Live Ticker Aktion GAIA – Wolfsrettung aus Litauen

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Auf den Weg in den Schwarzwald: GAIA

10:59 Uhr – Das Einsatz-Team der STIFTUNG für BÄREN [Bernd Nonnenmacher, Rüdiger Schmiedel und Teresa Carl] befindet sich gerade auf dem Rückweg von Litauen. Dort wurde eine Wölfin beschlagnahmt und befindet sich seit 7:00 Uhr Ortszeit in unserer Obhut. Die 2017 geborene Fähe GAIA wird im Projekt SCHWARZWALD ein neues Zuhause finden. Das Team und die Wölfin werden morgen früh in Bad Rippoldsau-Schapbach erwartet.

Hintergrund: 2017 wurden in Litauen zwei Wolfswelpen in einem Waldgebiet gefunden. Sie wurden per Hand aufgezogen und lebten in Privathaltung. Einer der Wölfe ist verstorben, der andere, die Fähe GAIA, wuchs zu einem Wildtier heran, wurde kaum noch zu handhaben, attackierte Besucher der Halterin. Die Wölfin kam in eine Hundeauffangstation, wurde für einen Hybriden gehalten, wies starke Verhaltensstörungen auf. Der Fall erregte großes, nationales Interesse, wurde zu einem Medienspektakel. Schließlich schaltete sich der Tierschutz ein und so konnte GAIA in Zusammenarbeit mit dem Ministerium beschlagnahmt werden, kam vorübergehen in dem Zoo Kaunas, Litauen, unter. Dort wurde sie am Mittwoch, den 15. Juli gegen 7:00 Uhr Ortszeit dem Einsatz-Team übergeben.

 

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JURKA Kolumne 02.07.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und Grüß Gott liebe Leute!
Ich konnte diese Woche so viele schöne Beobachtungen machen, von denen muss ich euch unbedingt erzählen!


Unsere beiden ehemaligen „Garagen-Bären“ SCHAPI und POLDI waren sehr aktiv. Erinnert Ihr euch an die Zwei? Die Beiden kamen aus einer kleinen LKW-Garage, in welcher sie mit drei weiteren Bären 15 Jahre lang dahinvegetierten. Beide sind mittlerweile erblindet und haben Arthrose. Ich finde, dass man es ihnen nicht wirklich anmerkt. Die Beiden alten Bärenmänner erkunden die komplette Anlage und sammeln fleißig Futter. Zwar sind SCHAPI und POLDI häufig sehr gemächlich und mit Bedacht unterwegs, aber wenn es ums Futter geht, muss ich mich ganz schön beeilen, denn da legen die beiden einen ordentlichen Zahn zu. Besonders gefreut habe ich mich über POLDI, er war diese Woche sogar im Kreisel baden. Diese Abkühlung hat er allem Anschein nach sehr genossen.
Auch der ARTHOS war die Woche wieder fleißig - er baut immer noch an seiner Höhle. Von Weitem sah sie schon sehr tief aus. Mal sehen, wie weit er noch graben möchte. Meine neue Mitbewohnerin FRANCA, die ich bisher nur aus der Ferne gesehen habe, beäugt das eher skeptisch. Am Sonntag konnte ich beobachten, wie sie die Höhle wieder versucht hat zuzuscharren. FRANCA ist wohl nicht von ARTHOS‘ Tiefbaukünsten überzeugt. Ich habe mich auf jeden Fall sehr amüsiert. Sogar die Grünkutten haben diese Szene beobachtet und mussten etwas schmunzeln. Ich sag euch, hier gibt es immer etwas Spannendes zu beobachten.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure JURKA

AGONIS – mit Natürlichkeit im Kampf gegen die Vergangenheit

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Sensibler Braunbär: AGONIS

Als der kleine Welpe AGONIS im Dezember 2016 zu uns in den Schwarzwald kam, hatte er mit seinen knapp 10 Monaten bereits unvorstellbares Leid erfahren. Brutal wurde er der Natur Albaniens entrissen und in einen Käfig als Touristenattraktion für ein Restaurant gesteckt. Die Grausamkeiten, die der kleine Bär damals ertragen musste haben extreme psychische Schäden bei ihm hinterlassen. Am wohl markantesten ist das heftige Saugen an seiner Tatze, das augenblicklich einsetzt sobald er einen Zweibeiner am Zaun sieht. Im Gegensatz zu ARIAN und ARTHOS, die beide ebenso in Albanien für touristische Zwecke missbraucht wurden und auch 2016 zu uns kamen, legt er noch immer starke Verhaltensstörungen an den Tag und scheint in der Entwicklung etwas hinterher zu hinken.

