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Die STIFTUNG FÜR BÄREN begrüßt die Entscheidung der Stadt Kassel, eine Richtlinie zum Auftrittsverbot für Zirkusse, die Bären und andere Großtiere mitführen, zu erarbeiten. Damit folgt die Stadt einem zwar noch zaghaften, dennoch zunehmenden positiven Trend: Einige deutsche Kommunen verbieten bereits das Auftreten von bestimmten Wildtieren in...

Die STIFTUNG FÜR BÄREN begrüßt die Entscheidung der Stadt Kassel, eine Richtlinie zum Auftrittsverbot für Zirkusse, die Bären und andere Großtiere mitführen, zu erarbeiten. Damit folgt die Stadt einem zwar noch zaghaften, dennoch zunehmenden positiven Trend: Einige deutsche Kommunen verbieten bereits das Auftreten von bestimmten Wildtieren in ihrer Stadt.

In vielen europäischen Ländern ist es kein Diskussionsthema mehr: Wildtiere wie Bären, Löwen, Elefanten uvm. gehören nicht in Zirkusse. Folgerichtig ist das Zurschaustellen und Mitführen verboten. In Deutschland ist man da wesentlich träger. Trotz einer Bundesratsinitiative bereits aus dem Jahr 2003 gibt es immer noch keinen Riegel, der die Qual und Pein von Wildtieren in Zirkussen verbietet. Seit Jahren setzt sich die STIFTUNG FÜR BÄREN vehement für ein solches Verbot ein. Immerhin weiß sie um die Folgen der jahrelangen tierquälerischen Haltung von Bären in kleinen Zirkuswagen, ist sie doch Betreiber des Alternativen Bärenparks in Worbis. Die Bären, die hier aufgenommen werden, sind psychisch und oftmals auch physisch verschlissen.

Parallel zum weiteren Kampf um ein Auftrittsverbot für Wildtiere nimmt die STIFTUNG FÜR BÄREN Verbindung zu Kommunen auf, um vorerst wenigstens in den Städten ein Auftrittsverbot zu erreichen. So gibt es seit einem halben Jahr auch Kontakte mit der Stadt Kassel, die derweil neue Richtlinien für Gastspiele von Zirkusunternehmen erarbeitet. ?Bären gehören nicht in den Zirkus. Deshalb haben wir auch eine Vorlage für den Magistrat der Stadt Kassel erarbeitet, dass Zirkusse mit bestimmten Wildtieren zukünftig nicht mehr nach Kassel kommen können. Die Luft wird dünner für Zirkusunternehmen mit Wildtieren?, so der Kassler Amtsveterinär, Dr. Rietze gegenüber der STIFTUNG FÜR BÄREN.

Gäbe es längst ein bundesweites Halte- und Auftrittsverbot von Wildtieren in Zirkussen, hätte es zu dem tragischen Unfall, am 19. April, in Kassel, bei dem ein Polizist verletzt und eine Zirkusbärin getötet wurden, nicht kommen können.
Zirkusse sind nicht zeitgemäß, bieten nicht genügend Schutz für Mensch und Tier und für letztere nicht annähernd die dem Verhaltenspektrum entsprechende Lebensbedingungen. ML
Posted: 2009-04-24 15:11:56

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