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Worbis, den 06.09.2006

Der skandalöse Unfall im Zoo Bremerhaven macht wiederum deutlich: Auf die Haltung von Tierarten, für welche eine artgemäße Haltung nicht möglich ist, muss verzichtet werden. Die STIFTUNG FÜR BÄREN fordert ein konsequentes Vorgehen in Bremerhaven.

Nach dem erneuten skandalösen Unfall mit Eisbären im Zoo Bremerhaven...

Worbis, den 06.09.2006

Der skandalöse Unfall im Zoo Bremerhaven macht wiederum deutlich: Auf die Haltung von Tierarten, für welche eine artgemäße Haltung nicht möglich ist, muss verzichtet werden. Die STIFTUNG FÜR BÄREN fordert ein konsequentes Vorgehen in Bremerhaven.

Nach dem erneuten skandalösen Unfall mit Eisbären im Zoo Bremerhaven bezweifelt die STIFTUNG FÜR BÄREN die wissenschaftliche Qualifikation der Zooleitung.
Die modernsten Einrichtungen Deutschlands und Europas sind nicht in der Lage, eine solide und ordentliche Sicherheit zu gewährleisten, wenn menschliches Versagen die Ursache für derartige Vorfälle ist. Bei Raubtieren sind grundsätzlich zwei Pfleger für die Sicherheit und Kontrolle in den Gehegen einzusetzen. Schaufütterungen, Streicheleinheiten, Handaufzuchten und Vorführungen gezähmter, menschengeprägter Wildtiere vermitteln ein falsches Bild. Wildtier bleibt Wildtier. Sie sind und bleiben daher gefährlich. ?Zoodirektoren, die solche Unfälle nicht verhindern können, sollten sich einen anderen Job suchen, denn hier hört die Wissenschaftlichkeit auf?, so Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG FÜR BÄREN. ?Wer in Zoos die Tierhaltungen mit gefährlichen Arten nicht unter Kontrolle hat, handelt unverantwortlich und skrupellos?. Den Eisbären jetzt Spielverhalten zu unterstellen und damit den Sachverhalt abzuschwächen, zeigt, dass das gesamte Gehegemanagement nicht stimmt. Bei verhaltensgerechten Anlagen können eine solche Langeweile und der Spieltrieb mit einen Pfleger nicht passieren.

Eisbärenanlagen sind weltweit fragwürdig, da kaum die Bedingungen geschaffen werden können, die den Bedürfnissen dieser Tierart gerecht werden. Eisbären sind lebenslange Wanderer. Zu Fuß, schwimmend und auf Treibeis stehend, folgt er seinen wichtigsten Beutetieren, den Robben, und legt dabei hunderte von Kilometern zurück. In der Gefangenschaft muss das Tier, das sich bei minus 30 Grad wohl fühlt, in unserem Sommer 30 Grad plus ertragen. Der Schwimmer, den man im offenen Meer 100 Kilometer von der Küste entfernt begegnen kann, muss sich mit einem Planschbecken von ein paar Metern zufrieden geben.


Rückfragen an Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer, Stiftung für Bären, 036074-63043; Mobil. +49160 7656216, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.baer.de
Posted: 2006-09-06 20:22:01

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