Wichtiger Besucherhinweis: Bitte gehen Sie weiter, wenn AGONIS an seiner Tatze saugt! Nicht zum weitermachen animieren!

Doch die Art und Weise, wie er mit verschiedenen, natürlichen Elementen unser Freianlagen umgeht, sät Hoffnung. So vermag er es wie kein anderer, die Schwarzwälder Fichten bis hinauf in die höchsten Höhen zu erklimmen. Aber auch am Boden und darunter gibt es ein zahlreiches Angebot an natürlicher Beschäftigung. Zum Beispiel das Graben nach Insekten in alten Baumstämmen, Wurzeln und sonstigem Unterholz ist eine hervorragende Herausforderung, die Körper und Geist fördert.

Wir bedanken uns daher von ganzen Herzen bei all den Paten, Spendern und Unterstützern, die uns dabei helfen, für AGONIS und die anderen Vierbeiner eine naturnahe Umgebung zu sichern. Denn nur gemeinsam schaffen wir es, Leben zu retten und zukünftigen Generationen von Wildtieren ein solch leidvolles Schicksal zu ersparen.

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DORO, die Bärin mit dem stolzen Gang

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Ex-Zoobärin entdeckt das Wildtier in sich

Nach fast 30 Jahren im Zoo durfte DORO erst in unseren Tierschutzprojekt im hohen Alter Dinge lernen, die für einen Braunbären eigentlich normal sein sollten. Futtersuche, schwimmen oder ganz banal einen Hang auf und ab laufen können. Wir erinnern uns noch sehr gut an ihre ersten Tage in unserer Freianlage. Damals war sie nach wenigen Metern in dem anspruchsvollen Gelände müde und erschöpft. Jetzt, etwas über ein Jahr später, meistert sie die Hänge spielerisch. Und dabei macht sie zudem noch mit ihrer bestimmten Gangart einen dominanten Eindruck.

Natürlich führt das hin und wieder zu Konfliktmomenten, für die DORO auch stets zu haben ist. Besonders DAGGI und PARDO bekommen ihre leidenschaftliche Art des Öfteren zu spüren. Doch vielleicht ist es auch nur der Neid, der aus ihr spricht, denn die alte Spanierin kann von ihren 10 Jahre jüngeren Artgenossen noch einiges lernen. Zum Beispiel, dass es beim Ergattern von Fleisch selten einen Preis für den zweiten Platz gibt. So hatte sie zum Beispiel neulich das Nachsehen, als unser Team ein Kalb über den Zaun warf. Aber wie wir DORO kennen, wird ihr dieser Fauxpas bestimmt kein zweites Mal passieren.

Wir danken ganz herzlich allen Paten, Spendern und Unterstützern, die es uns ermöglichen, vom Schicksal gebeuteten Tieren wie DORO, DAGGI und PARDO eine naturnahe Unterbringung und gesundes Futter zu bieten.

Ihr Team vom
Projekt WORBIS

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KAJA und ARIAN: Bärig

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Frühlingsgefühle

Es sind kaum zwei Jahre her, da tobte ARIAN mit seinen gleichaltrigen Artgenossen ARTHOS und AGONIS durch die Freianlagen, wobei sie die erwachsenen Braunbären nur als Spielkameraden sahen. Mittlerweile sind die einstigen Selfie-Bären aus Albanien dem Welpenalter entwachsen und allen voran ARIAN entwickelt gerade ein reges Interesse an der holden Weiblichkeit. Besonders die ehemalige Zirkusbärin KAJA hat es ihm angetan. Nun hat sich die Paarungszeit dem Ende geneigt, doch in den letzten Wochen haben der junge Wilde und die alte Dame recht eingängig gezeigt, was bärig wirklich bedeutet – denn so sagt man zu den Bären, wenn sie von Frühlingsgefühlen erfüllt sind.

