sektion 2. Alle Bären, die heute die hektische Kennenlern-Phase erlebten, suchten sich dann ein ruhiges Plätzchen um zu ruhen. Diese Zusammenführung heute war für alle Beteiligten ein unglaubliches Erlebnis. Wilde Natur ganz nah und erlebbar. AL,RS

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