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Wildtierkonferenz in Freudenstadt

12.-14. Oktober Wildtierkonferenz

 

Heimisch! Wild! Real!

Wolf, Luchs und Bär sind Prädatoren, die in unseren Breitengraden einst heimisch waren. Sie stellten einen elementaren Bestandteil unseres Ökosystems dar. Über hundert Jahre lang galten sie als ausgerottet. Allmählich kehren Wolf und Luchs wieder zurück, auch in puncto Braunbär ist es nur eine Frage der Zeit. Obwohl sich die Population in der freien Wildbahn positiv entwickelt, werden Zuchtprogramme in zoologischen Einrichtungen und Tiergärten weiterhin fortgesetzt. Allerdings sind die Erfolge jener Programme in Bezug auf den Artenschutz der drei großen Beutegreifer in den letzten ... mehr gibt es auf der Detailseite.

Termin: 12. bis 14.10.2018 
Beginn: Freitag, 16.00 Uhr

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Die bisher älteste Bärin des Worbiser Bärenparks musste heute in den Morgenstunden eingeschläfert werden. Die Bärin verfiel in den letzten Wochen körperlich so sehr, dass sie mehrere Wochen medizinisch betreut werden musste und dennoch keine Besserung eintrat. Im Gegenteil, ihr Zustand verschlechterte sich, so die Bärenparkteam entschied, das...

Die bisher älteste Bärin des Worbiser Bärenparks musste heute in den Morgenstunden eingeschläfert werden. Die Bärin verfiel in den letzten Wochen körperlich so sehr, dass sie mehrere Wochen medizinisch betreut werden musste und dennoch keine Besserung eintrat. Im Gegenteil, ihr Zustand verschlechterte sich, so die Bärenparkteam entschied, das Leiden zu beenden.

Wie alle Bären des Bärenparks hatte auch Kathi eine furchtbare Vergangenheit. Sie vegetierte bis zu ihrem 27. Lebensjahr in einem Zirkuswagen, den sie in den letzten Jahren ihrer Zirkusära nicht einmal mehr verlassen konnte. Als 27-Jährige war sie schon damals zu alt, um in der Manege aufzutreten. Für Tierschauzwecke, zum Begaffen auf engstem Raum und hinter Gittern taugte das alte Tier noch und "erwirtschafte" somit noch etwas für die Besitzer. Für dieses Leid haben Menschen Geld bezahlt und applaudiert. Und viele tun es heute noch und verlängern damit das Elend. Unfassbar, wie man Tierqual finanzieren kann. Allerdings geschieht dies letztendlich mit behördlicher Genehmigung. Weil Zirkus - ebenso wie der Stierkampf - Kulturgut seien, weil sie Tradition haben.

Im Jahr 2000 wurde Kathi aufgrund fehlender CITES-Papiere beschlagnahmt und brauchte nun eine neue Unterkunft, die sie im Alternativen Bärenpark Worbis fand. Die Bärin war zu dick, ungepflegt und völlig steif, als sie im August 2000 in Worbis eintraf. Und sie war sehr alt. Bären haben eine Lebenserwartung von ca. 30 Jahren. Aber die alte Bärin war auch eine Kämpferin. Sie berappelte sich und fand sehr schnell zu ihren natürlichen Instinkten zurück, grub Höhlen, hielt ihre Winterruhe, freundete sich mit den Schwarzbären Jimmy und Gonzo an, bildete mit ihnen das wundersame Trio - Schwarz- und Braunbären! - , sie lebte und liebte und überlebte einige wesentlich jüngere Bären. Kathi genoss noch ganze 10 Jahre Bärenpark und Natur belassene Freianlage.

Als Kathi ab Frühjahr 2010 anfing zu schwächeln, viel ruhte, kaum noch durch den Wald streifte, kündigte sich das Ende schon an. In den letzten Tagen konnte sie kaum noch laufen, dann nicht einmal mehr aufstehen. Das Sterben hatte begonnen und um langes Leiden zu vermeiden, wurde ihr geholfen. ML
Posted: 2010-08-24 16:11:29

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