Bärennachwuchs in Gefangenschaft? Nein, das kommt für uns natürlich nicht in Frage, da wir entschieden gegen die Zucht von Wildtieren sind, daher ist ARIAN, so wie alle anderen männlichen Vierbeiner, kastriert. Dennoch beschert seine jugendlich stürmische Libido der guten, alten KAJA einen so genannten zweiten Frühling. Sie ist mit 36 Jahren die älteste Bärin in unserem Tierschutzprojekt, lebte fast 30 Jahre davon qualvoll im Zirkus. Die unnatürlichen Zustände haben noch heute gravierende Auswirkungen auf das unschuldige Tier und so verfällt KAJA immer mal wieder in stereotypes Verhalten, bei dem sie die beklemmenden 4x4 Meter ihres alten Käfigs abläuft. Daher ist es aus verhaltensbiologischer Sicht höchst interessant zu beobachten, wie sie im hohen Alter viele Instinkte zu einem gewissen Teil reanimieren kann. Winterruhe, Futtersuche, soziale Kompetenz – und nun, wohl zum ersten Mal in ihrem Leben – legt sie ein bäriges Verhalten an den Tag.

Die Interaktionen zwischen ARIAN und KAJA zeigen einmal mehr, wie sich Wildtiere auch im hohen Alter noch weiter entwickeln können und wie wichtig es ist, ihnen eine naturnahe Umgebung zu bieten. Wir bedanken uns daher von Herzen bei all den Paten, Spendern und Unterstützern, die uns dies ermöglichen und dabei helfen, sich für die Akzeptanz freilebender Wildtiere einzusetzen.

1 Monat danach: RONJA und RAIK

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RAIK und RONJA

Die beiden Wolfshybriden RONJA und RAIK leben nun seit etwas über einen Monat in unserem Tierschutzprojekt. Jahrelang wurden sie in Privathaltung in einem tristen Hinterhof ohne jegliche Abwechslung und Möglichkeiten ihre natürlichen Instinkte zu nutzen, gehalten, jetzt dürfen sie seit 5 Wochen in unserer naturnahen Freianlage herausfinden, wieviel Wildtier in ihnen steckt.

Und allen Anschein nach mag das eine ganze Menge sein, denn sie fühlen sich sehr wohl in ihrem neuen Zuhause und haben bereits in kurzer Zeit eine hervorragende Entwicklung durchgemacht. Nachdem sie neugierig und gründlich die Anlage kennenlernten, bewegen sie sich souverän und entspannt durch das anspruchsvolle Gelände. Auch mit dem ein oder anderen Bären auf der anderen Seite des Zauns haben sie bereits Kontakt aufgenommen. Besonders RAIK zeigt DORO und DAGGI sein selbstbewusstes verhalten. Sie genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit der Anlage und haben ein Faible fürs Mäusefangen entwickelt. Wir sind gespannt, wie sie sich durch die neuen natürlichen Bedingungen weiterentwickeln.

Dank der Streifzüge durchs Dickicht, wobei das Fell durch die Büsche und Sträucher „gekämmt“ wird, machen sie auch optisch einen ausgezeichneten Eindruck.

Wir freuen uns über darüber, wie RONJA und RAIK in unseren Freianlagen aufblühen und bedanken uns ganz herzlich bei allen Paten, Spendern und Unterstützern, die unsere Tierschutzarbeit erst ermöglichen!

Ihr Team vom
Projekt WORBIS

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JURKA Kolumne 26.06.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und Grüß Gott liebe Leute! Ich sag euch, das war eine kulinarische letzte Woche für mich und meine Mitbewohner! Die Grünkutten haben uns viele leckere Kirschen zu fressen gegeben. Man könnte schon fast sagen, es hat Kirschen geregnet! Man war das lecker! Ich habe die Grünkutten sagen hören, dass die feinen Kirschen ein Geschenk von Besuchern für uns Bären war – eine sehr gelungene Überraschung, wie ich finde.


Wir haben uns alle samt über die leckeren Kirschen gefreut. Aber auch die Melonen letzte Woche waren sehr schmackhaft. Über letzteres haben sich sogar die Wölfe gefreut. Auch wenn diese bekanntlich nur Fleisch fressen, mögen sie dennoch etwas Frisches zwischendurch. Und da muss man als Bär dann ganz schön flink sein, denn sonst bleibt für uns nichts mehr übrig. Also da muss ich euch sagen, auf alles was richtig lecker ist, muss man hier achtgeben. Also falls Ihr noch Kirschen oder andere Leckereien habt, sagt den Grünkutten Bescheid. Wir Vierbeiner haben bekanntlich einen Bärenhunger.
Apropos Wölfe- die Grünkutten hatten sich am Wochenende wieder was ganz Besonderes überlegt. Ich habe gedacht, ich trau meinen Augen nicht, als ich sie mit Stofftieren auf dem Arm durch den Park gehen sehen hab. Eines davon sah aus wie meine wölfischen Mitbewohner, nur dicker und kleiner. Man war ich neugierig! Ich habe mich natürlich gleich mal auf die Lauer gelegt, um herauszufinden, was die Grünkutten damit wieder vorhaben. Und tatsächlich- Die Grünkutten haben mit einem Plüsch-Wolf, Plüsch-Schaf und Plüsch-Hund den Kindern etwas über Herdenschutz beigebracht. Das war wieder lehrreich und lustig zugleich. Die Grünkutten kommen aber auch immer auf so außergewöhnliche Ideen.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure JURKA

Bärengedenktag 2020

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Ob Problembär oder nicht liegt letzten Endes in menschlicher Hand

Am 26.06.2020 ist Bärengedenktag. Heute vor genau 14 Jahren wurde Braunbär BRUNO in Bayern erschossen, im Auftrag der Landesregierung. Begründet wurde dies damit, dass er den Menschen zu nahekam, auffällig wenig Scheu vor ihnen zeigte. Er war der erste freilebende Bär in Deutschland seit 171 Jahren. Seine Geburt war ein Erfolg für den Artenschutz, sein Tod ein Resultat menschlichen Fehlverhaltens. Um zu verstehen wie es dazu kam und damit es in Zukunft vermieden werden kann, muss man einen Blick auf seine Geschichte werfen. Und die beginnt Mitte der Neunziger in der Wildnis Sloweniens mit der Geburt seiner Mutter JURKA.

Es ist das malerische Jurka Tal, in der die Bärin das Licht der Welt erblickt und dem JURKA ihren Namen zu verdanken hat. Während die junge Vierbeinerin in der freien Wildbahn Osteuropas zu einer Bärendame heranwächst, ist in Italien ein Artenschutzprojekt im vollen Gang. Das Ziel von Life Ursus ist es, die drastisch niedrige Braunbärenpopulation im norditalienischen Trentino zu stärken, auf ein gesundes Maß anzuheben. Wie soll das geschehen? Durch eine einfache Idee: einzelne Tiere aus Gebieten, in denen es sehr viele Bären gibt, werden „umgetopft“. Sie werden also in ihren Heimatländern eingefangen und in Italien wieder ausgewildert. Auch in Slowenien sucht man nach passenden Individuen. Auf diese Weise kommt JURKA nach Mitteleuropa.

Im Trentino fand sie nun, wie viele andere Braunbären auch, ein neues Zuhause. Hier konnte sie in den Wäldern alles anwenden, was sie in ihrer wilden Kinderstube erlernt hatte. Das Suchen nach Futter und wichtigen Heilkräutern, das Jagen, das Klettern auf Bäume, das Graben von Höhlen, das Durchsetzen gegenüber Artgenossen und vieles mehr was man braucht, um selbständig in der Natur zu überleben. Eines Tages traf sie auf JOSE, einem Bärenmann, der ebenfalls im Rahmen von Life Ursus nach Italien verbracht wurde. Die beiden verpaarten sich und im folgenden Jahr wurde ihr Sohn geboren. Aus den Anfangsbuchstaben der Eltern kombiniert mit der Zahl 1 als Erstgeborener ergab sich seine wissenschaftliche Bezeichnung JJ1. Auch ihrem Nachwuchs zeigte sie, wie man die Widrigkeiten überwindet, um als Wildbär in der Natur zu überleben. Und das wohl wichtigste dabei ist – wie komme ich an Futter?

Für Wildtiere ist die Beschaffung von Nahrung durchaus eine heikle Angelegenheit, die viel Zeit in Anspruch nimmt und mitunter gefährlich sein kann. Und genau diese Schwäche wurde von rücksichtlosen Menschen ausgenutzt, um Bären für Touristen anzulocken. Auch JURKA und JJ1 wurden auf diese Weise Opfer des Tourismus. Für eine kurze Gaudi, um zwischen Mittag und Abendessen mal eben Bären in freier Wildbahn zu sehen, wurden sie angefüttert. Was für Mutter und Sohn natürlich zunächst sehr angenehm war, denn so konnten sie Nahrung finden, ohne großen Aufwand zu betreiben.

Und genau das prägte sich in ihren Kopf, in ihr Verhalten ein: wo es Menschen gibt, gibt es auch einfache Nahrungsquellen.

Mit diesem Wissen machte sich der Jungbär im Frühling 2006 auf den eigenen Weg. Er verließ seine Mutter und wanderte über die Alpen, schaute abwechselnd in Österreich, Deutschland und Italien vorbei. Dabei setzte er die Taktiken um, die er gelernt hatte: der effektivste, einfachste Weg zu Futterbeschaffung ist in der Nähe von Menschen zu finden.

Bienenstöcke, Schafställe – hier beschaffte sich der junge Bärenmann seine Nahrung. Dieser augenscheinliche Mangel an Scheu vor Menschen brachte ihm den Ruf eines „Problembären“ ein und die Medien gaben ihm den Namen BRUNO. Die Gemüter kochten, Schlagzeilen von BRUNOs Plünderungen überschatteten die damalige Fußball Weltmeisterschaft in Deutschland. Am 26.06.2006 kam es schließlich zum Drama in Bayern: BRUNO wurde erschossen. Ein junger Bär, der zweieinhalb Jahre alt war, einen Widerristhöhe von weniger als einen Meter hatte und 2 Zentner auf die Waage brachte, versetzte eine ganze Region in Aufruhr.

Was geschah mit seiner Mutter JURKA, der durch das Anfüttern eine ähnlich geringe Scheu vor Menschen antrainiert wurde? Sie wurde eingefangen und mehrfach von einer Unterbringung in die nächste gebracht. Die einstige, freiheitsliebende Wildbärin musste zum Beispiel eine Zeit lang in einem Bärengraben im Kloster San Romedio, einem Orden der Franziskaner Mönche, leben. Glücklicherweise konnte sie von dort gerettet werden und kam schließlich am 26. August 2010 in unser Schwarzwälder Tierschutzprojekt, wo sie noch heute in den großen Freianlagen lebt.

Für uns ist sie ein Symbol dafür, welche Verantwortung der Mensch gegenüber den Wildtieren und welchen mitunter gravierenden Einfluss auf ihren Lebensraum hat. Sie zeigt wie kaum ein anderer Vierbeiner, dass Wildtiere nicht in Gefangenschaft, sondern in Freiheit gehören. Heute, am Bärengedenktag, möchten wir darauf aufmerksam machen und an die Menschen appellieren, sich den Folgen ihres Handelns bewusst zu werden. Es gilt den natürlichen Lebensraum zu schützen. Ein wichtiger Punkt dahingehen ist es, Fehlverhalten zu vermeiden. Allen voran das Anfüttern.

Für die Menschen im Industriestaat Deutschland ist es ungemein wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, sich aufzuklären und richtiges Verhalten zu lernen. Denn aktuell ist wieder ein junger Bärenmann in Bayern unterwegs. Ob auch aus ihm ein Problembär wird oder nicht, liegt letzten Endes in menschlicher Hand.

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